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Ausland, Nordamerika

Amerikas Fünfte Kolonne wird Russland zerstören

von Paul Craig Robertshttp://www.theblogcat.de

Dies ist die Rede, die ich dieses Wochenende gehalten hätte, wenn ich in der Lage gewesen wäre, die Einladung zum St. Petersburger Wirtschaftsforum in Russland anzunehmen.

(Kurze Zusammenfassung: Aus Sicht des russischen Dilemmas ist dies eine wichtige Kolumne. Putins teilweise Impotenz gegenüber Washington entsteht durch den Zugriff, den die neoliberale Ökonomie auf die russische Regierung ausübt. Putin kann nicht mit dem Westen brechen, weil er glaubt, dass die Entwicklung der russischen Wirtschaft von der Integration Russlands in die westliche Wirtschaft abhängt. Denn das will die neoliberale Ökonomie der russischen Ökonomie und dem Finanzestablishment weismachen.

Jeder sollte verstehen, dass ich kein pro-russischer Antiamerikaner bin. Ich bin gegen Krieg, vor allem gegen Nuklearkrieg. Meine Sorge ist, dass die Unfähigkeit der russischen Regierung, energisch aufzutreten, dem Umstand geschuldet ist, dass sie glaubt, dass Russlands Entwicklung, trotz all dem Gerede von einer Eurasischer Partnerschaft und der Seidenstraße, von einer Integration mit dem Westen abhängt. Dieser völlige Irrglaube hindert die russische Regierung daran, sich entschieden vom Westen abzusetzen. In Folge dessen akzeptiert Putin weiterhin die Provokationen, um einen entschlossenen Schnitt zu vermeiden und Russland vom Westen zu trennen. In Washington und UK wird das als ein Mangel an Entschlossenheit auf Putins Seite interpretiert und ermutigt eine Eskalation der Provokationen, die sich verstärken werden, bis Russlands einzige Wahl eine Kapitulation oder ein Krieg ist.

Wenn die russische Regierung nicht glauben würde, dass sie den Westen braucht, dann könnte sie stärkere Antworten auf die Provokationen geben, das würde verdeutlichen, dass es Grenzen gibt für das was Russland toleriert. Es würde auch den Europäern bewusst machen, an welchem seidenen Faden ihre Existenz hängt. Die Kombination aus Trumps Missbrauch Europas und eine Erkenntnis Europas, wie sehr ihre eigene Existenz durch die Übereinstimmung mit dem aggressiven Washington gefährdet ist, das würde die westliche Allianz und die NATO aufbrechen. Aber Putin bringt das nicht fertig, denn er glaubt irrtümlich, Russland würde den Westen brauchen.)

Amerikas Fünfte Kolonne wird Russland zerstören

Wenn die Neokonservativen sich selbst zurückhalten könnten, so würden sie sich zurücklehnen und würden Amerikas Fünfter Kolonne – der neoliberalen Wirtschaft – erlauben, Russland für sie zur Stecke zu bringen. Russland ist zum Scheitern verurteilt, weil die Ökonomen des Landes während der Jelzin-Jahre durch amerikanische neoliberale Ökonomen einer Gehirnwäsche unterzogen wurden. Das fiel den Amerikanern nicht schwer. Die kommunistische Ökonomie hat zu nichts geführt, die russische Wirtschaft war Pleite, die Russen erlebten eine umfassende Krise und das erfolgreiche Amerika kam mit einer helfenden Hand.

In Wahrheit war die helfende Hand eine raubende Hand. Diese Hand hat russische Rohstoffe durch Privatisierung geraubt und hat die Kontrolle den Amerika-freundlichen Oligarchen überlassen. Russische Ökonomen hatten keine Ahnung davon, wie der Finanzkapitalismus in seiner neoliberalen Erscheinung die Volkswirtschaften ihrer Vermögen beraubt und sie gleichzeitig mit Schulden belastet.

Aber es kam noch schlimmer. Russlands Ökonomen wurde das Gehirn gewaschen und sie glauben an ein wirtschaftliches Denken, das dem westlichen Imperialismus dient.

Zu Beispiel setzt die neoliberale Ökonomie die Währung Russlands der Spekulation, der Manipulation und der Destabilisierung aus. Kapitalzuflüsse können dazu benutzt werden, den Wert des Rubel steigen zu lassen, und zu passender Gelegenheit das Kapital wieder abzuziehen und den Wert des Rubel fallen zu lassen und dadurch die inländische Inflation mit höheren Importpreisen steigen zu lassen, was den Lebensstandard der Russen sinken lässt. Washington hat diese Art der Manipulation schon immer benutzt, um Regierungen zu destabilisieren.

Die neoliberale Ökonomie hat auch der Russischen Zentralbank mit dem Glauben das Gehirn gewaschen, dass Russlands wirtschaftliche Entwicklung von Auslandsinvestitionen in Russland abhängig sei. Dieser Irrglaube bedroht direkt die Souveränität Russlands. Die Russische Zentralbank könnte mit Leichtigkeit alle internen wirtschaftlichen Entwicklungen durch Geldschöpfung finanzieren, aber die gehirngewaschene Zentralbank kapiert das nicht. Die Bank glaubt, dass das Ergebnis einer eigenen Finanzierung der inneren Entwicklung eine Inflation und eine Entwertung des Rubels auslösen würde. Und so wird die Zentralbank durch die amerikanische neoliberale Ökonomie geleitet, sich Geld im Ausland zu leihen, das es nicht braucht. Und damit wird Russland mit ausländischen Schulden belastet, was eine Umleitung russischer Ressourcen für Zinszahlungen an den Westen erfordert.

Wie Michael Hudson und ich vor zwei Jahren den Russen erläutert haben: Wenn sich Russland vom Westen Geld leiht, z.B. von den USA, und dann die Dollars hereinströmen – was geschieht dann mit diesen Dollars? Russland kann sie im Inland zur Finanzierung von Entwicklungsprojekten nicht ausgeben, also wohin strömen die Dollars? Sie gehen in die Devisenbestände Russlands und häufen Zinsen für den Kreditgeber an. Die Zentralbank schöpft dann das Rubel-Äquivalent zu den geborgten und untätigen Dollars und finanziert damit die Projekte. Also wozu Dollars leihen? Der einzige Grund ist, dass damit die USA die Dollarschulden benutzen können, um eine Kontrolle über russische Entscheidungen auszuüben. Mit anderen Worten: Russland liefert sich selbst seinen Feinden aus.

(Kann Russland etwas aus dem Schicksal Brasiliens lernen?)

https://www.paulcraigroberts.org/2016/09/28/can-russia-learn-from-brazils-fate-paul-craig-roberts-and-michael-hudson/

(Russlands Schwäche ist seine Wirtschaftspolitik)

https://www.paulcraigroberts.org/2016/08/10/russias-weakness-is-its-economic-policy-paul-craig-roberts-and-michael-hudson/

(Privatisierung ist die Strategie der Atlantiker, um Russland anzugreifen)

https://www.paulcraigroberts.org/2016/02/08/privatization-is-the-atlanticist-strategy-to-attack-russia-paul-craig-roberts-and-michael-hudson/

In der Tat ist es der falsche Glaube der russischen Regierung, die russische Wirtschaftsentwicklung hänge davon ab, dass Russland ein Teil des Westens wird. Das hat Putin dazu gebracht, die Provokationen und Erniedrigungen zu akzeptieren, mit denen der Westen Russland überschüttet hat. Das Fehlen einer Antwort auf diese Provokationen wird am Ende dazu führen, dass die russische Regierung die Unterstützung der nationalistischen Elemente in Russland verliert.

Putin müht sich damit ab, Russland in das westliche Wirtschaftssystem zu integrieren und gleichzeitig die Souveränität Russlands zu erhalten (ein unrealistisches Ziel). Denn Putin wurde von Elementen in der russischen Elite – die lieber Westler als Russen wären – davon überzeugt, dass Russlands Wirtschaftsentwicklung davon abhänge, in die westliche Ökonomie eingebunden zu werden. Da die neoliberale ökonomische Elite die Wirtschafts- und Finanzpolitik Russlands kontrolliert, glaubt Putin, er müsse die Provokationen des Westens akzeptieren, oder er müsse seine Hoffnung auf eine wirtschaftliche Entwicklung Russlands aufgeben.

Die russischen Ökonomen sind dermaßen durch neoliberale Ökonomie indoktriniert, dass sie nicht einmal nach Amerika schauen um zu sehen, wie eine einst große Ökonomie durch neoliberale Ökonomie völlig zerstört worden ist.

Die USA haben die historisch größten Staatsschulden aller Länder. Die USA haben das historisch größte Handels- und Haushaltsdefizit sämtlicher Länder. Die USA haben eine Arbeitslosigkeit von 22%, die sie verstecken, indem sie jene arbeitslosen Millionen entmutigter Arbeiter nicht mitzählen, die, weil sie keine Arbeit finden können, aufgehört haben nach Arbeit zu suchen und damit bewusst aus der Statistik der Arbeitslosen herausfallen. Die USA haben eine Klasse aus Rentnern, der man jede Zinszahlung auf ihr jahrzehntelang Erspartes geraubt hat, weil es der Federal Reserve wichtiger war, die miesen Kredite einer Handvoll „Banks too big to fail“ zu retten. Banken, dir durch die Deregulierung der neoliberalen Ökonomie zu groß zum Scheitern wurden. Mit ihrer falschen Darstellung von „Freihandel“ und „Globalisierung“ hat die neoliberale Ökonomie amerikanische Produktion und verkehrsfähige Arbeitsplätze ins Ausland verlagert, wo die Löhne niedriger waren. Damit wurden auf Kosten der Einkommen der US-Arbeiter die Einkommen der Besitzer erhöht und das hat die Amerikaner mit schlecht bezahlten Dienstleistungsjobs wie in einem Dritte Welt Land zurückgelassen. Das reale Durchschnittseinkommen der Familien stagniert in den USA seit Jahrzehnten. Die Federal Reserve hat vor kurzem berichtet, dass die Amerikaner so arm sind, dass 41% der Bevölkerung keine $400 aufbringen können ohne persönliche Habe zu veräußern.

Junge Amerikaner, wenn sie eine Universitätsausbildung haben, beginnen ihr Leben als Schuldensklaven. Gegenwärtig gibt es 44.200.000 Amerikaner mit Studentenkrediten, die insgesamt $1.048.000.000.000 betragen – $1, 48 Billionen!

In den USA haben alle 50 Staaten öffentlich Universitäten unterstützt, in denen Studiengebühren sehr niedrig sein sollten, um die Bildung zu fördern. Als ich zur Georgia Tech ging, einer führenden Technischen Hochschule, da betrug meine Jahresgebühr weniger als $500. Kredite waren nicht nötig und existierten nicht.

Was ist passiert? Der Finanzkapitalismus hat entdeckt, wie man Uni-Studenten in abhängige Diener verwandelt, und die Administrationen der Unis haben dabei mitgeholfen. Die Studiengebühren sind gestiegen und gestiegen und wurden zunehmend der Verwaltung zugewiesen, deren Kosten explodierten. Heute absorbieren viele Universitätsverwaltungen 75% des Jahresbudgets und für die Gehälter der Professoren und die Studentenhilfe bleibt wenig übrig. Ein folgsamer Kongress hat ein Kreditprogramm aufgelegt, das junge Amerikaner und Amerikanerinnen mit riesigen Schulden belastet, nur um eine Universitätsausbildung zu bekommen. Da von der neoliberalen Ökonomie so viele gut bezahlte Jobs ins Ausland verlagert worden sind, können die vorhandenen Arbeitsplätze die Schulden der Studentenkredite nicht auffangen. Ein großer Prozentsatz der Amerikaner im Alter zwischen 24 und 34 lebt bei den Eltern, weil ihre Jobs nicht so viel abwerfen, um die Kredite der Studenten zu bedienen und eine Apartment zu bezahlen. Die Schulden hindern sie daran, ein unabhängiges Leben zu führen.

In Amerika hat die Verschuldung der Bevölkerung, die durch die neoliberale Ökonomie erzeugt wurde – privatisieren, privatisieren, deregulieren, deregulieren, verschulden, verschulden – verhindert, dass wirtschaftliches Wachstum entsteht, da die amerikanische Öffentlichkeit kein frei verfügbares Einkommen nach Abzug der Schuldenzahlungen hat, um die Wirtschaft anzukurbeln. In Amerika werden Autos, Lastwagen und SUV mittels siebenjährigen Krediten und ohne Anzahlung verkauft. Ab dem Zeitpunkt, zu dem ein Fahrzeug verkauft wird, übersteigt die Darlehensverpflichtung den Wert des Fahrzeugs.

Das Wall Street Journal berichtet, dass Mike Meru, ein Zahnarzt, der im Jahr $225.000 verdient, Schulden für einen Studentenkredit in Höhe von $1.060.945,42 hat. Er zahlt monatlich $1.589,97. Was nicht genug ist um die Zinsen abzudecken, geschweige denn den Kredit an sich. Folglich wachsen seine Schulden durch die sieben Jahre an der University of Southern California pro Tag um $130. In 20 Jahren wird sein Schuldenkonto auf $2 Millionen angewachsen sein.

https://www.wsj.com/articles/mike-meru-has-1-million-in-student-loans-how-did-that-happen-1527252975

(Anm.d.Ü.: oder hier):

https://www.zerohedge.com/news/2018-05-26/there-are-101-americans-over-1-million-student-loans

Wenn die neoliberale Ökonomie in Amerika nicht funktioniert, warum sollte sie dann für Russland funktionieren? Die neoliberale Ökonomie funktioniert nur für Oligarchen und deren Institutionen, etwa Goldman Sachs, die von der Zentralbank den Auftrag haben, die Wirtschaft halbwegs über Wasser zu halten. Washington wird der Integration Russlands in das westliche System zustimmen, wenn Putin zustimmt, die Praxis der Jelzin-Zeit wiederzubeleben, den westlichen Finanzinstitutionen zu erlauben, Russland seiner Vermögen zu berauben und es gleichzeitig mit Schulden zu überhäufen.

Ich könnte noch lange über die Drecks-Ökonomie (Junk Economics) reden, wie Michael Hudson es nennt. Denn das ist die neoliberale Ökonomie. Die Vereinigten Staaten scheitern damit, und so wird es auch Russland ergehen.

John Bolton und die Neokons sollten sich einfach entspannen. Die neoliberale Ökonomie, die die russischen Finanzinteressen, die russische Regierung und anscheinend sogar Putin im Griff haben, werden Russland ohne Krieg zerstören.

https://www.theblogcat.de/uebersetzungen/pcr-25-05-2018/

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Diskussionen

4 Gedanken zu “Amerikas Fünfte Kolonne wird Russland zerstören

  1. Ach, Herrje! Was hat sich denn der Roberts da wieder zusammenhalluziniert? Oder liegts etwa am Übersetzer? Manche Texte erinnern gelegentlich an chinesische Gebrauchsanweisungen, die wortwörtlich ins Deutsche übertragen wurden. Es ist zwar alles übersetzt, nur ergibt es oftmals keinen bis wenig Sinn. Dann würde ich mich beim Roberts entschuldigen, wenns an der Übersetzung liegt. Aber ich bezweifle das. Hier scheint mir doch wieder einer dieser Hochbegabten am Werk zu sein, die genau wissen, was die Regierungen der Welt alles falsch machen und andererseits auch genau vorgeben zu wissen, was die Zukunft bringen wird.
    Vorab: „Jeder sollte verstehen, dass ich kein pro-russischer Antiamerikaner bin“. Aha, und wofür ist das wichtig? Geht es um das Erklären und Verstehen von Sachverhalten, also um Sachliches, oder um die Darstellung Ihrer selbst, Herr Roberts. So oft, wie er in der Ich-Form redet, scheint es zuerst einmal um ihn selbst zu gehen, nicht um die Sachverhalte.
    Dann gehts aber auch noch um Inhaltliches, scheinbar: Denn der Herr Roberts erklärt den Russen die Welt und was sie falsch machen. Das kann der Herr Roberts, weil er nämlich die Interessen und Möglichkeiten der Russen besser kennt als diese selbst. Denn er ist so etwas wie ein moderner Herrenmensch, Amerikaner und Intellektueller, etwas Kompetenteres gibt es derzeit nicht auf dem Planeten. Dagegen kommen die Russen mit ihren Erfahrungen aus 2 Weltkriegen, einer Revolution, einem Bürgerkrieg und den jahrzehntelangen Abwehrkämpfen gegen die westliche und atomare Bedrohung allein in den letzten Hundert Jahren nicht an. Das ist ein Fliegenschiss gegen die Seminarweisheiten eines Weltendeuters aus Amerika.
    Beispiel gefällig: „Russland ist zum Scheitern verurteilt, weil die Ökonomen des Landes während der Jelzin-Jahre durch amerikanische neoliberale Ökonomen einer Gehirnwäsche unterzogen wurden. Das fiel den Amerikanern nicht schwer. Die kommunistische Ökonomie hat zu nichts geführt, die russische Wirtschaft war Pleite, die Russen erlebten eine umfassende Krise und das erfolgreiche Amerika kam mit einer helfenden Hand.“
    Die Welt zu erklären, ist doch ganz einfach oder etwa nicht. Vor allem sind natürlich nur die Amis in der Lage, anderen die Hirne zu waschen. Muss Roberts wohl am besten wissen, denn seines scheint wohl einem ordentlichen Vollwaschgang unterzogen worden zu sein. Der Russe ist natürlich blöde, ganz klare Sache, sonst hätte er es nicht geschafft trotz der gewaltigen Zerstörungen des WK 2 als erster einen Sputnik ins All zu schießen und den ersten Menschen gleich noch hinterher. Nur ein russischer Untermensch schafft es, Atombomben schneller zum eigenen Schutz zu entwickeln als alle amerikanischen Geheimdienste voraussagten. Und auch nur ein russischer Volldepp ist in der Lage, strategische Waffen zu entwickeln unter gleichzeitiger Senkung der Rüstungsausgaben, die den ganzen amerikansichen Angriffsapparat überflüssig machen.
    Weiter gehts mit der Belehrung der Menschheit: „Wenn die neoliberale Ökonomie in Amerika nicht funktioniert, warum sollte sie dann für Russland funktionieren?“ Aha, und deshalb fressen die Amis den Kitt aus den Fenstern, nachts ist in ganz Amerika das Licht aus und die Fortbewegung funktioniert nur, weil sie ihre Hühner nicht nur zum Eierlegen benutzen sondern auch zu Reiten? Was ist denn das für ein weltabgewandter SChwachsinn? Was soll denn nach Ansicht Craigs in der amerikansichen Wirtschaft nicht funktionieren? Alles funktioniert, nur halt eben anders als der Craig sich das vorstellt. Nur dumm, dass die Welt sich nicht nach den Vorstellungen des großen Vorsitzenden richtet sondern nach Interessen, die diesem anscheinend nicht ins voll-gewaschene Gehirn zu gehen scheinen. Wer so wenig von der Wirklichkeit wahrnimmt, muss natürlich alle anderen als Opfer von Gehirnwäschen ansehen, die die Welt anders sehen als er selbst.
    „Die neoliberale Ökonomie funktioniert nur für Oligarchen und deren Institutionen, etwa Goldman Sachs, die von der Zentralbank den Auftrag haben, die Wirtschaft halbwegs über Wasser zu halten“ Ja, wie, was denn nun? Funktioniert die neoliberale Ökonomie oder funktioniert sie nicht, wie einen Satz weiter oben behauptet. Merkt der Menschheitsbeglücker nicht, dass er sich selbst widerspricht. Goldman Sachs braucht keinen Auftrag von der Zentralbank. Die handeln in ihrem ureigensten Kapitalverwertungsinteresse. Die wollen Gewinne machen, denn das ist der Sinn eines Unternehmens, Craig, und nicht irgendwelche geheimnisvollen Aufträge zu erfüllen von irgendwelchen Männern aus den Untiefen eines sogenannten Tiefen Staates. Banken handeln im Geschäftsinteresse ihrer Aktionäre und die werden den Herrschaften aus dem tiefen Staat was husten, wenn sie für deren Verschwörungskram bezahlen oder Nachteile hinnehmen sollen. Und sie haben sogar die Gesetze auf ihrer Seit. Die sehen die Bank als Geldmaschine und nicht als Erfüllungsgehilfen von irgendwelchen Machtbesessenen.
    Was natürlich zum SChluss nie fehlen darf, ist der Blick in die Kristallkugel: „Washington wird der Integration Russlands in das westliche System zustimmen, wenn Putin zustimmt, die Praxis der Jelzin-Zeit wiederzubeleben, den westlichen Finanzinstitutionen zu erlauben, Russland seiner Vermögen zu berauben und es gleichzeitig mit Schulden zu überhäufen.“
    Wobei, das muss zugestanden werden, der erste Teil richtig ist, eine der wenige Passagen des Textes, der etwas mit Wirklichkeit zu tun hat und den Bedingungen und Interessen der Handelnden in Russland und Amerika. Aber abenteuerlich ist dann wieder der letzte Teil des Zitats. Klar, die Konzerne wollen in Russland investieren und dort Geld verdienen. Natürlich würden sie auch gerne Kredite vergeben, weil man an Krediten Geld verdient, den Zins. Aber für wie dämlich muss der Craig die Russen halten, dass er zu glauben scheint, dass diese sich wie die dumme Tölpel über den Tisch ziehen lassen. Das ist ja gerade das Problem, das der Westen mit Russland, aber auch mit China und anderen Staaten wie Syrien und Libyen hat und hatte. Die haben zwar sehr viel Geld und einen riesigen Markt. Aber sie bestimmen über den Zugang zu diesem Markt und sie lassen nicht jeden auf diesen Markt, sondern nur diejenigen, die der eigenen Entwicklung nützlich sind. Die Russen wie die Chinesen bestimmen noch immer selbst darüber, wie sie ihr Land entwickeln wollen und nicht die Investoren und die Finanzmärkte. Zudem, verfügt Russland im Gegensatz zu den meisten Staaten des hochentwickelten westlichen Kapitalismus über einen der finanzkräftigsten Staatsfonds der Welt mit mehreren 100 Milliarden Devisenreserven. dieser Fond macht das Land einerseits unabhängig von den Finanzmärkten, sodass es nicht so leicht erpressbar ist, wie die meisten kapitalistischen Staaten, und erhält dessen Handlungsfähigkeit auch in Krisenzeiten. Das wurde sehr deutlich an den Finanzmarktsanktionen, die der Westen gegenüber Russland erhob im Zuge des Ukraine- und Krim-Konflikts. Der Rubel verlor massiv an Wert, weil vielen russischen Unternehmen die Refinanzierung an den internationalen Märkten erschwert wurde und sie sich nur unter herben Verlusten mit Dollar eindecken konnten.
    Der russische Staat bot diesen Unternehmen die eigenen Dollarreserven gegen Rubel an. Als der Zwang zur Refinanzierung über die internationalen Finanzmärkte weggefallen war, war auch der Inflation des Rubel die Grundlage entzogen. Der Rubel erholte sich wieder so schnell, wie er durchgesackt war. von daher, Mr. Roberts, besteht wenig Gefahr, dass Russland in absehbarer Zeit „mit Schulden zu überhäufen“ sein wird. Jedenfalls nicht so schnell und so hoch wie die USA.

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    Verfasst von Rüdiger Rauls | 28. Mai 2018, 22:42
    • Dieser Kommentar ist völlig unsachlich und zielt allein darauf den Autor zu verunglimpfen, weil seine Meinung dem Kommentator nicht paßt. Es gipfelt in persönlichen Beleidigungen wie diesen:
      „Was hat sich denn der Roberts da wieder zusammenhalluziniert?“
      „Denn er ist so etwas wie ein moderner Herrenmensch.“
      „Was ist denn das für ein weltabgewandter SChwachsinn?“
      Kommentare dieser Art fallen nicht unter die Meinungsfreiheit und werden in Zukunft nicht freigeschaltet.

      Gefällt mir

      Verfasst von LZ | 29. Mai 2018, 10:45
  2. „Amerikas Fünfte Kolonne wird Russland zerstören.“

    Bereits mit dem ersten Wort des Titels zu einem Text antiimperialistischerThematik, Wallstreets Washington mit Amerika gleichsetzend, wie selbstverständlich den US-imperialistischen Anspruch auf einen ganzen Kontinent zu bestätigen, erhöht nicht gerade die Glaubwürdigkeit.

    Gefällt mir

    Verfasst von Tag Heute | 28. Mai 2018, 13:28

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  1. Pingback: USA`s Fünfte Kolonne will Russland zerstören | PRAVDA TV – Lebe die Rebellion - 28. Mai 2018

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