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Inland, Medien

ARD tagesschau verschweigt erneut US-Drohungen gegen Nordkorea

von https://propagandaschau.wordpress.com

Bild: ARD 24.05.2018 tagesschau 20 Uhr

Auch gestern sendete die ARD tagesschau nach Trumps Absage des Gipfeltreffens mit Kim Jong-Un lupenreine politische Des­in­for­mation, um den Aggressor und das potentielle Opfer im Koreakonflikt zu vertauschen. Washington-„Korrespondent“ Stefan Niemann verharmlost sowohl die wiederholten Kriegsdrohungen gegen Nordkorea (erst Bolton, dann bestärkt durch Pence), wie auch die gemeinsamen Manöver Südkoreas und der USA.

Stefan Niemann: „Aufgeheizt hatte sich die Atmosphäre zuletzt nach abfälligen Bemerkungen des nordkoreanischen Aussenministeriums über Trumps Vize Pence. Der hatte wiederum Nordkorea mit Libyen verglichen, was Pjöngjang in Rage brachte. Auch die gemeinsamen Manöver der USA mit Südkorea sollen Kim erzürnt haben…“

In Wahrheit hatten Bolton und Pence Nordkorea natürlich nicht mit Libyen „verglichen“, wie Niemann hier verharmlosend lügt, sondern sie hatten Nordkorea das gleiche Schicksal angedroht, wie es die NATO dem libyschen Staat und Muammar al-Gaddafi hatte angedeihen lassen: Bombardierung und Mord – nachdem Gaddafi einige Jahre zuvor das libysche Atomwaffenprogramm eingestellt hatte.

Quelle: CNN

Die gemeinsamen Manöver „sollen“ nicht „Kim erzürnt“ haben, wie Niemann auch hier relativierend formuliert, sondern sie werden ganz sicher von den meisten Menschen in Nordkorea als Bedrohung angesehen, waren bereits der Anlass für Kim Gespräche mit Südkorea abzusagen und wurden in den nordkoreanischen Staatsmedien massiv kritisiert, weil die Manöver der Luftwaffe kaum anders als Übung zur Invasion des Nordens interpretiert werden können.

Die erneute Desinformation und Verdrehung der Realität in der ARD tagesschau reiht sich eine endlose Geschichte transatlantischer, anti-nordkoreanischer Propaganda, die Täter und Opfer vertauscht, die Bedrohung der halben Welt durch das US-Militär – inklusive eines bereits gegen hunderttausende Zivilisten eingesetzten Atomwaffenarsenals – verschweigt oder rechtfertigt und immer wieder Zwerge zu Scheinriesen und „Bedrohungen der freien Welt“ aufbläst, um ihnen dann auf die eine oder andere Weise das Licht auszublasen.

https://propagandaschau.wordpress.com/2018/05/25/ard-tagesschau-verschweigt-erneut-us-drohungen-gegen-nordkorea/

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Diskussionen

Ein Gedanke zu “ARD tagesschau verschweigt erneut US-Drohungen gegen Nordkorea

  1. Professor Mausfeld: Unsere Aufmerksamkeit dorthin gezogen, wo sie schnell verdampft, ist Lügenpresse ein gefährliches Wort, denn die Medien haben gar nicht die Funktion, die Wahrheit zu sagen.

    Was ruft der Dieb, um von seinem Diebstahl abzulenken? „Haltet den Dieb“, ruft der Dieb.
    Was ruft der Brandstifter, um von seiner Brandstiftung abzulenken? „Feuer, Feuer“, ruft der Brandstifter.
    Was ruft der Verschwörungstheoretiker, um von seiner Verschwörungstheorie abzulenken? „Verschwörungstheorie, Verschwörungstheorie“, ruft der Verschwörungstheoretiker.
    Was ruft der Terrorförderer, um von seiner Terrorförderung abzulenken? „Krieg gegen Terror“, ruft der Terrorförderer.
    Was ruft der Russlandbedroher, um von seiner Bedrohung Russlands abzulenken? „Verteidigung gegen russische Bedrohung“, ruft die Russlandbedroher.
    Was rufen die FakeNews, um von ihren FakeNews abzulenken? „FakeNews, FakeNews“, rufen die FakeNews.

    Das Wort „Lügenpresse“ ist ein gefährliches Wort, weil es unsere Aufmerksamkeit dorthin zieht, wo sie im Sande verläuft. Ob unter kapitalistischen Bedingungen überhaupt etwas besseres möglich ist, das ist der Punkt, den wir nicht zu sehen bekommen sollen.

    Professor für Wahrnehmungspsychologie Rainer Mausfeld: Für wen arbeiten die Medien? Die Medien arbeiten erstmal für sich. Die Medien sind ein Gewerbe, also die privaten Medien – die Medien sind ein Gewerbe und die Medien sind ein vertikales Gewerbe. Das heißt, sie sind extrem hierarchisch-autoritär organisiert, sie müssen Rendite machen. Das heißt, die Medien verkaufen Zerstreuung, Unterhaltung, Werbung … und war noch was Nachrichten … und verkaufen Nachrichten.

    Die Medien stellen eigentlich den Eliten und dem Staat, … daher kommt die große Verflechtung, das ist nämlich die Vorstellung, die der Neoliberalismus vom Staat hat, ist auch eine ganz besondere: Die Medien liefern den Rahmen für die Operationsweise der Eliten. Deswegen brauchen die Eliten die Medien. Sie liefern dem Staat auch eine Möglichkeit einerseits sozusagen einen Operationsrahmen für die Wirtschaft zu schaffen und auch wieder die Bevölkerung zu disziplinieren und zu kanalisieren.

    Das heißt, die Medien haben nicht … – das ist eine absurde Vorstellung, die gelegentlich rumgeistert – die Medien haben nicht (!) die Funktion, die Wahrheit zu sagen. – Das Wort „Lügenpresse“ ist ein gefährliches, ein gefährliches Wort, weil es uns schon wieder die Aufmerksamkeit in eine Richtung zieht, wo sie ziemlich schnell verdampft.

    Sie kämen nie auf die Idee, zum Beispiel bei der Werbung, zu sagen: „Das ist ja Lügenwerbung“ oder: „Die Pharmaindustrie dient ja gar nicht der Gesundheit der Bevölkerung“. Nein, muss sie auch nicht, die Pharmaindustrie muss Rendite machen! Sie kämen nie auf die Idee, zu sagen: „Das ist ja ein Lügenbanker“ oder „ein Lügenbischof“.

    Wer nicht lügt, hat den Beruf verfehlt, der hat die qualifizierenden Merkmale nicht, die man braucht, in solchen politischen Positionen. Jeder Politiker muss, … das ist in der Politologie bekannt, gibt’s ganze Bücher drüber: „Warum wird in der Politik gelogen?“ Ein Politiker muss lügen. Also die Vorstellung ist so’n bisschen wie in der Familie sozusagen, man ist enttäuscht, wenn der Vater lügt.

    Die Regierung muss nicht, … das ist ein eigenartiges Kriterium, dass Regierungen die Wahrheit sagen müssen. Die Haltung, die wir als Bürger haben müssen ist, zu sagen: „Wir müssen jede Sache, die von der Regierung kommt, [überprüfen]“. Jeder Bericht, der aus einem Untersuchungsausschuss kommt, ist doch nicht die Wahrheit. Das ist ein Mittel, als Regierung die Macht zu stabilisieren. Und dann müssen wir schauen und es konfrontieren mit den Fakten: was ist dran, was ist nicht dran.

    Prof. Rainer Mausfeld 2016, Interview-Auszug, eigenes Transkript, Quelle: https://youtu.be/OwRNpeWj5Cs ab Min. 40:54

    „Der Krieg ist ein besseres Geschäft als der Friede. Ich habe noch niemanden gekannt, der sich zur Stillung seiner Geldgier auf Erhaltung und Förderung des Friedens geworfen hätte. Die beutegierige Canaille hat von eh und je auf Krieg spekuliert.“

    – Carl von Ossietzky Schriftsteller und Chefredakteur der Zeitschrift „Die Weltbühne“, Friedensnobelpreis 1935, geb. 1889, 1938, ermordet im KZ Esterwege

    „Der Krieg ist die großzügigste und wirkungsvollste ‘Reinigungskrise zur Beseitigung der Überinvestition’, die es gibt. Er eröffnet gewaltige Möglichkeiten neuer zusätzlicher Kapitalinvestitionen und sorgt für gründlichen Verbrauch und Verschleiß der angesammelten Vorräte an Waren und Kapitalien, wesentlich rascher und durchgreifender, als es in den gewöhnlichen Depressionsperioden auch bei stärkster künstlicher Nachhilfe möglich ist. So ist … der Krieg das beste Mittel, um die endgültige Katastrophe des ganzen kapitalistischen Wirtschaftssystems immer wieder hinauszuschieben.“

    – Ernst Winkler, 1952, zitiert von Ernst Wolff in seinem Artikel: Crash oder Krieg? Die unheimliche Bedrohung, 2015

    „Der Kapitalismus in der Krise wird aufrechterhalten mit den despotischen Mitteln des Faschismus. Deshalb soll vom Faschismus schweigen, wer nicht auch vom Kapitalismus reden will.“

    – Prof. Max Horkheimer, verfolgt durch Großkapitals Hitler-Faschismus

    „Der Faschismus ist als Geschichte bewahrt, als flackernde Filme im Stechschritt marschierender Schwarzhemden, ihre Verbrechen schrecklich und klar. Doch in denselben liberalen Gesellschaften, deren Krieg fabrizierende Oberschichten uns dazu drängen, nie zu vergessen, wird das Bewusstsein für die ständig schneller wachsende Bedrohung durch eine zeitgemäße Art des Faschismus unterdrückt – weil es ihr Faschismus ist.“

    – John Pilger, journalistischer Aufklärer von Washingtons Kriegsverbrechen u. a. in Vietnam, Warum der Aufstieg des Faschismus wieder das Problem ist, 2015

    „Hitler fand alles fertig vor.“

    – Karl Retzlaw, antifaschistischer Widerstandskämpfer

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    Verfasst von Tag Heute | 27. Mai 2018, 11:57

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