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Ausland, Europa

Wer hat Nash Van Drake umgebracht?

von https://nocheinparteibuch.wordpress.com

Bild: Pablo Miller

Ein Nationaler Sicherheitsberater der britischen Regierungschefin Theresa May namens Sir Mark Sedwill soll auf die Frage im Nationalen Verteidigungsausschuss Britanniens, ob denn zwischenzeitlich Verdächtige im „Fall Skripal“ identifiziert seien, kürzlich geantwortet haben: „Noch nicht.“

Diese Aussage ruft hier angesichts des britischen Totalüberwachungsstaates Assoziationen wie diese hervor:

„Man musste Zivilisten angreifen, Männer, Frauen, Kinder, unschuldige Menschen, unbekannte Menschen, die weit weg vom politischen Spiel waren. Der Grund dafür war einfach. Die Anschläge sollten das italienische Volk dazu bringen, den Staat um grössere Sicherheit zu bitten. Diese politische Logik liegt all den Massakern und Terroranschlägen zu Grunde, welche ohne richterliches Urteil bleiben, weil der Staat sich ja nicht selber verurteilen kann.“ Vincenzo Vinciguerra (via)

Der ehemalige britische Botschafter Craig Murray hat unterdessen darauf aufmerksam gemacht, dass die britische Regierung spätestens am 12. März der britischen Presse eine D-Notice genannte Zensuraufforderung zukommen ließ, deren Inhalt gewesen sein soll, den Namen „Pablo Miller“ nicht zu nennen. Dazu, warum nun die ganze britische Presse nicht sagen sollte, dass der MI6-Mann, der Sergej Skripals Führungsoffier gewesen sein soll und außerdem für eine Firma namens Orbis Business Intelligence gearbeitet haben soll, die sich mit der Sammlung und Verbreitung von unverifizierten Schmuddelgeschichten über US-Präsident Trump einen Namen gemacht hat, Pablo Miller heißt, gab es von der britischen Regierung hingegen keine Erklärung.

Klar ist natürlich, dass die britische Regierung, wann auch immer es in Britannien einen ungeklärten Kriminalfall ohne bekannte Verdächtige gibt, erstmal einen Haufen russischer Diplomaten aus dem Land wirft, und Verbündete mit einer „erstaunlichen“ Präsentation dazu anhält, dasselbe zu tun. Wie könnte eine britische Regierung auch anders auf einen ungeklärten Kriminalfall reagieren? Plumpe Lügen wie die vom russischen Novichok sind in der westlichen Wertegemeinschaft schließlich bewährter Modus Operandi, und wer was dagegen sagt, ist Antisemit. Wichtig ist für die Aufklärung eines Kriminalfalles in Britannien natürlich auch, dafür zu sorgen, dass Opfer eines kriminellen Aktes nicht kommunizieren können. Insofern ist es natürlich verständlich, dass Julia Skripal aus einem britischen Krankenhaus, wo sie sich von Mitpatienten, Angestellten oder Besuchern ein Telefon für ein Telefongespräch mit einer Verwandten ausleihen konnte, auf eine britische Militärbasis verlegt wurde, wo es solche Freiheiten vermutlich kaum noch gibt. Auch konsularischer Beistand oder unvermutete Begegnungen mit Verwandten lassen sich so sicherlich leichter verhindern. Das ist in Britannien alles ganz normal, wenn es zu einem ungeklärten Kriminalfall kommt, genauso wie es normal ist, dass Britannien anlässlich ungeklärter Behauptungen zu Ereignissen in fremden Staaten diese invadiert oder mit Cruise Missiles beschießt. Wie sonst könnte ein Rechtsstaat auch sonst mit solchen Situationen umgehen?

Völlig aus dem Blick gerät bei dem Studium dieser Fragen aber die politisch brisanteste Frage, nämlich: wer hat Nash Van Drake zum Schweigen gebracht und warum?

Das mag bislang unbedeutend erscheinen, aber eine umfassende Aufklärung dieser Frage könnte nicht nur zu den Mördern von Nash Van Drake führen, sondern auch zu den dahinter stehenden Strukturen.

https://nocheinparteibuch.wordpress.com/2018/05/03/wer-hat-nash-van-drake-umgebracht/

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