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Krisen, Wirtschaft

Überfluss

von Norbert Nelte

Die kapitalistische Produktionsweise erlebt alle 10 Jahre eine Stagnationsphase. In schöner Regelmäßigkeit: Nach Aufschwung kommt Abschwung.

Schon Friedrich Engels schrieb: „Das haben wir nun seit 1825 volle fünfmal erlebt und erleben es in diesem Augenblick (1877) zum sechsten Mal. Und der Charakter dieser Krisen ist so scharf ausgeprägt, dass   Fourier sie alle traf, als er die erste bezeichnete als: crise pléthorique, Krisis aus Überfluss.“ Genauer heißt pléthorique überdimensional. Also Krise über die normale Krise hinaus.

Woher kommen die Krisen. Was ist die Ursache? War das schon immer so, wird es immer so bleiben?

Wir alle kennen doch die Traumdeutung des Joseph zu dem Traum vom Pharao über die 7 fetten und die 7 magere Kühen und Getreideähren. Deshalb war es aber beileibe nicht immer so.

In der Jungsteinzeit haben die Meh#nschen in der Südtürkei/Nordirak etwa seit 20.000 Jahren neben der Jagd Getreide im Gartenbau angebaut. Seit dieser Zeit gibt es nach Angaben von Wissenschaftern verschiedener Wissenschaftszweige eine Kulturpflanze. Seit 15.000 Jahren bauen wir diese im Feldanbau an.

Ein typisches Dorf aus dieser Zeit ist das südtürkische Dorf Çatalhöyük zwischen 7.500 und 5.700 vuZ. Mit etwa 5.000 Einwohner, noch ohne Stadtmauer. Sie bauten wie die Pueblo Indianer mit Räumen für die Vorratshaltung.

Es war noch ein friedliches matrilineares (matriarchales) Dorf ohne Palast und Tempel. Weil sie noch friedlich waren, dachten Sie auch nicht daran, dass andere Stämme gegen Sie Krieg führen könnten. Das war dann wahrscheinlich ihr Verhängnis.

Der Anbau wurde aber noch vom ganzen Stamm noch gemeinschaftlich betrieben, auch der Tauschhandel mit anderen Stämmen. Sicher gab es da trockene und regenreiche Jahre, aber sonst gibt es für die Archäologen keine Anzeichen von Krisenzeiten.

Das änderte sich schlagartig vor 7.000 Jahren, als in Sumer die ersten Häuptlinge sich in Fürsten und Könige verwandelten, Abgaben verlangten und daraufhin die Äcker unter den Gentes privatisiert wurden. Wir kennen König Gilgamesch von Ur. Ur war die Hauptstadt von Sumer mit 50.000 bis 100.000 Einwohnern. Hier gab es schon Paläste, Tempel, Stadtmauern und Stufenpyramiden. Ein untrügliches Zeichen dafür, dass die Religionen in unserem Sinne mit Gebäuden erst für die Klassengesellschaften eingeführt wurde. Die Mutterrechts Gesellschaften pflegten den Ahnenkult nur im eigenem Haus. Erst als in ihrer Nähe die patriarchalen Gesellschaften entstanden, fingen Sie auch, aber mit Göttinnen an.

In Sumer gab es in einem matrilinearem Volk die Göttin Inana. Nachdem Sie von einem kriegerischem zentralasiatischem Volk überfallen wurden, flüchteten sie sich nach Österreich und nannten dort den Fluss nach ihrer Göttin Inana Inn und die Stadt Innsbruck.

Danach verwandelten Sie sich innerhalb von 100 Jahren auch in ein patriarchales Volk und nannten ihre Göttin um in Ischtar. Immer, wenn Du nach Babylon rein willst, musst Du an ihrem Tor vorbei und Sie ehren. Heute steht ihr Tor im Völkerkundemuseum in Berlin, das Ischtartor.

Die Bauern wirtschafteten wie heute alle Kleinbürger in Konkurrenz. Deshalb entstand damals schon ein Tauschwert. Bei den Viehzüchtern gravitierte der Marktpreis um den Tauschwert in einem Tierleben, bekannt auch als Schweinezyklus.

Wenn der Marktpreis hoch ist, legen alle Viehzüchter sich Schweine zu. Wenn diese aber groß und fett sind  bieten alle Bauern Schweine an und der Marktpreis fällt in den Keller. Dies blieb so im Wesentlichen bis zu der Industrialisierung in England Ende 18. Jahrhundert.

Nun ist nicht mehr das Tierleben, sondern die Sättigung und die Blindheit des Marktes ausschlaggebend. Die Blindheit des Marktes ist für die kurzen 9-10jähgrigen Wellen und die Sättigung des Marktes für die langen Wellen, genannt Kondratieff Wellen bei den Ökonomen.

Die Blindheit des Marktes resultiert aus der Konkurrenz, weil jeder Kapitalist für sich allein den Plan für das nächste Jahr aufstellt. Er geht dabei natürlich davon aus. Dass er viel von dem Markt der Konkurrenz erobert. Diese Schätzungen liegen immer deshalb über der Realität, weshalb sich in 9 Jahren eine nicht verkaufbares Überangebot ergibt. Wir bekommen solche Ausfälle bei den Bruttoinlandsprodukten, wie es das Titeldiagramm von den 1960Jahren bis 2009 zeigt.

Nachdem in 2009 das Wirtschaftswachstum um 5% eingebrochen ist, nahm das Statistische Bundesamt das  schöne Diagramm aus dem Internet raus  und zeigt seither nur noch in allem unrichtige Zahlen. Wir haben deshalb nur die realen Zahlen bis 2009 genommen und ab 2010 nur hochgerechnet.

Die langen Wellen des Kondratieff resultieren aus den grundsätzlichen Sättigungen. 1939 hat schon jeder in allen Zimmern Lampen gehabt und ab 1945 entwickelte man die Autos als Massenprodukt.

Der Ökonom Nikolai Kondratieff, der unter Lenin ab 1920 ein Konjunkturinstitut in Moskau hatte und 1928 an der Ausarbeitung des ersten 5-Jahesplanes beteiligt war. „wollte die Landwirtschaft erst dann kollektivieren, wenn ausreichende Kapitalien für landwirtschaftliche Großmaschinen verfügbar seien“ (wiki), womit er auch Recht hatte, denn wir wollen ja keine Eselskarren kollektivieren.

„Mit seiner Grundthese, dass der Kapitalismus gemäß seinem zyklischen Modell sich nach einer Abschwungphase wieder regenerieren würde, geriet er zusätzlich in Widerspruch zur herrschenden Doktrin, die von einem bevorstehenden, endgültigen Zusammenbruch des marktwirtschaftlich-kapitalistischen Wirtschaftssystems ausging. Deshalb wurde er 1938 bei Stalin erschossen.

Also Kondratieff geht nach seiner Kurve hei den Wiederaufschwüngen nur von einem neuen Massenprodukt aus, doch dazwischen standen auch noch Kriege. Ich habe sie deshalb dazu geschrieben.

“Wodurch überwindet die Bourgeoisie die Krisen? Einerseits durch die erzwungene Vernichtung einer Masse von Produktivkräften; anderseits durch die Eroberung neuer Märkte und die gründlichere Ausbeutung alter Märkte. Wodurch also? Dadurch, dass sie allseitigere und gewaltigere Krisen vorbereitet und die Mittel, den Krisen vorzubeugen, vermindert.“

Karl Marx und Friedrich Engels, Kommunistischen Manifest,, MEW , Band 4, S.468

„Vernichtung einer Masse von Produktivkräften“ heißt nichts anderes als Krieg. In 2018 steckt die Welt schon länger in der Rezession. Ein neues Produkt haben wir schon, das Elektro Auto. Aber das ist noch zwei bis dreimal so teuer als die Benziner.

Deshalb versucht der industrielle Militärkomplex alle Seiten, um einen Krieg loszutreten. Aber die Russen und Chinesen haben ihre Militärtechnik weiter entwickelt. Momentan sind alle ratlos, wie es weiter geht.

Auch, wenn man einen Krieg macht und ein neues Produkt hat, der Weltmarkt ist verstopft und die Produktionsgewinne sind bei Null%. Was hält die Arbeiter von ihrem Kampf zurück? Die EZB mit ihren Null% Zinsen für die Konzerne?

Für diese ständigen Booms und Krisen braucht es im Kapitalismus auch eine Reservearmee, die in den Booms arbeiten und in den Krisenzeiten Schlange steht. Diesen Job haben in den 70er Jahren die Türken gemacht, in den 80ern die Polen, immer die Schwarzafrikaner und heute die Syrer und Nordafrikaner. Es ist die wohl eine der ekelhaftesten Erscheinungen des Kapitalismus.

Friedrich Engels schreibt, die Reservearmee ist „zu allen Zeiten ein Bleigewicht an den   Füßen der Arbeiterklasse in ihrem Existenzkampf mit dem Kapital, ein Regulator zur   Niederhaltung des Arbeitslohns auf dem kapitalistischen Bedürfnis angemessnen niedrigen Niveau.“ (Friedrich Engels: Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft, von 1880, S. 84, Marxismus Bilderbuch.pdf)

Karl Marx im Kapital: „Das Gesetz, welches die relative Surpluspopulation [Überbevölkerung] oder industrielle Reservearmee stets mit Umfang und Energie der Kapitalakkumulation in Gleichgewicht hält, schmiedet den Arbeiter fester an das Kapital als den Prometheus die Keile des Hephästos an den m Felsen. Es bedingt eine der Akkumulation von Kapital entsprechende  Akkumulation von Elend. Die Akkumulation von Reichtum auf dem einen Pol ist also zugleich Akkumulation von Elend, Arbeitsqual, Sklaverei, Unwissenheit, Bestialisierung und moralischer Degradation auf dem Gegenpol, d.h. auf Seite der Klasse, die ihr eigenes Produkt als Kapital produziert.“

(Karl Marx, „Kapital“, 1. Band I S. 675. dreiundzwanzigstes Kapitel. Teil I. (Abschnitt 1 bis 4)
Das allgemeine Gesetz der kapitalistischen Akkumulation)

Wie kommen wir wieder aus dem Reich des Höllenhundes Cerberus hinaus. Die Kämpfe in den Ländern unterstützen, in denen schon der 1. und 2. Schritt zum Sozialismus mit den selbstverwalteten Betrieben unternommen wurde. Das sind hauptsächlich Argentinien, Frankreich und Brasilien.

 

 

 

 

 

 

Überfluss

Die kapitalistische Produktionsweise erlebt alle 10 Jahre eine Stagnationsphase. In schöner Regelmäßigkeit: Nach Aufschwung kommt Abschwung.

Schon Friedrich Engels schrieb: „Das haben wir nun seit 1825 volle fünfmal erlebt und erleben es in diesem Augenblick (1877) zum sechsten Mal. Und der Charakter dieser Krisen ist so scharf ausgeprägt, dass   Fourier sie alle traf, als er die erste bezeichnete als: crise pléthorique, Krisis aus Überfluss.“ Genauer heißt pléthorique überdimensional. Also Krise über die normale Krise hinaus.

Woher kommen die Krisen. Was ist die Ursache? War das schon immer so, wird es immer so bleiben?

Wir alle kennen doch die Traumdeutung des Joseph zu dem Traum vom Pharao über die 7 fetten und die 7 magere Kühen und Getreideähren. Deshalb war es aber beileibe nicht immer so.

In der Jungsteinzeit haben die Meh#nschen in der Südtürkei/Nordirak etwa seit 20.000 Jahren neben der Jagd Getreide im Gartenbau angebaut. Seit dieser Zeit gibt es nach Angaben von Wissenschaftern verschiedener Wissenschaftszweige eine Kulturpflanze. Seit 15.000 Jahren bauen wir diese im Feldanbau an.

Ein typisches Dorf aus dieser Zeit ist das südtürkische Dorf Çatalhöyük zwischen 7.500 und 5.700 vuZ. Mit etwa 5.000 Einwohner, noch ohne Stadtmauer. Sie bauten wie die Pueblo Indianer mit Räumen für die Vorratshaltung.

Es war noch ein friedliches matrilineares (matriarchales) Dorf ohne Palast und Tempel. Weil sie noch friedlich waren, dachten Sie auch nicht daran, dass andere Stämme gegen Sie Krieg führen könnten. Das war dann wahrscheinlich ihr Verhängnis.

Der Anbau wurde aber noch vom ganzen Stamm noch gemeinschaftlich betrieben, auch der Tauschhandel mit anderen Stämmen. Sicher gab es da trockene und regenreiche Jahre, aber sonst gibt es für die Archäologen keine Anzeichen von Krisenzeiten.

Das änderte sich schlagartig vor 7.000 Jahren, als in Sumer die ersten Häuptlinge sich in Fürsten und Könige verwandelten, Abgaben verlangten und daraufhin die Äcker unter den Gentes privatisiert wurden. Wir kennen König Gilgamesch von Ur. Ur war die Hauptstadt von Sumer mit 50.000 bis 100.000 Einwohnern. Hier gab es schon Paläste, Tempel, Stadtmauern und Stufenpyramiden. Ein untrügliches Zeichen dafür, dass die Religionen in unserem Sinne mit Gebäuden erst für die Klassengesellschaften eingeführt wurde. Die Mutterrechts Gesellschaften pflegten den Ahnenkult nur im eigenem Haus. Erst als in ihrer Nähe die patriarchalen Gesellschaften entstanden, fingen Sie auch, aber mit Göttinnen an.

In Sumer gab es in einem matrilinearem Volk die Göttin Inana. Nachdem Sie von einem kriegerischem zentralasiatischem Volk überfallen wurden, flüchteten sie sich nach Österreich und nannten dort den Fluss nach ihrer Göttin Inana Inn und die Stadt Innsbruck.

Danach verwandelten Sie sich innerhalb von 100 Jahren auch in ein patriarchales Volk und nannten ihre Göttin um in Ischtar. Immer, wenn Du nach Babylon rein willst, musst Du an ihrem Tor vorbei und Sie ehren. Heute steht ihr Tor im Völkerkundemuseum in Berlin, das Ischtartor.

Die Bauern wirtschafteten wie heute alle Kleinbürger in Konkurrenz. Deshalb entstand damals schon ein Tauschwert. Bei den Viehzüchtern gravitierte der Marktpreis um den Tauschwert in einem Tierleben, bekannt auch als Schweinezyklus.

Wenn der Marktpreis hoch ist, legen alle Viehzüchter sich Schweine zu. Wenn diese aber groß und fett sind  bieten alle Bauern Schweine an und der Marktpreis fällt in den Keller. Dies blieb so im Wesentlichen bis zu der Industrialisierung in England Ende 18. Jahrhundert.

Nun ist nicht mehr das Tierleben, sondern die Sättigung und die Blindheit des Marktes ausschlaggebend. Die Blindheit des Marktes ist für die kurzen 9-10jähgrigen Wellen und die Sättigung des Marktes für die langen Wellen, genannt Kondratieff Wellen bei den Ökonomen.

Die Blindheit des Marktes resultiert aus der Konkurrenz, weil jeder Kapitalist für sich allein den Plan für das nächste Jahr aufstellt. Er geht dabei natürlich davon aus. Dass er viel von dem Markt der Konkurrenz erobert. Diese Schätzungen liegen immer deshalb über der Realität, weshalb sich in 9 Jahren eine nicht verkaufbares Überangebot ergibt. Wir bekommen solche Ausfälle bei den Bruttoinlandsprodukten, wie es das Titeldiagramm von den 1960Jahren bis 2009 zeigt.

Nachdem in 2009 das Wirtschaftswachstum um 5% eingebrochen ist, nahm das Statistische Bundesamt das  schöne Diagramm aus dem Internet raus  und zeigt seither nur noch in allem unrichtige Zahlen. Wir haben deshalb nur die realen Zahlen bis 2009 genommen und ab 2010 nur hochgerechnet.

Die langen Wellen des Kondratieff resultieren aus den grundsätzlichen Sättigungen. 1939 hat schon jeder in allen Zimmern Lampen gehabt und ab 1945 entwickelte man die Autos als Massenprodukt.

Der Ökonom Nikolai Kondratieff, der unter Lenin ab 1920 ein Konjunkturinstitut in Moskau hatte und 1928 an der Ausarbeitung des ersten 5-Jahesplanes beteiligt war. „wollte die Landwirtschaft erst dann kollektivieren, wenn ausreichende Kapitalien für landwirtschaftliche Großmaschinen verfügbar seien“ (wiki), womit er auch Recht hatte, denn wir wollen ja keine Eselskarren kollektivieren.

„Mit seiner Grundthese, dass der Kapitalismus gemäß seinem zyklischen Modell sich nach einer Abschwungphase wieder regenerieren würde, geriet er zusätzlich in Widerspruch zur herrschenden Doktrin, die von einem bevorstehenden, endgültigen Zusammenbruch des marktwirtschaftlich-kapitalistischen Wirtschaftssystems ausging. Deshalb wurde er 1938 bei Stalin erschossen.

Also Kondratieff geht nach seiner Kurve hei den Wiederaufschwüngen nur von einem neuen Massenprodukt aus, doch dazwischen standen auch noch Kriege. Ich habe sie deshalb dazu geschrieben.

“Wodurch überwindet die Bourgeoisie die Krisen? Einerseits durch die erzwungene Vernichtung einer Masse von Produktivkräften; anderseits durch die Eroberung neuer Märkte und die gründlichere Ausbeutung alter Märkte. Wodurch also? Dadurch, dass sie allseitigere und gewaltigere Krisen vorbereitet und die Mittel, den Krisen vorzubeugen, vermindert.“

Karl Marx und Friedrich Engels, Kommunistischen Manifest,, MEW , Band 4, S.468

 

„Vernichtung einer Masse von Produktivkräften“ heißt nichts anderes als Krieg. In 2018 steckt die Welt schon länger in der Rezession. Ein neues Produkt haben wir schon, das Elektro Auto. Aber das ist noch zwei bis dreimal so teuer als die Benziner.

Deshalb versucht der industrielle Militärkomplex alle Seiten, um einen Krieg loszutreten. Aber die Russen und Chinesen haben ihre Militärtechnik weiter entwickelt. Momentan sind alle ratlos, wie es weiter geht.

Auch, wenn man einen Krieg macht und ein neues Produkt hat, der Weltmarkt ist verstopft und die Produktionsgewinne sind bei Null%. Was hält die Arbeiter von ihrem Kampf zurück? Die EZB mit ihren Null% Zinsen für die Konzerne?

Für diese ständigen Booms und Krisen braucht es im Kapitalismus auch eine Reservearmee, die in den Booms arbeiten und in den Krisenzeiten Schlange steht. Diesen Job haben in den 70er Jahren die Türken gemacht, in den 80ern die Polen, immer die Schwarzafrikaner und heute die Syrer und Nordafrikaner. Es ist die wohl eine der ekelhaftesten Erscheinungen des Kapitalismus.

Friedrich Engels schreibt, die Reservearmee ist „zu allen Zeiten ein Bleigewicht an den   Füßen der Arbeiterklasse in ihrem Existenzkampf mit dem Kapital, ein Regulator zur   Niederhaltung des Arbeitslohns auf dem kapitalistischen Bedürfnis angemessnen niedrigen Niveau.“ (Friedrich Engels: Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft, von 1880, S. 84, Marxismus Bilderbuch.pdf)

Karl Marx im Kapital: „Das Gesetz, welches die relative Surpluspopulation [Überbevölkerung] oder industrielle Reservearmee stets mit Umfang und Energie der Kapitalakkumulation in Gleichgewicht hält, schmiedet den Arbeiter fester an das Kapital als den Prometheus die Keile des Hephästos an den m Felsen. Es bedingt eine der Akkumulation von Kapital entsprechende  Akkumulation von Elend. Die Akkumulation von Reichtum auf dem einen Pol ist also zugleich Akkumulation von Elend, Arbeitsqual, Sklaverei, Unwissenheit, Bestialisierung und moralischer Degradation auf dem Gegenpol, d.h. auf Seite der Klasse, die ihr eigenes Produkt als Kapital produziert.“

(Karl Marx, „Kapital“, 1. Band I S. 675. dreiundzwanzigstes Kapitel. Teil I. (Abschnitt 1 bis 4)
Das allgemeine Gesetz der kapitalistischen Akkumulation)

Wie kommen wir wieder aus dem Reich des Höllenhundes Cerberus hinaus. Die Kämpfe in den Ländern unterstützen, in denen schon der 1. und 2. Schritt zum Sozialismus mit den selbstverwalteten Betrieben unternommen wurde. Das sind hauptsächlich Argentinien, Frankreich und Brasilien.

 

 

 

 

 

 

von Norbert Nelte

Die kapitalistische Produktionsweise erlebt alle 10 Jahre eine Stagnationsphase. In schöner Regelmäßigkeit: Nach Aufschwung kommt Abschwung.
Schon Friedrich Engels schrieb: „Das haben wir nun seit 1825 volle fünfmal erlebt und erleben es in diesem Augenblick (1877) zum sechsten Mal. Und der Charakter dieser Krisen ist so scharf ausgeprägt, dass Fourier sie alle traf, als er die erste bezeichnete als: crise pléthorique, Krisis aus Überfluss.“ Genauer heißt pléthorique überdimensional. Also Krise über die normale Krise hinaus.
Woher kommen die Krisen. Was ist die Ursache? War das schon immer so, wird es immer so bleiben?
Wir alle kennen doch die Traumdeutung des Joseph zu dem Traum vom Pharao über die 7 fetten und die 7 magere Kühen und Getreideähren. Deshalb war es aber beileibe nicht immer so.
In der Jungsteinzeit haben die Meh#nschen in der Südtürkei/Nordirak etwa seit 20.000 Jahren neben der Jagd Getreide im Gartenbau angebaut. Seit dieser Zeit gibt es nach Angaben von Wissenschaftern verschiedener Wissenschaftszweige eine Kulturpflanze. Seit 15.000 Jahren bauen wir diese im Feldanbau an.
Ein typisches Dorf aus dieser Zeit ist das südtürkische Dorf Çatalhöyük zwischen 7.500 und 5.700 vuZ. Mit etwa 5.000 Einwohner, noch ohne Stadtmauer. Sie bauten wie die Pueblo Indianer mit Räumen für die Vorratshaltung.
Es war noch ein friedliches matrilineares (matriarchales) Dorf ohne Palast und Tempel. Weil sie noch friedlich waren, dachten Sie auch nicht daran, dass andere Stämme gegen Sie Krieg führen könnten. Das war dann wahrscheinlich ihr Verhängnis.
Der Anbau wurde aber noch vom ganzen Stamm noch gemeinschaftlich betrieben, auch der Tauschhandel mit anderen Stämmen. Sicher gab es da trockene und regenreiche Jahre, aber sonst gibt es für die Archäologen keine Anzeichen von Krisenzeiten.
Das änderte sich schlagartig vor 7.000 Jahren, als in Sumer die ersten Häuptlinge sich in Fürsten und Könige verwandelten, Abgaben verlangten und daraufhin die Äcker unter den Gentes privatisiert wurden. Wir kennen König Gilgamesch von Ur. Ur war die Hauptstadt von Sumer mit 50.000 bis 100.000 Einwohnern. Hier gab es schon Paläste, Tempel, Stadtmauern und Stufenpyramiden. Ein untrügliches Zeichen dafür, dass die Religionen in unserem Sinne mit Gebäuden erst für die Klassengesellschaften eingeführt wurde. Die Mutterrechts Gesellschaften pflegten den Ahnenkult nur im eigenem Haus. Erst als in ihrer Nähe die patriarchalen Gesellschaften entstanden, fingen Sie auch, aber mit Göttinnen an.
In Sumer gab es in einem matrilinearem Volk die Göttin Inana. Nachdem Sie von einem kriegerischem zentralasiatischem Volk überfallen wurden, flüchteten sie sich nach Österreich und nannten dort den Fluss nach ihrer Göttin Inana Inn und die Stadt Innsbruck.
Danach verwandelten Sie sich innerhalb von 100 Jahren auch in ein patriarchales Volk und nannten ihre Göttin um in Ischtar. Immer, wenn Du nach Babylon rein willst, musst Du an ihrem Tor vorbei und Sie ehren. Heute steht ihr Tor im Völkerkundemuseum in Berlin, das Ischtartor.
Die Bauern wirtschafteten wie heute alle Kleinbürger in Konkurrenz. Deshalb entstand damals schon ein Tauschwert. Bei den Viehzüchtern gravitierte der Marktpreis um den Tauschwert in einem Tierleben, bekannt auch als Schweinezyklus.
Wenn der Marktpreis hoch ist, legen alle Viehzüchter sich Schweine zu. Wenn diese aber groß und fett sind bieten alle Bauern Schweine an und der Marktpreis fällt in den Keller. Dies blieb so im Wesentlichen bis zu der Industrialisierung in England Ende 18. Jahrhundert.

Nun ist nicht mehr das Tierleben, sondern die Sättigung und die Blindheit des Marktes ausschlaggebend. Die Blindheit des Marktes ist für die kurzen 9-10jähgrigen Wellen und die Sättigung des Marktes für die langen Wellen, genannt Kondratieff Wellen bei den Ökonomen.
Die Blindheit des Marktes resultiert aus der Konkurrenz, weil jeder Kapitalist für sich allein den Plan für das nächste Jahr aufstellt. Er geht dabei natürlich davon aus. Dass er viel von dem Markt der Konkurrenz erobert. Diese Schätzungen liegen immer deshalb über der Realität, weshalb sich in 9 Jahren eine nicht verkaufbares Überangebot ergibt. Wir bekommen solche Ausfälle bei den Bruttoinlandsprodukten, wie es das Titeldiagramm von den 1960Jahren bis 2009 zeigt.
Nachdem in 2009 das Wirtschaftswachstum um 5% eingebrochen ist, nahm das Statistische Bundesamt das schöne Diagramm aus dem Internet raus und zeigt seither nur noch in allem unrichtige Zahlen. Wir haben deshalb nur die realen Zahlen bis 2009 genommen und ab 2010 nur hochgerechnet.
Die langen Wellen des Kondratieff resultieren aus den grundsätzlichen Sättigungen. 1939 hat schon jeder in allen Zimmern Lampen gehabt und ab 1945 entwickelte man die Autos als Massenprodukt.
Der Ökonom Nikolai Kondratieff, der unter Lenin ab 1920 ein Konjunkturinstitut in Moskau hatte und 1928 an der Ausarbeitung des ersten 5-Jahesplanes beteiligt war. „wollte die Landwirtschaft erst dann kollektivieren, wenn ausreichende Kapitalien für landwirtschaftliche Großmaschinen verfügbar seien“ (wiki), womit er auch Recht hatte, denn wir wollen ja keine Eselskarren kollektivieren.
„Mit seiner Grundthese, dass der Kapitalismus gemäß seinem zyklischen Modell sich nach einer Abschwungphase wieder regenerieren würde, geriet er zusätzlich in Widerspruch zur herrschenden Doktrin, die von einem bevorstehenden, endgültigen Zusammenbruch des marktwirtschaftlich-kapitalistischen Wirtschaftssystems ausging. Deshalb wurde er 1938 bei Stalin erschossen.
Also Kondratieff geht nach seiner Kurve hei den Wiederaufschwüngen nur von einem neuen Massenprodukt aus, doch dazwischen standen auch noch Kriege. Ich habe sie deshalb dazu geschrieben.
“Wodurch überwindet die Bourgeoisie die Krisen? Einerseits durch die erzwungene Vernichtung einer Masse von Produktivkräften; anderseits durch die Eroberung neuer Märkte und die gründlichere Ausbeutung alter Märkte. Wodurch also? Dadurch, dass sie allseitigere und gewaltigere Krisen vorbereitet und die Mittel, den Krisen vorzubeugen, vermindert.“
Karl Marx und Friedrich Engels, Kommunistischen Manifest,, MEW , Band 4, S.468

„Vernichtung einer Masse von Produktivkräften“ heißt nichts anderes als Krieg. In 2018 steckt die Welt schon länger in der Rezession. Ein neues Produkt haben wir schon, das Elektro Auto. Aber das ist noch zwei bis dreimal so teuer als die Benziner.
Deshalb versucht der industrielle Militärkomplex alle Seiten, um einen Krieg loszutreten. Aber die Russen und Chinesen haben ihre Militärtechnik weiter entwickelt. Momentan sind alle ratlos, wie es weiter geht.
Auch, wenn man einen Krieg macht und ein neues Produkt hat, der Weltmarkt ist verstopft und die Produktionsgewinne sind bei Null%. Was hält die Arbeiter von ihrem Kampf zurück? Die EZB mit ihren Null% Zinsen für die Konzerne?
Für diese ständigen Booms und Krisen braucht es im Kapitalismus auch eine Reservearmee, die in den Booms arbeiten und in den Krisenzeiten Schlange steht. Diesen Job haben in den 70er Jahren die Türken gemacht, in den 80ern die Polen, immer die Schwarzafrikaner und heute die Syrer und Nordafrikaner. Es ist die wohl eine der ekelhaftesten Erscheinungen des Kapitalismus.
Friedrich Engels schreibt, die Reservearmee ist „zu allen Zeiten ein Bleigewicht an den Füßen der Arbeiterklasse in ihrem Existenzkampf mit dem Kapital, ein Regulator zur Niederhaltung des Arbeitslohns auf dem kapitalistischen Bedürfnis angemessnen niedrigen Niveau.“ (Friedrich Engels: Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft, von 1880, S. 84, Marxismus Bilderbuch.pdf)
Karl Marx im Kapital: „Das Gesetz, welches die relative Surpluspopulation [Überbevölkerung] oder industrielle Reservearmee stets mit Umfang und Energie der Kapitalakkumulation in Gleichgewicht hält, schmiedet den Arbeiter fester an das Kapital als den Prometheus die Keile des Hephästos an den m Felsen. Es bedingt eine der Akkumulation von Kapital entsprechende Akkumulation von Elend. Die Akkumulation von Reichtum auf dem einen Pol ist also zugleich Akkumulation von Elend, Arbeitsqual, Sklaverei, Unwissenheit, Bestialisierung und moralischer Degradation auf dem Gegenpol, d.h. auf Seite der Klasse, die ihr eigenes Produkt als Kapital produziert.“
(Karl Marx, „Kapital“, 1. Band I S. 675. dreiundzwanzigstes Kapitel. Teil I. (Abschnitt 1 bis 4)
Das allgemeine Gesetz der kapitalistischen Akkumulation)
Wie kommen wir wieder aus dem Reich des Höllenhundes Cerberus hinaus. Die Kämpfe in den Ländern unterstützen, in denen schon der 1. und 2. Schritt zum Sozialismus mit den selbstverwalteten Betrieben unternommen wurde. Das sind hauptsächlich Argentinien, Frankreich und Brasilien.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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