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Ausland, Naher Osten

Ankara-Gipfel sagt separatistischen Agenden in Syrien den Kampf an

von https://nocheinparteibuch.wordpress.com

Die Präsidenten der drei „Astanamächte“ Russland, Türkei und Iran haben in einer nach ihrem heutigen Gipfel in Ankara veröffentlichten gemeinsamen Erklärung „ihre Entschlossenheit ausgedrückt, sich gegen separatistische Agenden zu stellen, die die Souveränität und territoriale Integrität von Syrien und die nationale Sicherheit von Nachbarstaaten unterminieren.“

Es ist keine Frage, wem diese gemeinsame Kampfansage gilt: nämlich den Besatzungstruppen westlicher NATO-Staaten in Syrien und ihren Handlangern von YPG und SDF.

Der radikale US-Zionist Josh Rogin hat die US-zionistische Agenda zur De-Facto-Teilung Syriens mithilfe von US-Besatzungstruppen und ihren kurdischen und tribalistischen SDF-Hilfskräften schließlich gerade nochmal in brutaler Deutlichkeit beschrieben. Der radikalzionistische US-Kriegsplaner Michael Weiss und sein aus Bukamal stammender Hiwi Hassan Hassan beschreiben die US-zionistische Agenda, Syrien durch Separatismus in die Knie zu zwingen, angesichts von Trumps angekündigtem Rückzug aus Syrien, den sie natürlich ablehnen, ebenfalls in aller Klarheit und machen dabei darauf aufmerksam, dass die Beteiligung der Türkei daran aufgrund der türkischen Kontrolle über die Nachschubrouten am Boden in das von den USA besetzte Binnengebiet in Syrien unerlässlich ist. Die theoretische Alternative, die Besatzung Ost-Syriens aus dem Irak zu versorgen, ist praktisch undurchführbar, weil der Iran das mit seinem großen Einfluss im Irak jederzeit unterbinden kann.

Mit der heutigen Erklärung von Ankara dürfte also der israelische Plan, Syrien durch die unter dem Deckmantel des Kampfes gegen den Terror erfolgende Schaffung eines separatistischen US-De-Facto-Staates in Ostsyrien zu schwächen, zum Scheitern verurteilt sein. Den US-Besatzungstruppen wird ebenso wie ihren britischen und französischen NATO-Komplizen über kurz oder lang nichts anderes als der von Trump bereits angekündigte freiwillige Rückzug aus Syrien übrig bleiben, wenn sie vor ihrem unvermeidlichen Rückzug aus Syrien nicht noch eine ottomanische Ohrfeige kassieren wollen.

Vor Ort in Syrien lief heute die Evakuierung von Terroristen aus Douma in Richtung Jarabulus weiter. Bis zum Abend wurden heute acht mit Terroristen und ihren Angehörigen gefüllte Busse gemeldet, die sich aus Douma auf den Weg in Richtung Jarabulus aufmachen. Die Evakuierung von Terroristen aus Douma läuft also im Vergleich zu den vorherigen Evakuierungen von Terroristen aus Harasta und Arbin schleppend, aber sie läuft. Die Präsidenten der Astana-Mächte äußerten in Ankara heute gemeinsam ihre allgemeine Zufriedenheit mit der Entwicklung der Dinge in den Deeskalationszonen, zu denen auch Ost-Ghouta gehört, und betonten in ihrer gemeinsamen Erklärung heute, dass die Deeskalationszonen im Mai letzten Jahres in Astana lediglich als temporäre Maßnahmen vereinbart worden seien. Dementsprechend ist es völlig im Einklang mit den Vereinbarung zwischen den Astana-Mächten, wenn die Deeskalationszone Ost-Ghouta nun aufgelöst wird und wieder Frieden, Stabilität und Sicherheit in Ost-Ghouta Einzug halten.

Nachtrag 21:50h: Interessant ist, dass Erdogan bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit Putin und Russland heute erklärt hat, dass die Türkei und Russland dabei zusammenarbeiten wollen, ein Krankenhaus in Tel Abyad aufzubauen, um dort die aus Ost-Ghouta geflüchteten Personen zu versorgen. Tel Abyad liegt nämlich in der syrischen Provinz Raqqa und wird gegenwärtig von der US-YPG-Allianz beherrscht.

https://nocheinparteibuch.wordpress.com/2018/04/04/ankara-gipfel-sagt-separatistischen-agenden-in-syrien-den-kampf-an/

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