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Ausland, Welt

Migranten erwünscht – Wozu?

von Dmitry Orlovhttp://www.theblogcat.de

In ihrer aufrüttelnden Version von „In the Year 2525“ (basierend auf dem Song von Zager and Evans aus dem Jahr 1969) prophezeit Laibach: „Flüsse aus Menschen fließen wie Blut“. Aber so lange müssen wir nicht mehr warten. Es geschieht bereits und tut es schon seit einiger Zeit. Bereits 2017 waren über eine Viertel Milliarde Menschen aus ihrer Heimat vertrieben und wandern auf der Suche nach Zuflucht um den Globus. Das hat zu einem großen Teil mit der Zunahme an gescheiterten Staaten zu tun. 2013 schrieb ich:

„Die Weltbank veröffentlicht eine Liste jener Länder, denen es an effektiver Souveränität fehlt. 1996 waren es elf Länder. 2006 waren es 26. Es vergeht kein Jahr, in dem nicht ein weiteres Land auf das Abstellgleis der Schwachen/Kaputten verschoben wird. Letztes Jahr war es Libyen; dieses Jahr ist es Syrien. Wann ist Griechenland an der Reihe? … Es ist noch nicht klar, ob dieses Zunahme an lebensunfähigen Nationalstaaten linear oder exponentiell verläuft, aber eine einfache Projektion zeigt, dass, falls dieser Trend mit der selben Geschwindigkeit voranschreitet, im Jahr 2030 oder so kein lebensfähiger Nationalstaat mehr existiert.“ (The Five Stages of Collapse, New Society Publishers, 2013, Seite 150)

Seit damals hat sich Syrien in einem gewissen Ausmaß erholt und Flüchtlinge kehren nach Damaskus zurück, während sich Libyen immer noch im Chaos befindet. In der Zwischenzeit ist der Jemen eindeutig zu der kaputten Kolonne gestoßen, dank einer saudisch-amerikanischen Bombardierung und Blockade. Und die Ukraine nähert sich definitiv einem gescheiterten Staatswesen, wo die Mehrzahl der Bevölkerung entweder flieht oder in Armut lebt, und bewaffnete Banden aus nationalistischen Schurken ihr Unwesen treiben. Unter der sorgfältigen Anleitung der US-Regierung bleiben ihre zentralamerikanischen Protektorate Guatemala, Honduras und El Salvador verbrechensgeplagte und hoffnungslose Fälle, die einen steten Strom von Migranten erzeugen und jeder, der in den USA darauf hinweist, dass man vielleicht zuerst etwas gegen die riesige Anzahl obdachloser Menschen (insbesondere in Kalifornien) unternehmen sollte, bevor man den Fremden aus weit entfernten Ländern hilft, der wird als Rassist, Faschist oder was auch immer niedergebrüllt. Venezuela bricht unter dem Gewicht der US-Sanktionen völlig zusammen, während die Propaganda-Tröten in den USA behaupten, dass der Sozialismus das Problem sei. Aber das rasche Voranschreiten von Nationalstaaten zu gescheiterten Staaten hat sich 2014 etwas verlangsamt, und ich glaube ich weiß warum.

2014 schrieb ich den Aufsatz „Moneybag Logic“. Darin argumentierte ich anhand der USA, dass die westliche Demokratie reine Augenwischerei ist. Die tatsächlichen Entscheidungen werden von großen, anonymen Geldsäcken getroffen, die ihre eigene Logik besitzen. Und Anfang 2017 habe ich in meinem Buch Shrinking the Technosphere diese zutiefst fehlerhafte, halb-gebildete und aufkommende Intelligentsia definiert, die für uns die Entscheidungen trifft. Es ist rein psychopathisch, ohne jede Moral, mit Geld und Kontrolle als ihrem einzigem Wert, unfähig zu langfristiger Planung und unfähig, die begrenzten Ressourcen zu erkennen. Und sie verfolgen einen bestimmten Geschäftsplan, der (ähnlich dem der Unterhosen-Zwerge aus der South Park Show) folgendermaßen lautet:

  1. Zerstöre die Nationalstaaten
  2. Zwinge die noch intakten Nationalstaaten, die Flüchtlingswellen aus den zerstörten aufzunehmen
  3. Profit!

Sehen wir uns das im Einzelnen an. Während wir das tun, behaltet im Hinterkopf, dass den fraglichen Kontrolleinheiten jeder moralische Anstand fehlt. Glaubt ja nicht, dass die treibende Kraft irgendein altruistischer Impuls ist, Opfer vor dem Missbrauch von Menschenrechten zu schützen oder Menschen in Not eine helfende Hand zu reichen. Solche Gedanken werden eingesetzt wenn sie benötigt werden, um Schwachsinnige und Einfaltspinsel zu kontrollieren. Die fraglichen Kräfte sind nur an zwei Dingen interessiert: Geld und Kontrolle. Die Behauptung, es gäbe andere Motive außer Bereicherung und Beherrschung, das ist reine Propaganda. Selbst die Behauptung eines Selbstschutzes ist fraglich, denn – denkt daran – diese Einheit ist unfähig zur einer langfristigen Planung und kann die Beschränkung der Ressourcen nicht erkennen. Wenn sie an die Grenzen der Ressourcen stößt, dann hält sie das einfach für eine Frage des Geldes.

Zerstöre die Nationalstaaten. Für die Sanktionen, Angriffe und andere Schädigungen eines Landes finden sich unzählige Ausreden: erfundene Massenvernichtungswaffen im Irak, die Hilfe und das Anstiften von Osama bin Laden in Afghanistan (der am Ende in Pakistan war), erfundene humanitäre Verbrechen in Serbien und Syrien, ein False Flag Scharfschützenangriff sowohl auf Zivilisten und Behörden in der Ukraine… Es hat gleich mehrere Vorteile so etwas zu tun und sie wirken zusammen:

Es erschreckt die Bevölkerung der noch stabilen Nationalstaaten in eine völlige Gehorsamkeit und zwingt sie dazu, drakonische Gesetze wie den Patriot Act (in den USA, und ähnliche Gesetze in der EU) zu akzeptieren, schränkt die Meinungsfreiheit u.a. ein und lässt die Bevölkerung leichter beobachten und kontrollieren.

Es zerstört wirtschaftliche Konkurrenten, was es ermöglicht, mehr Ressourcen in die verbleibenden Taschen des Wohlstands fließen zu lassen, auf Kosten aller anderen.

Es erzeugt eine Nachfrage nach sicheren Anlagehäfen, da das Geld aus den Gebieten ökonomischer Störungen flieht. Einige Bereiche der globalen Geldwäsche profitieren überproportional – die USA, London und die Schweiz. Der Effekt des Geldflusses in die globalen Finanzzentren ermöglicht, ständig Giralgeld zu drucken ohne eine Hyperinflation auszulösen.

Es ermöglicht den blanken Diebstahl der Goldreserven von Ländern, so wie es im Irak, in Libyen und der Ukraine geschehen ist.

Es erzeugt eine Flut an Migranten, die man je nach Bedarf zur Ausweitung des Gesamtprogramms einsetzen kann.

Zwinge die noch intakten Nationalstaaten, die Flüchtlingswellen aus den zerstörten aufzunehmen. Ich wiederhole: glaubt nicht einen Moment daran, dass dieses Verhalten aus einem selbstlosen Drang kommt, den Flüchtlingen zu helfen. Die beste Art ihnen zu helfen wäre gewesen, ihre Länder in Ruhe zu lassen anstatt sie zu bombardieren, mit Sanktionen zu belegen oder sie politisch durch ausländische Einmischung zu stören. Bedenkt, wie jetzt, da sich Syrien stabilisiert und die vom Westen unterstützten Terroristen besiegt werden, die Kriegstrommeln wieder lauter werden. Das geht ja gar nicht. Der Strom der Flüchtlinge darf nur in eine Richtung fließen, wenn nötig mit False Flag chemischen Attacken und der Bombardierung von Zivilisten, selbst wenn man riskiert, einen Weltkrieg auszulösen. So wichtig ist das.

??? Warum werden die Migranten gebraucht? Ganz einfach. Um (noch etwas länger) wohlhabend zu bleiben, müssen die verbliebenen wohlhabenden Bereiche der Konsumgesellschaft des Wohlstands ihren Konsum steigern. Migranten müssen keinen Beitrag zur Wirtschaft leisten, indem sie einer Arbeit nachgehen. Sie können mit Regierungsalmosen leben, die nötigen Mittel werden einfach gedruckt und die Inflation wird mit der Zerstörung anderer Länder in Schach gehalten und damit wird die globale Nachfrage unterdrückt. Sie müssen überhaupt nichts produzieren, denn die meiste Produktion kann mit Robotern gemacht werden, oder dank der Globalisierung in den Billiglohnfabriken auf der anderen Seite des Globus. Sie müssen nur konsumieren. Sie sind wichtig, um die Konsumzahlen hoch zu halten, denn alle entwickelten Länder haben eine alternde Bevölkerung und sie vermehren sich nicht genug. Ältere Menschen konsumieren zu wenig und selbst die Verschwendung vieler Ressourcen zur medizinischen Versorgung am Lebensende reicht nicht aus, um diesen Effekt auszugleichen. Was es braucht sind junge Familien, die von der Stütze leben und gedankenlos Babys in die Welt setzen.

Profit! Die Zerstörung und Plünderung von Ländern, ihre Bevölkerungen in die verbliebenen Gebiete des Wohlstands zu treiben, damit sie dort hirnlos konsumieren und sich vermehren, und das endlose Drucken von Geld, um den unvermeidlichen Mangel zu kaschieren. Denn der ganze Geschäftsplan ist ein Weg zur Zerstörung anstatt Reichtum zu erzeugen. Nichtsdestotrotz ist dieser Geschäftsplan für ein paar gigantische Geldsäcke ziemlich profitabel, aber für alle anderen eine Katastrophe. Länder werden zerstört, entweder durch Krieg, durch Sanktionen oder durch politische Zerrüttung. Andere Länder werden zerstört durch eine Überschwemmung mit Migranten aus inkompatiblen Kulturen, die nicht daran denken zu arbeiten oder sich zu assimilieren. Man denkt zurecht, dass das nicht ewig so weitergehen kann.

Wie ich zuvor schon erwähnte, nimmt seit vier Jahren die Geschwindigkeit ab, mit der Länder zerstört werden und ich sehe das als ein positives Zeichen. Ich glaube, dass das etwas mit der sogenannten „Multipolarität“ zu tun hat. Schaut, die Logik der Geldsäcke erfordert globale Kontrolle und wenn es anders ist, da sehr große Teile der Welt wie Russland und China diese Logik ignorieren und ihren eigenen Weg gehen können, dann wird eine globale Kontrolle unmöglich. Während ich das hier schreibe, sehen wir giftige Bemühungen, den Krieg in Syrien wieder anzufachen und Damaskus zu bombardieren. Der brillante amerikanische Plan war, Terroristen mit Chlorgasbehältern und Zündern auszurüsten, sie in einem bevölkerten Zentrum hochgehen zu lassen, die Weißhelme/AlQaeda hinzuschicken und diese False Flag auf die Regierung zu schieben, um danach Raketen auf Damaskus fliegen zu lassen. Aber dann haben die Russen unverblümt gesagt, dass sie von diesem Vorhaben wüssten und wenn dieser Plan umgesetzt würde, dann würden sie nicht nur mit dem Abschuss der Raketen antworten, sondern auch die Abschussbasen der Raketen zerstören. Dieses Patt könnte eine Zeit lang andauern, aber ich habe das Gefühl, dass die Amerikaner am Ende das tun was sie in so einer aussichtslosen Situation immer tun: den Sieg erklären und heimgehen.

Aber was ist für die gigantischen Geldsäcke das Endspiel, wenn dieser selbstzerstörerische „Geschäftsplan“ schließlich nicht mehr funktioniert? Vielleicht werden sie all ihren „Reichtum“ in eine noch zu benennende Kryptowährung umwandeln und sich in ihre mit Proviant bestückten, gut verteidigten Bunker und Grundstücke zurückziehen. Und dann werden sie feststellen, dass eine Kryptowährung eine vollkommen nutzlose Substanz ist.

http://cluborlov.blogspot.de/

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