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Ausland, Europa

Wenn man sich mit einem Bären abgibt, dann ist Überheblichkeit selbstmörderisch

von Saker – http://www.theblogcat.de

Angenommen, die Menschheit findet in der näheren Zukunft einen Weg, sich selbst zu zerstören und angenommen, dass es im 22. und 23. Jahrhundert noch Historiker gibt, dann werden sie mit Sicherheit das AngloZionistische Imperium erforschen und diese vier Charakteristika als Haupteigenschaften identifizieren: Lügen, vorsätzliche Ignoranz, Scheinheiligkeit und Hysterie. Um meinen Standpunkt zu verdeutlichen, werde ich den „Skripal Nervengas-Anschlag“ verwenden, denn die Story umfasst all diese Charakteristika.

Ich werde mir hier nicht die Mühe machen, den offiziellen Schwachsinn zu entkräften, denn andere haben bereits ganze Arbeit geleistet, auf die Idiotie des offiziellen Märchens hinzuweisen. Wenn du wirklich glauben kannst, dass „Putin“ (das ist gegenwärtig die allgemeine Bezeichnung für das böse Reich von Mordor, das zur Zeit die gesamte westliche Zivilisation bedroht) die Ermordung eines Mannes angeordnet hat, der von einem russischen Militärgericht zu nur 13 Jahren Zuchthaus (im Gegensatz zu lebenslänglich oder Todesstrafe) verurteilt wurde und der dann bei einem Gefangenenaustausch mit den USA freikam, wenn du das glaubst, dann kannst du sofort zu lesen aufhören und wieder TV glotzen. Ich persönlich habe weder die Energie noch die Absicht, eine so offenkundig absurde Theorie überhaupt zu diskutieren.

Nein, aber ich werde diese Story als perfekte Veranschaulichung verwenden, in welcher Art von Gesellschaft wir jetzt leben, aus moralischer Sicht. Ich habe begriffen, das wir in einer weitgehend Werte-freien Gesellschaft leben, in der moralische Normen durch ideologische Rechtgläubigkeit ersetzt wurden, aber das ist nur ein weiterer Grund für mich, über das zu schreiben was passiert und ich werde mich exakt auf die moralische Dimension der gegenwärtigen Ereignisse konzentrieren.

Lügen und die unverfrorene Leugnung der Realität:

2015 veröffentlichte ich den Artikel „Eine Gesellschaft sexuell frustrierter Pinocchios“ und schrieb dort:

Ich sehe eine direkte Ursache-Wirkung Beziehung zwischen der Leugnung moralischer Realität und der Leugnung physischer Realität. Ich kann das natürlich nicht beweisen, aber hier ist meine These: Fast vom ersten Tag der frühen westlichen Zivilisation an hat sie sich bei der Wahrheit sozusagen die Freiheit genommen, sie zu verbiegen, anzupassen, zu beschönigen und so zu verpacken, dass sie der ideologischen Agenda der Zeit diente. Das war noch nicht der volle und dreiste Relativismus des 19. Jahrhunderts, aber es war ein wichtiger erster Schritt. Mit „Grundsätzen“ wie „der Zweck heiligt die Mittel“ und der umfassenden Verletzung der 10 Gebote, alles „zum größeren Ruhm Gottes“, richtete sich die westliche Zivilisation in dem Gedanken ein, dass es keine echte, objektive Wahrheit gebe, sondern nur die subjektive Wahrnehmung oder gar Darbietung, die eine einzelne Person davon hat. Schneller Vorlauf, etwa zehn Jahrhunderte oder so später, und wir landen im modernen „Gayropa“ (wie Europa jetzt oft in Russland genannt wird): Nicht nur wurde Gott für „tot“ erklärt und alle Vorstellungen über richtig und falsch als „kulturell“ abgetan, sondern es wurde jetzt auch die objektive Realität von politischer Zweckmäßigkeit und von ideologischen Befehlsnormen abhängig gemacht.

Dann habe ich George Orwell zitiert um daran zu erinnern, wie er das „Doppeldenk“ in seinem Buch 1984 definierte:

Zu wissen und nicht zu wissen, sich der vollkommenen Wahrhaftigkeit bewusst zu sein, während man sorgfältig konstruierte Lügen erzählte, gleichzeitig zwei sich einander ausschließende Ansichten zu vertreten, von denen man weiß, dass die sich widersprechen und an beide zu glauben, die Logik gegen die Logik ins Feld zu führen, die Moral zu verleugnen und gleichzeitig Anspruch darauf zu erheben … Bewusste Lügen zu erzählen und wahrhaftig an sie zu glauben, jede unbequem gewordene Tatsache zu vergessen, um sich bei Bedarf wieder daran zu erinnern; die Existenz einer objektive Realität zu leugnen und die ganze Zeit über die von einem geleugnete Realität einzukalkulieren…“

Und er schließt mit den Worten: „Die notwendige Folge dieser Geisteshaltung ist, dass nur der Schein eine Rolle spielt, nicht die Realität.“

Und genau das beobachten wir: nicht nur bei der dämlichen Skripal Nervengas-Story, sondern auch bei dem übrigen russophoben Unsinn , den die Propagandamaschine der AngloZionisten hervorbringt, darunter der „Litwinenko Polonium Mord“ und die „Juschtschenko Dioxin-Vergiftung“. Die Tatsache, dass weder Nervengift, noch Polonium oder Dioxin irgendwie effektive Mordwerkzeuge sind, das spielt keine Rolle: eine einfache Erschießung im Vorbeifahren, ein Erdolchen auf der Straße, oder noch besser ein „Unfall“ sind leichter zu arrangieren und unmöglich nachzuverfolgen. Außergewöhnliche Mordmethoden werden eingesetzt, wenn man dem Ziel schwer oder gar nicht beikommen kann (so wie im Fall Ibn al-Khattab, für dessen Ermordung die Russen gerne die Verantwortung übernommen haben; so könnte es auch beim Todesfall von Yassir Arafat gewesen sein). Aber die beste Art jemanden zu ermorden ist: man lässt den Leichnam einfach verschwinden, was eine nachfolgende Ermittlung nahezu unmöglich macht. Schließlich kann man eine Ermordung auch in Auftrag geben, z.B. als die CIA versuchte und dabei scheiterte, den Groß-Ayatollah Mohammad Hussain Fadlallah ermorden zu lassen, indem man den Bomben-Auftrag an örtliche „christliche“ Verbündete abgab, wobei über 80 unschuldige Menschen ums Leben kamen. In Großbritannien gibt es jede Menge gewöhnlicher Verbrechen, und Skripal auszurauben und abzustechen wäre wahrscheinlich die einfachste Methode gewesen. Wenn man davon ausgeht, dass die Russen irgend einen Grund hätten, ihn tot sehen zu wollen. Aber natürlich gibt es dafür keinen Grund.

Aber hier die wichtige Sache: Jeder einzelne Kriminal- oder Geheimdienst-Spezialist im Westen versteht das oben Gesagte. Aber das hält die Ziomedien nicht davon ab, Artikel wie diesen zu veröffentlichen („Eine kleine Geschichte versuchter russischer Giftmorde“), darin werden die von Russen vergifteten Menschen aufgelistet:

http://foreignpolicy.com/2018/03/09/a-brief-history-of-attempted-russian-assassinations-by-poison/

Skripal mit Nervengas

Litvinenko mit Polonium

Kara-Murza wurde nicht einmal, sondern ZWEIMAL vergiftet, mit einem unbekannten Gift, er hat überlebt!

Markov wurde mit Rizin vergiftet und es waren Bulgarier „vermutlich mit KGB-Untersützung“

Khattab mit Sarin oder einem Sarin-Derivat

Juschtschenko mit Dioxin

Perepilichny mit einer „seltenen, giftigen Blume, Gelsenium“ (ohne Scheiß, checkt den Artikel!)

Moskalenko mit Quecksilber

Politkovskaya wurde erschossen, aber einmal „wurde ihr übel, als sie einen Tee trankt, von dem sie glaubte, er sei vergiftet

Die einzig mögliche Schlussfolgerung aus dieser Liste: Es gibt irgendwo in Russland ein Geheimlabor, wo völlig inkompetente Chemiker jedes Gift ausprobieren, das der Menschheit bekannt ist. Und sie probieren es nicht an Ratten oder Mäusen aus, sondern an sehr bekannten, von den AngloZionisten unterstützten politischen Aktivisten, und besonders gerne vor einem politischen Ereignis.

Schon klar.

Übrigens, das angeblich bei dem Anschlag verwendete Gas, „Novichok“, wurde in Usbekistan hergestellt und die Reinigung der produzierenden Fabrik wurde – ihr habt es erraten – von einer US-Firma durchgeführt. Ich mein ja bloß…

In jeder halbwegs ehrlichen und halbwegs gebildeten Gesellschaft sollten solche Artikel dazu führen, dass die Idioten, die so etwas verfassen, wegen krasser Inkompetenz gefeuert würden und dass die Zeitung/Magazin, die so etwas veröffentlicht, für immer in Misskredit gerät. Aber in unserer Welt ist der Clown, der diesen Schwachsinn geschrieben hat (Elias Groll, ein Harvard-Absolvent und – passt auf – ein Spezialist für „Cyberspace und seine Konflikte und Kontroversen“ (sic!)), ein fester Mitarbeiter des preisgekrönten Magazins Foreign Policy.

Also was sagt das uns und zukünftigen Historikern, wenn so ein Mist von einem festen Mitarbeiter eines „preisgekrönten“ Medium verfasst wurde? Zeigt das nicht, dass unsere Gesellschaft jetzt ein Stadium an Verfall erreicht hat (von „Entwicklung“ kann man nicht reden), in der das Lügen zur Norm geworden ist? Groteske und auf den ersten Blick ersichtliche absurde Lügen werden jetzt nicht nur akzeptiert, sie werden erwartet (wenn auch nur um den herrschenden ideologischen Zeitgeist zu verstärken). Das Ergebnis? Unsere Gesellschaft ist heute erstens mit zombifizierten und ideologischen Drohnen vollgepackt, die tatsächlich jeden offiziell verkündeten Schwachsinn glauben und zweitens mit Feiglingen, denen der einfache Mut fehlt, das zu widerrufen wovon sie selbst wissen, dass es falsch ist.

Lügen, wie lächerlich und offensichtlich dumm sie auch sein mögen, sind zur Hauptzutat im modernen politischen Diskurs geworden. Jeder weiß es und niemanden kümmert es. Wenn man jemanden damit konfrontiert, dann lautet die typische Abwehr immer so: Du bist der Einzige, der das sagt – davon habe ich noch nie gehört!“

Wissentliche Ignoranz als Ausweichmanöver

Wir kennen alle diesen Typus. Man erzählt jemandem, dass seine/ihre Theorie absolut keinen Sinn ergibt oder nicht von den Tatsachen unterstützt wird und dann bekommt man als Antwort irgendeine vage formulierte Entgegnung, um sich nicht auf eine Diskussion einlassen zu müssen. Anfangs will man zuerst glauben, dass das Gegenüber nicht besonders hell ist und nicht zu belesen, aber irgendwann realisiert man, dass etwas ganz anderes geschieht: der moderne Mensch unternimmt tatsächlich eine große Anstrengung, nicht logisch denken zu müssen und sich nicht über die grundlegenden Fakten einer Sache informieren zu müssen. Und was für einzelne Individuen gilt, das gilt noch mehr für unsere Gesellschaft als Ganzes. Nehmen wir ein einfaches Beispiel: Operation Gladio:

„Gladio“ ist mittlerweile ein offenes Geheimnis. Es wurden ausgezeichnete Bücher darüber geschrieben und Videos gedreht und sogar die BBC hat einen zweieinhalb Stunden Film darüber gemacht. Es gibt sogar eine ganze Webseite über diese riesige, Kontinente umspannende Terrororganisation, die sich auf False Flags spezialisiert hat. Richtig: Ein von der NATO betriebenes Terroristen-Netzwerk hat sich in Westeuropa in False Flag-Massaker verstrickt, etwa der berüchtigte Sprengstoffanschlag auf den Bahnhof in Bologna. Nein, nicht der sowjetische KGB hat die Rote Armee Fraktion Baader Meinhof oder die Brigate Rosse in Italien unterstützt. Nein, die USA und westeuropäische Regierungen haben direkt ein terroristisches Netzwerk organisiert, finanziert und geleitet, gegen die Menschen in Westeuropa, nicht Osteuropa. Ja, gegen ihr eigenes Volk! Theoretisch sollte jeder darüber Bescheid wissen, die Informationen sind überall verfügbar, sogar bei der politisch über-korrekten Wikipedia. Aber, wie gesagt, es kümmert keinen.

Das Ende des Kalten Kriegs wurde von einer anscheinend endlosen Reihe an Ereignissen geprägt, die alle einen Vorwand für AngloZionistische Interventionen lieferten (von den Markale-Massakern in Bosnien zum „Völkermord“ in Srebrenica, vom Racak-Massaker im Kosovo bis zum größten von allen natürlich, 9/11). Dennoch hat sich niemand die Frage gestellt, ob die selben Leute oder zumindest die selbe Art von Leuten, die diese ganzen Gladio-Verbrechen begingen, etwas damit zu tun haben. Ganz im Gegenteil: jedes dieser Ereignisse wurde von einer riesigen Propagandakampagne begleitet, bei der die offizielle Sichtweise gleichgültig geschildert oder sogar unterstützt wurde, selbst wenn es offensichtlich überhaupt keinen Sinn ergab (etwas dass 2 Flugzeuge 3 Gebäude zum Einsturz gebracht haben sollen). Und Gladio wurde der Einfachheit halber einfach „vergessen“.

Es gibt in der Psychologie, unter anderem und vor allem in der Kriminalpsychologie ein einfaches Prinzip, das ich hier hervorheben möchte:

Der beste Indikator für zukünftiges Verhalten ist vergangenes Verhalten

Jeder Kriminalist weiß das und deshalb legen Kriminalermittler so viel Augenmerk auf die Vorgehensweise („Modus Operandi“), d.h. die bestimmte Art oder Methode, die ein Verdächtiger oder ein Krimineller bei der Ausführung seiner Tat verwendet. Auch das weiß jeder Mensch. Lasst uns das in einer einfachen These zusammenfassen:

Westliche Regime haben eine lange und gut dokumentierte Bilanz von regelmäßigen und blutig ausgeführten False Flag-Operationen, um politische Ziele zu erreichen, insbesondere jene, die einen Vorwand für illegale militärische Aggressionen liefern.

Offen gesagt gebe ich zu, dass diese These in der Tat nicht nur durch eine Überlast an Beweisen gefestigt ist, sondern über jeden Zweifel erhaben ist. Stimmt’s?

Kann sein. Aber auch das ist völlig irrelevant, da es niemanden einen Scheiß kümmert! Nicht die Reporter, die für ihren Lebensunterhalt lügen und noch weniger die hirngewaschenen Zombies, die deren Unsinn lesen und es für bare Münze nehmen. Die CIA hat 600 Mal versucht, Fidel Castro zu ermorden – wen kümmert’s?! Alles was wir wissen ist, dass die guten Jungs in Langley (Anm.d.Ü.: Das Hauptquartier der CIA) niemals einen Russen in UK töten würden, aus Respekt vor dem internationalen Recht – wahrscheinlich…

Diese wissentliche Ignoranz siegt leicht über Geschichte, Fakten und Logik.

Hier eine einfache Frage, die Journalisten stellen könnten: „Würde jene Art von Leuten, die kein Problem damit hatten, einen großen Bahnhof in die Luft zu jagen oder drei Gebäude mitten in New York zum Einsturz zu bringen, irgendwelche Skrupel haben, eine trottelige Methode benutzen, um einen nutzlosen russischen Ex-Spion zu töten, wenn das weitere feindselige Aktionen gegen ein Land rechtfertigen könnte, das sie unbedingt verteufeln müssen, um die momentane AngloZionistische Weltordnung zu rechtfertigen und am Leben zu halten?“ Die Antwort ist, so denke ich, offensichtlich. Diese Frage soll daher nicht gestellt werden. Stattdessen erzählen uns die „Soy-Boys“, die „Weicheier“ (https://www.urbandictionary.com/define.php?term=Soy%20Boy) vom Foreign Magazine, wie die Russen exotische Blumen benutzen, um hoch präsente Gegner zu töten, deren Tod keinem erdenklichen politischen Ziel dient.

Scheinheiligkeit als Haupt-Kennzeichen des modernen Menschen

Natürlich ist wissentliche Ignoranz wichtig, aber sie reicht nicht aus. Zum einen ist Ignoranz, die zwar für die Leugnung Fakten-basierter und/oder logischer Argumente nützlich ist, nichts Nützliches, um seine moralische Überlegenheit oder die Rechtmäßigkeit seiner Aktionen durchzusetzen. Das Imperium verlangt von seinen Subjekten weit mehr als nur Gehorsamkeit: was ebenso absolut unerlässlich ist, ist ein starkes Gefühl von Überlegenheit, auf das man sich verlassen kann, wenn man feindliche Aktionen gegen jemand anderen durchführt. Und nichts ist eine solidere Grundlage für ein Gefühl der Überlegenheit als das unverfrorene Vertrauen in eine dreiste Scheinheiligkeit. Nehmen wir ein frisches Beispiel: die jüngsten Drohungen der USA mit Angriffen auf Syrien (wieder einmal).

Unabhängig von der Tatsache, dass die USA selbst bescheinigt haben, dass Syrien frei von Chemiewaffen ist und unabhängig von der Tatsache, dass US-Vertreter immer noch sagen, dass sie keine Beweise dafür haben, dass die syrische Regierung in irgendeinen Chemieangriff auf Khan Sheikhoun verwickelt war, so bereiten die USA jetzt Angriffe auf Syrien vor, als „Antwort“ auf zukünftige Chemieangriffe! Ja, ihr habt richtig gelesen. Die AngloZionisten kündigen jetzt ihre False Flags schon vorher an! Der Angriff könnte schon passiert sein, während diese Analyse veröffentlicht wird. Der „schönste“ Teil von dem Ganzen ist, dass Nikki Haley jetzt vor dem UN-Sicherheitsrat angekündigt hat, dass die USA ohne Genehmigung des UN-Sicherheitsrats handeln werden. Was die USA eigentlich angekündigt haben: „Wir behalten uns das Recht vor, internationale Gesetze zu verletzen, jederzeit und aus jedem Grund, den wir für ausreichend halten.“ In der selben Stellungnahme nannte Nikki Haley auch die syrische Regierung ein „illegales Regime“. Das ist kein Witz, lest es selber nach. Die Reaktion im „demokratischen“ Europa: man hat Russland (und nicht die USA) zu einem Schurkenstaat erklärt. QED.

Dieser ganze Zirkus wird nur durch die Tatsache ermöglicht, dass die westlichen Eliten alle in „große, gleichgültige, protoplasmische und wirbellose Quallen“ verwandelt wurden (um die wunderbaren Worte von Boris Johnson zu verwenden). Und dass absolut niemand mehr den Mut und den Anstand besitzt, die Dinge beim Namen zu nennen: ein obszönes Schauspiel an totaler Scheinheiligkeit und umfassender Verletzung aller Normen des internationalen Rechts. Der französische Philosoph Alain Soral hatte schon recht als er sagte, dass moderne „Journalisten entweder arbeitslos sind oder Prostituierte“ (Er sprach von den französischen Medien – un journaliste francais c’est soit une pute soit un chomeur – aber das gilt voll und ganz für alle westlichen Medien). Nur möchte ich es auf das gesamte westliche Establishment erweitern.

Ich möchte des weiteren behaupten, dass ausländische Aggression und Scheinheiligkeit zu den zwei wesentlichen Stützpfeilern für das Überleben des AngloZionistischen Imperiums geworden sind: Ersteres ist ein ökonomisches und politisches Muss, und das Zweite ist die Voraussetzung für die öffentliche Rechtfertigung des Ersteren. Aber manchmal reicht noch nicht einmal das. Besonders wenn die Lügen so offensichtlich absurd sind. Dann kommt immer das finale, nahezu wunderliche Element ins Spiel: die Hysterie.

Die Hysterie als höchste Form des (Pseudo-) Liberalismus

Normalerweise kümmere ich mich nicht um die Unterscheidung zwischen Liberalen und Konservativen, zumindest wenn der Kontext und diese Begriffe nicht sorgfältig und genau definiert werden. Ich platziere mich mit Sicherheit nicht in dieses zusammenhängende Ganze und finde es auch analytisch nicht hilfreich.

Die theoretische Bedeutung dieser Konzepte unterscheidet sich jedoch ziemlich von dem was meistens unter diesen Begriffen verstanden wird, insbesondere wenn sich Menschen damit selbst identifizieren. Soll heißen: obwohl ich mir nicht ganz sicher bin, dass diejenigen, die sich selbst als Liberale betrachten, in irgendeiner Weise wirklich liberal sind, so denke ich, dass Menschen, die sich selbst oft (meistens?) als „Liberale“ bezeichnen, eine Anzahl von Eigenschaften teilen, von denen die herausragendste eine sehr starke Neigung ist, sich auf eine hysterische Art am Diskurs und an Aktionen zu beteiligen.

Die Google-Definition von Hysterie lautet: „Eine übertriebene oder unkontrollierte Emotion oder Aufregung, insbesondere unter einer Gruppe von Menschen (…) deren Symptome die Umwandlung von psychischem Stress in körperliche Symptome (Somatisierung) beinhalten, selektive Amnesie, flache flüchtige Emotionen und überdramatisches oder Aufmerksamkeit suchendes Verhalten.“

Ist das nicht eine perfekte Beschreibung von US-Politikern, vor allem der (angeblich) „liberalen“? Denkt nur an die Art, wie sich US-Demokraten bei den (Nicht-)Themen „russische Einmischung“ (extern) oder „Waffenkontrolle“ (intern) vermarktet haben und man erkennt daran, dass die sogenannten „Liberalen“ niemals von einem hochemotionalen Ton herunterkommen. Das beste Beispiel von allen ist aber wirklich ihre Reaktion auf die Wahl von Donald Trump anstelle ihrer Kult-Führerin Hillary: Über ein Jahr ist es her, dass Trump gewählt wurde, aber die liberalen Ziomedien und deren Konsumenten sind immer noch voll im Hysterie-Modus (mit „Pussy-Hats“, „schreit den Himmel an“ und dem Ganzen). Man kann in einer Unterhaltung so einen Liberalen buchstäblich mit Fakten, Statistiken, Expertenaussagen usw. überschütten und trotzdem überhaupt kein Resultat erreichen, denn der Liberale lebt in einer ideologischen Komfort-Zone, die er/sie auf keinen Fall verlassen will oder kann, nicht einmal zeitweilig. Das macht Liberale zu so einem perfekten Publikum für False Flag-Operationen: sie werden die präsentierte Sichtweise niemals auf logische Weise verarbeiten, sondern reagieren darauf sofort auf eine stark emotionelle Weise, für gewöhnlich mit dem sofortigen Aufruf „etwas zu unternehmen“.

Dieses „etwas unternehmen“ drückt sich für gewöhnlich in der Anwendung von Gewalt aus (extern) und in der Umsetzung von Verboten/Einschränkungen/Regulierungen (intern). Man kann diesem Liberalen zu erklären versuchen, dass die Russen niemals so eine dämliche Methode anwenden würden, um jemanden zu töten, der für sie von überhaupt keinem Interesse ist, oder erklären, dass die syrische Regierung während einer erfolgreichen Befreiung ihres eigene Territoriums von „guten Terroristen“ niemals irgendwelche chemischen Waffen einsetzen würden – aber damit würde man nichts erreichen: Trump muss abgesetzt werden, die Russen müssen sanktioniert werden und die Syrer müssen bombardiert werden, Ende der Diskussion.

Ich bin mir schon bewusst, dass es viele selbsternannte „Konservative“ gibt, die voll in diesen Chor der hysterischen Liberalen mit ihren Forderungen eingestiegen sind, aber diese „Konservativen“ handeln nicht nur jenseits ihres Charakters, sie geben einfach dem sozialen Druck des Tages nach und sind die oben erwähnten „großen, gleichgültigen, protoplasmischen und wirbellosen Quallen“. Ich wiederhole, ich rede hier nicht über echte Liberale und echte Konservative (was auch immer diese Begriffe bedeuten), ich rede über jene, die aus welchen Gründen auch immer sich dieses Etikett umhängen, selbst wenn sie persönlich nur eine vage Vorstellung davon haben, was dieses Etikett bedeuten soll.

Da haben wir es: ein Imperium, aufgebaut (und am Leben gehalten) mit Lügen, akzeptiert aufgrund von Ignoranz, gerechtfertigt mit Scheinheiligkeit und betrieben mit Hysterie. Das ist es, wofür die „westliche Welt“ heute steht. Es gibt zwar mit Sicherheit eine lautstarke Minderheit von „Widerständlern“ (auf der linken und der rechten Seite – noch zwei Kategorien, die ich analytisch nicht für hilfreich halte – und aus vielen anderen politischen Gedankenschulen), aber die traurige Realität ist, dass die überwältigende Mehrheit der Menschen um uns herum das akzeptiert und keinen Grund sieht es abzulehnen, geschweige denn etwas dagegen zu unternehmen. Deshalb sind „sie“ mit 9/11 davongekommen, und deshalb werden „sie“ weiter mit zukünftigen False Flags davonkommen, denn die belogenen Menschen realisieren zumindest zu einem gewissen Grad, dass sie belogen werden und trotzdem ist es ihnen egal. Fürwahr, der Slogan von Orwell aus 1984 passt perfekt in unsere Welt: „Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke“.

Wenn man sich jedoch mit den sprichwörtlichen russischen Bären abgibt, dann gibt es eine Lektion aus der Geschichte, die die westlichen Führer wirklich niemals vergessen sollten und die sie auch in einen Slogan verwandeln sollten: „Wenn man sich mit einem Bären abgibt, dann ist Überheblichkeit selbstmörderisch“.

https://www.theblogcat.de/uebersetzungen/saker-15-03-2018/

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Diskussionen

Ein Gedanke zu “Wenn man sich mit einem Bären abgibt, dann ist Überheblichkeit selbstmörderisch

  1. das russ. Kapital sucht seit 10 jahren immer noch verzweifelt irgeneinen Ausgleich mit dem Westen, und dem Ober-Imperialisten USA, der das aber überhaupt nich will und rotzfrech immer weiter eskalliert

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    Verfasst von andre | 17. März 2018, 17:01

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