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Ausland, Naher Osten

Fortschritte in Ost-Ghouta

von https://nocheinparteibuch.wordpress.com

Nachdem die syrische Armee am gestrigen Samstag Abend einen unter anderem mit einer Fahrzeugbombe ausgeführten Angriff aus Ost-Ghouta auf Damaskus zügig abgewehrt hat, hat die syrische Armee am heutigen Sonntag bei einer Konteroffensive gegen die Ost-Ghouta beherrschenden Terroristen von Al Kaida und ihre Komplizen einige Fortschritte gemacht.

Von Südosten und Osten gegen die Terrorgruppe Al Kaida und ihre Komplizen vorrückend hat die Armee in der Umgebung der von Terroristen der sogenannten „Islam-Armee“ beherrschten Stadt Nashabiyah Punkte eingenommen, durch die sie Feuerkontrolle über Nashabiyah erlangt hat. Der libanesische Journalist Hosein Mortada hat folgende Karte zu den heutigen Fortschritten im Damaszener Vorstadtgebiet Ost-Ghouta veröffentlicht:

Weiterhin wurde am heutigen Sonntag berichtet, dass die syrische Armee auch in Harasta im Nordwesten und in Hawsh Dawahra im Osten der Terroristentasche Ost-Ghouta Fortschritte erzielt habe. Die in Ost-Ghouta aktive Terrorgruppe Al Kaida und ihre Komplizen von Islam-Armee bis Ahrar Al Sham ihrerseits sollen Muraselon zufolge, die sich auf das russische Verteidigungsministerium berufen, noch näher zusammengerückt sein, indem sie eine gemeinsame Kommandozentrale gegründet haben und haben SANA zufolge am heutigen Sonntag die Zivilbebevölkerung von Damaskus und Umgebung mit dem Abfeuern von 21 Artilleriegeschossen terrorisiert. Außerdem haben Terroristen in Ost-Ghouta am Sonntag ihre Giftgas-Flase-Flag-Inszenierungen wiederaufgenommen, wie es lange bereits erwartet worden war.

Die Armee des NATO-Staates Türkei und ihre auf FSA geflaggten Jihadi-Proxies haben am heutigen Sonntag unterdessen den nordwestlichen Zipfel des Afrin-Bezirks in der syrischen Provinz Aleppo aus der Hand von kurdischen SDF/YPG-Kräften erobert, die an einigen Fronten in Afrin zwischenzeitlich von regierungstreuen Volksmilizen unterstützt werden. Wie ein Blick auf die Karte zeigt, haben die türkische Armee und ihre Jihadi-Lakaien damit – mit Ausnahme einer kleinen Lücke im Westen – entlang der ganzen Grenze des Afrin-Bezirks zur Türkei eine Pufferzone auf syrischem Staatsgebiet erobert.

Zur Entwicklung der Situation in der weiter östlich in der Provinz Aleppo gelegenen Stadt Manbij, die gegenwärtig sehr zum Missfallen der Türkei von US-gestützten YPG/SDF-Kräften beherrscht wird, berichtete Sputnik am frühen Sonntag Morgen unter Berufung auf eine „kurdische Sicherheitsquelle,“ dass die SDF-Kräfte einem Transfer der Kontrolle über Manbij an die syrische Armee zugestimmt haben und die syrische Armee in den nächsten Tagen in Manbij einrücken werde. Ob das wirklich so kommt, wird man aber, wie die schwierige Umsetzung ähnlicher Vereinbarungen in Afrin zeigt, wohl noch abwarten müssen, zumal im Raum Manbij auch noch der NATO-Staat USA mit illegalen Besatzungssoldaten präsent ist, und andere NATO-Staaten vermutlich auch.

Weiterhin wurde am heutigen Sonntag berichtet, dass die syrische Armee bei Khirbet Ghazaleh in Südwestsyrien einen Angriff von Al-Kaida-Terroristen abgewehrt hat.

Die illegal in Syrien operierende US-Luftwaffe soll am Sonntag unterdessen in der syrischen Provinz Deir Ezzor durch Luftangriffe, die möglicherweise ISIS haben gelten sollen, mindestens 29 Zivilisten getötet haben.

Auf der inetrnationalen Ebene gab es am heutigen Sonntag ein Telefonat zwischen dem russischen Präsidenten Putin und den Staats- und Regierungschefs der NATO-Staaten Frankreich und Deutschland, Macron und Merkel, das man als ersten Schritt auf dem Weg zur Implementierung der gestern vom UNO-Sicherheitsrat beschlossenen Resolution 2401 auffassen kann. Der UNO-Sicherheitsrat hatte darin bekanntlich beschlossen, dass sich alle Parteien sofort damit beschäftigen sollen, ohne Verzögerung zu einem mindestens 30 Tage dauernden Waffenstillstand in ganz Syrien zu kommen, der eine sichere, ungehinderte und nachhaltige Lieferung von Hilfsgütern und -leistungen und die Versorgung von Kranken und Bedürftigen ermöglicht. Ausgenommen vom Waffenstillstand sollen der Resolution zufolge lediglich vom UNO-Sicherheitsrat als Terroristen designierte Gruppen und Personen wie ISIS, Al Kaida und die Nusra Front sein, sowie die diesen Terrorgruppen verbundenen oder nahestehenden Gruppen und Personen.

Wie die geschäftsführende deutsche Bundesregierung nach dem Telefonat in den Gepflogenheiten der internationalen Diplomatie nicht angemessener Sprache mitteilte, haben Merkel und Macron Putin darum ersucht, „maximalen Druck“ auf die syrische Regierung auszuüben, um eine „sofortige Waffenruhe in Ost-Ghouta“ zu erreichen. Die russische Nachrichtenagentur Tass berichtete von dem Telefongespräch demgegenüber, dass Putin betont habe, dass die Waffenruhe sich nicht auf militärische Operationen gegen Terroristen erstrecke, und die Seiten übereingekommen seien, den Informationsaustausch zu Syrien durch verschiedene Kanäle zu verbessern. Wie Tass in einer separaten Meldung außerdem berichtete, veröffentlichte das russische Außenministerium am Sonntag eine Erklärung, derzufolge Russland von den Schirmherren der Oppositionskräfte in Syrien erwarte, dass sie sicherstellen, dass der Waffenstillstand auch eingehalten wird.

Die syrische Nachrichtenagentur SANA hob am Sonntag in einer Meldung hervor, dass der syrische UNO-Botschafter Jafaari in der gestrigen UNO-Sicherheitratssitzung erklärt habe, dass die syrische Regierung ein Recht auf einen Gegenschlag habe, wenn Terrorgruppen Zivilisten auch nur mit einer einzigen Granate beschießen sollten, und dass die beschlossene Resolution auf das gesamte syrische Territorium, einschließlich Afrin, die von den USA besetzten Gebiete und den besetzten syrischen Golan gelten soll. In einer weiteren Nachricht berichtete SANA am heutigen Sonntag, dass das „türkische Regime“ seine Aggression gegen den syrischen Bezirk Afrin in Verletzung der erst gestern beschlossenen UNO-Sicherheitsratsresolution 2401 eskaliere.

Das Außenministerium des NATO-Staates Türkei gab am Sonntag derweil eine Erklärung heraus, in der es die Verabschiedung der UNO-Sicherheitsratsresolution 2401 begrüßte, weiterhin ihren Standpunkt mitteilte, dass diese Resolution keinen Einfluss auf die türkische Offensive im syrischen Bezirk Afrin habe und sie ankündigte, ihre militärischen Operationen gegen die von der Türkei als Terrorgruppe betrachtete kurdische Miliz YPG in Syrien ohne Unterbrechung fortzusetzen.

Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete am Sonntag unterdessen, der Stabschef der Streitkräfte des Iran, Generalmajor Mohammad Hossein Baqeri, habe erklärt, dass Teheran und Damaskus sich an die Sicherheitsratsresolution halten werden, die einen mindestens 30 Tage dauernden Waffenstillstand in ganz Syrien verlange, und Generalmajor Baqeri weiter ausgeführt habe, dass die Resolution Terroristen wie die Nusra Front vom Waffenstillstand ausnehme, dass für die Teile der Vorstädte von Damaskus, die unter der Kontrolle von Terroristen stehen, der Waffenstillstand nicht gelte, und dass die militärischen Operationen zur Befreiung dieser Gebiete vom Terrorismus deshalb selbstverständlich fortgesetzt werden.

https://nocheinparteibuch.wordpress.com/2018/02/25/fortschritte-in-ost-ghouta/#respond

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