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Inland, Medien

Der Niedergang der deutschen Leitmedien am Beispiel der Hetzkampagnen zum „Volkslehrer“

von Markus Fiedlerhttps://kenfm.de

Die Veröffentlichungen eines Lehrers aus Berlin über seinen Kanal „Volkslehrer“ auf dem YouTube-Videoportal als Lackmustest für die Qualität der deutschen Presselandschaft.

Man muss die Positionen des „Volkslehrers“ nicht gut finden, um beispielhaft an der Causa „Volkslehrer“ zu erkennen, dass die Druckerzeugnisse von einem Großteil der Tagespresse zu unerträglichen Hetzblättern geworden sind und auf sie in Teilen die Charakterzüge zutreffen, die sie zu bekämpfen vorgeben, nämlich die der Nazis. Sie sind intolerant, dogmatisch, unsachlich, hasserfüllt und führen einen medialen Vernichtungsfeldzug gegen Andersdenkende. Und das nimmt bisweilen groteske Züge an.

Was ist passiert?

Eigentlich ist nichts weltbewegendes passiert. Nikolai Nerling ist jemand, der die Öffentlichkeit sucht und Aufmerksamkeit erregt. So meldete sich der Grundschullehrer aus Berlin medienwirksam zu Wort, als es um eine Schweigeminute beim Kirchentag für die vielen auf der Flucht nach Europa umgekommenen Flüchtlinge ging(1). Obwohl es dazu auch ein ausführliches Interview auf RT- Deutsch gab(2), verebbte die Resonanz in den Leitmedien schnell. Deutlich effektiver schienen seine Wortmeldung und sein Verhalten bei einer anderen Veranstaltung von Lea Rosh am 11. Dezember 2017 gewesen zu sein. Denn darauf gab es zunächst vom Tagesspiegel am 12.Dezember 2017 eine mediale Reaktion(3). Ob es daran lag, dass der Autor des Artikels im Tagesspiegel, Malte Lehming, zufälliger Weise auch laut Veranstaltungshinweis als Podiumsdiskussionsteilnehmer zugegen war(4)? Wir wissen es nicht. Herr Lehming hat dummer Weise auch in seinem Artikel im Tagesspiegel vergessen zu erwähnen, dass er nicht nur im Publikum saß, sondern als Podiumsgast geladen war. Laut Herrn Lehmings Artikel zeigte der Volkslehrer „rechtsnationale Embleme“(5). Laut Herrn Nerlings Aussagen waren das aber linksextreme Hassaufkleber(6). Wem soll ich denn jetzt glauben? In den Medien brachen danach alle Dämme. Bis heute sind insgesamt ca. 50 Artikel laut einer vom „Volkslehrer“ selbst geführte Liste veröffentlicht worden(7). Die überwiegende Mehrheit der Veröffentlichungen ist leider nicht sachlich.
Unabhänging davon, dass die eskalierende Debattenkultur seitens des Herrn Nerling alias „Volkslehrer“ und seitens einiger anderer Anwesenden (Zitat: „[…] dieses Arschloch […]“) bei der Veranstaltung von Lea Rosh deutlich zivilisierter hätten ausfallen können, muss man auch das sonstige Auftreten des Volkslehrers medial sehr kritisch begleiten. Kritik heißt aber nicht, einen Andersdenkenden medial hinzurichten. Das haben einige Journalisten nicht begriffen.

Artikel 5

Zeitungen hierzulande bezeichnen sich selbst als der freiheitlich-demokratischen Grundordnung unseres Landes verpflichtet. In den Artikeln zum „Volkslehrer“ liest man aber häufig genau den totalitären Unterton, den man ansonsten nur aus dunkelsten Zeiten dieses Landes kennt.

Zu allem Überfluss wird durch die Qualitätsjournalisten auch nicht der „Volkslehrer“ alias Nikolai Nerling interviewt, und das laut seiner Aussage deswegen nicht, weil er selbst darauf besteht, einen Videomitschnitt vom Interview zu machen und gegebenenfalls eben jenen Mitschnitt zu veröffentlichen, wenn Diskrepanzen zwischen den Artikeln der Zeitungen und dem Originalinterview auftauchen.

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, ich halte das für höchst verdächtig, wenn Zeitungen auf so ein Angebot nicht eingehen. Inzwischen gibt es eine deutlich zweistellige Anzahl an Zeitungsartikeln zur Causa „Volkslehrer“, zum Beispiel von taz, der Westen, Berliner Zeitung (BZ), Tagesspiegel und Welt(8). Das Bild, das sich dadurch ergibt, ist ernüchternd. Ein großer Teil der bundesdeutschen Presse ist anscheinend nicht in der Lage, einen Sachverhalt einigermaßen differenziert darzustellen. Dies ist der Versuch, das Thema anhand einiger medialer Entgleisungen wenigstens einigermaßen sachlich aufzuarbeiten.

Zum „Volkslehrer“ alias Nikolai Nerling schrieb beispielsweise Martin Klesmann von der Berliner Zeitung:

„Zwar vertritt der regulär angestellte Lehrer in jenen Filmen (auf seinem privaten YouTube-Kanal) seine Privatmeinung. Selbst dann, wenn er öffentliche Veranstaltungen durch Zwischenrufe stört. Und die Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut. Doch im Zeitalter der Digitalisierung ist das, was er als Privatmann öffentlich zugänglich ins Netz stellt, eben nicht nur seine persönliche Angelegenheit.“(9)

Nicht nur seine persönliche Angelegenheit? Was soll das bedeuten? Soll der Herr Nerling alias „Volkslehrer“ lieber im stillen Kämmerlein sein persönliches Tagebuch vollschreiben? Es scheitert bei Herrn Klesmann augenscheinlich hier schon an grundlegenden Dingen zum Demokratieverständnis. Gemeint ist mit der freien Meinungsäußerung immer die öffentliche Meinungsäußerung(10). Wollte Herr Klesmann uns mit den Sätzen mitteilen, dass nach seiner Meinung YouTube dann doch zu öffentlich ist und man das beschränken müsse?
An dieser Stelle müsste ich eigentlich fordern, dass solche verfassungsfeindlichen Äußerungen zum sofortigen Ausschluss von jeglicher bundesdeutschen journalistischen Betätigung auf Lebenszeit führen sollten. Allerdings geht mein Demokratieverständnis so weit, auch diese schriftlichen Rohrkrepierer zu tolerieren.

Ein passendes Zitat zum Thema:

„Ich bin zwar anderer Meinung als Sie, aber ich würde mein Leben dafür geben, dass Sie Ihre Meinung frei aussprechen dürfen.“

Leider ist das nicht, wie vielfach behauptet, von Voltaire sondern im Original:

„I disapprove of what you say, but I will defend to the death your right to say it.“ („The friends of Voltaire“ 1906, Evelyn Beatrice Hall)

Der Artikel 5 ist konstituierend für unsere freiheitlich-demokratische Ordnung(11). Die darin verbriefte Meinungsfreiheit ist ein Schutzrecht der Bürger gegen die Staatsmacht(12). Die Meinungsfreiheit, die gemeint ist, ist im Besonderen die Meinung der Andersdenkenden und die der Minderheiten(13).

Herr Klesmann hat offensichtlich etwas gegen diese Meinungsfreiheit. Was soll ich von Ihm halten?

Die NATO-Pressestelle

Der „Volkslehrer“ vertritt ganz offensichtlich generell ein rechts-konservatives bis nationales Weltbild. Finde ich das gut? Nein. Ist es nach Artikel 5, Grundgesetz erlaubt? Ja!

Dann äußert er sich zu allerlei Themen, die in ihrer Gesamtheit mitnichten pauschal dem rechten politischen Spektrum zuzuordnen sind. Es geht um die gewaltbereite Antifa und ebenso gewaltbereite, sogenannte Antideutsche (14, 15, 16), Islamischer Staat (IS), Mondlandung, Terroranschläge von 9/11, Wehrmacht, Souveränität Deutschlands und vielem mehr. Muss ich das alles gut finden? Nein! Ist das von der Meinungsfreiheit geschützt? Aber ja! Zumindest so lange, wie keine Persönlichkeitsrechte von anderen betroffen sind. Dazu später mehr. Diese freie Meinungsäußerung soll hier aber offenbar mit sehr unfeinen Mitteln unterbunden werden. Und alle schauen zu, sagen nichts oder blasen in das gleiche Horn. Naja, es ist halt ein „Rechter“. Rechte Themen haben in der öffentlichen Debatte nichts zu suchen. Oder sollte ich besser sagen „Rechte“ haben in der Debatte nichts zu suchen? Hier geht es meines Erachtens schon gar nicht mehr um die Sachdebatte, sondern nur noch darum, wer von welchem politischen Lager dieser Debatte beiwohnen darf. Und mit „rechts“ ist nicht etwa „rechtsradikal“ gemeint, sondern auch das „rechts- konservativ“, was im letzten Jahrhundert einmal unter dem Label CDU beziehungsweise CSU vertreten wurde. Und selbst so ein moderates „mitte-rechts“ ist vielfach gleichbedeutend mit „rechtsradikal“, „rechtsextrem“ und „Nazi“. Aha, dann gilt für unsere freie Presse also freie Meinungsäußerung nur für „Linke“? Ich komme mir vor wie im Jahr 1933, nur diesmal sind es keine braunen Horden, sondern selbsternannte „Linke“, die hier hetzen. Warum sage ich „selbsternannt“? Nun, in den Zeitungsartikeln zu diesem Fall taucht ganz häufig eine Deckung und Verschleierung der US-amerikanischen Geostrategien und Militärtaktiken auf, und zwar in Form eines Lächerlichmachens der Nachforschungen zum islamischen Staat oder den Attentaten von 9/11 über den Begriff „Verschwörungstheorien“. Diese Nachforschungen sind alles andere als lächerlich, sondern dringend notwendig. Denn ganz offen operieren in den USA sogenannte „Neocons“ (also ultrarechte, zum Beispiel Gruppen um G.W. Bush und Dick Cheney im „extrem rechtslastigen ‚Project for a New American Century‘“(17)) mit 9/11 als Argument, um einen ewig andauernden Krieg gegen den „Terror“ zu legitimieren(18). Hierdurch wird der militärisch-industrielle Komplex(19), vor dem schon der scheidende Präsident Dwight D. Eisenhower in seiner Abschiedsrede vom 17. Januar 1961 gewarnt hatte(20, 21), mit Milliarden an US-Steuergeldern für die Herstellung von Rüstungsgütern und für das Kriegshandwerk versorgt. Da sollte man unbedingt nachhaken, ob 9/11 so gewesen ist, wie es uns offiziell mitgeteilt wurde. Und an der offiziellen 9/11-Geschichte ist einiges nicht richtig(22). Dieser Fall hat das Potential, die Nixon-Watergate-Affäre wie einen Kleinejungenstreich aussehen zu lassen. Es ist schon außerordentlich seltsam, dass hierzulande ausgerechnet auch die sogenannte „linke“ Presse zahlreiche Untersuchungsergebnisse der 9/11- Forschung schlicht ignoriert und damit die US-Militärdoktrin gezielt unterstützt. Korrekt müsste man solche Druckerzeugnisse als extrem rechtslastige oder zumindest pseudolinke Presse bezeichnen. Könnte es daran liegen, dass Uwe Krüger(23, 24) und mit ihm die Kabarettisten der „Anstalt“ vom ZDF hier vollkommen Recht haben, wenn sie das als Werk von transatlantischen Thinktanks sehen und viele Zeitungen letztendlich nichts anderes sind, als die „Lokalausgaben der NATO-Pressestelle“(25)?

Ein rechtsradikaler, antisemitischer, antiamerikanischer Verschwörungstheoretiker

Wir sehen hier eine ganz auffällige Konstellation. Wie ich eingangs schrieb, ist die Meinungsfreiheit ein Schutzrecht jedes einzelnen Bürgers gegen den Staat. Und hier wird ein Diskurs von Journalisten – also Bürgern – selbst eingeschränkt, gelenkt und auf ansprechbare Themen gefiltert(26). Man könnte sagen, sie sägen an dem Ast, auf dem sie sitzen. Stattdessen reden die Leitmedien den jeweiligen Regierungen nach dem Mund, obwohl das genau diejenigen sind, die durch die Medien kritisiert werden sollten. Und hier wird dem aufmerksamen Beobachter offenbar, dass die Leitmedien eben nicht dem Leser verpflichtet sind, sondern anderen Auftrag- und Geldgebern(27). Und wer das anspricht, ist immer ein rechtsradikaler, antisemitischer, antiamerikanischer Verschwörungstheoretiker(28). Das sagen uns die selbsternannten „Qualitätsmedien“. Tja, wenn die das sagen, dann wird das schon stimmen…

Holocaust

In einem weiteren Artikel von Herrn Martin Klesmann in der BZ steht:

„Tatsächlich gibt es Fotos von einer Demonstration auf dem Alexanderplatz. Dort trägt Nikolai N. ein Plakat, auf dem steht: ‚Die Geschichte des Holocaust ist eine Geschichte voller Lügen (…)‘.“(29)

Das ist eine schwerwiegende Anschuldigung. Und diese wird so auch in vielen anderen Artikeln wiederholt. Nur, wer sagt mir als Leser, dass das nicht eine falsche Tatsachenbehauptung ist? Denn, wie bei den „Qualitätsmedien“ immer üblich, fehlen hier sämtliche Quellenangaben und auch das erwähnte Bild. Und leider ist mein Vertrauen in diese Presse soweit erschüttert, dass ich erst einmal gar nichts glaube. Wo ist denn das besagte Bild? Warum wird es nicht in den Artikel eingebunden? Wo sind die Quellenangaben? Wer hat das Bild gemacht? Und vor allem wann?

Es hat mich zwei Stunden gekostet, diese Fragen zu beantworten, nur weil ein Herr Klesmann und all die anderen es nicht für nötig halten, Fußnoten und Quellenangaben in die Artikel einzubauen. Das zum Thema „Qualitätsjournalismus“.
Der langen Rede kurzer Sinn: Diese Ausführungen von Herrn Klesmann sind wahr. Im Internet kursieren mehrere Bilder von einer Demo vom 8. Oktober 2016, auf der der „Volkslehrer“ Nikolai Nerling mit einem Plakat zu sehen ist, auf dem das Zitat steht(30).

„Die Geschichte des Holocaust ist eine Geschichte voller Lügen“. Das ist nach meinem Dafürhalten nicht von der freien Meinungsäußerung gedeckt beziehungsweise reizt den Artikel 5 des Grundgesetzes bis an seine äußersten Grenzen aus. Zumal mit dieser Aussage der Zuschauer alleine gelassen und düstersten Interpretationen freier Raum gelassen wird. Der Interpretationsspielraum wird durch die andere Seite des Plakates zusätzlich in eine ganz bestimmte Richtung gedrängt. Und zwar durch ein Zitat, das fälschlicherweise von Nerling dem verurteilten Holocaustleugner Horst Mahler zugeschrieben wird: „Willst Du wissen, wer dich beherrscht? Frage Dich, wen Du nicht kritisieren darfst.“ Im Original soll es vom rechtsradikalen Holocaustleugner Kevin Alfred Storm stammen – glaubt man der englischen Wikipedia(31) – das macht die Sache nicht gerade besser. Darunter ein stilisiertes Schild mit der durchgestrichenen Aufschrift „StGB 130“ (Verbot der Volksverhetzung). Da stellen sich mir die Nackenhaare steil auf. Hier sind vor allem in der Gesamtbetrachtung beider Seiten des Plakates ganz deutlich Persönlichkeitsrechte und die Paragraphen 130 und 189 des Strafgesetzbuches betroffen(32). Und zwar mindestens die Persönlichkeitsrechte von den Nachfahren der Holocaustopfer und allen noch Überlebenden der Verfolgung in Nazideutschland. Was übrigens immer wieder aus dem öffentlichen Diskurs verschwindet, die europäischen Juden hatten zahlenmäßig mit ungefähr 6 Millionen Ermordeten die meisten Opfer zu beklagen, waren aber nicht die einzigen Leidtragenden(33). Die größte nichtjüdische Opfergruppe waren circa 3 Millionen sowjetische Kriegsgefangene(34). Unter den Todesopfern waren aber beispielsweise auch schätzungsweise zwischen 220.000 und 500.000 Sinti und Roma (35) und zusätzlich ganz allgemein Andersdenkende. Vollkommen unabhängig von Rechtsprechung und Gesetzgebung müsste einem auch der gesunde Menschenverstand sagen, dass derartige Meinungsäußerungen zu so einem sensiblen Thema sehr verletzend und verstörend wirken müssen. Das macht man nicht! Vor allem dann nicht, wenn man sich wie Nikolai Nerling in seinen Videos und Interviews mehrfach zum Gewaltverzicht und gegen Hassbotschaften bekennt. Ihm hätte auffallen müssen, dass so ein Plakat mit seinem Bekenntnis absolut nicht vereinbar ist. Bis jetzt scheint das eine einmalige Entgleisung zu sein. So ein grenzverletzender Satz ist nach meinen bisherigen Recherchen wohl auch nicht wiederholt worden. Es kann aber sehr wahrscheinlich wegen dieses Plakates zu strafrechtlichen Folgen kommen.

Grob verfälschende Berichterstattung zum YouTube-Kanal „Volkslehrer“

Lenken wir unser Augenmerk auf den Videokanal „Volkslehrer“. In seinen aktuellen Meinungsäußerungen vertritt Herr Nerling Ansichten, die im demokratischen Diskurs durchaus ihre Berechtigung haben. Sehr häufig vorkommende Schlagworte sind: Heimat, alte Gedichte in ebenso alten Schulbüchern und Hassbotschaften der Antifa.
Unter seinen Videos auf YouTube ist mir keines aufgefallen, dass etwa ähnlich brisant wie vorstehend diskutierter Fall wäre. Mir scheint, dass sich kaum ein Journalist die Videos einmal ausführlich angesehen hat. Stattdessen kursieren viele Falschinformationen darüber. Nach eingehender Sichtung des Volkslehrer-YouTube-Kanals sollten wir uns noch einem dieser verfälschenden Berichte genauer widmen. In der taz schrieb Jonas Fedders:

„Zu den ‚Wahrheiten‘, die N. verbreitet, gehört, dass islamistischer Terror eine Erfindung der westlichen Geheimdienste sei. Und dass es in der Darstellung des Terroranschlags auf dem Breitscheidplatz ‚ganz viele Ungereimtheiten‘ gebe. ‚Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis das verlogene System zusammenbricht‘, schreibt N. im Netz. Wegen solcher Äußerungen hat die Berliner Senatsverwaltung für Bildung jetzt Strafanzeige gegen den Lehrer gestellt.“(36)

Ein vollkommen tendenziöser Text. Der letzte Satz impliziert sogar, dass diese Aussagen von Nikolai Nerling falsch seien und außerdem strafbar. Das ist grober Unfug! Man könnte meinen, dass sich der Autor der taz gar nicht in die Materie eingearbeitet hat. Weder sind diese Äußerungen Nerlings strafbar, noch kann ich mir vorstellen, dass die Berliner Senatsverwaltung deswegen Strafanzeige erstattete. Hier handelt es sich um Themen, die unbedingt in den öffentlichen Diskurs gehören! Der Volkslehrer macht also hier seinem Namen alle Ehre. Besonders für die beteiligten Journalisten ist das offenbar dringend benötigte Erwachsenenbildung. Dass beispielsweise der IS-Terror letztendlich sehr wohl ein Produkt westlicher Geheimdienste ist, kann man zum Beispiel hier nachlesen: Nafeez Ahmed: „Wie der Westen den Islamischen Staat erschuf“(37). Und dann das Attentat vom Breitscheidplatz! Schon wieder ein Ereignis, bei dem nach den Attentaten von 9/11, dem Anschlag auf Charlie Hebdo und den vielen anderen scheinbar originär islamischen Anschlägen abermals persönliche Papiere des Täters im Tatfahrzeug gefunden wurden. Das muss eine Modeerscheinung der neuesten Terroristenschmieden sein: Immer den Ausweis mitnehmen und liegen lassen! Anis Amri, dem das Attentat vom Breitscheidplatz zugeschrieben wird, hat sich auch daran gehalten. Und immer werden die Terroristen von Sicherheitskräften erschossen, bevor die Täter eine Aussage machen können. Auch daran hat sich Anis Amri gehalten. Denn das spart Platz und Papier in den Ermittlungsakten. Mal im Ernst, wer glaubt so etwas noch? Mit so einem drittklassigen Plot kann man noch nicht einmal bei den „Jerry Cotton“-Groschenromanen einsteigen. Ermittler sprechen in solchen Fällen von Elefantenspuren(38). Ein LKW als Tatfahrzeug, das ohne fachliche Einweisung für einen Normalbürger kaum zu starten, geschweige denn zu fahren ist. Ein Täter, der von einem V-Mann des Landeskriminalamtes Nordrhein-Westfalen(39, 40, 41) bereitwillig quer durch Deutschland zum Tatort gefahren wird(42). Da sind so viele himmelschreiende Ungereimtheiten, dass man nur bei übermäßigem Gebrauch von Psychopharmaka dieses Attentat als geklärt bezeichnen kann. Dazu auch eine Empfehlung für den geneigten Leser: Andreas Hauß: Terrorlogik(43).
Welcher Leser kauft die taz und lässt sich mit so einem oberflächlichen Bildzeitungsniveau von Herrn Fedders ́ Artikel abspeisen? Kein Wunder, dass der taz die Leser weglaufen. Ich gehöre auch zu denen. Von circa 60.000 Lesern pro Ausgabe im Jahr 2003 sind derzeit circa 43.500 übrig(44).

Mit ein wenig Sarkasmus könnte ich sagen: Bitte genauso weitermachen, dann erledigt sich das Problem von ganz alleine.

Die Einengung der Debatte

Man sieht über alle berichtenden Medien wie taz, BZ, Tagesspiegel, Welt, et cetera hinweg immer wieder das gleiche Schema. Hier wird mit Schimpf und Schande übergossen, wer abweichende Meinungen vertritt. Alexis de Tocqueville schrieb 1835 mit Bezug auf Nordamerika:

„Die Mehrheit umspannt (…) das Denken mit einem erschreckenden Ring. Innerhalb dessen Begrenzung ist der Schriftsteller frei; aber wehe ihm, wenn er ihn durchbricht. Zwar hat er kein Ketzergericht zu fürchten, aber er ist allen möglichen Verdrießlichkeiten und täglichen Verfolgungen ausgesetzt. Die politische Laufbahn ist ihm verschlossen (…) Man verweigert ihm alles, selbst den Ruhm… Der Herrscher sagt nicht mehr: entweder du denkst wie ich oder du bist des Todes; er sagt: du bist frei, nicht so zu denken wie ich; du behältst dein Leben, deinen Besitz, alles; aber von dem Tage an bist du unter uns ein Fremdling. Du behältst deine Vorrechte in der bürgerlichen Gesellschaft, aber sie nützen dir nichts mehr; denn bewirbst du dich um die Stimme deiner Mitbürger, so werden sie dir diese nicht geben, und begehrst du bloß ihre Achtung, so werden sie tun, als ob sie dir auch diese verweigerten. Du bleibst unter den Menschen, aber du büßest deine Ansprüche auf Menschlichkeit ein. Näherst du dich deinen Mitmenschen, werden sie dich wie ein unreines Wesen fliehen; und selbst die an deine Unschuld glauben, werden dich verlassen, denn auch sie würden gemieden. Ziehe hin in Frieden, ich lasse dir das Leben, es wird aber für dich schlimmer sein als der Tod.“(45)

Das klingt wie die ausführliche Ausgabe von „Willst Du wissen, wer dich beherrscht? Frage Dich, wen Du nicht kritisieren darfst.“ Vergessen wir für einen Moment einmal den ursprünglichen Autor dieses Satzes. Er ist inhaltlich wirklich gut und hätte auch von Voltaire sein können. Und hier ist dieser Satz wirklich sinnvoll als auf den Punkt verkürzte Ausgabe von A. de Tocqueville. Hätte Nicolai Nerling dieses Zitat in diesem Zusammenhang gebracht, dann hätte er den Nagel auf den Kopf getroffen! Wir sehen genau am Beispiel „Volkslehrer-Medientribunal“ eine erschreckende Übereinstimmung zur Feststellung von Tocqueville(46). Warum lassen wir Bürger es uns gefallen, dass in den letzten Jahren so viele Sperrschilder im öffentlichen Diskurs aufgehängt wurden? 9/11 – Stopp! Militärisch-Industrieller-Komplex – Stopp! Transatlantische Thinktanks – Stopp! Tiefer Staat – Stopp! Kennedyattentat – Stopp! Jedes Stoppschild mit der Sanktion, dass man die gesellschaftliche Ächtung und den beruflichen Ruin zu befürchten hat, falls man es ignoriert. Und die Zeitungen haben hier die Funktion als moderne Ausgabe der Inquisition.

Die Anleitung für kostenlose Werbung

Es ist aber nicht nur ein Spiel, das die Zeitungen mit dem „Volkslehrer“ treiben. Umgekehrt nutzt Herr Nerling auch die Zeitungen ganz gezielt für kostenlose Werbung. Und die springen bereitwillig über jedes Stöckchen, was man ihnen hinhält. Man kann daraus eine Anleitung erstellen. Was muss man machen, um viele YouTube-Abonnenten zu bekommen? Man provoziert so lange Personen des öffentlichen Lebens, bis einige davon völlig aus dem Häuschen sind(47). Irgendwie bekommt die „Qualitätspresse“ davon Wind und fängt kräftig an zu poltern, undifferenziert bis grob verfälschend. Jetzt unterstützt der zu bewerbende YouTube-Kanal durch weitere rechts-konservativ bis patriotisch anmutende Veröffentlichungen die unfreiwillige Werbeaktion der Leitmedien. Die reagieren darauf. Und es funktioniert! Innerhalb eines Monats schnellen die Abonnentenzahlen von knapp über 1.000 auf 12.500 (Stand vom 29. Januar 2018) Abonnenten im Kanal „Volkslehrer“. Und dabei ist die Presse der Schlüssel zum Erfolg. Aufgrund der weit von der Realität abweichenden Zeitungsberichte fühlen sich die meisten Zuschauer von der Presse (zurecht) verschaukelt und laufen in Scharen zum „Volkslehrer“ über.

Die Abnutzungserscheinungen beim Begriff „Nazi!“

In diesem Fall kam es der Qualitätspresse wohl ganz gelegen, dass tatsächlich indiskutable Äußerungen zum Holocaust getätigt wurden. Denn dieses gefundene Fressen lässt sich sehr gut vor allem mit dem Begriff „Verschwörungstheorie“ zu einem Einheitsbrei zusammenrühren. Der unbedarfte Zuschauer soll Abstand von sogenannten „Verschwörungstheorien“ nehmen, weil diese ja vorgeblich immer von Nazis geäußert werden. Und wer definiert Nazi? Natürlich die Qualitätspresse. Und das immer nachlässiger. Kann man diesen Begriff auf den „Volkslehrer“ anwenden? Nein. Denn „Nazi“ als verkürzte Form von „Nationalsozialist“ umfasst mehr als „nur“ den verletzenden und achtlosen Umgang mit Geschichte. Da geht es um Dogmatismus, Sozialdarwinismus, Selbstüberhöhung, Züchten einer Herrenrasse, Untermenschen, Eugenik, das Töten „unwerten Lebens“, Euthanasie, das einzelne Leben als geringeres Gut im Vergleich zum Überleben des Volkskörpers. Gewalt und Krieg.

Das kann ich alles beim YouTube-Kanal „Volkslehrer“ nicht erkennen.
Dass sich auf diese Weise der Begriff „Nazi“ abnutzt und irgendwann zu reinem „Blabla“ verkommt, ist absehbar. Besonders dann, wenn zum Beispiel über jeden Zweifel erhabene Persönlichkeiten wie der Historiker und Staatsterrorspezialist Daniele Ganser mit Nazis in Verbindung gebracht werden(48). Das ist gefährlich und untergräbt die Glaubwürdigkeit der Medien. Ich merke das an meiner eigenen Reaktion als Leser. Diese „Qualitätsmedien“ sind für mich vollkommen unglaubwürdig geworden. Allenfalls nutze ich deren Artikel als Ausgangspunkt für eigene Nachforschungen. Das macht dann die Qualitätspresse genau so wertvoll wie einen drittklassigen Internetblog. Warum soll ich für derart unzuverlässige Informationen Geld bezahlen?

Fazit

Was bleibt also? Ein sehr ungutes Gefühl. Anstatt das Für und Wider der Aussagen des „Volkslehrers“ zu diskutieren, wird blindlings pauschalisierend mit der Nazikeule auf den ausgemachten Gegner von „rechts“ eingedroschen. Eine nüchterne Sachanalyse ist nicht zu finden. So sind die Medien nicht die 4. Macht im Staate, sondern Kasperletheater und eine Bankrotterklärung der beteiligten Presseorgane. Da ist zunächst die strikte Verweigerung der inhaltlichen Auseinandersetzung mit angeblichen Verschwörungstheorien (9/11, JFK, Breitscheidplatz, et cetera). Des Weiteren keine Frage dazu, was für Nikolai Nerling an der Heimat schützenswert ist – denn das ist eines seiner Themen. Keine Debatte über Gewaltaufrufe und tatsächlich volksverhetzende Aufkleber der Antifa – das scheint das Hauptthema des „Volkslehrers“ zu sein. Keine Erwähnung der alten Schulliteratur und Gedichte aus der Kaiserzeit um 1900 – ebenfalls Thema der letzten Videos. Kein Diskurs zum vom „Volkslehrer“ thematisierten, andauernden Verfassungsbruch nach Artikel 16a(49). Stattdessen unterstützende Artikel(50) zum rautenförmigen Mantra der Kanzlerin, abgekupfert bei Bob dem Baumeister: „Wir schaffen das!“ Bei so viel Tiefgang in der Debatte fällt mir nur der Spruch eines der bedeutendsten Philosophen unserer Zeit ein, dem Urheber des nihilistischen Imperativs:
„Wir sagen NEIN! Nein! Was immer ihr auch wollt, es wird nicht sein! Nein! Ihr könnt toben, brüllen, drohen oder schrein! Nein!“ (Bernd das Brot)(51)

Quellen

[1] RT-Deutsch: „Ich schweige nicht“ – Unbekannter stört Schweigeminute für Flüchtlinge am Kirchentag. 29.05.17. https://www.youtube.com/watch?v=yHbHsCb_q9Y

[2] RT-Deutsch, der fehlende Part: „Ich schweige nicht“ – Der Mann, der das Schweigen brach, stellt sich vor. 22.06.17. https://www.youtube.com/watch?v=IAzqWuFIIpI

[3] Malte Lehming: Einer provoziert, einer filmt – alle anderen machtlos. In: Der Tagesspiegel. 12.12.17. http://www.tagesspiegel.de/berlin/diskussion-zur-afd-gesprengt-einer-provoziert-einer-filmt-alle-anderen-machtlos/20700662.html

[4] siehe http://www.lea-rosh.de/wp-content/uploads/Salon-AFD-11.Dezember-2017-1.pdf

[5] Malte Lehming: Einer provoziert, einer filmt – alle anderen machtlos. In: Der Tagesspiegel. 12.12.17. http://www.tagesspiegel.de/berlin/diskussion-zur-afd-gesprengt-einer-provoziert-einer-filmt-alle-anderen-machtlos/20700662.html

[6] Hier ist eine ähnlich Zusammenstellung des Volkslehrers von Antifa-Hassaufklebern zu sehen:
https://youtu.be/oBFL1gmbLuY?t=5m33s

[7] siehe https://volkslehrer.info/presseschau/

[8] Z.B.: https://www.taz.de/!5475189/ , https://www.derwesten.de/panorama/berliner- grundschullehrer-hetzt-gegen-juden-und-verbreitet-verschwoerungstheorien-als-volkslehrer-id213046645.html , http://www.tagesspiegel.de/berlin/vineta-grundschule-in-gesundbrunnen-berliner-senatsverwaltung-zeigt-volkslehrer-an/20819676.html , https://www.welt.de/politik/deutschland/article172293364/Berlin-Volkslehrer-Nikolai-N-droht-Aerger-mit-der-Justiz.html , https://www.msn.com/de-de/news/politik/der-volkslehrer-und-seine-rechte-gedankenwelt/ar-BBI76CZ , http://www.pnn.de/brandenburg-berlin/1248583/ , https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2018/01/strafanzeige-lehrer-berlin-hetze-internet.html , https://www.vice.com/de_ch/article/qvwz5b/dieser-grundschullehrer-verbreitet-antisemitismus-und- verschwoerungstheorien-auf-youtube , http://www.juedische-allgemeine.de/index.php/article/view/id/30523

[9] Martin Klesmann: Kommentar zum „Volkslehrer“ Ein unerträglicher Pädagoge. In BZ-Online. 08.01.18. https://www.berliner-zeitung.de/29444378

[10] „Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten (…)“ Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, Art 5. Absatz 1. https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_5.html

[11] „Das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung ist als unmittelbarster Ausdruck der menschlichen Persönlichkeit in der Gesellschaft eines der vornehmsten Menschenrechte überhaupt (un des droits les plus precieux de l’homme nach Artikel 11 der Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte von 1789). Für eine freiheitlich-demokratische Staatsordnung ist es schlechthin konstituierend, denn es ermöglicht erst die ständige geistige Auseinandersetzung, den Kampf der Meinungen, der ihr Lebenselement ist (…).“ Quelle: BVerfGE 7, 198 – Lüth, Absatz 33. http://www.servat.unibe.ch/dfr/bv007198.html

[12] „Ohne Zweifel sind die Grundrechte in erster Linie dazu bestimmt, die Freiheitssphäre des einzelnen vor Eingriffen der öffentlichen Gewalt zu sichern; sie sind Abwehrrechte des Bürgers gegen den Staat.“ Quelle: BVerfGE 7, 198 – Lüth, Absatz 25. http://www.servat.unibe.ch/dfr/bv007198.html

[13] „Das Grundrecht der Meinungsfreiheit ist ein Recht auch zum Schutz von Minderheiten; seine Ausübung darf nicht allgemein und ohne eine tatbestandliche Eingrenzung, die mit dem Schutzzweck des Grundrechts übereinstimmt, unter den Vorbehalt gestellt werden, dass die geäußerten Meinungsinhalte herrschenden sozialen oder ethischen Auffassungen nicht widersprechen.“ BverfGE, Beschluss vom Beschluss vom 23. Juni 2004 – 1 BvQ 19/04. http://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2004/06/qs20040623a_1 bvq001904.html

[14] Mohamed Amjahid: Ga Ga Land. In: Zeitmagazin Nr. 12/2017, 16.03.17.
http://www.zeit.de/zeit-magazin/2017/12/antideutsche-israel-linke-deutschland

[15] Sabine Schiffer: Pseudo-linke Ideologie. In: leBohemien. 21.04.2015. https://le-bohemien.net/2015/04/21/antideutsche-pseudo-linke-ideologie/

[16] Verfassungsschutz Niedersachsen: Antideutsche/Antinationale.
https://www.verfassungsschutz.niedersachsen.de/extremismus/linksextremismus/antideutsche_antinationale/54194.html

[17] John Pilger: Warum der Aufstieg des Faschismus wieder Thema ist. In: Free21.org. 16.06.15.
http://www.free21.org/warum-der-aufstieg-des-faschismus-wieder-thema-ist/

[18] Kimberly Amadeu: War on Terror Facts, Costs and Timeline. In: the balance. 09.10.17.
https://www.thebalance.com/war-on-terror-facts-costs-timeline-3306300

[19] Klaus Schreiner: Der militärisch-industrielle-parlamentarische Medien-Komplex. In free21.org, 14.06.16. http://www.free21.org/der-militaerisch-industrielle-parlamentarische-medien-komplex/

[20] Für die Qualitätsmedien ist das natürlich nur eine „Verschwörungstheorie“:
https://www.focus.de/wissen/mensch/tid-13152/verschwoerungstheorien-4-militaerisch- industrieller-komplex_aid_363431.html

[21] Hermann Ploppa: USA: Der militärisch-industrielle Komplex. In Telepolis. 17.01.16.
https://www.heise.de/tp/features/USA-Der-militaerisch-industrielle-Komplex-3502863.html

[22] Untersuchungen zu den Attentaten werden im Wesentlichen von Wissenschaftlern und Fachleuten getragen. Und die kommen zu komplett anderen Ergebnissen als die offiziell in den Medien verbreiteten Geschichten. Leseempfehlung: Das Dossier zu 9/11 von free21.org: http://www.free21.org/dossier-911/

[23] Uwe Krüger: Meinungsmacht. Der Einfluss von Eliten auf Leitmedien und Alpha-Journalisten – eine kritische Netzwerkanalyse. Herbert von Halem Verlag (Reihe des Instituts für Praktische Journalismus- und Kommunikationsforschung), Köln 2013.

[24] Uwe Krüger: Mainstream. Warum wir den Medien nicht mehr trauen. C.H. Beck, München 2016 (2. Auflage).

[25] Youtube: Unabhängiger Journalismus – Die Anstalt – 29.04.2014 – ZDF. https://www.youtube.com/watch?v=1LONPFtP1GY

[26] Rainer Mausfeld: Der leise Tod der öffentlichen Debatte. In Rubikon.news. 23.12.17.
https://www.rubikon.news/artikel/der-leise-tod-der-offentlichen-debatte

[27] „Auch Folter, Entführungen, Gefangenschaft ohne Anklage, Angriffskriege und die Todesstrafe sind durch die europäische Gesetzgebung ausgeschlossen. Ein Land [USA], in dem dies alles mehrheitsfähig ist, entspricht in wesentlichen Bereichen nicht der europäischen Wertegemeinschaft. Doch obwohl die USA all diese Dinge mehr oder weniger offen praktizieren, berichten die NATO- freundlichen europäischen Hauptmedien meist proamerikanisch. (…) PR-Agenturen betreiben ein aktives Kriegsmarketing, bei dem auch die beteiligten Medien Profit machen.“. In: In free21.org, 14.06.16. http://www.free21.org/der-militaerisch-industrielle-parlamentarische-medien-komplex/

[28] Vgl. z.B. mit folgenden unsachlichen und diskreditierenden Sätzen zum Staatsterrorismus- Experten und Historiker Dr. Daniele Ganser: „Sie entpuppten sich schnell als Sammelbecken für Antisemitinnen und Verschwörungstheoretiker – dort ist Ganser mit seiner verkürzten Kritik am US-Imperialismus ein Star. Wenn er beispielsweise Deutschland als Vasallenstaat der USA bezeichnet, bedient er sich derselben Sprache. (…) Dabei bezieht er sich wörtlich auf einen Text, der im September 2014 vom rechtsesoterischen deutschen Kopp-Verlag online publiziert wurde und antisemitische Stereotype bedient. (…) Dort waren auch schon die Holocaustleugner Bernhard Schaub und Horst Mahler zu Gast.“ Aus Oliver Würgler: Das Ganser-Phänomen. In: WOZ. 19.01.17 https://www.woz.ch/1703/wahrheit-und-verschwoerung/das-ganser-phaenomen

[29] Martin Klesmann: Verschwörungstheoretiker Anzeigen gegen Grundschullehrer wegen Volksverhetzung. In BZ-Online. 07.01.18. https://www.berliner-zeitung.de/29444062

[30] Vgl. mit anonymen Quellen vom sogenannten „Recherchenetzwerk Berlin“: https://www.flickr.com/photos/recherche-netzwerk-berlin/30283982925, https://www.flickr.com/photos/recherche-netzwerk-berlin/30168208992 , https://www.flickr.com/photos/recherche-netzwerk-berlin/30168214492 , https://www.flickr.com/photos/recherche-netzwerk-berlin/30198546481 , https://www.flickr.com/photos/recherche-netzwerk-berlin/29987383530

[31] Zitat auf dem Plakat: „Willst Du wissen, wer dich beherrscht? Frage Dich, wen Du nicht kritisieren darfst.“ Original: „To determine the true rulers of any society, all you must do is ask yourself this question: who is it that I am not permitted to criticise?“ bzw. „To learn who rules over you, simply find out who you are not allowed to criticize.“. Vgl. mit Wikipedia vom 15.12.18. https://en.wikipedia.org/w/index.php?title=Kevin_Alfred_Strom&oldid=815556269

[32] Z.B. StGB §130 (3): „Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer eine unter der Herrschaft des Nationalsozialismus begangene Handlung der in § 6 Abs. 1 des Völkerstrafgesetzbuches bezeichneten Art in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, öffentlich oder in einer Versammlung billigt, leugnet oder verharmlost.“ Bzw. StGB §189: „Wer das Andenken eines Verstorbenen verunglimpft, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“

[33] „Im Laufe des zweiten Weltkriegs töteten Deutsche (und Menschen aus anderen Ländern) 6 Millionen Juden aber auch 6-8 Millionen andere Nichtkombattanten.“ aus Gerlach, Richter: Der Mord an den europäischen Juden: Ursachen Ereignisse, Dimensionen. C.H. Beck-Verlag. 16.03.17. ISBN-10: 3406707106

[34] ebd.

[35] Arnulf Scriba: Der Völkermord an Sinti und Roma. In Deutsches Historisches Museum, Berlin. 15.5.15. https://www.dhm.de/lemo/kapitel/der-zweite-weltkrieg/voelkermord/voelkermord-an-sinti-und-roma.html

[36]  Jonas Fedders: Strafanzeige gegen Berliner Lehrer. In taz-Online. 07.01.18. https://www.taz.de/!5475189/

[37] Nafeez Ahmed: Wie der Westen den Islamischen Staat erschuf. In Rubikon.news. 27.06.17. Link: https://www.rubikon.news/artikel/wie-der-westen-den-islamischen-staat-erschuf , druckfreundliche Version mit ausgewiesenen Fußnoten: http://www.free21.org/wie-der-westen-den-islamischen-staat-erschuf/

[38] Ken Jebsen: Ausweise als Beweise. In: KenFM.de. 26. Dezember 2016. https://kenfm.de/kenfm-ueber-ausweise-als-beweise/

[39]  DAS/DPA: LKA in NRW warnte vor Anschlag von Anis Amri. In RP-Online. 27.03.17.
http://www.rp-online.de/nrw/landespolitik/lka-in-nrw-warnte-vor-dem-anschlag-2016-von-anis-amri-aid-1.6714214

[40]  Anonym: V-Mann fuhr Amri mindestens einmal nach Berlin. In SpON. 14.01.17.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/anis-amri-v-mann-fuhr-terroristen-mindestens-einmal-nach-berlin-a-1129993.html

[41] Jo Goll, Sascha Adamek: V-Mann soll Gruppe um Amri zu Anschlägen aufgehetzt haben. In RBB24. 19.10.17. https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2017/10/amri-von-v-mann-angestachelt-anschlag-berlin-breitscheidplatz.html

[42] Jürgen Cain Külbel: Anis Amri und die Geheimdienste – Eine mehrteilige Spurensuche (I). In: RT- Deutsch. 30.01.17. https://deutsch.rt.com/inland/45895-anis-amri-und-geheimdienste-mehrteilige/

[43] Andreas Hauß: Terrorlogik. In Rubikon.info. 07.06.17.
https://www.rubikon.news/artikel/terroralarm

[44] http://meedia.de/2018/01/18/ivw-blitz-analyse-zeitungen-bild-verliert-weitere-10-handelsblatt-ueberholt-welt-zeit-im-plus/

[45] Alexis de Tocqueville: Über die Demokratie in Amerika. Teil II, Kap. 7. 1835.

[46] Wohlgemerkt: Es geht mir hier nicht um die vollkommen berechtigte und wichtige Kritik zur indiskutablen Holocaustäußerung, die durch die Leitmedien leider aber auch nur unzureichend ausführlich erfolgt ist. Es geht vielmehr darum, dass die benannten Medien nicht in der Lage sind, die vielen anderen Aussagen des Volkslehrers differenziert zu betrachten und unabhängig voneinander zu analysieren.

[47] Siehe z.B. YouTube/Volkslehrer: „Ich schweige nicht“. 08.10.17. https://www.youtube.com/watch?v=-iZYKlVnBWs

[48] AZ: „Münchner ÖDP lädt Verschwörungstheoretiker ein“. Abendzeitung München, Verlag ABENDZEITUNG München Verlags-GmbH (Hrsg.), 19.05.2016 18:24 Uhr, aktualisiert 19.05.2016 19:31 Uhr, Zugriff am 20.06.16. Link: http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.daniele-ganser-in-muenchen-oedp-laedt-verschwoerungstheoretiker- ein.97eb5084-9e73-4fed-a686-f02c250c5b65.html

[49] Nur für den unaufmerksamen Leser: Ich selbst äußere mich hier ausdrücklich nicht wertend zu den Themen und nehme keine Position ein! Allerdings finde ich es einigermaßen beunruhigend, dass Zeitungen sich hier einer sachlichen Debatte verweigern.

[50] z.B. http://www.taz.de/Meldung-an-die-Auslaenderbehoerden/!5116798/

[51] https://youtu.be/ZtjZsBCO9-4?t=2m41s

https://kenfm.de/der-niedergang-der-deutschen-leitmedien-am-beispiel-der-hetzkampagnen-zum-volkslehrer/

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Diskussionen

3 Gedanken zu “Der Niedergang der deutschen Leitmedien am Beispiel der Hetzkampagnen zum „Volkslehrer“

  1. Die Geschichte mit den Ausweisen der Dschihadisten, die man nach den Anschlägen üblicherweise findet, hat eine geradezu banale Ursache: Diese Leute wollen töten, sie wollen dabei sterben (wegen der vielen Jungfrauen), und sie wollen, daß jeder Gläubige und jeder Ungläubige weiß, wer der Held war, der für die gerechte Sache tapfer in den Tod gegangen ist. Dazu kommt im Einzelfall noch eine Hinterbliebenenrente für die Angehörigen des toten Helden, die natürlich nur bei Erfolg (viele Ungläubige tot, ein Gläubiger bei den Jungfrauen, Name des toten Helden international bekannt) ausgezahlt werden kann. Im übrigen braucht man für die Jungfrauen auch keinen Ausweis, der kann ruhig irgendwo liegen bleiben. Auch daß diese „Helden” bei der Festnahme statistisch relevant häufig den Mehrtürertod stärben, liegt auf der Hand: Wer sich der Festnahme widersetzt, kann vielleicht noch mehr Ungläubige beseitigen, und mit einer Polizistenkugel gibt’s vielleicht noch eine besondes dicke Jungfrau. Schwieriger wird’s mit einer Polizistinnenkugel, da muß ich mal meinen örtlichen Salatisten nach einer Fatwa fragen. Am besten im Microsoft-Word-Format, dem einzig wahren Format für Gläubige.

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    Verfasst von Frida | 4. April 2018, 15:26
  2. Also ich muss sagen Hr fiedler oder wie immer sie heißen, diese Anreihung von Lügen in ihrem Kommentar ist erbärmlich. Sie verdrehen hier die Tatsachen das es nur so raucht! Nicht die normalen Medien sind blöde, sondern sie mit ihren Verschwörungsscheiß, aber das ist wohl typisch russischer einfluß und kenfm, was? Eine nüchterne Sachanalyse ist in diesem Fall nicht notwendig. wer sich so irre verhält wie dieser selbsternannte depp und einige andere verschwörungsspinner im netz, muss sich nicht wundern wenn ihm genau das vorgehalten wird. solche Menschen brauchen wir nicht in unserem Land sie vergiften die gehirne und lenken nur von wichtigen sachen wie steuerhinterziehung und riesigen umweltsünden ab! Außerdem wissen sie nicht woher der Spruch: Wenn Du wissen willst, wer dich beherrscht, musst Du herausfinden, wen Du nicht kritisieren darfst, stammt – dazu hätte 2 sekunden googlen genügt. der spruch stammt von Voltaire!

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    Verfasst von Hägar | 27. Februar 2018, 11:28
  3. Die pseudolinke Meinungsmafia kann nur durch ein Ende der Zwangsgebühren in ihre Schranken gewiesen werden.
    Frau Lisa Fitz wird wohl auch nie wieder einen Job von den zwangsfinanzierten Systemmedien bekommen.

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    Verfasst von Willi | 9. Februar 2018, 13:13

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