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Spekulation, Wirtschaft

Shareholder-Kapitalismus

von Norbert Nelte

Den Shareholder-Kapitalismus gibt es eigentlich schon seit den 1990 Jahren. Shareholder Value ist der Unternehmenswert und letztlich der Kurswert. In den 1990 Jahren haben die großen Konzerne nur noch 10% der Konzerngewinne in der Produktion generiert. 90% haben sie mit ihren Aktienpaketen erzielt und dabei auch schon einiges mit dem Anstieg des Kurswertes ihres eigenen Aktie.

Damit die Aktienkurse auch schön stiegen, hat die Bundesregierung 2000/2001 auch die Riester Rente eingeführt. Die Lohnabhängigen in Deutschland scheuen das Risiko an der Aktien Börse. Deshalb gibt es auch Beschwerden der Aktienfirmen, dass hierzulande die Kurse nicht wie in den USA durch die Decke steigen.

Dem wollte die Regierung unter Schröder abhelfen, indem es die Riester Rente 2000 einführen, bei der die Lohnempfänger 4% der Rente selber kapitalgedeckelt ansparen und dieses Geld in Aktien anlegen müssen, was dann auch zu einer kleinen Förderung seitens der Bundesregierung führt. Diese Förderung ist durch das Altersvermögensgesetz (AVmG) 2002 eingeführt worden.

Inzwischen wissen wir auch, warum dieses Gesetz gerade zu dieser Zeit eingeführt wurde. Wir wir eingans schon sagten, sind die durchschnitttlichen Gewinne aus der Produktion in den 1990 Jahren schon  auf 10% der Gesamtsgewinne zurückgefallen. Gegen Ende der 2020 Jahre sind die Durchschnittsprofite auch schon auf nahe Null gefallen, weit unter dem Finanzmarktzinssatz. Das einzige, womit die Kapitalisten heute im Durchschnitt noch Profite machen, sind Shareholder Gewinne und leere Versprechungen.

Vor einiger Zeit vermuteten wir, dass die Autohalden das Durchgangslager zum Schrottplatz sind. Inzwischen treffen wir aber immer häufiger auf Aussagen, die das bestätigen. Siehe beispielsweise das Video von Ernst Wolff, Min. 55:40 in Beziehung zu Toyota, wenn die Autos auf Halde gestellt werden, geht es dem Konzern noch besser. Ernst Wolff sagt dazu: Dieses Beispiel wird gar noch übertroffen, weil in die Realwirtschaft nicht mehr investiert wird, sondern in künstliche Finanzprodukte investiert wird. Die Konzernchefs kaufen für ihre Aktiengesellschaft nur noch die eigene Aktie, damit der Aktienkurs steigt, weil damit ihre Bonis steigen. Der Aktienkurs kann nur steigen, wenn so getan wird, dass die Verkaufszahlen steigen. Und das tun sie, wenn sie auf die Halde gefahren werden, denn das Zollnummerschild wird als Verkauft gebucht und erhöht das BIP. Ob das Auto danach verschrottet wird, ist eigentlich für den Konzern egal, denn er kann das von der Steuer absetzen.

Das mit den Autohalden und dem Kauf der eigenen Aktie ist unter Insidern schon ziemlich weit verbreitet. Wir haben in Deutschland keine echte Wirtschaft mehr, sie wird uns nur noch vorgegaukelt. Letztlich auch weltweit. Die Insider drücken ihr Misstrauen über die Wirtschaft in dcr „5 minus 2jährige Zinskurve“ aus, die von der Zeitung Welt als „Kurve des Grauens“ bezeichnet wurde. Sie besagt, dass die Anleger vor 5 Jahren noch Vertrauen in den US-Staat besaßen, heute aber nur noch zu 0,3%, weshalb die USA inzwischen fast so hohe Zinsen für die 2jährige zahlen muss. Statistikzahlen können sie haufenweise fälschen, aber nicht die Messzahlen des Vertrauens bzw. des fehlenden Vertrauens.

Das Wirtschaftssystem steht vor seinem Ende, was auch Ernst Wolff in dem o.a. Video und andere sagen. Es wird nur noch von den Gratisanleihen der Zentralbanken, von den Shareholders und den Statistiklügen zusammengehalten. Die Epoch-Times meldet am 25.12.2017 Die Weihnachtslüge 2017: Der deutsche Schuldenstand geht zurück. Peter Haisenko sieht hier eine Mogelei am Werk, weil behauptet wird, dass der deutsche Schuldenstand sei von 1.988 um 58 auf 1.930, zurückgegangen iust. Er hat aber nirgendwo in den Haushalten diese Tilgungssumme entdecken können. Endlich mal jemand, der die Betrügerei merkt und anspricht. Trotzdem sagt die Putschregierung: Die „Bundesregierung [wie sie sich nennt] will deutlich mehr Schulden aufnehmen“. Na, das sind doch nette Weihnachtsüberraschungen, von einer Putschregierung, oder hat jemand die gewählt?

Haisenko schreibt auch, dass die Schulden „noch vor wenigen Jahren“ bei 2.500 standen. Das war 2010, und nirgends sind bisher Tilgungen geschehen. Das ist ein viel größerer Hammer. Die Schulden betrugen damals 95,5% vom BIP und heute nur noch 68,1%, ohne, dass aich nur 1 Cent zurückgezahlt wurde. Quizfrage, wie geht das? Durch die Inflation. 2010 = 95.5, 2017 = 68,1. Macht pro Jahr 27,4 durch 7 = 3, 9% pro Jahr wirkliche Inflation. Offiziell werden aber immer nur 1,5 angegeben.

Das heißt aber auch, dass die BIP Wachstumszahlen überhaupt nicht stimmen können. Sie sind auch um 2,4% niedriger als angeben. Wir sind schon lange in einer REZESSION. Die Linke kommt vor der Arbeiterklasse ihren Aufgaben nicht nach, wenn sie diese Fakten sträflich verschweigen, denn Die Arbeiterklasse müsste insgesamt viel höhere Tarifforderungen stellen bei einer durchschnittlichen Preissteigerung von 4%, und das ist Fakt mit diesem Schuldenabbau ohne Tilgung.

Die Autohalde, der Schulenabbau ohne Tilgung und das sinkende BIP-Wachstum, die sinkende Arbeitslosenzahl und die steigende Zahl von 15Stunden Jobbern zeigen, dass wir schon tief drin sind in der Scheinwirtschaftswelt und Scheindemokratie. Die Jugend der Welt kennen ja gar nichts anderes mehr als diese Scheinwelten, das muss verrückt sein.

Die einzige Hoffnung die wir noch haben sind die selbstverwalteten  Betriebe in 16 Ländern. Die Kapitalismuswelt hat nur Shareholdergewinne, fiktive Anleihen mit leeren Versprechungen und keinerlei Zukunft mehr. Eine riesige Zukunft haben die selbstverwalteten Betriebe und alle ihre Sympathisanten. Die Räterepublik wird uns in die freie Welt führen.

Autohalden

https://www.youtube.com/watch?v=qJvLS4xTFcE

Ernst Wolff

 

 

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