//
du liest...
Ausland, Europa

EU zeichnet Mordbanden mit Menschenrechtspreis aus

von http://blauerbote.com

In Venezuela kämpfen rechtsextreme oppositionelle Kräfte – ganz im Sinne von EU und USA – mit Mord, Folter und Molotowcocktails gegen die „sozialistische“ Regierung. Zur propagandistischen Unterstützung und Reinwaschung ihrer Verbündeten hat die Europäische Union nun den Mördern und Gewalttätern einen Menschenrechtspreis verliehen. Das ist ein Skandal.

Am 13. Dezember 2017 zeichnete das fälschlicherweise des Öfteren anmaßend auch als „Europaparlament“ bezeichnete EU-Parlament die rechtsextremen, neoliberalen venezuelanischen Gewalttäter, deren Auftreten mit dutzenden Morden eindeutig um mehrere Stufen gewalttätiger ist als das der gezielt verleumdeten G20-Demonstranten in Deutschland je war und die trotzdem von den venezuelanischen Sicherheitskräften wesentlich besser behandelt wurden als die willkürlich attackierten Polizeiopfer bei deutschen Demonstrationen – mit dem „Sacharow-Preis für geistige Freiheit“ aus.

„Sie nahmen die Auszeichnung stellvertretend für alle Mitglieder des Parlaments sowie für politische Häftlinge in dem südamerikanischen Land entgegen. Der Preis sei dem gesamten venezolanischen Volk gewidmet, sagte Borges – den Menschen, die nicht genug zu essen hätten, und jenen, die aus dem Land geflüchtet seien. Er zeichne auch die rund 350 politischen Gefangenen in Venezuela aus sowie die 157 Menschen, die bei Protestkundgebungen gegen die linksnationale Regierung Maduros getötet worden seien.“, gibt der Spiegel die Propaganda gegen Venezuela begeistert wieder.

Leider vergisst der Spiegel dabei zu erwähnen, dass „die Menschen, die nicht genug zu essen haben“ sehr überwiegend Anhänger der Regierung sind, die ihre Basis in den ärmeren Schichten hat und natürlich auch, dass die reiche Opposition, die die venezuelanische Martkwirtschaft kontrolliert, schon des Öfteren gezielt für Nahrungsmittelknappheit sorgte. Ja, auch in Venezuela ist die Marktwirtschaft so frei, dass die großen Supermarktketten (oppositionsnah) selbst bestimmen können, was sie ihren Kunden anbieten. Manchmal haben sie Wut auf die Regierung im Angebot, original hausgemacht.

Leider vergisst der Spiegel auch zu erwähnen, dass die „157 Menschen, die bei Protestkundgebungen gegen die linksnationale Regierung Maduros getötet wurden“ keine oppositionellen Demonstranten waren (oder nur in Ausnahmefällen). Tatsächlich haben diese „Demonstranten“ Menschen getötet, die als Regierungsanhänger galten oder dessen verdächtigt wurden. Durch das „Neutralisieren der Opfer“ (des Hintergrunds der Opfer) und die Einbettung der Berichte über sie in regierungsfeindliche Propaganda wird der Eindruck erzeugt, es handele sich um Opfer der venezuelanischen Regierung. Es wird so manipuliert, dass ein der Realität entgegenstehender Eindruck entstand. Dieses Vorgehen der Propaganda konnte man auch schon bei anderen aktuellen Konflikten beobachten.

Bei Twitter hat jemand ein paar Bilder von den Gräueltaten der „demokratischen Opposition“ gepostet:

Vor einigen Monaten erschien im Lateinamerika-Portal amerika21 ein Bericht über die Gewalttaten in Venezuela. Hier ein Auszug aus dem Artikel „Bei Protesten in Venezuela wurden wiederholt Menschen bei lebendigem Leib angezündet“ von Marta Andujo: „Im Zusammenhang mit gewaltsamen Protesten in Venezuela sind seit Anfang April bis zum 19. Juli 23 Personen bei lebendigem Leib angezündet worden. Viele der Opfer erlitten schwere Verbrennungen oder kamen zu Tode. Dies ergibt die Auswertung der Rechercheseite Red58, die es sich nach eigenen Angaben zur Aufgabe macht, der ‚Rechtfertigung der Gewalt‘ in den internationalen Medien entgegenzutreten. Gleichzeitig beurteilen die Autoren das Anzünden von Menschen als ’noch nicht dagewesen in der neueren Geschichte von Venezuela‘. […] Das Rechercheportal listet die Fälle von Hassverbrechen nach Datum und Ort sowie, soweit bekannt, die Namen und das Alter, sowie die mutmaßlichen oder offenkundigen Gründe der Auswahl der Opfer auf. Unter diesen waren Polizisten, Staatsangestellte oder als ‚Chavisten‘ angesehene Personen. Schwere Verbrennungen erlitten auch Teilnehmer von oppositionellen Demonstrationen, die Molotowcocktails, Feuerwerkskörper, improvisierte Mörsergranaten und andere Brandmaterialien unsachgemäß handhabten.“.

Auch die ARD versuchte sich natürlich schon des Öfteren an gezielter Falschberichterstattung zu Venezuela und fiel damit schon ganz schön auf die Schnauze. „Venezuela und die Medien“ von Jens Berger in den Nachdenkseiten: „Auf ihrer Online-Ausgabe stellte die Tagesschau den Beitrag des aus Mexiko nach Caracas eingeflogenen Korrespondenten Peter Sonnenberg mit folgenden Worten vor: „In Venezuela wächst der Widerstand gegen Präsident Maduro, immer wieder flammt Gewalt auf. Auf einer Demonstration in Caracas geriet ein ARD-Team zwischen die Fronten, die Kamerafrau wurde von einer Tränengasgranate getroffen“. Indes, was der Zuschauer zu sehen bekommt, hat weder mit dem Vorspann noch mit der angeblich verletzten Kamerafrau zu tun. Während Sonnenberg im O-Ton mit aufgeregter Stimme sagt, „die Polizei kesselt Studenten ein und gleich darauf fliegen Tränengasgranaten auf uns Journalisten und auf absolut friedliche Demonstranten“, zeigt die Kamera, wie maskierte und extrem gewalttätige Demonstranten (?) mit Knüppeln gegen zwei Polizisten vorgehen, auf eine nicht bewaffnete Polizistin einschlagen und mit Fußtritten traktieren, die nur um ein Haar von einem Unbeteiligten vor Schlimmerem bewahrt wird (Ausschnitte aus dem ARD-MoMa vom 20.05.2016). Nun kann man auch sagen, Chapeau vor der Leistung der Tagesschau! Was sie damit geboten hat, bezeichnet der psychoanalytische Jargon eine „Freud’sche Fehlleistung“. Mit der Kameraeinstellung bestätigte sie den weisen Volksmund: „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“.“.

http://blauerbote.com/2017/12/23/eu-zeichnet-mordbanden-mit-menschenrechtspreis-aus/

Advertisements

Diskussionen

Es gibt noch keine Kommentare.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

Archive

Advertisements
%d Bloggern gefällt das: