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Debatte, Gesellschaft

FRAUENFEINDLICHKEIT weltweit bei 18 Prozent

von Einar Schlereth – https://einarschlereth.blogspot.de

Es geht nicht nur um Brüste und Genitalien …

Diese Überschrift fand ich heute bei Telesur auf Spanisch und die komplette Studie auf Englisch, von Ipsos Mori durchgeführt, liegt hier. 17551 Erwachsene zwischen 16 und 64 Jahren wurden befragt in 24 Ländern auf allen Kontinenten. Es ist besser das Original anzuschauen, weil im Artikel wieder die Wahrheit verdreht wird, z. B. steht dort, dass in Spanien und Russland die Frauen am unzufriedensten mit ihren Rechten sind. Aber in Wirklichkeit zeigt die Statistik aller untersuchten Länder, dass in Russland die Frauen am zufriedensten sind, an zweiter Stelle kommt China und in Spanien am unzufriedensten. Wie kann man so eine dreiste Lüge niederschreiben, wenn sich das durch einen oder zwei Klicks kontrollieren lässt! Interessant jedenfalls, dass es die zwei ehemals sozialistischen Länder sind, die so gut abschneiden. Dennoch hassen die Frauen großenteils den Kommunismus.

Schon einleitend heißt es, dass vier von zehn Frauen unzufrieden sind. Wie das dann auf 18 Prozent runtergemogelt wird, weiß ich nicht, weil ich das Papier nicht durchgeackert habe. Derlei Statistiken soll man wahrlich nicht allzu sehr vertrauen. Mich erstaunt dies Ergebnis keineswegs, dachte gleich, dass es zu niedrig ist, wenn man bedenkt, dass in der Zahl auch die Homosexuellen eingeschlossen sind, die immer am gröbsten ihren Ekel vor den Frauen zum Ausdruck bringen. Aber es gibt auch viele, die Frauen lieben, d. h. eine einzige, die eigene Mutter.

Wenn man sich den unglaublichen Erfolg von Tove Lo betrachtet, könnte man glauben, dass das Ergebnis nicht stimmen kann. Weil bei ihren Aufführungen besonders die Kerle in Raserei geraten. Ich kann mit diesem Gehampel und den Texten, von denen ich höchstens jedes zehnte Wort verstehe, nichts anfangen. Mir scheint, dass am aussagestärksten ihre Brüste angesehen werden, die sie immer gerne offen zeigt oder unter hauchdünnen Hemdchen. Es müssen eine Menge Leute eingestellt werden, um auf allen Fotos und Videos die Brustwarzen zu übermalen. Aber dies deutet für mich auf den Hunger nach Schönheit und Nacktheit hin, der nicht allein durch Pornos gestillt werden kann.
Aber Nackheit ist ja verboten, streng verboten. So lange ich lebe, seit es die abendländische Kultur überhaupt gibt, ist Nackheit strengstens verboten. Es gab nur die kurze Zeit nach den 68-ern, wo Frauen UND Männer anfingen, ihre Nackheit zu zeigen. Aber die Pfaffen und anderen Heuchler sorgten schnell dafür, dass  diese Schweinereien wieder eingepackt, eingewickelt und verboten wurden. Und es sind überall der Klerus, der meist aus alten heuchlerischen, neidischen, verlogenen Sabbergreisen besteht und die extremen Gläubigen in christlichen, moslemischen Religionen, aber offenbar auch im Hinduismus, Budhismus und sonstigen Glaubensrichtungen, die am heftigsten gegen die Nacktheit und vor allem die weibliche Nacktheit wettern.

Und das ist etwas, was ich absolut nicht verstehen kann. Sie alle glauben an einen Gott, der allmächtig ist und den Menschen auf die eine oder andere Weise fabriziert hat. Also hat ER doch diese Schweinereien – die Vagina, den Penis, die Brüste und Hintern – geschaffen. Das können doch nicht Gläubige sein, die dem lieben Gott am Zeug flicken und ihn korrigieren wollen. Das sind doch die eigentlichen Häretiker, die eigentlichen Gotteslästerer. Mit jedem Fluch gegen eine nackte Brust stoßen sie eine Häresie aus. Anstatt das Werk ihres Gottes zu loben und ihm zu danken, bringen sie die fürchterlichsten Verwünschungen vor, drohen mit allen Strafen der Hölle, mit ewiger Verdammnis.  Und sie haben ja vor allem immer die bösen Weiber auf dem Kieker. Das passt doch alles nicht zusammen.  Die psychologischen Gründe zu nennen, spare ich mir. Darüber gibt es genug Arbeiten.

Ich wollte vor allem im Zusammenhang mit der Misogynie auf die Religion verweisen, die vielleicht den allergrößten Anteil daran hat. Frauenfeindlichkeit zu bekämpfen, heißt die Religion zu bekämpfen. Sie kämpft ja nicht nur an der fleischlichen Front, sondern auch an anderen Fronten, wie z. B. durch ihren unermesslichen Reichtum ist sie auch ein sehr großer Arbeitgeber und schon immer bekannt als schlechtester mit den miesesten Löhnen. Sie hat immer gerne jeden Handschlag mit einem ‚Vergelt‘s Gott‘ beglichen. In ihren Hospitälern, Alten- und Kinderheimen wurden nicht nur unendlich viele Kinder – Jungen und Mädchen – vergewaltigt, missbraucht, bis aufs Blut geschunden, sondern auch die Schwestern und sonstigen Gehilfen erbärmlich ausgenutzt.

Die Kirche hat außerdem durch ihre Schulen, Universitäten, ihren Einfluss in allen Ämtern und Ministerien, Rundfunkanstalten und dem Fernsehen einen enormen Einfluss auf das Geistesleben, die Philosophie, die Moral, die Kunst und Literatur, mit einem Wort auf die Seele des Menschen ausgeübt. Sie hat uns durch ihr Handeln und Denken zusammen mit der kapitalistischen Denkweise und Habgier in diese heuchlerische, verlogene, gewalttätige, moralisch bankrotte Gesellschaft gesteuert, deren höchster Ausdruck unsere Schurken-Regime sind. Um von ihren schmutzigen und egoistischen und betrügerischen Gedanken und Taten abzulenken, fällt ihnen nichts anderes ein, als mit dem Finger auf einen schönen nackten Busen zu zeigen und Zeter und Mordio zu schreien. Dieses Lumpenpack muss aus seinen finsteren Löchern gezogen werden und an den öffentlichen Schandpfahl gestellt werden, wie sie es historisch mit tausenden und aber tausenden Menschen über Jahrhunderte gemacht haben, die meist nichts anderes gesagt oder getan haben, als sich der Liebe hingegeben zu haben, einen Laib Brot genommen oder ein Schimpfwort gegen die falsche Person geäußert zu haben.

Auf einer Landstraße in den Alpujarras tief unten in Andalusien traf ich einen ‚Gastarbeiter‘ aus Marokko, der seit Jahren in den Treibhäusern unten am Meer arbeitet und seit Jahren sich bemüht, Frau und Kinder nachzuholen. Er war wieder auf dem Weg zur Behörde, um es erneut zu versuchen. Ein liebenswerter, nicht mehr ganz junger Mann, der zärtlich von Frau und Kindern sprach. Am Ende blieb er stehen, nahm die Arme auseinander und sagte: „Was sind wir ohne die Frauen!“ Wie recht er hatte. Frauen hatten auch für mich immer eine viel größere Bedeutung als Männer, in jeder Hinsicht.

Für mich sind alle diese verlogenen Politiker, vor allem die Sozialdemokraten, die seit 100 Jahren von der Gleichberechtigung quatschen, aber nichts getan haben, ein widerliches und abstoßendes Pack. Und jeder Mann sollte sich fragen, was er für das Recht der Frauen getan hat. Und wenn sie ehrlich antworten, dann muss sich die große Mehrheit schämen.

Was sind wir ohne die Frauen!

https://einarschlereth.blogspot.de/2017/12/frauenfeindlichkeit-weltweit-bei-18.html#more
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