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Ausland, Europa

Schwedens Männer sollen künftig Erlaubnis für Sex einholen

von Rüdiger Lenzhttps://kenfm.de

Frauen sitzen jetzt auch breitbeinig. 

Bitte was? Wenn ich also mit meiner Frau Urlaub in Schweden mache, dann soll ich was? Eine Erlaubnis einholen, dass sie jetzt meinem Sexwunsch einwilligt? Das gilt übrigens dann auch für meine Frau. Meine Frau und ich liegen also umschmust umeineinader verschlungen und wollen nun ineinander vernetzt sein: „Du, Regina (Name geändert), ich will jetzt Sex mit Dir. Bist Du einverstanden damit und darf ich Sex mit Dir vollziehen? Regina antwortet: Du, Rüdiger, Du darfst. Rüdiger, darf ich jetzt auch mit Dir Sex vollziehen. Hast Du Lust dazu mit mir?“

Ich glaube, wenn dass passiert, dann ist das vergleichbar mit einem Sprung von mir in einen kalten See. Da schrumpft dann auch ein Teil von mir in fast mikroskopische Größe zusammen. Männer, ihr wisst, was ich meine.

Jetzt gilt dieses Gesetz auch für gleichgeschlechtlichen Sex, ja für alle Varianten von Sex.

Ein gewisser Julian Assange wurde in Schweden der Vergewaltigung bezichtigt und wenn ich mich recht erinnere, so ist dem kleinen Julian in lauter Euphorie des Ereignisses sein Mäntelchen, sprich Kondom während des Vereinigungsprozesses gerissen. Der kleine Julian hätte sofort stoppen müssen. Tat er dann aber nicht. Und schwups, so etwas kann man in Schweden als sexuelle Nötigung oder gar Vergewaltigung auslegen, was, wir wissen es, ja auch geschah.

Ich weiß ja nicht, wie ihr das seht, aber ich werde, falls ich mal in Schweden gastiere, jeglichem Sex abschwören. Lieber dusche ich dann kalt, eiskalt.

Auf bento.de, einem Online-Ableger des Spiegels, heißt es dazu, Zitat Anfang:

„In Schweden müssen sich die Bürger künftig ein klares Einverständnis holen, wenn sie Sex haben wollen. So will es das neue „Einverständnis-Gesetz“, das die schwedische Regierung erarbeitet hat. Damit sollen vor allem Frauen besser vor Übergriffen und Vergewaltigungen geschützt werden. Bisher mussten sie deutlich machen, wenn sie keinen Sex möchten – nach dem Schlagwort „Nein heißt Nein“.

Mit dem neuen Gesetz liegt die Verantwortung nun beim Mann: Er muss aktiv um Erlaubnis fragen.

Das neue „Einverständnis-Gesetz“ soll im Juli 2018 in Kraft treten – es dürfte das erste seiner Art weltweit sein. Es wurde von der rot-grünen Regierung erarbeitet, jetzt muss es durchs Parlament. Bislang stehen sämtliche Parlamentsparteien dahinter.

Die Eckpfeiler:
Die Einverständnisregel gilt dabei für alle – für Männer und Frauen und natürlich auch in gleichgeschlechtlichen Beziehungen. Eine mündliche Genehmigung soll ausreichen. Wer sicher gehen will, sollte sich aber etwas Schriftliches geben lassen.

„Es ist ganz einfach“, sagte der sozialdemokratische Ministerpräsident Stefan Löfven, „Sex sollte immer freiwillig sein. Wenn er nicht freiwillig ist, solltest du es lassen.“ (…)
Dazu werden in Schweden auch mehr sexuelle Handlungen als bislang als Vergewaltigung eingestuft: Die „unachtsame Vergewaltigung“ und der „unachtsame sexuelle Übergriff“ sollen als neue Tatbestände eingeführt werden.“ Zitat Ende

Klar, fast jede Frau, die ich kenne, wirklich fast jede, hat schon einmal anzügliche Bemerkungen, belästigende Berührungen oder gar ungewollte intime Berührungen von Männern erlebt. Einige wurden auch schon einmal vergewaltigt. Doch muss man dann ein solches Gesetz versuchen, ins Gesetzbuch zu überführen, oder könnte man auch andere Wege wählen. Was ist die Ursache für solche Scheiß-Sexpraktiken?

Die Fragen, die dabei zu beantworten wären, wären a) warum wird Sexualität großräumig tabuisiert und heute möglichst über den Genderismus definiert und b), wieso wird Sex so häufig auf die untersten Triebe von männlicher Dominanz und auf den männlichen Orgasmus fixiert? Last but not least, wieso werden in der Politik über den militärisch-industriellen-Komplex derart viele Phallussymboliken erschaffen und damit dann riesenhafte Vernichtungsfeldzüge geführt? Wird männliche Sexualität für die Macht und das Beherrschen missbraucht? Wollen Männer wirklich beim Sex dominieren? Wollen sie das wirklich? Dient das alles vielleicht dem Prinzip von Herrschaft? Sind nur so’n paar Ideen von mir. Ist es vielleicht nicht gut für dieses Prinzip, dass Liebe und Sex durchflutet würde von Eros und Agape, dem göttlichen Begehren durch wahre Liebe und Vereinigung? Ist auch wieder nur so eine Idee von mir. Ist Sex vielleicht kein Akt, sondern eher eine tiefe Form der Kommunikation, seine tiefste überhaupt ist? Es könnte ja auch so kommen, dass die Libido beim Sex seine Lebenskraftenergie bei beiden so entfalten könnte, dass das, was man allgemein hin die Liebe zweier Menschen in der Vereinigung nennt, dass genau dieser Akt zur größten Kraft führen könnte, die uns eigen ist, aber durch den männlich dominierten Orgasmus nie Ausdruck von wahrer Verschmelzung und zu beiderseitigen Wachstums führt: Die Liebe als Tat der Lebenskraft des Lebens selbst, um sich in ihr spiegeln und an ihr und mit ihr wachsen zu können? Ist nur so eine weitere Idee von mir. Könnte die Entfaltung der Libido ganz allgemein, die Menschen in ihrem Bewusstsein zu neuem Bewusstsein katapultieren, wenn sie den dabei stattfindenden Akt nicht so überrepräsentierten und nur seinetwegen „geil aufeinander sind?“ Wer oder was verhindert das alles eigentlich?

Macht einfach mal eine neue Erfahrung. Sex ohne Orgasmuszentriertheit. Sexualität ist kein Porno. Aber Porno ist sie bei vielen im Kopf, wie das nächste Beispiel uns zeigt. Auch bei bento.de zu lesen, Zitat Anfang:

„Frauen sitzen jetzt auch breitbeinig – was soll das?
‚Manspreading‘ ist für Frauen (oder andere Männer) so unangenehm, weil Männer ihnen dabei ihre Geschlechtsteile entgegenstrecken. Das ist für andere Menschen einfach kein schöner Anblick und mitunter belästigend. Zudem nehmen Personen, die breitbeinig sitzen, sehr viel mehr Platz ein als andere Menschen. Sie nehmen also anderen Menschen den Platz weg.
In den New Yorker U-Bahnen hängen deshalb Poster, die Männer daran erinnern sollen, sich weniger breitbeinig hinzusetzen. In Madrid wurde Manspreading letztes Jahr in öffentlichen Verkehrsmitteln sogar verboten. Der städtische Verkehrsbetrieb EMT ließ sogar Sticker drucken, die in Bussen und Bahnen aufgeklebt wurden.
Bei Instagram hat sich jetzt ein neuer Trend entwickelt, der sich gegen das Manspreading richten soll – ‚Womanspreading‘.“ Zitat Ende.

Wenn ich solche Texte lese, dann glaube ich ganz fest an das Aussterben unserer Art. Oder wie es Bertrand Russel mal pointierte: „Die Frage ist heute, wie man die Menschen überzeugen kann, in ihr eigenes Überleben einzuwilligen“. Ich wüsste schon wie: Leute, vögelt, wie ihr wollt, aber wollt auch, dass ihr ehrlich und nicht aus der Angst heraus durchgevögelt werdet. Liebt euch richtig und wisst, dass Sex kein Leistungs- und Akrobatiksport ist. Sex ist nur eine Vorstufe zu Agape. Versteht ihr Agape, so seit ihr im Garten der Liebe angekommen. Sex, so sagt man in Frankreich, ist der kleine Bruder des Todes. Agape ist dieser kleine Bruder. Er ist die Weisheit der Libido, der Lebenskraft, die das Lebendige selbst ist. Der Tod, die Liebe und das Leben sind nicht drei Teile. Sie sind ein Kontinuum, eine Einheit, eins. Beim Sex überwinden wir deren Trennung und können deren Einheit erfahren. Auf das die Angst sich durch Glücklichsein wandelt. Sex ist der kreativste Akt und die radikalste Form der Kunst überhaupt. Sex führt zur Freiheit, zur bedingungslosen Freiheit aller inneren Zwänge.

Sex ist somit, und das sage ich hier als Therapeut, die beste aller vorbeugenden Maßnahmen zur Behebung innerer Störungen. Wer regelmäßig und ehrlich vögelt und durchgevögelt wird, der wird sein Leben toll finden. Vögeln für den Frieden ist allemal besser als Frust und Depression zu horten, weil man nicht weiß, wann der nächste Krieg kommt oder ihn dadurch selbst erschafft. Lasst uns die destruktive Gesellschaft einfach wegvögeln. Das war und ist eine gute Lobby für die gesamte Friedensbewegung: Make Love, not war.

Quellen

http://www.bento.de/politik/schweden-plant-neues-einverstaendnis-gesetz-gegen- sexuelle-uebergriffe-1951657/#refsponi

https://www.thelocal.se/20171218/swedish-pm-backs-new-sexual-consent-law 

http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/der-fall-assange-was-gilt-in-schweden-als-noetigung-11080321.html

Wilhelm Reich: Die sexuelle Revolution. 16. Au age. Fischer, Frankfurt am Main 2004, ISBN 3-596-26749-8

https://kenfm.de/tagesdosis-20-12-2017-schwedens-maenner-sollen-kuenftig-erlaubnis-fuer-sex-einholen/

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Diskussionen

Ein Gedanke zu “Schwedens Männer sollen künftig Erlaubnis für Sex einholen

  1. Nein, nein, nicht die „Sexverweigerung“, im Sinne geplanter Schwedischer Gesetzlichkeit wird zum Aussterben
    der Menschheit führen, sondern deren fortschreitende, allgemeine Verblödung. Was im national recht homogenen
    und nach außen auch ziemlich abgeschotteten Schweden beginnt, wird bald auch ins Zentrum Europas, also nach
    Deutschland schwappen und von da seinen Siegeszug antreten. Wenn man sich die in den letzten 10 Jahren in
    aller Herren Länder aufgetauchten Moralapostel, seien sie polnische Erzkatoliken, amerikanische Republikaner oder selbst ernannte Sittenwächter in irgendwelchen scheinislamistischen Bananenrepubliken, mal genauer ansieht, kann man feststellen, dass sie unmöglich zur Spezies des intelligenten Homo Sapiens gehören können. Bei den Schweden mag womöglich jahrhundertelange Inzucht der sog. „Führungselite“ (ähnlich wie in tiefbayerischen Hochalpentälern) der Grund für geistigen Schwachsinn sein.
    Was fundamental- islamistische Prediger betrifft (siehe Wächterrat im Iran), ist der Sachverhalt sowieso klar, da die ihre Schwä… eh nicht mehr hochkriegen, dürfen Andere das auch nur mit Erlaubnis. Und „Erzkatholiken“ dazu zu befragen, erübrigt sich genauso. Wenn’s nach Denen ginge, gäbe es nur Klöster mit Pflicht zur „Enthalsamkeit“.
    Allerdings hätte ich nicht geglaubt, dass ausgerechnet im Mutterland der Pornoindustrie solch ein Schwachsinn verzapft wird.
    Pfui Teufel Ihr Spinner und viel Spass beim Kontrollieren.
    Vielleicht werdet Ihr ja dadurch noch von Spinnern zu waschechten Spannern.
    Welch ungeahnte Karrierechancen tun sich da für sittenstrenge Schreibtischhengste auf, die ansonsten nichts weiter zu tun haben, als ihren Phantasiestuten nachzuhecheln und in Ermangelung eigener Möglichkeiten diese auch anderen versauen wollen.
    PS.: Wenn ich mit einem/ einer Partner/ Partnerin Sex haben möchte, dann selbstverständlich nur im wohlwollenden gegenseitigen Einverständnis!!!
    Alles Andere fällt schon rein anstandshalber vor vornherein aus.

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    Verfasst von Mark Tempe | 21. Dezember 2017, 11:34

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