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Afrika, Ausland

Die UNO und der Genozid durch Hunger in Somalia

von Thomas C. Mountain  – https://einarschlereth.blogspot.de

Laut der gerade veröffentlichten Information der UN- Nahrungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) und der FSNAU starben zwischen Oktober 2015 und Apirl 2016, einer Periode von nur 6 Monaten, mehr als 400 000 Samolier, zwei Drittel davon waren Kinder, an Hunger.

Und die Hungersnot ist seither nur noch schlimmer geworden. Hier, 18 Monate später sind wahrscheinlich eine weitere Million gestorben, womit die Zahl der Kinder, die an Hunger  in den vergangenen 2 Jahren in Somalia gestorben sind, fast eine Million erreicht.

Eine Million somalische Kinder sind zu Tode gehungert in den vergangenen 24 Monaten und dieses Verbrechen wird in den internationalen Medien nicht erwähnt? Es gibt eine Menge Verbrechen, die heute in der Welt begangen werden, aber kann jemand sagen, ob 1 ½ Millionen tote Somalier nicht an der Spitze der Liste stehen sollten?

In der L. Shabelle Region allein sind 100 000 Kinder unter 5 Jahren vom Oktober 2015 bis April 2016 gestorben bei einer Gesamtzahl von 150 000 verhungerten Somalis.

In dieser Zeitperiode sind 17.6 % der Bevölkerung der L. Shabelle Region dem Hunger zum Opfer gefallen. So ist es, beinahe ein Fünftel der Somalier in dieser Region sind in nur sechs Monaten verstorben und die Welt steht still schweigend daneben.

In der Banadir Region sind bis zu 70 000 Kinder gestorben und weitere 32 000 über 5 Jahre, womit 16.6 % der Bevölkerung der Region allein in sechs Monfaten verstorben sind.

In der M. Shabelle Region sind 25 000 Kinder unter fünf Jahren zu Tode gekommen, wodurch die Region 9.7 % seiner Menschen durch Hunger verloren hat. Und diese Listen gehen immer weiter, werden immer länger, hunderte und hunderttausende und jeden Tag weitere 2000 tote Somalis durch Hunger, und der Hunger nimmt noch zu, während ich schreibe.
Wie lange wird es noch dauern, bis sich die internationalen Medien dieses heimtückischsten Verbrechen annehmen werden? Denn die Welt hat die Nahrung, um all diese Toten zu verhindern, etwas, was vor allem die Aufgabe der UNO sein sollte.

Aber andererseits ist einer der höchsten Vorstehhunde im UN-Exekutivdirektorat von UNICEF, wahrscheinlich die Nr. EINS dieses obsoleten Ladens mit der Verantwortung, dieses Verbrechen zu verhindern, vormals Nationaler Sicherheitsberater von Präsident Clinton und später durchgefallener Kandidat als Chef der CIA, Anthony Lake, dessen Ernennung für den UN-Posten eine vergoltene Gunst von Präsident Obama war. Loyalität für das Imperium kann sich lohnen in Form des höchsten Chefpostens im Hilfsmittel-Imperium UNICEF mit einem multi-Milliarden-Dollar Budget pro Jahr, wo „langfristige Lösungen“ durchgeführt werden wie der Völkermord durch Verhungern am somalischen Volk.

Tony Lake hat eine dunkle Geschichte, als Aufseher für Massenmord durch Gewalt oder Hunger in Afrika, die bis 1994 zurückreicht und den Genozid in Ruanda, als er „bedauerte, nichts getan zu haben“, um die Massenmorde zu stoppen. Und dann gab erst vor wenigen Jahren die UNO zu, dass 250.000 Somalier, wiederum 2/3 unter 5 Jahren, was damals unter Tony Lakes wachsamen Auge die „Große Dürre am Horn von Afrika“ genannt wurde, gestorben waren.

Aber hallo, es gibt doch ein „Somali-Problem“ mit Al Shabab und Terrorismus! Wer kann sich denn da um eine Million somalische Kinder kümmern? Die muss man sterben lassen und je weniger Somalier es gibt, umso besser, nichtwahr?

Deshalb wird es Völkermord durch Verhungern genannt, 2.000 pro Tag, während ich dies schreibe, unter dem ohrenbetäubenden Schweigen der Medienlämmer. Sollte nicht das Schweigen über dieses herausragende Verbrechen diejenigen, die in ihren Büros in New York und London den Mantel der Menschenrechte beanspruchen, journalistische Geißelungen an den Presstituierten veranlassen, die für versagende Zeitungen schreiben oder im Äther brüllen?

Eine Million tote somalische Kinder? Wer wird sich einen Dreck darum scheren? Das ist doch eine alte Geschichte, es war schon immer so, oder etwa nicht?

Thomas C. Mountain ist ein unabhängiger Journalist in Eritrea, der seit 2006 hier lebt und von hier aus berichtet. Siehe thomascmountain auf Facebook oder am besten erreichen Sie ihn über thomascmountain at gmail dot com

Quelle – källa – source

Aus dem Englischen: Einar Schlereth

https://einarschlereth.blogspot.de/2017/11/die-uno-und-der-genozid-durch-hunger-in.html

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