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Ausland, Naher Osten

In schockierendem Interview gibt Qatar Geheimnisse hinter dem Krieg gegen Syrien preis

von Tyler Durdenhttp://www.antikrieg.com

Ein Fernsehinterview eines hohen Regierungsvertreters von Qatar, der die Wahrheit hinter den Ursprüngen des Krieges in Syrien gesteht, geht viral über die arabischen Sozialen Medien in der gleichen Woche, in der ein durchgesickertes streng geheimes NSA-Dokument veröffentlicht wurde, das bestätigt, dass die bewaffnete Opposition in Syrien seit den frühen Jahren des Konflikts unter dem direkten Kommando ausländischer Regierungen stand.

Und laut einem bekannten syrischen Analytiker und Wirtschaftsberater mit engen Kontakten in der syrischen Regierung bildet das explosive Interview ein hochrangiges „öffentliches Eingeständnis von Absprachen und Koordination zwischen vier Ländern, um einen unabhängigen Staat zu destabilisieren, [einschließlich] möglicher Unterstützung für Nusra/al-Qaida“. Wichtig ist, dass „dieses Eingeständnis dazu beitragen wird, Argumente für das vorzubringen, was Damaskus als einen Angriff auf seine Sicherheit und Souveränität betrachtet. Es wird die Grundlage für Entschädigungsansprüche bilden.“

Eine Pressekonferenz 2013 in London: Qatari Premierminister Sheikh Hamad bin Jassim bin Jabr Al Thani mit US-Außenminister John Kerry. Eine E-Mail aus dem Jahr 2014 von Hillary Clinton bestätigte Qatar als Staatssponsor von ISIS im selben Zeitraum.

Während der Krieg in Syrien langsam nachlässt, scheint neues Quellenmaterial fast wöchentlich herauszukommen in Form von Zeugenaussagen von Spitzenbeamten, die an der Destabilisierung Syriens beteiligt sind, und sogar gelegentlich durchgesickerte E-Mails und Dokumente, die weitere Details über verdeckte Regimewechseloperationen gegen die Regierung Assad enthüllen. Obwohl vieles von diesem Inhalt dazu dient, das zu bestätigen, was denjenigen, die die simplistische Propaganda, die die Mainstream-Medien beherrscht hat, noch nie akzeptiert haben, schon lange bekannt ist, fügen sich die Details immer mehr zusammen und geben künftigen Historikern ein klareres Bild von der wahren Natur des Krieges.

Dieser Prozess der Klarheit wurde – wie prognostiziert – durch die anhaltenden Konflikte zwischen den ehemaligen Verbündeten Saudi-Arabien und Qatar im Golf-Kooperationsrat (GCC) unterstützt, in denen beide Seiten den jeweils anderen beschuldigten, den islamischen Staat und die al-Qaida-Terroristen zu finanzieren (ironischerweise trifft beides zu). Zunehmend sieht die Welt zu, wie immer mehr schmutzige Wäsche zu Tage kommt und der GCC implodiert nach Jahren, in denen nahezu alle Golfmonarchien die Dschihad-Bewegungen in Ländern wie Syrien, Irak und Libyen finanzieren.

Der qatarische Spitzenfunktionär ist niemand anderer als der ehemalige Premierminister Hamad bin Jassim bin Jaber al-Thani, der bis 2013 (auch als Außenminister) die Syrien-Operationen im Auftrag von Qatar leitete und mit der damaligen Staatssekretärin Hillary Clinton auf einem Foto im Januar 2010 zu sehen ist (zur Erinnerung: Das World Cup Committee 2022 in Qatar spendete 2014 der Clinton Foundation 500.000 Dollar).

In einem Interview mit Qatari TV am Mittwoch enthüllte Bin Jaber al-Thani, dass sein Land neben Saudi-Arabien, der Türkei und den Vereinigten Staaten von Amerika begann, Waffen an Dschihadisten zu liefern, und zwar ab dem Moment, als die Ereignisse „zum ersten Mal“ (im Jahr 2011) begannen.

Al-Thani verglich die verdeckte Operation sogar mit „Jagd auf Beute“ – die Beute waren Präsident Assad und seine Unterstützer – eine „Beute“, die entkommen ist, wie er eingesteht (nachdem Assad immer noch an der Macht ist; benutzte er ein arabisches Dialektwort aus der Golfregion, „al-sayda“, was Jagd auf Tiere oder Beute als Sport bedeutet). Obwohl Thani glaubwürdige Behauptungen bezüglich der Unterstützung von ISIS dementierte, implizierten die Worte des ehemaligen Premierministers eine direkte Unterstützung von Al Qaida in Syrien (al-Nusra Front) bereits in den ersten Kriegsjahren durch die Golfstaaten und die USA, und er sagte sogar, Qatar habe „vollständige Dokumente“ und Aufzeichnungen, die belegen, dass der Krieg geplant war, um einen Regimewechsel herbeizuführen.

Laut der ZeroHedge vorliegenden Übersetzung sagte al-Thani, während er bestätigte, dass die Golfstaaten die Jihadisten in Syrien mit der Zustimmung und Unterstützung der USA und der Türkei bewaffnet haben: „Ich will nicht ins Detail gehen, aber wir haben vollständige Dokumente über unsere Beteiligung [in Syrien]. Er behauptete, dass sowohl der saudiarabische König Abdullah (der bis zu seinem Tod im Jahr 2015 regierte) als auch die Vereinigten Staaten von Amerika Qatar in eine führende Rolle bei geheimen Operationen zur Ausführung des Stellvertreterkrieges stellten.

Die Äußerungen des ehemaligen Premierministers waren zwar sehr aufschlussreich, aber dennoch als Verteidigung und Entschuldigung für die Unterstützung Qatars für den Terrorismus, und als Kritik an den USA und Saudi-Arabien gedacht, weil diese im Wesentlichen Qatar die Verantwortung für den Krieg gegen Assad „in die Tasche schoben“. Al-Thani erklärte, dass Qatar seine Finanzierung von bewaffneten Aufständischen in Syrien fortsetzte, während andere ihre Länder letztendlich umfangreiche Unterstützung herunterfuhren, weshalb er auch gegen die USA und Saudi-Arabien ankämpfte, die anfangs „mit uns im selben Graben waren“.

In einem früheren US-Fernsehinterview, über das kaum weiter berichtet wurde, erklärte Al-Thani Charlie Rose, als er nach Behauptungen über Qatars Unterstützung für den Terrorismus gefragt wurde, dass „in Syrien, jeder Fehler gemacht habe, einschließlich Ihres Landes“. Als der Krieg in Syrien begann, „funktionierte alles von Nutzen durch zwei Operationszentren: eines in Jordanien und eines in der Türkei“.

Hier ist der Schlüsselteil des Interviews vom Mittwoch, übersetzt und untertitelt von @Walid970721. ZeroHedge hat die Übersetzung überprüft und bestätigt, aber wie der ursprüngliche Eilübersetzer bestätigt hat, sagt al-Thani nicht „Dame“, sondern „Beute“ [„al-sayda“] – nachdem beide – Assad und die Syrer – von den anderen Ländern gejagt wurden.

Die teilweise englische Abschrift lautet wie folgt:

Als die Ereignisse in Syrien begannen, ging ich nach Saudi-Arabien und traf mich mit König Abdullah. Ich tat das im Auftrag seiner Hoheit, des Prinzen, meines Vaters. Er [Abdullah] sagte, wir stehen hinter dir. Ihr geht mit diesem Plan voran und wir koordinieren, aber ihr sollt die Verantwortung übernehmen. Ich werde nicht auf Einzelheiten eingehen, aber wir haben vollständige Dokumente und alles, was [nach Syrien] geschickt wurde, würde in die Türkei gehen und war in Abstimmung mit den US-Streitkräften, und alles wurde über die Türken und die US-Streitkräfte verteilt. Und wir und alle anderen Militärs waren beteiligt.

Es mag Fehler gegeben haben und die Unterstützung wurde der falschen Fraktion gegeben …. Vielleicht gab es eine Beziehung zu Nusra, das ist möglich, aber ich selbst weiß nichts darüber … wir kämpften um die Beute [„al-sayda“] und jetzt ist die Beute weg und wir kämpfen immer noch … und jetzt ist Bashar immer noch da. Ihr [die USA und Saudi-Arabien] wart mit uns im selben Graben … Ich habe keinen Einwand dagegen, dass sich jemand ändert, wenn er feststellt, dass er sich geirrt hat, aber informieren Sie zumindest Ihren Partner … zum Beispiel verlassen Sie Bashar [al-Assad] oder tun Sie dies oder jenes, aber die Situation, die jetzt geschaffen wurde, wird niemals einen Fortschritt im GCC [Golf-Kooperationsrat] oder irgendeinen Fortschritt in irgendetwas zulassen, wenn wir uns weiterhin offen in den Haaren liegen.

Wie jetzt bekannt ist, war die CIA direkt an der Leitung der Regimewechselanstrengungen in Syrien mit den verbündeten Golfpartnern beteiligt, wie die durchgesickerten und deklassifizierten Memos des US-Geheimdienstes bestätigen. Die US-Regierung verstand in Echtzeit, dass vom Golf und vom Westen gelieferte fortschrittliche Waffen an Al-Kaida und ISIS gingen, trotz offizieller Behauptungen über die Bewaffnung so genannter „gemäßigter“ Rebellen. Z.B. bestätigte ein 2014 durchgesickertes Geheimdienst-Memo an Hillary Clinton die Unterstützung Qatars und Saudiarabiens für den ISIS.

Das Email erklärt in direkter und unmissverständlicher Sprache, dass:

die Regierungen von Qatar und Saudi-Arabien dem ISIL und anderen radikalen sunnitischen Gruppen in der Region heimliche finanzielle und logistische Unterstützung gewähren.

Darüber hinaus veröffentlichte The Intercept einen Tag vor dem Interview mit Premierminister Thani ein neues streng geheimes NSA-Dokument, das aus durchgesickerten Geheimdienstakten von Edward Snowden stammt, die mit atemberaubender Klarheit zeigen, dass die bewaffnete Opposition in Syrien seit den ersten Jahren des Krieges, der mittlerweile eine halbe Million Menschenleben gefordert hat, unter dem direkten Kommando ausländischer Regierungen stand.

Das kürzlich veröffentlichte NSA-Dokument bestätigt, dass ein Angriff 2013 mit fortgeschrittenen Boden-Boden-Raketen auf zivile Gebiete in Damaskus, einschließlich des Internationalen Flughafens von Damaskus, direkt von Saudi-Arabien mit voller Kenntnis der US-Geheimdienste beliefert und kommandiert wurde. Wie der ehemalige Premierminister von Qatar jetzt ebenfalls bestätigt, haben sowohl die Saudis als auch die US-Regierung „Operationszentren“ eingerichtet, die solche abscheulichen Angriffe während des Zeitraums des Damaskus-Angriffs 2013 betreuten.

Zweifellos gibt es noch immer eine riesige Fundgrube an verdammenden Dokumenten, die in den kommenden Monaten und Jahren weiter hervorsickern werden. Zumindest wird der anhaltende diplomatische Krieg zwischen Qatar und Saudi-Arabien mehr Früchte tragen, wenn beide Seiten ein Verfahren gegeneinander mit dem Vorwurf der Unterstützung des Terrorismus führen. Und wie wir aus diesem letzten Qatari TV-Interview ersehen können, werden selbst die Vereinigten Staaten von Amerika in dieser neuen offenen Saison der öffentlichen Schmutzwäsche nicht verschont bleiben, wenn alte Verbündete gegeneinander auftreten.

erschienen am 29. Oktober 2017 auf > Ron Paul Institute for Peace and Progress > Artikel >

http://www.antikrieg.com/aktuell/2017_10_29_in.htm

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