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Ausland, Nordamerika

Hillary Clinton: WikiLeaks ist eine Filiale des russischen Geheimdienstes – Assange kontert

von https://deutsch.rt.com

Schon oft hatte Hillary Cllinton für ihre Niederlage bei den US-Präsidentschaftswahlen im vergangenen Jahr Russland verantwortlich gemacht. Nun erklärt sie, die Enthüllungsplattform WikiLeaks sei eine Außenstelle des russischen Geheimdienstes. Deren Gründer Julian Assange kontert.

In einem am Montag ausgestrahlten Interview mit dem australischen Fernsehsender ABC TV machte die gescheiterte US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton erneut Russland und WikiLeaks für ihre Niederlage verantwortlich. Dieses Mal ging sie sogar so weit, die Enthüllungsplattform als Filiale des russischen Geheimdienstes zu bezeichnen:

Wurde Twitter von Moskau missbraucht, um den US-Wahlkampf zugunsten von Donald Trump zu beeinflussen? Dieser Frage ging am Donnerstag der US-Kongress nach.

WikiLeaks ist jetzt leider praktisch eine hundertprozentige Tochter des russischen Geheimdienstes.

WikiLeaks Gründer Julian Assange sei ein „nihilistischer Opportunist“, der das „Geschäft eines Diktators“ betreibe – Clinton meint damit den russischen Präsidenten Wladimir Putin.

WikiLeaks hatte während des laufenden Wahlkampfs E-Mails aus den Reihen der Demokraten veröffentlicht, die deren Präsidentschaftskandidatin in einem ungünstigen Licht erschienen ließen. Nach Ansicht von US-Geheimdiensten gelangten die E-Mails über russische Hacker, die in die Rechner der Parteizentrale der Demokraten („DNC-Hack“) eingedrungen waren, an die Enthüllungsplattform. Dabei handelte es sich um die Korrespondenz von Clintons Wahlkampfleiter John Podesta.

Mehr zum Thema:  Investigativ-Journalist Seymour Hersh: Seth Rich leakte E-Mails der Demokraten, nicht die Russen

Für diese Behauptung, die Spiegel-Online am Sonntag als „Tatsache“ bezeichnete, wurden bislang keinerlei Beweise vorgelegt. Forensische Untersuchungen sowie Zeugenaussagen sprechen hingegen dafür, dass die E-Mails von einem Insider an WikiLeaks weitergegeben wurden.

„Teuflische Operation“ von Moskau und WikiLeaks

Von allen Fakten unbeirrt macht Hillary Clinton weiterhin Russland und WikiLeaks für ihr desaströses Wahlergebnis verantwortlich. Bereits innerhalb von 24 Stunden nach ihrer überraschenden Niederlage hatte sie ihr Team auf eine einheitliche Argumentationslinie eingeschworen: Schuld für das Wahldesaster tragen Moskau beziehungsweise die vom Kreml befehligten Hackerangriffe auf Rechner der Demokraten.

Besonders verdächtig findet Clinton den Zeitpunkt der von WikiLeaks veröffentlichten E-Mails: Nur Stunden zuvor wurde eine heimlich angefertigte Tonaufnahme in den Medien veröffentlicht, in der Donald Trump zu hören ist, wie er sich sexistisch über Frauen äußert („Grab them by the pussy“).

Illustration eines Hackers, Warschau, Polen, 28. Februar 2013.

Mit der Veröffentlichung der Podesta-E-Mails habe WikiLeaks von dem skandalösen Trump-Tape ablenken wollen, so Clinton gegenüber ABC TV. Sie sprach dabei von einer „äußerst cleveren“ und „teuflischen“ Maßnahme, bei der es sich um eine „konzertierte Operation“ von Moskau und WikiLeaks gehandelt habe. Über Assange sagte die ehemalige First Lady:

Wenn er so ein Vorkämpfer der Meinungsfreiheit ist, warum veröffentlicht WikiLeaks dann nie etwas, was aus Russland kommt? Man findet keine schädlichen, negativen Informationen über den Kreml auf WikiLeaks.

„Notorische Lügnerin“ – Julian Assange kontert 

Daraufhin erinnerte der Gescholtene auf Twitter daran, dass die Enthüllungsplattform erst vor drei Wochen geleakte Dokumente veröffentlicht hat, die die mutmaßliche Kooperation des russischen Geheimdienstes FSB mit einem privaten Telekommunikationsanbieter zum Inhalt haben.

Zu der von ihm als „Verschwörungstheorie“ bezeichneten Behauptung Clintons, der Zeitpunkt der E-Mail-Publikation sei bewusst gewählt worden, um von Trumps Sexismus-Skandal abzulenken, sagte Assange:

Es war bereits seit Tagen überall in den Medien ein Thema, dass eine Veröffentlichung unsererseits über die bevorstehenden Wahlen ansteht. Wir wollten damit am besagten Morgen beginnen. Es war das Trump-Tape, dessen Veröffentlichung von Montag auf Freitag vorverlegt wurde.

Der gebürtige Australier verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass der Inhalt der inkriminierenden Trump-Aufnahme den Verantwortlichen beim Sender NBC schon lange bekannt war. Sie wählten demnach den Zeitpunkt der Veröffentlichung bewusst so, um einen möglichst großen Einfluss auf das Rennen um die Präsidentschaft nehmen zu können.

Zuvor hatte der Gründer der Enthüllungsplattform Clinton in einem Tweet als „notorische Lügnerin“ bezeichnet. Assange machte zudem darauf aufmerksam, dass im Gegensatz zu ihr sowohl der scheidende US-Präsident Barack Obama, als auch Ex-FBI-Chef James Comey sowie der ehemalige Nationale Geheimdienstdirektor James Clapper öffentlich erklärten, es gebe keine direkten Verbindung zwischen Russland und WikiLeaks.

Für Spekulation sorgte eine langkettige Zahlenfolge, die Assange zeitgleich in einem Tweet veröffentliche. In ihren Kommentaren zeigten sich viele Nutzer des Kurznachrichtendienstes davon überzeugt, es handele sich dabei um einen Verschlüsselungscode. Manche sehen darin ein Indiz für eine bevorstehende Offenlegung weiterer Machenschaften von Hillary Clinton.

Mehr zum Thema: Überall Russenhacks? Die fünf skandalösesten Fake News über Cyberangriffe

https://deutsch.rt.com/nordamerika/59108-hillary-clinton-wikileaks-ist-filiale-des-russischen-geheimdiensts/

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Diskussionen

Ein Gedanke zu “Hillary Clinton: WikiLeaks ist eine Filiale des russischen Geheimdienstes – Assange kontert

  1. Dieser Kriegskuh ist doch jedes Mittel recht um an die Macht zu kommen. der traue ich sogar zu, dass sie den Trampl am liebsten beseitigen lassen will, gell? und dreinschauen tut sie wie der Teufel.

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    Verfasst von reiner tiroch | 17. Oktober 2017, 10:53

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