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Inland, Medien

Vom Internet und der Partei zur Revolution

von Norbert Nelte

Um es gleich vorneweg zu sagen, das Internet alleine hat kaum eine Auswirkung auf die revolutionäre Haltung der Menschen, sonst hätten die Dienste des US-Staates das nicht für die Öffentlichkeit freigegeben. Der Vorläufer des Internet, das Arpanet „wurde ursprünglich im Auftrag der US-Luftwaffe ab 1968 von einer kleinen Forschergruppe unter der Leitung des Massachusetts Institute of Technology und des US-Verteidigungsministeriums entwickelt“

Ich selber hatte noch 1991 mit den sogenannten Brettern gearbeitet. Man konnte aber nur mit denjenigen in Kontakt treten, die dort angemeldet waren. Das war in Deutschland der Vorläufer des Internets. Wir hatten uns dort die Artikel hin und hergeschickt, und alles noch auf dem DOS System, do you remember?

„Im Jahr 1990 beschloss die US-amerikanische National Science Foundation {Behörde der Regierung}, das Internet für kommerzielle Zwecke nutzbar zu machen, wodurch es über die Universitäten hinaus öffentlich zugänglich wurde. Tim Berners-Lee entwickelte um das Jahr 1989 am CERN die Grundlagen des World Wide Web. Am 6. August 1991 machte er dieses Projekt eines Hypertext-Dienstes via Usenet mit einem Beitrag zur Newsgroup alt.hypertext öffentlich und weltweit verfügbar.“ wiki

Ein nichtrevolutionärer Bekannter von mir, der aber dadurch, dass ich ihm einige Videos zeigte, nun die kapitalistischen Regierungen für Verbrecher hält, meint dass wir immer mehr werden. Dabei denkt er an KenFM, Daniele Ganser oder auch Franz Hörmann. Er meint also die, die eine fundierte Kritik an diesem System haben. Das ist richtig, geht aber 1. über die 20% der Bevölkerung nicht hinaus und 2. führt es zu keinen weiteren Schritten.

80% jeder normalen Bevölkerung im Kapitalismus kann beängstigende Nachrichten in nichtkämpferischen Zeiten gar nicht verarbeiten. Sie haben Angst, dass sie die Arbeit verlieren und dass sie ihr Leben in ungeordnete Bahnen verläuft. Da ist es besser, kritische Wahrheiten zu verdrängen und besser dem Mainstream zu folgen und nicht aufzufallen.

Zu keinen weiteren Schritten führt es deshalb, weil alle Kritiker im Internet entweder wie Daniele Ganser gar keine Alternative kennen oder wie Franz Hörmann nur eine kleinbürgerliche Geldalternative, die ihn letztlich in die rechte Partei Deutsche Mitte getrieben hat.

Bei KenFM ist die Hilflosigkeit noch deutlicher. Er hatte bei Professor Mausfeld den Begriff der Arbeiterräte aufgeschnappt, der ihm ein vorzügliches Interview zum Status Quo der Demokratie gab und den Weg zu einer Räterepublik wies. Andererseits sagt Ken Jebsen, dass er gegen eine Revolution sei, weil ihre Führung genau das Gleiche machen würde wie die alte gestürzte Elite. Wie er Arbeiterräte ohne Revolution machen will, bleibt unbekannt, ganz davon abgesehen, dass er nicht in bürgerliche und sozialistischer Revolution unterscheidet und schon gar nicht der Konterrevolution von Stalin.

Die Aufrufe bei KenFM bewegen sich um die 100.000. Der Film über die argentinischen Betriebe ohne, die heute schon weitgehend anerkannt sind, hat seit 21.6.2010also in 7 Jahren nur 4.771 Aufrufe, de 2. Teil sogar nur 1.663, obwohl das ja nach Marx der 1. Schritt zum Sozialismus ist, der wirklich demokratischen machbaren Alternative zum maroden Kapitalismus ist.

Im Internet sehen 100.000 Leute die Verbrechen der Elite und wenn eine Alternative schon im Gange ist, dann wollen sie das nicht wahrhaben, und wenn nur der kleinbürgerlichen Scheinalternative eines Franz Hörmann mit 51.520 Aufrufen.

So gesehen, ist die Erfindung des Internets eine großartige Erfindung des amerikanischen Staates und seiner Dienste. Es schafft die Illusion von Freiheit und aufgeklärtem Befreiungsbegriff.

Oder nehmen wir den Anschlag auf das World Trade Center. Es wurde schon 100mal in Filmen oder von Historikern (hier Webster Tarpley) nachgewiesen, dass an der offiziellen Darstellung nichts stimmt. Es gibt100e von Beweisen im Internet und… Nichts, nur wir werden immer mehr. Wenn in den 70er Jahren solche Ungeheuerlichkeiten mit Beweisen vorgelegen hätten, wir hätten mit 100 Tausenden uns der Straße bemächtigt, so dass das jede Regierung zum Schwanken gebracht hätte.

Wir standen schon öfters vor Scheinbefreiungen. Erinnern wir uns an Ägypten. Hier hatten sich die Massen über Twitter auf dem Tahir-Platz verabredet. Mehrere 100 Tausend kamen auch. Aber dann konnte ganz einfach die Militärs das auf ihre Seite bringen.

Genau das gleiche in Syrien. Die Massenproteste landeten um Schluss bei der ISIS. Das Internet konnte zwar die Leute zusammenbringen, aber ihnen nicht sagen, ob es das richtige ist. So, wie es bisher lief, müsste jede Generation ihre Erfahrungen neu machen. In den 68er hätte uns die revolutionäre Partei davor bewahrt, bloß diese gab es nicht und in Deutschland nur in der Keimform. In Argentinien sind das schon mehrere 10.000 Revolutionäre der PTS oder der FIT, die alle 1. auf die Arbeiterklasse hin orientieren und 2. auf eine Lösung der sozialen Frage ohne Bosse und Profite orientieren.

Sicher, das Internet ist ohne Partei nichts, weil es keine klare Orientierung gibt. Das Internet aber mit der richtigen Partei ist aber alles, da nur mit der Verknüpfung die Arbeitermassen einerseits die Lösung aufgreifen kann und andererseits damit die richtigen Lösungen sehr schnell die Massen erreichen können, ohne die Blätter, die die Nachrichten unterdrücken.

Partei der Arbeiterklasse verknüpft mit dem Internet und Betriebsbesetzungen bringen uns sehr schnell zur Revolution.

 

 

 

 

 

 

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Diskussionen

Ein Gedanke zu “Vom Internet und der Partei zur Revolution

  1. @Herr Nelte -1. Linke muss sich eben ne eigne Print-Presse schaffen, wie in den 20ern,siehe Willi Münzenberg + sein linkes Medien-Imperium (falls sie das netz abschalten )2. nur wei im korrupten argentinien paar betriebe besetzt sind, null effekt auf die welt..dagegen stehn 7 Milliarden Sklaven 3. aufrufe im Netz: 1 Schminktip = über 2 Mio Klicks ….-die Menschheit ist so verblödet und gehirngewaschen und bequem, dass es kein gutes ende nimmt, nach bisher. Stand…5. die menschen müssen erstmal wieder erkennen, dass sie selber eine Beweg. für ihre Interessen aufbauen müssen, nich nur ne Partei.., +dass das keiner für sie macht…., der ihnen von irgendjemand vor die Nase gesetzt wird

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    Verfasst von andre | 25. September 2017, 16:01

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