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Ausland, Europa

Schwere Beschuldigungen gegen Lidl in Griechenland

von Giorgos Antonopoulos – http://www.griechenland-blog.gr/

Gewerkschaftliche Organisationen in Griechenland bezichtigen Lidl, das Personal systematisch einzuschüchtern, zu bedrohen, zu terrorisieren und skrupellos auszunutzen.

Arbeitnehmer bei der Gesellschaft Lidl schritten zu einer ernsthaften Meldung, wobei die Beschuldigungen besonders schwer sind, da von Einschüchterungen, Drohungen und sogar unwahren Diebstahls-Beschuldigungen gegen Beschäftigte die Rede ist, auf dass diese schließlich selbst kündigen.

Wie die gewerkschaftliche Organisation PAME meldet, wirft der Supermarkt-Kette LIDL der Verband ihrer Arbeitnehmer erschöpfende Arbeitsrhythmen und die systematische Terrorisierung ihres Personals vor.

Speziell ältere Beschäftigte sollen „weggeekelt“ werden

Konkret vertritt die PAME in einer Bekanntmachung, der Verband der Arbeitnehmer merke an, dass die multinationale LIDL darin fortfährt, die Rechte der Arbeitnehmer zu attackieren, und dabei verfolgt, ihre Gewinne mit den geringstmöglichen Kosten für sie zu gigantisieren. In der selben Periode, wo Lidl mit Ladenrenovierungen, Promotions-Kampagnen und überglückliche Beschäftigte präsentierenden Werbespots ihr Bild aufzuwerten versucht, erleben die Arbeitnehmer die härteste Ausnutzung. Alltäglich wird die Intensivierung, aber auch die Terrorisierung gesteigert, damit jeder Beschäftigte klaglos an allen Posten und mit erschöpfenden Rhythmen schuftet. Alltäglich ist auch die Androhung der Entlassung, wobei die Beschäftigten wiederholt abgemahnt und überraschend kontrolliert werden.

Die Arbeitgeberseite behauptet, keine Entlassungen vorzunehmen – da sie jede mögliche Maßnahme ergreift um die Kollegen körperlich und psychisch auszulaugen und zur Kündigung zu bringen. Sie zielt hauptsächlich auf die Arbeitnehmer höheren Alters oder mit längerer Berufserfahrung ab um sie durch junge Leute ohne Rechte und mit niedrigeren Bezügen ersetzen zu können. Feste Taktik der Arbeitgeberseite gegenüber Jedem, der sich dem Druck nicht beugt, ist, ihn – natürlich ohne jedweden Beweis – des Diebstahls zu bezichtigen, wobei es auch ein jüngstes Beispiel einer Kollegin gibt, der sie mit dem unerhörten Argument zu kündigen versuchten, sie habe daran gedacht, zu stehlen.

Das ist der für 2017 als Top-Arbeitgeber Ausgezeichnete, er macht seine Beschäftigten fix und fertig um seine Gewinne steigern und einen immer größeren Marktanteil beanspruchen zu können. Das ist der für 2017 als Top-Arbeitgeber Ausgezeichnete, der vor wenigen Tagen nicht zögerte, eine Kollegin von uns, die seit Jahren Problemen mit einer Krebserkrankung begegnet, mit der Begründung zu entlassen, sie habe schroff zu Kunden gesprochen.

Kolleginnen, Kollegen,
lasst uns die Verelendung nicht hinnehmen.

Die Interessen der Arbeitgeberseite, kontinuierlich zu wachsen, mit den anderen Firmen der Branche zu konkurrieren, auf jede Weise dem Profit nachzujagen, decken sich nicht mit den unsrigen Interessen an einer vollen und festen Beschäftigung mit Rechten, an humanen Arbeitsbedingungen, an Freizeit für uns und unsere Familien.

Kein Kollege soll allein bleiben, verängstigt, jedes Problem persönlich zu lösen versuchen. Es existiert eine Erfahrung, dass wir dort, wo wir kollektiv, massenweise und beharrlich kämpften, auch Errungenschaften hatten. Solange wir die Sache unseres Lebens nicht in unsere eigenen Hände nehmen, um so schmerzhafter werden die Auswirkungen aus den Maßnahmen sein, welche Regierung und Arbeitgeber kontinuierlich gemeinschaftlich ergreifen.

Nimm Kontakt zu Deinem Verband auf, wir haben die Kraft, in jedem Laden Widerstandsherde zu organisieren.

Quelle: dikaiologitika.gr

http://www.griechenland-blog.gr/2017/08/schwere-beschuldigungen-gegen-lidl-in-griechenland/2140495/

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Diskussionen

Ein Gedanke zu “Schwere Beschuldigungen gegen Lidl in Griechenland

  1. Jauchst die Fidel singt ein Liedl kauft nicht mehr bei Liedl ein Ausbäutung muss bestraft werden Rauptierkapitalismuß ebenfalls.

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    Verfasst von Hans-Peter Fischer | 28. August 2017, 8:51

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