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Kultur, Satire

Dank Fukushima … nie wieder Fisch essen

von Wilfried Kahrs – https://qpress.de

Pazifuck: Es ist ein ausgesprochen interessantes Experiment, ob man mit einigen wenigen Atomkraftwerken einen ganzen Ozean ruinieren und zum Absterben bringen kann. Besagtes Experiment läuft seit 2011 in Japan und neuere Auswertungen belegen, dass das tatsächlich funktionieren kann. Damit wäre endgültig der Beweis angetreten, dass wir den gesamten Planeten mit einem relativ geringen Aufwand gänzlich unbewohnbar machen können … zumindest für Menschen. Dabei hätten Kakerlaken und anderes Geschmeiß jedoch recht gute Chancen uns zu überleben. Was für eine Großtat menschlichen Geistes.

Zugegeben, viele Leute reden aktuell lieber über das “böse Kohlendioxid“, den Grundbaustein des Lebens, den man bestens komplett tabuisieren sollte. Wenn das nicht gelingt, kann man ja zumindest für den Stoff reichlich abkassieren. Der Mensch ist nicht nur bezüglich seiner Technik, sondern auch rein biologisch schon ein wunderbarer CO2 Emittent, damit “böse” wie auch “schuldig”. Anders als lokale Atomkatastrophen eignet sich CO2 viel besser für die globale Abzocke. Mit einer atomaren Verstrahlung der Landschaft ist leider nicht wirklich Geld zu machen und deshalb schweigt man lieber zu Fukushima oder auch den 150.000 Tonnen Atommüll auf dem Meeresgrund.

Nun aber zurück in den verseuchten und sterbenden Pazifik: Fukushima Officials: Humans Should Never Eat Fish Again … [Your Newswire]. Diese Darstellung entspricht nun so gar nicht den Vorstellungen der Konzerne und ist damit höchst unangemessen. Die müssen weiterhin Profite generieren und zusehen, dass sie etwaige Schäden bei der Allgemeinheit belassen können. Wir kennen dieses Vorgehen alle als “Privatisierung der Gewinne und Sozialisierung der Verluste“. Da ist Fukushima tatsächlich eine große Herausforderung. Da macht selbst die japanische Regierung im Sinne der Konzerne mit. Alles in dem Wissen, dass auch die Menschen wieder nachwachsen. Und selbst wenn mal ein paar Generationen dazwischen verstrahlt sind, kann man die zur Umsatz- und Gewinnerzielung in der Gesundheitsindustrie immer noch wunderbar verwerten.

Und jetzt können wir nochmal einen ergänzenden Realitätscheck machen, anhand der zuvor geschilderten Interessenlagen. Dieser Sender ist selbstverständlich allzeit “pro Mensch“, allein schon weil er Gebühren-zwangsfinanziert ist. Der wird stets nur die Wahrheit berichten: Fukushima: Fische heute kaum noch belastet … [WDR], dahingehend, dass man getrost noch radioaktive Zahncreme … [Mta R] benutzen kann, weil die sehr antibakteriell wirkt.

Und dann gibt es wieder die unendlichen Spielverderber, die uns die schöne Party vermiesen wollen: Sofort tödlich und “unerklärlich”: Höchste Strahlung seit dem GAU in Fukushima gemessen … [Weather]. Das ist überhaupt nicht schön und gipfelt dann tatsächlich auch in so bösartigen Feststellungen: “The Ocean is Dying”: Marine and Animal Life Die Offs, California Coast … [Global Research]. Mal ehrlich? Wer will denn so ein Elend hören oder lesen? Ist es da nicht viel schöner wenn in den Nachrichten gesendet wird, dass TEPCO wieder Gewinne schreibt? Das hilft den Aktionären viel mehr als so ein unbestimmter und offensichtlich nicht enden wollender Horror.

Alles in allem sind wir sehr gut beraten alle üblen Botschaften zum Sterben des Pazifik zu ignorieren. Die vorstehend bebilderte Strahlenbelastung kann man eingedenk der Farben einfach als malerisch zu den Akten legen, das war es dann. Solange wir noch einen unverstrahlten Ballermann auf Mallorca genießen können, ist doch die Welt völlig in Ordnung. Dass der Pazifik irgendwann eine tote stinkende und saure Superbrühe ist, ist halt der Preis für ein angenehmes Leben heute. Warum also sollten wir mit der Natur leben, wo nur das Leben wider die Natur uns echte Befriedigung und vorübergehenden Profit verschafft?

„Nach mir die Sintflut“ ist ein guter Rat

Solange das Lebensprinzip der heutigen Gesellschaft lautet: “Nach mir die Sintflut“, sind wir absolut auf der richtigen Spur. Diesen Weg kann man übrigens sehr effektiv durch Schweigen und Nichtstun unterstützen und sich so mit den zuvor herausgearbeiteten Zielen solidarisieren. Alles andere artet eher in Denken und Unbequemlichkeit aus. Soviel Anstrengung können uns nicht einmal die eigenen Kinder und Enkel wert sein. Also dann: “Fukushima & Verlgeichbares” maximal ignorieren. Sich sogleich wieder auf das böse CO2 stürzen und an der nächsten Demo zur Einführung einer weltweiten CO2-Steuer (Klimaabgabe) teilnehmen. Mit einem schwunghaften CO2-Zertifkatehandel können wir zwar den Planeten nicht retten, zumindest aber unsere darbenden Banken. Das ist wichtig! Und unbedingt weiter Pazifik-Fisch kaufen und konsumieren, das hilft der Fischindustrie. Die anderweitig propagierten Strahlenwerte sind garantiert gelogen, siehe den oben verlinkten WDR Bericht, der die kernige Gesundheit der Fische attestiert.

https://qpress.de/2017/08/09/dank-fukushima-nie-wieder-fisch-essen/

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Diskussionen

3 Gedanken zu “Dank Fukushima … nie wieder Fisch essen

  1. Und die Elite der Welt lässt Atomspezialisten als bezahlte Arschlöcher darüber Berichten, wie harmlos doch der Gau ist, gell?

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    Verfasst von reiner tiroch | 10. August 2017, 12:00

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