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Ausland, Naher Osten

FORTSCHRITTE BEIM ZURÜCKDRÄNGEN VON ISIS AM EUPHRAT

von https://nocheinparteibuch.wordpress.com

Wie Watanisy meldet, haben Stammeskräfte heute östlich von Raqqa das am Euphrat gelegene Dorf Shinan aus der Hand von ISIS befreit.

Damit werden allmählich die Geheimnisse vom Kampf gegen ISIS im Südosten der Provinz Raqqa gelüftet. Gestern hatte bereits der britische Journalist Robert Fisk davon berichten dürfen, dass er in der Nähe von Resafah in einen Operationsraum eingeladen wurde, wo Soldaten der syrischen Armee und russische Offiziere ihren Kampf gegen die Terrorgruppe ISIS heimlich mit Kräften der von den USA unterstützten YPG und lokalen Stammeskräften koordinieren. Dass es da im Kampf gegen ISIS partnerschaftliche Kooperation anstelle der vom US-Kongress, der Israel-Lobby und Saudi Arabien vorangetriebenen geopolitischen Rivalität zwischen den USA und Russland gibt, ist eine sehr hoffnungsvolle Nachricht, zeigt sie doch, dass die zionistisch-wahhabischen Kriegstreiber vor Ort mit ihrer permanenten anti-russischen Hasspropaganda nicht mehr durchkommen. Das vom zionistisch dominierten US-Kongress erlassene gesetzliche Verbot für das US-Militär, sich mit Russland zu koordinieren, führt so nicht dazu, dass der gemeinsame Kampf gegen ISIS komplett sabotiert wird, sondern nur dazu, dass US-Militärs im gemeinsamen Operationsraum nicht anwesend sind, und die russisch-amerikanische Kommunikation über die erlaubte Dekonfliktierung oder indirekt über die YPG laufen muss.

In Verbindung mit der gestrigen Einnahme des Dorfes Salam Alaykum ergibt sich mit der Einnahme des Dorfes Shinan nun auch ein recht schlüssiges Bild, wie die Lage in der Gegend auf der Karte aussehen könnte.

Auf einer anderen Karte sieht die Lage ähnlich aus, nur dass das Gebiet westlich von Shinan da als unter gemeinsamer Verwaltung von SAA und SDF stehend eingezeichnet ist. Praktisch dürfte das wenig Unterschied machen, weil da letztlich ohnehin die lokalen Stämme tonangebend sind und wenn die sich sowohl mit der SDF als auch der syrischen Armee verstehen, umso besser.

Von Salam Alaykum bis zur von ISIS umzingelten Regierungsenklave in Deir Ezzor sind es nur noch rund 70 Kilometer, was zeigt, dass es diesbezüglich vorangeht. Dabei eröffnet die Kooperation von SDF und syrischer Armee neue Möglichkeiten, dahin weiter vorwärts zu kommen. Wenn die SDF, die syrische Armee und lokale Stammeskämpfer sowieso miteinander kooperieren, dann spricht wenig dagegen, dass sie ISIS zwischen Raqqa und Deir Ezzor auch von Nordosten nach Südwesten über den Euphrat hinübersetzend in der langen Flanke angreifen, was beispielsweise über eine Pontonbrücke über die Khanuqa-Engstelle denkbar ist.

Das israelische Apartheidregime und seine Lakaien im US-Kongress versuchen unterdessen, dem gemeinsamen Kampf gegen ISIS weitere Steine in den Weg zu legen. Angespornt von Netanjahus öffentlicher Erklärung, dass er den zwischen den Präsidenten Putin und Trump in Hamburg vereinbarten Waffenstillstand in Südwestsyrien nicht will, wollen die Lakaien Israels im US-Kongress noch heute ein Gesetz beschließen, mit dem erstens weitere Sanktionen gegen Russland und Iran verhängt werden, zweitens es dem US-Präsidenten verboten wird, Ausnahmegenehmigungen für die Sanktionen zu erteilen, drittens die als Gegenkraft zur Israel-Lobby tätigen US-Energieunternehmen geschwächt werden und viertens indirekt Sanktionen gegen im Russland-Geschäft aktive Unternehmen aus Drittstaaten verhängt werden.

Da die Israel-Lobby für das Gesetz offenbar jeweils deutlich mehr als eine Zweidrittelmehrheit zusammenbekommen hat, ist US-Präsident Trump nicht in der Lage, das Gesetz, dass sich klar gegen seine Politik des Ausgleichs mit Russland und seine Unterstützer aus der US-Öl- und Gaswirtschaft richtet, mit einem Veto aufzuhalten. Vielmehr unterstreicht das sich direkt gegen Trump richtende Gesetz, dass Israel im US-Kongress Zweidrittelmehrheiten zusammenbekommen kann, was in Verbindung mit der anhaltenden Anti-Trump-Kampagne des massenmedialen zionistischen Propaganda-Apparats auch als Drohung mit einer Amtsenthebung von Trump durch Netanjahu und seine Lakaien verstanden werden kann. Schließlich braucht die Israel-Lobby auch für eine Amtsenthebung von Trump jeweils bloß Zweidrittelmehrheiten im US-Kongress.

Und bis US-Präsident Trump und seine Anhänger an den Machtverhältnissen im Senat durch Wahlen etwas ändern können, dauert es noch bis zum Herbst 2018. Solange bleibt nur zu hoffen, dass das von der Israel-Lobby zur Neuauflage eines kalten Krieges vorangetriebene Gesetz nicht die beabsichtigte Wirkung entfaltet. Denkbar wäre es etwa, dass das Gesetz unbeabsichtigt zu einem Riss zwischen USA und EU führt, womit das transatlantische Bündnis knacken könnte. In Anbetracht dessen, wie tief europäische Politiker im Allerwertesten der zionistischen Lobby stecken, sollte man darauf aber nicht unbedingt bauen.

Nachtrag 01:30h: Die Sanktionen gegen Russland, Iran und Nord-Korea wurden vom US-Abgeordnetenhaus inzwischen mit 419 zu 3 Stimmen verabschiedet. Nun muss die Vorlage nochmal zum Senat, wo eine ähnliche 98 zu 2 Mehrheit (Paul und Sanders sind dagegen) zu erwarten ist, und dann geht sie zu Trump, dessen Vetorecht hier stumpf ist, weil es schon mit 67% der Stimmen vom Abgeordnetenhaus und Senat überstimmt werden kann.

Im Libanon hat Hisbollah unterdessen Al Kaida schon fast komplett aufgerollt, der Rest von Al Kaida im Libanpn hier in Blau, gelb eingekreist die gerade frisch von Al Kaida gesäuberten Orte:

Anschließend geht’s gegen ISIS weiter, auf der Karte schwarz, die zwar in West-Qalamoun mehr Gebiet als Al Kaida haben, zahlenmäßig und von der Kampfkraft her da jedoch als deutlich schwächer gelten.

https://nocheinparteibuch.wordpress.com/2017/07/25/fortschritte-beim-zurueckdraengen-von-isis-am-euphrat/

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