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Ausland, Naher Osten

„FRAUEN KÖNNEN HEUTE ALLES“ im Jemen

von Einar Schlereth – https://einarschlereth.blogspot.de

Unter diesem Slogan flatterte mir heute ein Paper von einer gewissen Frau Marie-Christine Heinze in die Mailbox; der Untertitel lautet „Die Rolle der Frauen im Konflikt, Frieden und Sicherheit im Jemen“, veröffentlicht von Saferworld im Juni 2017. Da ich seit Beginn der saudischen Aggression und schon davor immer wieder Artikel über den Jemen, das ärmste arabische Land, veröffentlicht habe, war ich natürlich äußerst gespannt.

Welche eine Enttäuschung nach der Lektüre der Einleitung und der ersten zehn Seiten. Ich frage mich, in welcher Traumwelt Frau Heinze eigentlich lebt – eine rein rhetorische Frage, denn jeder denkende Mensch wird es sich schon ausrechnen können: in der Welt der Mainstream-Globalisten und des USRAELNATO-Faschismus. Diese Frau mit einem „Magister der Islamwissenschaft,Politikwissenschaft und des Völker- und Europarechts der Universität Bonn und einen Magister der Friedens- und Sicherheitsforschung von der Universität Hamburg“ bringt es mühelos fertig, die saudische wahabistische Mafia mit ihrem Anhang von Zwergkönigen und den US-Imperialismus mit keinem Wort zu erwähnen. Sie spricht ununterbrochem vom Konflikt, der wohl offenbar vom Himmel gefallen ist, obwohl dort ein Szenario abläuft, das dem in Syrien zum Verwechseln ähnlich ist. Hier wie dort mischt die rassistisch-faschistische Mafia in Washington sich seit Jahrzehnten in die inneren Angelegenheiten des Jemen (Nord- und Südjemen) ein. Aber davon hat diese mit viel akademischem Lametta behängte Dame noch nie etwas gehört.

Dass eminente Persönlichkeiten sich dazu geäußert und ausführlich darüber geschrieben haben, ist an ihr vorbeigeweht. In meinem Artikel vom 1. April 2015 „Jemen erinnert an die Aggression von 1930 auf Abessinien und den Niedergang in die Barbarei“ nenne ich folgende Namen: Professor Michel Chossudovsky, Paul Craig Roberts, Senator Ron Paul, Mahdi Darius Nazemroaya und den hervorragenden Journalisten Finian Cunningham. Die Liste ließe sich endlos verlängern.
Hochwürden Heinze ist sogar ein Jahr durch das Land getanzt und hat nicht bemerkt, dass die Saudi-Luftwaffe, von den USA geliefert und bewaffnet und mit den Zielvorgaben des Oberkommandos der USA die Krankenhäuser, Schulen, Märkte, Lagerhallen für Lebensmittel, Wasserreservoire und Wohnviertel platt machen, die Kanaillen der US-Spezialeinheiten kleine Kinder gemordet haben, dass vor den Häfen und der ganzen Küste Kriegsschiffe der USA, der Saudis und Englands liegen, die dafür sorgen, dass kein Stück Brot ins Land kommt und Hilfskonvois heimgeschickt werden, und das, obwohl Millionen Menschen hungern und jetzt sogar eine verheerende Cholera-Epidemie ausgebrochen ist (ganz von allein, nicht etwa, weil die Amis die Wasser-Aufbereitungsanlagen und die Reservoirs zerstört haben). Das alles hat Frau Heinze nicht gesehen. Auch Bombeneinschläge hat sie nicht gehört

Aber schon lange vor der Aggression hat der Obama-Killer seine illegalen Drohnen-Angriffe gegen das Land durchgeführt. 2010 etwa haben General Petraeus und die Marionette Saleh ein Abkommen geschlossen für eine riesige Militärbasis (Kriegshafen und Luftwaffe) auf der Insel Sokotra, die von der UNO zum Weltkulturerbe erklärt wurde, was die US-Faschisten keineswegs stört – genau wie auf der südkoreanischen Insel Jeju, ebenfalls Weltkulturerbe. Als Präsident Saleh unbequem wurde, sorgte Washington dafür, dass eine andere Kanaille Präsident wurde – Mansur Hadi. Der wurde von der im Norden angesiedelten Huthi-Bewegung, die nichts mit dem Iran zu tun hat, gestürzt. Obwohl die Huthis ihm anboten, so lange im Amt zu bleiben, bis eine ordentliche Übergabe des Amtes an einen Nachfolger ausgehandelt würde, zog er es vor zurückzutreten und an den Busen der Saudi-Faschisten in Riad zu flüchten. Danach machte sich die Washingtoner Mafia gemeinsam mit den Saudi-Terroristen ans Werk, um den Jemen zu „befreien“ und Hadi wieder einzusetzen. Allein schafften sie es nicht, weshalb auch hier die al Qaida zu Hilfe geholt wurde unter dem Vorwand, dass der Iran die Huthis unterstütze.
Es kann natürlich nicht sein, dass dies alles der Frau Heinze völlig unbekannt ist. Aber sie ist halt eine typische Akademikerin, der die Karriere am wichtigsten ist. Und mit so einer Agenda lernt man ganz schnell, was man lesen darf und was nicht. Der päpstliche und auch der deutsche Giftschrank mit verbotener Literatur wurden zwar offiziell vor nicht allzu langer Zeit aufgelöst, aber der existiert selbstverständlich auch weiterhin. Das läuft dann so: Aber liebe Frau Heinze! Wissen Sie denn nicht, wer dieser Professor Michel Chossudovsky ist? Na dann schauen sie mal bei Wikipedia nach. Was sie dann vielleicht auch tut (oder auch nicht) und dort wird sie fündig: anti-Imperialist & Verwschwörungstheoretiker. Alles klar. Wer weiß schon, dass die Wikipedia regelmäßig von der CIA und Gefolgsleuten genau durchforstet und gereinigt wird? Interessiert auch niemanden.

https://einarschlereth.blogspot.de/2017/07/frauen-konnen-heute-alles-im-jemen.html#more

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Diskussionen

11 Gedanken zu “„FRAUEN KÖNNEN HEUTE ALLES“ im Jemen

  1. Allmächtiger, was ist denn da wieder für ein revolutionärer Hohlkopf am Werke. Kein Wunder, dass der Marxismus bei den Menschen nicht mehr ankommt, wenn solche Leute sich als Marxisten ausgeben und eine Linke Zeitung einen solchen Unsinn abdruckt. Man kann so etwas abdrucken, aber nur als abschreckendes Beispiel für pubertäres Revoluzzertum. Das hat mit marxistischer Analyse nichts zu tun. Das ist im Gegenteil eine Schande und Verunglimpfung des Marxismus. Und bitte, lieber egester, erwarte nicht von mir, dass ich da sachlich bleibe und versuche nachzuweisen, wieso dieses wortradikale Geschreibsel unmarxistisch ist. Bitte rege dich auch nicht darüber auf, dass ich Begriffe verwende, die nicht dem linken Mainstream von scheinbarer Besonnenheit und scheinbar wissenschafltlicher Korrektheit entsprechen und nach deiner Ansicht emotional sind. Wenn du Emotionalität verhindern willst, dann fange an bei solchen schwachsinnigen Beiträgen, die nur so vor Emotionalität strotzen wie der von diesem Einar Sowieso. Beispiel gefällig? “ diese mit viel akademischem Lametta behängte Dame, Hochwürden Heinze, rassistisch-faschistische Mafia in Washington …Welt der Mainstream-Globalisten und des USRAELNATO-Faschismus“. Ist das sachlich? Aber vor allem: wer soll denn so etwas verstehen, wer soll da zum Weiterlesen angeregt werden außer solchen Leuten mit ihrem eigenen elitären und weltfremden Randgruppen-Code und ihrer tiefen Verbitterung und Respektlosigkeit? Da wirft jemand mit Begriffen um sich wie Faschismus, ohne dessen Inhalt zu kennen. Nicht jedes Terrorregime ist faschistisch. Bei solchen Leuten ist Faschismus nicht Ausdruck einer gesellschafltichen Situation sondern abhängig von der Zahl der Opfer; je mehr Opfer um so faschistischer? Das ist zwar nicht „Stürmer“-Format, erinnert mich mehr an die emotionale Bauernfängerei der Bildzeitung, wobei die aber ihr Handwerk verstehen und damit Erfolg haben im Gegensatz zur Linke Zeitung. Was erklärt denn solch eine wortradikale Kraftmeierei wie „…saudische wahabistische Mafia mit ihrem Anhang von Zwergkönigen“? Das hört sich unheimlich kompromisslos, gewaltig revolutionär und nach verwegenem Bürgerschreck an, worauf der Schreiber sich bestimmt anerkennend auf die Schulter klopft in dem Irrglauben, der herrschenden Klasse einen Schlag versetzt zu haben, von dem sie sich nie wieder erholt. Aber was wird dadurch deutlich an den gesellschaftlichen und polititschen Zusammenhängen, die diesen Konflikt gestalten und ausmachen? Nichts, überhaupt nichts! Das ist etwas für Moralisten, die sich als den besseren Teil der Menschheit verstehen, aber nichts für Interessierte, die die politischen Zusammenhänge erkennen wollen.
    Egester, Ihr müsst Euch mal allmählich überlegen, wen ihr denn mit solch einem pubertären Quatsch erreichen wollt? Den ernsthaft interessierten Teil der Öffentlichkeit oder irgendwelche intellektuelle BIindgänger, die mehr Verwirrung stiften und Schaden anrichten, als sie jemals wieder gut machen können. Ihr müsst Euch allmählich mal entscheiden, ob ihr Leute wie Holberg und mich zu Euren Lesern und Schreibern zählen wollt oder solche Flachpfeifen wie Einar Schlereth oder Meyssan und ähnliche Verwirrte, deren Beiträge mehr Chaos und Kopfschütteln hinterlassen als dass sie die Vorgänge in der Welt einordnen können. Und ihr müsst Euch mal im Klaren darüber werden, welche Leute ihr anziehen wollt, die Holberg und Rauls oder die tirochs.

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    Verfasst von Rüdiger Rauls | 4. Juli 2017, 23:02
    • Eindeutig werden auch in Zukunft Einar Schlereth und Meyssan von der LZ bevorzugt werden. Übrigens eine sehr schöne und treffende Bezeichnung für die Saudis von Einar: „saudische wahabistische Mafia mit ihrem Anhang von Zwergkönigen“. Das versteht durchaus jeder ebenso wie „Welt der Mainstream-Globalisten“.
      Warum fällt man ausgerechnet über Einar her ? Es geht nicht um Stilfragen, nicht um Wortradikalismus, „Bauernfängerei“ etc. Man muß sich das mal auf der Zunge zergehen lassen: Da hält der Kommentator Einars absolut zutreffende Beschreibung des verbrecherischen saudischen Systems, insbesondere deren Bombardierung des Jemen, für Bauernfängerei im Stile der Bildzeitung. Das läuft auf den Versuch hinaus, das saudische Regime und seine Verbrechen zu verharmlosen.
      Kennzeichnend für diese Sorte Kommentare ist, überhaupt gar nichts zum Inhalt des Artikels zu sagen, also Einar wegen einer inhaltlichen Aussage zu kritisieren. Stattdessen nur Beschimpfungen wie „Hohlkopf“, „Schande“, „pubertär“, „Verunglimpfung des Marxismus“, „Quatsch“, „Verwirrte“.
      Es ist schon erstaunlich, daß ausgerechnet jetzt beim Thema Saudis Einar dermaßen angegangen wird. Seine Artikel erscheinen immerhin seit über 10 Jahren in der LZ.
      Scheinbar hat Einar mit dem saudischen Wahabismus ein sehr sensibles Thema angeschnitten. Wir sollten dies Thema unbedingt vertiefen und ausweiten !

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      Verfasst von egester | 4. Juli 2017, 23:35
      • Ja, warum jetzt? Zur Weißwaschung der Saudis? Nein! Ich z.B. habe mir seit langem abgewöhnt, Artikel von „egester“ zu lesen (aus den bereits erwähntenGründen), aber hin und wieder kann ich es dann doch nicht sein lassen, und dann finde ich, dass es wieder mal an der Zeit ist, eventuell existierende „neutrale“ Leser auf Diese oder Jenes hinzuweisen. Über das Inhaltliche gibt es gar nicht soviel zu sagen. Natürlich lehne ich das saudische Vorgehen im Jemen ab, natürlich stimme ich wesentlichen geopolitischen Feststellungen zu, aber gleichzeitig bin ich der Meinung, dass eine „Analyse“, die nur das Geopolitische im Focus hat, zu kurz greift – es dürfen auch interne Aspekte, die sich aus Geschichte und soziale Zustand der – in diesem Fall jemenitischen – Gesellschaft herleiten, nicht vergessen werden. Daher habe ich zwei von vielen möglichen Literaturhinweise gegeben. Schließlich ist die LZ kein orientalistisches Fachblatt. Es bleibt dabei: es geht hier um die Frage des Stils, er natürlich Widerspiegelung der psychischen und kulturellen Verfassung des Autors ist, und um die (mögliche) politische Wirksamkeit von Artikeln bei „normalen“ Leuten.

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        Verfasst von Anton Holberg | 5. Juli 2017, 8:58
      • Warum jetzt? Ganz klare Sache, weil ich vor einigen Tagen Anweisungen aus der CIA-Zentrale erhalten habe, diese Thesen dieses enorm gefährlichen Einar Sowieso zu bekämpfen und dessen Massenwirkung auf die deutsche Bevölkerung zu zersetzen. Klar, ich bin ein Agent des Usreal-Faschismus und habe die Aufgabe, mit meinen scheinmarxistischen Beiträgen und scheinmarxistischen Büchern die einzige standhafte Bastion des weltweiten Anti-Imperialismus, die LZ, zu infiltrieren und damit die größte Bedrohung des kapitalistischen Schweinesystems von innen kaputt zu machen. Meine Güte, egester, seid Ihr denn von allen guten Geistern verlassen, dass Ihr Euch für dermaßen wichtig haltet?
        Warum jetzt? Weil dieser Blödsinn der Einars und Meyssans immer sektiererische Formen annimmt, weil er immer mehr Verwirrung stiftet anstatt Klarheit zu bringen in die gesellschaftlichen Vorgänge. Weil dieser Schwachsinn angesichts der Wirklichkeit immer weniger zu ertragen ist. Deshalb jetzt, nicht weil Eure Einar und Meyssan diese immense Bedrohung darstellt, für die ihn egester und die LZ zu halten scheinen.
        Na, dann mach ich mal hier das Licht aus. Das war mein letzter Beitrag auf der LZ. Macht Euren Unsinn weiter, aber ohne mich.

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        Verfasst von Rüdiger Rauls | 5. Juli 2017, 9:38
      • Noch ein wahrscheinlich weniger für E.Schlereth& Co als für andere noch etwas verwirrte Anfänger hoffentlich hilfreicher Hinweis: vergleicht doch mal Stil und Herangehensweise von unbestreitbar als solche einzuordnenden Revolutionären wie Lenin oder Trotzki mit der Schreibe von Schreibtischtätern wie E.Schlereth und bedenkt, dass der Stil auch Ausdruck der Gesinnung ist.

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        Verfasst von Anton Holberg | 6. Juli 2017, 8:57
      • „Schreibtischtäter“, „Stil Ausdruck der Gesinnung“ ? Das Niveau der haltlosen Beschimpfungen Einars sinkt immer mehr und hat hier die Grenze zum Nichttolerierbaren überschritten.
        Es geht also um Einars „Gesinnung“. Doch worin genau besteht die Kritik dieser seiner Gesinnung ? Plakativ wird beteuert, man teile eigentlich seine politischen Ziele, es ginge einzig und allein um seinen Stil. Offenbar traut man sich nicht, inhaltlich gegen Einars Gesinnung vorzugehen und versucht vehement seine Wortwahl zu diskreditieren.
        Ihn nun mit Lenin und Trotzki zu vergleichen ist albern und hilflos, denn Einar erhebt überhaupt nicht den Anspruch ein revolutionärer Führer oder etwas ähnliches zu sein. Zudem: Wenn es dem Kommentator um Wortradikalismus ginge, sollte er sich vielleicht einmal mit den Texten vieler trotzkistischer, maoistischer, autonomer oder stalinistischer Gruppen beschäftigen. Sie alle müßte er zu „Schreibtischtätern“ erklären und ihnen Trotzki vorhalten.
        Es ist auch unsere Meinung, daß Linke oft die Begriffe Rassismus und Faschismus inflationär verwenden. Das tolerieren wir notgedrungen, weil wir sonst viele gute Analysen nicht bringen könnten. Beispielsweise sind die Analysen insbesondere zum nahen Osten von der türkischen Partei DHKP ausgezeichnet, doch sie vertritt seit Jahen die Meinung, in der Türkei handele es sich um Faschismus. Natürlich haben wir auch in einigen anderen Punkten Vorbehalte gegenüber dem Programm dieser Partei. Wer also erwartet, daß wir nur Beiträge bringen, die zu 100% unsere Haltung wiedergeben und dazu noch einen politisch korrekten Stil, der offenbart nur seine eigene totalitäre Geisteshaltung, die so vielen sich auf die Bolschewisten beziehenden Gruppen und Leuten anhaftet.
        Warum in aller Welt fällt man aber nun ausgerechnet über Einar her ? Es kann nur mit dem von ihm angesprochenen Inhalten zu tun haben, mit Saudis und ihrem Krieg im Jemen. Darum werden wir in Zukunft uns besonders mit diesem Thema befassen.
        Noch ein allgemeiner Hinweis: Selbstverständlich identifiziert sich die LZ nicht mit dem Inhalt gespiegelter Artikel. Wir veröffentlichen auch Beiträge von bürgerlichen Autoren, wenn diese lesenswert sind und wir bringen oft auch sich widersprechende Aussagen. Wir haben nicht den Anspruch stromlinienförmiger ideologischer Reinheit und tolerieren ein breites Spektrum von Meinungen.
        Unsere Vorstellung ist, daß es genau so im Sozialismus sein sollte. Er sollte ein Reich der Freiheit und Toleranz sein; unterdrückt sollten nur „Meinungen“ von Feinden von Toleranz, Menschenrechten und Freiheit wie die von Faschisten oder Islamisten. Natürlich gibt es auch hier eine Grauzone der Interpretation, wer nun ein Faschist oder Islamist ist und wir plädieren im Zweifel stets für die Freiheit.

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        Verfasst von LZ | 6. Juli 2017, 9:35
  2. Da ich die Arbeit Frau Heinzes nicht gelesen habe, habe ich mich vorsichtig ausgedrückt. ob irgendwelche Vorwürfe des Autors falsch sind, kann ich aus dem genannten Grund nicht beurteilen und behaupte ich auch deshalb nicht.
    Was den zweiten und mir wichtigeren Punk betrifft: de Stil(in diesem und anderen Artikeln „egesters“ permanente Verbalinjurien à la „USRAELNATO-Faschismus“, „die rassistisch-faschistische Mafia in Washington“ udgl. würde es verbieten, seine Artikel – auch wenn sie inhaltlich richtig wären/sind – an irgendeinen an sachlichen und halbwegs kultivierten Diskussionen Interessierten weiterzuleiten. Das ist barbarischer Stammtisch-Ton. Der mag vielleicht in Mitten des revolutionäre Barrikadenkampfes entschuldbar sein, aber nicht i der Situation, in der wir uns heute befinden. Mein Motiv für den Kommentar ist eben das, dass ich dafür werbe, dass Linke eine Sprache benutzen, die ihrem Anliegen auch außerhalb der kleinen Gemeinde gläubiger Fanatiker dient. Der permanente Gebrauch des Begriffs „Faschismus“ insbesondere schadet dem Kampf gegen diesen. Faschismus ist zwar kapitalistisch, imperialistisch, rassistisch und gegebenenfalls sogar kolonialistisch, aber das Umgekehrte gilt keineswegs automatisch. So ist z.B. Israel ein siedlerkolonialistischer Staat, aber nicht faschistisch, sondern ein bürgerliche Demokratie, ebenso wie es Frankreich während des blutige Algerienkriegs war. wer dauernd „Faschismus“ schreit, sollte sich nicht wundern, wennes ihm irgndwann so geht, wie jenem Hirten,der dauernd schrie „der Wolf kommt“ und dem niemand zu Hilfe eilt, wenn dieser – nachdem er nie gekommen war – schließlich wirklich kommt.

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    Verfasst von Anton Holberg | 3. Juli 2017, 21:54
    • Angesichts des imperialistischen Völkermords im Jemen sich an der zugegebernermaßen inflationistischern Verwendung des Wortes „faschistisch“ hochzuziehen und zu sagen, mich interessieren nur „kultivierte Diskussionen“ ist schon sehr überheblich. Der Kommentator befleißigt sich zudem selber des „barbarischen Stammtisch-Tons“, wenn er Einars Stil mit dem Stürmer vergleicht oder ihm „Unkenntnis oder bewußtes Ignorieren der Geschichte“ Jemens vorwirft. Es geht ihm also sehr wohl um Inhalte und nicht nur um Stilfragen.
      Offenbar soll das Abschlachten des jemenitischen Volkes durch die saudischen Bombardements nicht als genau das bezeichnet werden was es ist. Die als „Gemeinde gläubiger Fanatiker“ diffamierten Autoren, die Einar explizit benennt, sind übrigens überwiegend nichtmarxistische Intellektuelle, die aber die Dinge klar und deutlich analysieren und imperialistische Verbrechen anprangern. Wieder soll der Begriff „Gemeinde Gläubiger Fanatiker“ unter dem Vorwand einer Kritik an Stilfragen das Anprangern des saudisch-britischen Jemenkrieges als ebenso glaubwürdig hingestellt werden wie Beschwörungen höherer Wesen in den Gemeinden Gläubiger.

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      Verfasst von egester | 3. Juli 2017, 23:02
      • Natürlich muss der Jemen-Krieg, der wohlbemerkt nicht etwa Progressisten (die Houtis) gegen Reaktionäre Saudi Arabien&Co und deren imperialistischen Unterstützer) stellt, sondern zwei reaktionäre Lager gegeneinander, angeprangert werden. Die Frage ist nur: wie? Und die Bezeichnung „gläubiger Fanatiker/fanatischer Gläubiger“ hat nicht per se etwas mit einem „höheren Wesen“ zu tun. Man kann zweifellos auch „gläubiger und/oder fanatischer“ Atheist/Agnostiker sein. Was man hingegen nicht sein kann, ist Marxist, wenn man der Anspruch des Marxismus auf Wissenschaftlichkeit ernst nimmt. Wohl jedoch kann man gläubiger und fanatischer „Linker“ sein, wenngleich diese Haltung für Rechte allemal einfacher sein dürfte.Voltaire: „Zweifeln ist sicher kein sehr angenehmer, aber Gewissheit ist ein lächerlicher Zustand“

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        Verfasst von Anton Holberg | 4. Juli 2017, 13:40
  3. Einiges an der Kritik an Frau Marie-Christine Heinze mag durchaus berechtigt sein, aber diese Art von „Analyse“ kann einem nur auf den Magen schlagen – und zwar nicht nur wegen der sektiererischen Ausdrucksweise des Autors, die es einem schwermacht, nicht das Bild eines „linken“ „Der Stürmer“ vor Augen zu bekommen, sondern die offensichtlich von der Unkenntnis oder aber dem bewussten Ignorieren der Geschichte dieses Landes und der seit Jahrhunderten dort herrschenden sozoökonomischen und politischen Rückständigkeit gekennzeichnet ist (s. dazu z.B.: A.Hottinger „Zehnmal Nahost“, München 1970; oder: „Lexikon der Arabischen Welt“, Zürich u. München 1972). Die geopolitischen Aspekte der Frage sind natürlich von eminenter Bedeutung, aber genügen bei weitem nicht für eine realistische Einschätzung

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    Verfasst von Anton Holberg | 3. Juli 2017, 15:18
    • Welcher der konkreten Vorwürfe des Autors gegen Frau Heinze ist falsch ?
      Wo genau zeigt sich seine Unkenntnis oder sein bewußtes Ignorieren der Geschichte des Landes ?
      Der Vergleich mit dem Stürmer ist einfach nur infam, denn diesen macht nicht eine „sektiererische Ausdrucksweise“ aus und auch nicht das Fehlen einer umfassenden sozioökonomisch-historischen Analyse, sondern das bewußte Verdrehen von Fakten verbunden mit emotionaler Aufhetzung. Die Hate-speech des Stürmers (hier ist die Verwendung dieses Begriffs einmal angebracht) mit der berechtigten Empörung des Autors über Heinzes Ignorieren der saudischen und britischen Aggression zu vergleichen läßt die Frage aufkommen nach den eigentlichen Motiven des Kommentators.

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      Verfasst von egester | 3. Juli 2017, 20:34

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