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Inland, Medien

EIN ANFALL VON VERGESSLICHKEIT BEIM WDR ?

von Anton Holberg

Der  Beispiele  gibt es zweifellos unendliche, aber schon deswegen habe ich mir weitgehend abgewöhnt Nachrichten udgl. bei den ARD-Sendern  zu verfolgen. Nun bin ich aber am 7.6. zufällig doch auf einer Sendung hängen geblieben.  Ihr kennt ja alle den Begriff „Lügenpresse“, der alleine  schon deshalb von guten Demokraten mit Abscheu zurückgewiesen wird, weil  er aus  dem rechtspopulistischen Lager,  um nicht zu  sagen,  dem rechtsradikalen Lager, stammt.  Nun ist es natürlich unzweifelhaft so, dass man in unseren Medien  inclusiv der sogenannten Main-Stream-Medien/Leitmedien (MSM) von der  Art des „Spiegel“, der „Zeit“,  FAZ  etc.  etc. Vieles findet,  was wahr und aufklärend ist. Dennoch gibt es aber nicht nur unvermeidlich „Irrtümer“,  sondern  auch – je nach Bedeutung des Frage für die herrschende Ordnung – eindeutige Lügen und gezielte Auslassungen  (deshalb die Erfindung des Begriffs „Lückenpresse“), die  der ideologischen Einflussnahme im Interesse des Staates, d.h. der politischen  Organisation der herrschenden ökonomischen Kräfte, dienen. Auf ein solches Beispiel bin ich  wie gesagt gestern bei unserem „Reichsfernsehen“, nämlich dem  WDR,  gestoßen:  Dort gab es im Zusammenhang  mit den jüngsten Terroranschlägen in Großbritannien um 18:55h einen Bericht über Libyen. Die jüngere Geschichte dieses Landes  wurde dort in aller Einfachheit wie folgt dargestellt: Arabischer Frühling-  protestierende Massen – Massaker durch die bewaffneten Kräfte des Qadhafi-Regimes  – Sturz des Regimes und Tötung  Qadhafis – Zerfall  des Staates („Failed State“) – Einnistung jihadistischer Kräfte in Gestalt des IS.

Fällt Euch auf, was hier fehlt?

Überhaupt nicht erwähnt wird die  Tatsache, dass das libysche Regime unter Qadhafi nicht etwa  durch die aufständischen Massen (unter denen übriges von Anfang an eine Menge jihadistisch gesonnener und – auch vom arabischen Ausland – bewaffneter Kräfte waren) gestürzt worden ist, sondern durch Luftangriffe verschiedener NATO-Länder darunter ausschlaggebend der USA  (weshalb die damalige Außenministerin Hillary Clinton sich dabei filmen ließ wie sie sich vor Freude auf die Schenkel  schlug und mit breitem  Lachen sagte. „We came, saw and he (Qadhafi) died“).  Wenngleich die Behauptung, dass Qadhafi einen „Völkermord“ im aufständischen Osten Libyens vorbereitet habe,  mit allergrößter Wahrscheinlichkeit  nur eine der üblichen Lügen der Kriegspropaganda war, geht es mir nicht darum, Qadhafi zu  verteidigen. Er war zweifellos ein Diktator,  der durch seine Politik innerhalb und außerhalb Libyens einiges Blut an den Fingern hatte. Dass Libyen unter ihm der wohlhabendste Staat Afrikas war mit freier Gesundheitsfürsorge, freier Schulbildung etc. ist begrüßenswert, aber auch nicht unbedingt eine riesige Leistung, wenn man bedenkt, dass es sich hier um ein  größteteils aus Wüste bestehendes  und deshalb bevölkerungsarmes Land  mit  riesigen Erdölvorkommen handelt. Aber es ist  eine  Tatsache, dass den NATO-Bombardements nicht nur eine große Zahl  libyscher Zivilisten zum Opfer gefallen sind, sondern eben auch ein funktionierender Staat,  und dass das mit dazu geführt hat, dass  Massen von Waffen der libyschen Streitkräfte in die Hände der verschiedensten Banden gefallen sind,  die seitdem in verschiedenen afrikanischen Nachbarländern aber z.B. nicht zuletzt auch in Syrien Chaos verbreiten. Der WDR 3 erkennt das Chaos an, tut aber so, als sei es vom Himmel gefallen. „Wir“  haben es – nicht alleine, aber doch wesentlich –  produziert  – ob wissent- und willentlich, oder einfach aus Dummheit sei dahingestellt. Und ich  möchte auch kein Urteil darüber  abgeben, was von Beidem besser wäre. Wie auch immer: hier haben  wir einen der vielen krassen  Fälle von „Lügen-Medien“  vor uns

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Diskussionen

2 Gedanken zu “EIN ANFALL VON VERGESSLICHKEIT BEIM WDR ?

  1. Lügen-Medien ist richtig, weil die gesamten Mainstream-systemmedien lügen, dass sich die Balken biegen

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    Verfasst von tom | 10. Juni 2017, 13:10
  2. „Lügenpresse“ wurde auch von Linken in den 20er jahren verwendet, ist kein „rechter“begriff

    Gefällt mir

    Verfasst von tom | 10. Juni 2017, 13:07

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