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Ausland, Nordamerika

Die US-Demokratie auf dem Weg zur Hinrichtung

von Paul Craig Roberts – http://www.luftpost-kl.de

Der bekannte US-Publizist Dr. Paul Craig Roberts wirft den beiden US-Präsidenten Obama und Trump vor, ihre Wahlversprechen gebrochen und ihre Wähler getäuscht zu haben.

Dass sich so kurz nach Obamas achtjährigem „Wählerbetrug“ bereits abzeichnet, dass auch Trump „Wählerbetrug“ begehen wird, ist sehr aufschlussreich. Auf einen demokratischen Präsidenten, der seine Wähler getäuscht hat, folgt ein republikanischer Präsident, der das Gleiche tun wird. Das ist eine sehr interessante Entwicklung, die den meisten US-Bürgern aber noch nicht einmal auffällt.

Der russische Präsident Wladimir Putin hat sie hingegen sehr wohl bemerkt. Auf dem Treffen des Waldai-Klubs (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Waldai-Klub ) hat er zur westlichen Demokratie zusammengefasst Folgendes gesagt:

Im Westen wird die Politik nicht von den Wählern bestimmt; wen auch immer sie wählen, die Politik wird von den herrschenden Eliten gemacht. Mit Wahlen wird nur der Eindruck erweckt, die westlichen Staaten seien Demokratien, die Wähler haben aber keinerlei Einfluss auf die von den Eliten bevorzugte Kriegspolitik. Der Wählerwille spielt nicht die geringste Rolle.

Die Wähler machen immer wieder die Erfahrung, dass sie wichtige Entscheidungen ihres Staates mit ihrem Wahlzettel überhaupt nicht beeinflussen können. Das frustriert sie, macht sie wütend und erzeugt eine Stimmung, die für die herrschenden Eliten gefährlich werden könnte; diese mobilisieren die Staatsgewalt gegen die Unzufriedenen und versuchen sie mit ihrer Propaganda in immer neue Kriege zu treiben.“

Obama hatte versprochen, die US-Truppen aus Afghanistan oder aus dem Irak oder aus beiden Ländern abzuziehen. Er hatte versprochen, den unter George W. Bush errichteten US-Polizeistaat wieder zu beseitigen. Er hatte versprochen, die US-Steuergelder für die Lösung innenpolitischer Probleme der USA, zum Beispiel für die Gesundheitsfürsorge, zu verwenden.

Und was hat er getan? Er hat die Kriege in Afghanistan und im Irak ausgeweitet und neue angefangen. Er hat Libyen zerstört und wollte auch Syrien zerstören; das ist ihm aber nicht gelungen, weil die Briten ihn nicht unterstützt und die Russen eingegriffen haben. Obama hat demokratisch gewählte Regierungen in Honduras und in der Ukraine gestürzt. Er hat den US-Polizeistaat ausgebaut. Er hat Russland und Putin dämonisiert. Mit seiner als Obamacare verkauften Reform der Krankenversicherung hat er öffentliche Gelder in die private Versicherungsindustrie umgeleitet und ihr satte Profite beschert.

Die herrschenden US-Eliten und ihre sich prostituierenden Medien wollten das alles durch ihre Hetzkampagne gegen Trump vergessen machen. Der gewählte US-Präsident wurde als große Gefahr für die USA und ihre Bevölkerung verunglimpft. Er sei ein russischer Agent, habe mit Putins Hilfe Hillary Clinton den Wahlsieg gestohlen und das Weiße Haus erobert. Nun wolle er Putin bei der Wiedererrichtung des sowjetischen Imperiums unterstützen.

Das war zwar alles erstunken und erlogen, aber der Blödsinn hat gewirkt. Trump hielt den Druck nicht aus; er opferte seinen Nationalen Sicherheitsberater, weil der Trumps Wahlversprechen, die Beziehungen zu Russland verbessern zu wollen, unterstützte. Er wurde durch einen russenfeindlichen Idioten ersetzt, der es offensichtlich nicht abwarten kann, bis aus den Hauptstädten der westlichen Welt Atompilze wachsen.

Warum haben gleich zwei aufeinanderfolgende US-Präsidenten wichtige Versprechen gebrochen, die sie ihren Wählern gegeben hatten?

Die Antwort lautet: Nicht die Präsidenten, sondern die hinter ihnen stehenden Interessengruppen treffen die Entscheidungen.

Deshalb ließ Trump, der sich eigentlich aus Syrien zurückziehen wollte, einen syrischen Flugplatz mit Marschflugkörpern angreifen und beging damit zweifellos ein Kriegsverbrechen.

Trump hatte zwar angekündigt, er wolle die Beziehungen zu Russland verbessern, lässt seinen Außenminister jetzt aber verkünden, die US-Wirtschaftssanktionen gegen Russland würden erst aufgehoben, wenn Putin die Krim und die russische Marinebasis am Schwarzen Meer an die Ukraine zurückgebe.

Es ist unmöglich, die Beziehungen zu einem anderen Staat zu normalisieren, wenn man ihn gleichzeitig auffordert, sicherheitspolitischen Selbstmord zu begehen.

Obwohl Trump vor seinen Gegnern kapituliert hat, wurde ihm heute, am 2. Mai, von einem so   genannten   „Experten“   im   US-Rundfunksender   NPR   I   (s.        http://one.npr.org/ und https://de.wikipedia.org/wiki/National_Public_Radio    ) vorgeworfen, er kritisiere die Medien zu Unrecht; dabei lesen, hören und sehen wir doch täglich, wie Trump von den Medien niedergemacht wird – auch von NPR I.

So durften „Experten“ über NPR verkünden, Trump habe den vorherigen Präsidenten verleumdet, als er den Vorwurf erhob, Obama habe den Trump-Tower abhören lassen. Obamas Vorwurf, Trump habe mit Putin konspiriert, um Hillary Clinton den Wahlsieg zu stehlen, hat NPR hingegen ungerügt durchgehen lassen.

Man kann nicht dem einen Verleumdung verwerfen, und alles, was der andere sagt, für bare Münze nehmen.

Außerdem sollten sich Personen des öffentlichen Lebens nicht gegenseitig beschuldigen.

Ich frage mich, warum der „NPR-Experte“ nicht zum gleichen Schluss gekommen ist.

Warum lässt die herrschende Oligarchie ihre Medien immer noch auf Trump los, obwohl er sich doch schon längst ergeben hat?

Vermutlich will man an Trump nur ein Exempel statuieren, damit Präsidentschaftskandidaten ihren potentiellen Wählern nie wieder Versprechungen machen, die dem US-Establishment nicht in den Kram passen.

Wir haben den Artikel komplett übersetzt und mit Ergänzungen und Links in Klammern versehen. 
http://www.paulcraigroberts.org/2017/05/02/american-democracy-dead-man-walking/ )

http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_16/LP07617_150517.pdf

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Diskussionen

Ein Gedanke zu “Die US-Demokratie auf dem Weg zur Hinrichtung

  1. Obama der sich der größte Drohnentöter der Welt nannte und den Friedensnobelpreis bekam, das war schon Pervers genug. aber solche Größen bekommen auch noch ne Privataudienz beim Papst, gelle? wenn man deren Gesichter so sieht, kommt einem nur noch das Kotzen. aber bei uns ist es halt auch nicht besser.

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    Verfasst von reiner tiroch | 17. Mai 2017, 10:26

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