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Asien, Ausland

Thaad und Schachmatt mit Mach 20

von http://vineyardsaker.de

Die Reichweite des ami thaad Systems würde es kaum erlauben, nordkoreanisches Gebiet, geschweige denn Abschussrampen für NK Raketen zu erreichen. Das ist die Realität. Die thaad sind nämlich etwa 250 km südlich der Grenze zu NK stationiert (in Seonju). Wenn man einfach nur vertrauensselig schluckt, was die westlichen medien einem vorsetzen, dann allerdings meint man, die ami thaad wären knapp an der NK Grenze und könnten – siehe entsprechend empörte Ansagen Russlands und Chinas – womöglich auch russische und chinesische ICBMs in der Aufstiegsphase abschießen. Nein, können sie nicht; sie können nicht einmal in NK Raketen abschießen.

Übrigens nicht nur wegen der Reichweite sondern auch, wie einer der wenigen ami Professoren mit einem funktionierenden Hirn und reichlich Fachkenntnissen (der Mann gilt als der „Raketen Papst“) deutlich erklärt, weil die Trefferquote bei kaum 1% liegt.

Warum also die Aufregung? Aus zwei Gründen: Erstens Psychologie seitens Russland und China und zweitens, weil der eigentliche Wert der thaad Systeme nicht bei der nahezu inexistenten Fähigkeit, feindliche Raketen abzuschießen liegt sondern im weit reichenden Radarsystem (bis zu etwa 2.000 km). Allerdings kann ich die amis in diesem Punkt sogar verstehen, auch wenn sie es natürlich idiotisch und lärmend anstellen.

Um das – und noch so einiges mehr – zu verstehen, muss man einige Grundlagen des Krieges im 21. Jhdt. (und einigen Jahrzehnten davor) verstehen.

Grob heruntergebrochen kann man in folgende Grundtypen einteilen:

– (V): Tatsächliche Verteidigung des eigenen Staatsgebiets und der eigenen Sicherheit mit mehr oder weniger konventionellen Mitteln.

– (K): Mehr oder weniger konventionelle Kriege jenseits der eigenen Nachbarschaft, sei es als Angreifer oder als Verteidiger.

– (A): Atomkrieg, insb. im Hinblick auf MAD („garantierte gegenseitige Vernichtung“).

Wenn wir mit Blick auf die usppa die absurde Möglichkeit eines Angriffs durch Mexiko oder kanada mal ausschließen, dann scheidet Typ (V) völlig aus und nur Typ (A) und (K) sind relevant. Und in der Tat sind auch genau das die Schwerpunkte des ami Militärs.
In diesem Zusammenhang ist es wichtig zu verstehen, dass kein Staat es aus Freundschaft oder Partnerschaft unternimmt, wer weiss wo mit irrwitzigem Aufwand Typ (K) Kriege zu führen oder massive Vorbereitungen hierfür zu treffen, z.B. durch die Errichtung von Stützpunkten weit weg von zuhause. Wenn ein Staat dies tut, dann hat dies grundsätzlich ganz pragmatische – und lohnende! – Gründe und meist hat es eine aggressive Natur.
Im Fall usppa und nato geht es schlicht um Macht- und Geldinteressen *nicht* der usppa (obwohl man das dort meinen mag) sondern jener globalen Gruppen, die die usppa zu eben diesem Zweck geschaffen haben und sie entsprechend einsetzen.

Der letztendlich entscheidende Typ aber ist (A). Wer in dieser Liga spielen kann, wer also prinzipiell mit dem Einsatz von Atomwaffen drohen kann, der hat in anderen Kriegsszenarien einen entscheidenden Trumpf in der Hand und kann insb. nicht-Atommächten mehr oder weniger die eigenen Regeln oder das Führen, Mitmachen oder Unterlassen von Typ (K) Kriegen aufzwingen.

Derjenige, der es sogar vermag, sich so weit an die Spitze zu setzen, dass MAD gegen ihn nicht mehr greift, der kann alle anderen Spieler weitgehend nach Laune zu allem zwingen, was ihm beliebt. *Natürlich* war es genau das, wonach die usppa strebte – oder genauer, jene Gruppen, die sich die usppa als Kampfköter für ihre Interessen halten.
Andere Länder wie insb. Russland haben das immer wieder angesprochen und gewisse „think tanks“, die den globalisten sehr nahe stehen, haben sogar recht unverhohlen über diese Bestrebungen der usppa gesprochen und sich teilweise sogar schon dem Ziel sehr nahe gefühlt.

Wir müssen also näher hinschauen, was eine solche Atommacht ausmacht; was ist nötig, um diese Weltdiktator Position zu erreichen?

Es sind zwei Komponenten, zum einen die Atomwaffen sowie die Zustellfähigkeit derselben und zum anderen die Abwehrmaßnahmen. Anders ausgedrückt, der Besitz von Atomsprengköpfen und die Fähigkeit, diese in das Gebiet des Gegners zu bringen sowie andererseits die Fähigkeit, solche Angriffe erfolgreich abzuwehren (wobei Abwehr von Atomwaffen naturgemäß eine bedingte und relative ist).

Was die Zustellung angeht, so sind zwei Grundtypen zu unterscheiden, nämlich die ballistische Rakete sowie die nicht ballistische. Erstere hat die höchste Reichweite und Schlagkraft und wird aus immobilen Bunkern, von mobilen Abschussrampen sowie von U-Booten abgeschossen. Letztere, meist in der Form einer cruise missile, kann von praktisch allen Abschussplattformen abgefeuert werden, insb. auch von Flugzeugen, hat aber eine kürzere Reichweite und eine ganz erheblich geringere Geschwindigkeit (und fast immer eine erheblich geringere Wirkung). Über Bomben rede ich hier nicht, da diese heute höchstens am Rand noch eine Rolle spielen.

Ein häufig übersehener oder nicht verstandener Faktor ist der der „ballistischen“ Raketen. Was bedeutet ballistisch? Es bedeutet, dass diese Raketen nicht oder nur sehr geringfügig lenkbar sind und sich, was ihre Flugbahn angeht, ähnlich wie Geschosse verhalten. Dies wiederum bedeutet, dass sie prinzipiell (aber nicht unbedingt praktisch) gut abzuwehren sind. Der Grund: Mit wenigen Datenpunkten, möglichst zu einem frühen Zeitpunkt im Bahnverlauf, lässt sich die komplette Flugbahn und somit auch der Einschlagspunkt bestimmen.

An genau diesem Punkt hat Russland angesetzt und begonnen, eine Reihe von Alptraum Atomwaffen zu entwickeln. Der entscheidende Punkt: Die Waffenköpfe dieser ICBMs *sind lenkbar*. Und sie sind, das ist üblich bei ballistischen Raketen, extrem schnell (aufgrund der beim Abwurf mitgenommenen sehr hohen kinetischen Energie). Aktuelle russische Systeme fliegen mit etwa der 25-fachen Geschwindigkeit von cruise missiles.

Das aber bedeutet nichts anderes als dass sämtliche (ohnehin nicht gerade tollen) Abwehrsysteme der amis wirkungslos sind. Um das Ganze noch hübscher zu machen, haben die Russen, während die amis angeberisch darüber plapperten, tatsächlich einsetzbare steuerbare Höchstgeschwindigkeits-Raketen (ram jet) entwickelt – und das gleich für diverse Einsatzzwecke. Eine leidlich „bekannte“ Variante sind die Zirkon Oniks-Nachfolger; selbes Prinzip, nur Mach 5 – 8 statt Mach 3 (was auch schon reicht, um jedwede Gegenwehr der amis auszuschließen). Weniger bekannt ist der Einsatz der Zirkon Technologie als Waffenkopf für die neueren russischen ICBM Typen. Was praktisch gesehen übrigens reiner Luxus ist, denn alleine der Umstand, dass die Waffenköpfe überhaupt steuerbar sind, ist tödlich genug.

Zugleich haben die Russen hervorragende Luftabwehr und das in mehreren „Zwiebelringen“, angefangen von Langstrecken Raketen über S-400/500 bis hin zu Buk-M2 und 3. Wobei, nebenbei bemerkt, S-400 teilweise und S-500 endgültig auch gegen extrem schnelle Ziele (wie ICBMs) eingesetzt werden können.

Unterm Strich heisst das, dass die russischen Überlebenschancen im Falle des Falles ganz wesentlich und sprichwörtlich entscheidend höher sind als die der amis (deren Überlebenschancen sehr nahe bei 0% liegen).

Ich führe das aus einem guten Grund so aus: Schachmatt. Die amis sind schachmatt in dem Sinne, dass die entscheidende ultimative atomare Option bei den Russen liegt.
Nebenbei, weil es immer mal wieder aufkommt: Nein, die zionisten wollen weder den Planeten ausrotten noch locker ihren aufwendig groß gezogenen Kampfköter usppa draufgehen lassen. Doch dazu dieser Tage mehr.

Damit aber wird so manches verständlicher.

Unter anderem die thaad. Einfach weil den amis in dieser Situation nichts anderes übrig bleibt, als Roulette zu spielen und dabei wenigstens zu versuchen, etwas zu tricksen.
Ihr erinnert euch an die vor 1, 2 Jahren großmäulig – natürlich! Die amis machen alles großmäulig – herangeschleppte „super mega giga blabla“ Radarstation auf einer schwimmenden Plattform? Nachdem diese wegen Unbrauchbarkeit (man könnte auch sagen „typischer ‚Qualität‘ des ami mik) kleinlaut diskret abgezogen wurde und nun in einer ami Marinebasis vor sich hin dümpelt, ist thaad in SK schlicht Versuch Nummer zwei, wenigstens möglichst frühzeitig Kenntnis und mit Glück sogar ein paar Daten von einem eventuellen russischen ICBM Abschuss zu kriegen.

Und noch so einiges andere wird verständlich, z.B. warum die Russen anscheinend einen auf „Bär hat keine Lust auf Krieg. Bär möchte lieber in Ruhe Tee trinken und die hübschen Blümchen auf den Wiesen genießen“ machen und erstaunlich ruhig bleiben, während die amis reichlich wild fuchteln, drohen und wichtigtuerisch plappern.

Ein militärischer Krieg gegen Russland ist einfach nicht drin und die anderen Methoden wie Unruhe im Inneren stiften und Wirtschaft kaputt sanktionieren haben ja nicht geklappt. Der Wirtschaft in Russland geht es besser als zuvor und FSB und Nationalgarde sind terroristen recht zuverlässig dabei behilflich, im Gefängnis oder bei den versprochenen 72 Jungfrauen zu landen (und die gerade mal paar Hundert Leute, die khodorkowski oder navalny auf die Straße bringen, machen im Kreml auch niemanden nervös).

Aber auch so einiges in idiotistan wird besser verständlich, z.B. die inzwischen geradezu regelmäßigen seltsamen Wandlungen der offiziellen Positionen des weissen hauses; gestern „wir verhackstücken Nord-Korea“, heute „Wir würden uns gerne treffen und reden“, morgen schaumermal.

So, das war der eine Faktor, der vieles bestimmt, vor allem in idiotistan. Dieser Tage dann der andere; und Nein, es ist nicht Geld oder Wall Street, oder zumindest ganz anders als die meisten meinen.

http://vineyardsaker.de/2017/05/03/dies-und-das-thaad-und-schachmatt-mit-mach-20/#more-380

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