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Ausland, Nordamerika

Massenmedien hypen Antisemitismus und ignorieren False-Flag-Antisemitismus

von https://nocheinparteibuch.wordpress.com

Rechtsextreme Antisemiten fühlen sich vom Wahlsieg Trumps beflügelt und die Bomben- und Terrordrohungen gegen jüdische Einrichtungen in den USA und anderen Ländern seien das Ergebnis davon, lautete damals etwa der Tenor der Massenmedien dazu. Die staatliche deutsche Tagesschau schrieb etwa unter der oben bereits zitierten Schlagzeile:

Bürgerrechtler beklagen, dass sich Extremisten und Hass-Gruppen in den USA seit dem Wahlsieg von Präsident Donald Trump im Aufwind sehen.

Doch schon wenig später stellte sich heraus, dass alles ganz anders war als die Lügenpresse es über Wochen und Monate auf allen Kanälen suggerierte.

Zunächst wurde im Zusammenhang mit Terrordrohungen gegen jüdische Einrichtungen Anfang März der als Philosemit beschriebene Journalist Juan Thompson festgenommen, ein dunkelhäutiger Mann, der ein Jahr zuvor beim linksliberalen Internet-Journal „The Intercept“ rausgeflogen war, weil er Zitate erfunden und gefälscht hatte. Sein Motiv für Drohungen gegen jüdische Einrichtungen soll gewesen sein, dass er die Drohungen seiner weißen Ex-Freundin, mit der er sich zerstritten hatte, in die Schuhe schieben wollte, um sie so als Rassistin und Straftäterin verfolgen zu lassen. Doch Juan Thompson war nur ein Trittbrettfahrer, von dem nur rund ein halbes Dutzend der mehreren Hundert Drohungen gegen jüdische Einrichtungen ausgingen.

Der Haupttäter, von dem die anderen mehreren Hundert sich sehr ähnelnden Terrordrohungen gegen jüdischen Einrichtungen in den USA und anderen Ländern – ein Audiobeispiel einer dieser Drohungen hatte JTA veröffentlicht – ausgingen, wurde dann jedoch Ende März auch gefasst, und zwar in Ashkelon im Süden Israels. Der unter dem dringendem Verdacht der Urheberschaft von etwa 2000 Terror- und Gewaltdrohungen gegen jüdische Gemeindezentren, Schulen, Kindergärten und andere Objekte, darunter auch ein Passagierflugzeug, sowie der Versuch der Erpressung eines republikanischen Staatssenators aus Delaware verhaftete Mann ist Medienberichten zufolge nämlich ein 18 Jahre alter israelisch-US-amerikanischer Jude mit Wohnsitz in der südisraelischen Stadt Ashkelon.

Vor einigen Tagen haben Bundespolizisten in Georgia eine Strafanzeige und in Florida eine weitere Strafanzeige gegen den Verdächtigen eingereicht und Haftbefehle beantragt, was die Gerichte jeweils genehmigt haben. Aus den beeideten Strafanzeigen ergibt sich das Bild einer überwältigenden Beweislage gegen den Tatverdächtigen. Auf einem an seinen Computer angeschlossenen USB-Stick wurden unter anderem nicht öffentlich zugängliche Aufzeichnungen von Hunderten von Drohanrufe gefunden, Medienberichte zum Medienecho der Taten, Listen mit Telefonnummern der Angerufenen, Passwörter und Adressen der dabei für Voice over IP verwendeten E-Mail-Konten und Bitcoin-Schlüssel zu Bezahlvorgängen für einen vom Täter genutzten Rufnummernverschleierungs- und Stimmverfremdungsdienst. Von seinem Computer ging ein Kabel zu einer großen Antenne für WLAN, die es ihm ermöglicht hat, unterschiedliche öffentlich zugängliche WLANs in der Umgebung zu nutzen. Und obendrein soll der Verdächtige einen seltenen Sprachfehler haben, der sich mit dem der Anrufe des Täters deckt, was durch Vergleich von Mitschnitten der Anrufe vor der Verfremdung erkannt wurde. Ein weiteres interessantes Detail ist, dass in der Strafanzeige vom FBI in Georgia erwähnt wird, dass auf dem USB-Stick des Täters eine Datei gefunden wurde, die nach einem Werbetext für das Erbringen von kriminellen Drohanrufen als kommerzielle Dienstleistung aussieht.

Den Strafanzeigen vom FBI aus Georgia und Florida zufolge werden dem Tatverdächtigen Hunderte von Drohanrufen vorgeworfen, Straftaten, die den FBI-Anzeigen zufolge, ja nach ihrer Natur, mit jeweils fünf bis zehn Jahren Haft bedroht sind. Und das seien Strafen, die nacheinander vollstreckt werden, für jede Tat die eigene Strafe, so dass FBI. Anders ausgedrückt: da könnte in Summe eine Verurteilung zu Hunderten Jahren Haft bei rauskommen, was praktisch nichts anderes als „lebenslang“ bedeutet. Und da sind einige schwere Straftaten, die vermutlich in anderen Bundesstaaten wie etwa Delaware, wo von der telefonischen Bedrohung und Erpressung eines dem Täter missliebigen Staatssenators die Rede ist, verfolgt werden, noch gar nicht bei berücksichtigt.

Der Strafanzeige aus Georgia zufolge soll der Täter seine kriminelle Serie im Jahre 2015 mit telefonischen Bomben- und Terrordrohungen gegen unterschiedliche Grundschulen in der Stadt Athens im Bundesstaat Georgia begonnen haben, für die er einen Voice-over-IP-Dienst nutzte. Diese Aktivität weitete der Täter im Laufe des Jahres zu mindestens 240 Terrordrohungen gegen Grundschulen in den USA und anderen Ländern aus. Außerdem tätigte er reihenweise Anrufe bei der Polizei und Rettungsdiensten, um falsche Angaben zu laufenden Gewalttaten an einer bestimmten Privatadresse in Athens in Georgia zu machen, und die beiden Bewohner an der Adresse mit grundlosen Polizei- und Rettungseinsätzen zu belästigen. Ein typisches Merkmal dieser kriminellen Aktivitäten war, dass der Täter die Dienste einer US-Firma namens TelTech zur Übermittlung einer falschen Anruferrufnummer nutzte. Obwohl der Täter versuchte, seine Identität durch anonymes Bezahlen mit Bitcoin zu verbergen und Proxy-Dienste zum Verbergen seiner IP-Adresse nutzte, gelang es den Ermittlern damals mehrfach, IP-Adressen des Täters bis zu offenen WLAN-Zugangspunkten in einer bestimmten Nachbarschaft in Ashkelon in Israel zurückzuverfolgen. Von da aus ist es damals aber nicht gelungen, weiterzukommen und die Identität des Täters festzustellen. Im Jahr 2016 ließ die Aktivität des Täters offenbar nach, sodass die in die Ermittlungen einbezogenen israelischen Strafverfolgungsbehörden ebenso wie die Ermittler in den USA da damals nicht mehr weiterkamen.

Bei seinen massenhaften telefonischen Drohungen gegen jüdische Einrichtungen in den ersten Monaten 2017 nutzte der Täter zunächst Proxy-Dienste zum Verschleiern seiner IP-Adresse, dann Googles Voice over IP-Telefondienst und anschließend TelTechs Dienst zum Fälschen der Anruferrufnummer und Verfremden seiner Stimme. Auch hier zahlte der Täter anonym mit Bitcoin, wodurch die Ermittler da nicht weiterkamen. Eine Verbindung zwischen den Drohanrufen von 2015 und den Drohanrufen gegen jüdische Einrichtungen ergab sich spätestens als der Täter im Januar 2017 wieder eine – nicht-jüdische – Schule in Athens in Georgia mit einem Drohanruf belästigte, und dabei den gleichen technischen Aufbau nutzte wie für die massenhaften Drohungen gegen die jüdischen Einrichtungen. Den Ermittlern ging dadurch das Licht auf, dass sie es bei den Schuldrohungen in Athens und den gezielt Juden und jüdische Kinder mit dem zerfetzen ihrer Köpfe ausgestoßenen Drohungen gegen jüdische Zentren quer durch die USA und die ganze Welt vermutlich mit ein und demselben Täter zu tun hatten, und zwar einem Täter, der, wie die erkanntermaßen verwendeten offenen WLAN-Zugangspunkte zeigten, aus einer bestimmten Gegend in Ashkelon in Israel heraus agierte. Dies wusste das FBI also bereits im Januar 2017, während die Medien noch im Februar voll von Fake News über ein angeblich antisemitisches Motiv verschiedener Täter waren. Trotzdem dauerte es noch Monate, bis die Ermittler den Tatverdächtigen fassen konnten.

Erst nachdem US-Präsident Trump, dem die von den Medien seinen Anhängern in die Schuhe geschobenen Drohanrufe gegen jüdische Zentren in den USA politisch massiv schadeten, persönlich zu den Drohungen Stellung nahm und erklärte, die müssten unbedingt rasch aufgeklärt werden, ging dann alles ziemlich schnell. FBI-Ermittler reisten sich nach Ashkelon in Israel und wenige Tage später fiel den israelischen Kollegen dann auf, dass es da in der fraglichen Gegend in Ashkelon an einem Haus eine große WLAN-Antenne gab, über die verschiedene offene WLAN-Zugangspunkte angesteuert werden konnten. Bei einer Durchsuchung der Wohnung fanden die israelischen Ermittler dann die oben beschriebenen belastenden Beweise, wobei Medienberichten zufolge auch der Vater des jungen Mannes zu Befragungen zur Polizei mitgenommen worden sein soll.

Soweit zu dem, was in den beeideten Anzeigen des FBI zu lesen ist. Interessant ist auch, was da nicht zu lesen ist. Nicht zu lesen ist da etwa, dass die gezielten Terrordrohungen gegen Juden sogenannte „Hassverbrechen“ gegen Angehörige einer Religionsgruppe gewesen seien, die deshalb nach den Gesetzen zur Verfolgung von Hassverbrechen schwerer zu bestrafen seien. Da stellt sich etwa die Frage, ob das FBI in Florida meint, spezifisch gegen Angehörige einer Religionsgruppe begangene Verbrechen seien keine Hassverbrechen, wenn der Täter zur gleichen Religionsgruppe gehört. Und überhaupt fällt in den Strafanzeigen des FBI auf, dass da kein mutmaßliches Motiv des Täters oder Tatverdächtigen genannt wird. Die israelische Anwältin des Tatverdächtigen sagte dazu nach seiner Verhaftung, der Tatverdächtige habe mit 14 einen Gehirntumor erlitten, weswegen er aus der Schule genommen worden sei und mit 18 nicht zur Armee durfte, und es müsste nun geklärt werden, ob eine medizinische Bedingung vorliege, dass er nicht verantwortlich dafür war, was er tat, wenn er das ihm vorgeworfene denn getan habe. Die Mutter des Tatverdächtigen wird von Medien dahingehend zitiert, dass er Autist sei und deshalb nicht wisse, was er tue. Interessant mag in dem Zusammenhang sein, dass die israelischen Streitkräfte öffentlich damit werben, dass sie sehr wohl Autisten in ihre Reihen integrieren, etwa hier im PR-Bericht: Autismus in den IDF: Treffe die Soldaten der Geheimdiensteinheit 9900. Die IDF setzt demzufolge Autisten für Spezialaufgaben am Computer ein. Weiterhin mag in dem Zusammenhang interessant sein, dass die Bitcoin-Geldbörse des 18-jährigen Tatverdächtigen Medienberichten zufolge umgerechnet fast eine halbe Million US-Dollar enthalten haben soll. Wenn die Information stimmt, stellt sich die Frage, woher das viele Geld stammt. Der Tatverdächtige wusste demnach als Autist mit Hirntumor bei den Terrordrohungen nicht, was er tat, aber wie er als 18-Jähriger die Kleinigkeit von einer halben Million Dollar in Internet-Cash verdient, wusste er schon? Mit dem auf seinem USB-Stick gefundenen Werbetext zur Vermarktung von Terrordrohungen als kommerzielle Dienstleistung mag man deshalb vermuten, der Tatverdächtige könne die Terrordrohungen gegen Geld gezahlt in Bitcoin im Auftrag von Dritten verbrochen haben.

Ein anderes interessantes Detail mag sein, dass einem Leser von Richard Silverstein zufolge, ein Onkel des Tatverdächtigen ein für seinen Hass auf Araber berüchtigter israelischer Geheimdienst-Instrukteur sein soll. Und was noch spannend werden könnte, ist, dass die rechte israelische Law-and-Order-Regierung von Netanjahu die Entscheidung getroffen hat, sich zu weigern, den tatverdächtigen US-israelischen Doppelstaatler in die USA auszuliefern. In den USA könnte dem jungen Mann für die unzähligen Terrordrohungen gegen jüdische Einrichtungen eine schwerere Strafe als in Israel drohen, wo er außerdem deutlich bessere Chancen haben dürfte, als unzurechnungsfähig um eine schwere Strafe herumzukommen.

Was auf jeden Fall auffällig ist, ist, dass die Massenmedien eine schlimme Rolle bei dem schrecklichen False-Flag-Antisemitismus spielten. Der Täter beoabachtete die gewaltige massenmediale Empörungswelle über die antisemitischen Terrordrohungen genau und sammelte die Medienberichte wie Siegestrophäen – oder als Arbeitsnachweise, falls er die Taten gegen Geld begangen haben sollte. Die stark zionistisch geprägten Massenmedien der westlichen Welt spielten dabei willig mit, obwohl ihnen längst bekannt sein müsste, dass sich hinter anonymer anti-semitischer Hetze und anonymen anti-semitischen Drohungen häufig False-Flag-Antisemitismus verbirgt.

Man denke da etwa an den 73 jüdischen Mann und Aktivisten von pro-israelischen Gruppen, der in Paris reihenweise anti-semitische Schmierereien verbrochen hat, um Antisemitismus vorzutäschen, wo keiner war, während die Massenmedien sich unisono über den in Europa angeblich um sich greifenden Antisemitismus empörten. Man denke etwa an den enttarnten jüdischen Harvard-Absolventen, der sich in Tausenden Kommentaren über Monate als afro-amerikanischer Antisemit ausgab, um auf israel-kritischen Webseiten links wie rechts zu Gewalt gegen Juden anzustacheln, um so Kritiker des zionistischen Apartheidregimes als Antisemiten hinzustellen. Man denke etwa an die jüdische Studentin in Washington, die reihenweise Hakenkreuze geschmiert hat, was eine Welle von medialer Empörung ausgelöst hat, bis die jüdische Studentin, die die Schmierereien angezeigt hatte, durch versteckte Kameras als Täterin überführt werden konnte.

Auch wenn es selbstverständlich Antisemitismus und antisemitische Hetze und andere Straftaten gibt und diese natürlich zu verdammen sind, so gibt es auch reihenweise False-Flag-Antisemitismus, was ebenso zu verdammen ist. Völlig unterschiedlich ist jedoch der massenmediale Umgang damit. Während anti-semitische Hetze, Schmiereien und Drohungen stets für riesige massenmediale Empörungswellen sorgen, wird über False-Flag-Antisemitismus, wenn überhaupt, nur irgendwo hinten unter ferner liefen berichtet und diese üble Form der Hetze beinahe als Tabuthema behandelt. Naeim Giladi, zunächst nach Israel und später in die USA emigrierter Jude aus einer Familie mit sehr langer Tradition im Irak, berichtete in seinem Buch „Ben-Gurion’s Scandals: How the Haganah and the Mossad Eliminated Jews“ beispielsweise davon, wie es der israelische Mossad mit Terrordrohungen und auch tatsächlichen Bombenterror gegen irakische Juden es geschafft hat, praktisch sämtliche irakische Juden zur Auswanderung nach Israel zu bewegen, um so Israel durch frische Einwanderer zu stärken. Und er beschrieb, und belegte es, dass er es genau wusste, denn er habe als junger Mann damals in seiner Naivität und zionistischen Verblendung bei der Mossad-Kamapagne des False-Flag-Antisemitismus im Irak mitgemacht. Für dieses Whistleblowing über das Tabuthema des real existierenden verbrecherischen False-Flag-Antisemitismus im Interesse Israels wurde Naeim Giladi zeitlebens ausgegrenzt, verfolgt und geschnitten. Anstatt sich diesem Thema zu stellen überhöhen und übertreiben die westlichen Massenmedien den real existierenden Antisemitismus und tragen so dazu bei, dass Kampagnen mit False-Flag-Antisemitismus immer wieder erfolgreich sind.

In den USA hat es unterdessen im Jahr 2016 offiziellen Daten zufolge tatsächlich eine Erhöhung der Anzahl der Hassverbrechen um satte 6% gegeben, wobei diese Erhöhung darauf zurückgeht, dass die Anzahl der gegen Muslime gerichteten Hassverbrechen um 67% zugenommen hat. Das wird von den Massenmedien unter ferner liefen auch berichtet, nur wenn man die riesigen Empörungswellen der Massenmedien über Antisemitismus, der sich später obendrein ncoh als False-Flag-Antisemitismus herausstellt, betrachtet, würde man nicht darauf kommen, dass in Wirklichkeit Gewalt gegen Muslime das große Thema bei der Zunahme von Hassverbrechen ist.

https://nocheinparteibuch.wordpress.com/2017/04/26/massenmedien-hypen-antisemitismus-und-ignorieren-false-flag-antisemitismus/

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Diskussionen

Ein Gedanke zu “Massenmedien hypen Antisemitismus und ignorieren False-Flag-Antisemitismus

  1. Dass Zionisten antijüdische (der übliche Begriff „antisemitisch“ ist an und für sich eher rassistisch – wenn man mal von der Tatsache absieht, dass „semitisch“ eine Sprachgruppe ist, die keineswegs t physisch-anthropologicher Zugehörigkeit identisch sein muss – und würde die überwiegend muslimischen Araber, die Amharen Äthiopiens u.a. einschließen) „False Flag“-Taten begehen, ist naheliegend, war und ist es doch dieser „Antisemitismus“, der als wichtigste Rechtfertigung für die Existenz Israels auf dem seit Jahrhunderten überwiegend von muslimischen und christlichen Arabern (Palästinensern) bewohnten Territorium herhalten muss. Dennoch warne ich davor, diese Tatsache dafür zu instrumentalisieren (was ich dem Autor hier wohlbemerkt keineswegs vorwerfe), die Existenz und Bedeutung des real existierenden Antijudaismus/Antisemitismus zu unterschätzen zw. davon abzulenken. Wenn es z.B. zutrifft, dass (wie die Medien berichten) in Berliner Schulen immer häufiger jüdische Schüler massiv gemoppt werden und zwar überwiegend von muslimischen Mitschülern, dann ist das ein Problem, dem sich auch die Linke widmen sollten. Man kann sicher davon ausgehen, dass die Angreifer – im Sinne Bebels, der den Antisemitismus als den „Sozialismus der dummen Kerls“ bezeichnete – sich keine Gedanken darüber machen, ob ihre jüdischen Mitschüler bewusste Zionisten (und damit Befürworter der Vertreibung und Unterdrückung der Palästineser) oder auch „nur“ im engeren Sinn Juden, also bewusste Anhänger der jüdischen Religion, sind. Das dürfte für diese nicht einmal „sozialistischen“, sondern nur dummen Kerls keinen Unterschied machen. Die Linke sollte versuchen, auch diese Leute darüber aufzuklären, dass Unterdrückung von Juden, weil sie der jüdischen Religion anhängen, ebenso wie Unterdrückung von Juden, weil sie vermeintlich Angehörige einer speziellen „Rasse sind, zutiefst antiislamisch ist und im direkten Gegensatz zu jeder Art von Solidarität mit den Palästinenern steht. Das ist es auch, was die Linke in erster Linie tun muss und kann, um der (teilweise selbst antisemitischen) imperialistischen Bourgeoisie und ihren Propagandisten, die den real existieren Antisemitismus instrumentalisieren, um mittels der Unterstützung des zionstischen Staates ihre Vormacht über die Region des Nahen Ostens zu zementiere, entgegenzutreten.

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    Verfasst von Anton Holberg | 1. Mai 2017, 11:16

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