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Debatte, Gesellschaft

Vom Kapitalismus zur Räterepublik

von Norbert Nelte

Friedrich Engels: Der Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staats, 1884

Die unreine Sklavenhaltergesellschaft wird vom Marx und Engels bzw. Lewis Henry Morgan als Oberstufe der Barbarei eingestuft. Erst mit der Gründung des Staates und damit einhergehend der Heiligung des Privateigentums und regelmäßigen Raubes tritt die Gesellschaft in die Zivilisation ein. Die Orientalistik war damals noch nicht so weit.

Engels schreibt: „Es fehlte nur noch eins: eine Einrichtung, die die neuerworbenen Reichtümer der einzelnen nicht nur gegen die kommunistischen Traditionen der Gentilordnung sicherstellte, die nicht nur das früher so geringgeschätzte Privateigentum heiligte und diese Heiligung für den höchsten Zweck aller menschlichen Gemeinschaft erklärte, sondern die auch die nacheinander sich entwickelnden neuen Formen der Eigen- |106| tumserwerbung, also der stets beschleunigten Vermehrung des Reichtums mit dem Stempel allgemein gesellschaftlicher Anerkennung versah; eine Einrichtung, die nicht nur die aufkommende Spaltung der Gesellschaft in Klassen verewigte, sondern auch das Recht der besitzenden Klasse auf Ausbeutung der nichtbesitzenden und die Herrschaft jener über diese. Und diese Einrichtung kam. Der Staat wurde erfunden.“

Das ist zwar vom Standpunkt des Klassenkampfes unbedingt richtig, übersieht aber die Tatsache, das die unreine Sklavengesellschaft auch zwar nur wenig Sklaven hielt, aber eben auch mit ihrer geringen Ausbeutungsrate von nur 2 – 5% dennoch bei ihrer Gründung ein zu erwartendes Ende durch den geringen wenn auch geringen Entg aus dem Wirtschaftskreislauf. Die unreine Sklavengesellschaft hielt zwar 4.200 Jahre lang, eine basisdemokratische Räterepublik hält aber ewig, da sie 1. keinen unmöglichen Entzug kennt und 2. sich selber immer wieder nach Gesichtspunkten der Vernunft einer veränderten Realität anpassen kann.

  1. Klassengesellschaften

Da die Menschen sich nicht mehr nur vom jagen und sammeln allein ernähren konnte, betrieben sie ab 5000 v. u. Z. Ackerbau auf privatisierten Feldern die bisher basisdemokratisch gewählten Häuptlinge übernahmen die Macht und nannten sich nun in Fürsten um. Die unreine Sklavenhaltergesellschaft war entstanden, bei der nur der König Sklaven hielt.

Nachdem das Eisen erfunden wurde und jeder Reiche durch die Ketten Sklaven halten konnte, schritten wir ab 800 v. u. Z. in die reine Sklavenhaltergesellschaft ein. Um die Soldaten zum Aufpassen zahlen zu können, musste sie ständig wachsen. Nachdem sie etwa um 265 Rom die größte zu erreichende Größe erreicht hatte und die Grenzen von den Hunnen; Germanen und Goten überrannt wurden, fing sie schon an zu schrumpfen.

410 schritten sie in den Todeskampf ein, der nach Justinians Tod 562 endete. Es folgten dunkle und gesetzlose Jahre bis etwa 1000 nach. Die Mauren in Al Ansdalus halfen dann dem Feudalismus in Europa mit ihren in Bagdad ins Arabisch übersetzten griechischen wissenschaftlichen Büchern und ihren eigenen Wissenschaftlern wie den Arzt Avicenna (Ibn Sina), den Mathematiker und Vater der Algebra Harizimi (al-Chwarizimi) oder der Papiereinführung schneller in die Renaissance (Wiedergeburt) zu finden. Der Islam ist das Fundament Europas. Der Schritt in die Aufklärung und damit in die Neuzeit war dann nur noch ein Katzensprung.

 

 

 

  1. Kapitalismus

Der Kapitalismus wächst und beutet das niedere Volk im Gegensatz zu allen früheren Formen aus sich heraus und beutet nur mit einem Buchungstrick das niedrige Volk aus. Der Kapitalist schreibt sich die Einnahmen aus Verkauf gut, obwohl die Arbeiter ja die Waren gefertigt haben.

Die Enteigner der Arbeiterklasse

Zum Mitschreiben. Die Banken hatten ja in der Regel die Maschinen vorfinanziert. In der Betriebsabrechnung sind die Abschreibungen für die Maschinen und Anlagen und die entsprechenden Zinsen in den Waren schon mit einkalkuliert. Die Waren haben die Arbeiter (Lohnabhängigen) hergestellt. Also müssten sie auch die Maschinen und Anlagen bekommen. Hier läuft ein ständiger Betrug, vom HGB und vom Grundgesetz geheiligt.

220 Jahre lang (von 1897-2017) hatte den ständigen Enteignern der Arbeiterklasse der Betrug vom Grundgesetz unterstützt von den Pfaffen auch genutzt. Aber langsam wird das zu Ende gehen. In der Logik des Profits ist auch eine Logik des Endes mit eingebaut. Marx nennt das den „tendenziellen Fall der Profitrate“. Sie ist das Fundament des Marxismus. Wer sie nicht verstanden hat, hat nichts vom Marxismus verstanden. Und sie ist einfach, Du musst Dir nur Zeit nehmen.

Tauschwert der Ware

Sehen wir uns die ganzen Bestandteile des Tauschwertes an:

v ist der Lohn, und zwar das, was der Arbeiter braucht, um seine Arbeitskraft wieder herzustellen, mehr nicht, nur die Reproduktionskosten. Das ist der Tauschwert des Arbeiters auf dem Arbeitsmarkt, Acht Fünfzig. Und hier liegt schon das Geheimnis. Er kann für den Kapitalisten eine viel höhere Wertschöpfung herstellen, als er Lohn für den Kapitalisten kostet, und das ist der Mehrwert,

c sind alle anderen betrieblichen Kosten, das konstante Kapital, aber das im Durchschnitt für alle Kapitalisten gleich, feststehend, da kann er keinen Mehrwert mehr rausholen.

m Mehrwert =Wertschöpfung – Lohn. Man kann nicht willkürlich einen Mehrwert einsetzen, weil sonst der Konkurrent den Preis unterbietet. Der. Der Arbeiter fertigt zur Zeit im Durchschnitt eine Wertschöpfung von 244% seiner Lohnkosten. Das wäre noch steigerbar wie bei Hitler bis 330%, bei George Orwell 1984 mit 50 Bett-Zimmern vielleicht auf 400%, aber dann ist Schluss. Wenn also der Kapitalist Lohn wegrationalisiert, rationalisiert er auch gleichermaßen den Mehrwert weg, da die Konkurrenten ebenfalls immer rationalisieren.

Nun haben wir den durchschnittlichen Warenwert, nicht zu verwechseln mit dem Preis. Der Preis „gravitiert“ um den Warenwert, wie Marx sich ausdrückt.

Die Linken sagen, aber das stimme doch gar nicht, die Gewinne steigen doch. Richtig, die Gewinne steigen in der Gessamtsumme, aber das vorgeschossene Kapital MUSS viel schneller steigen, weil die Waren technisch aufwendiger sind, aber mit dem Preis weniger steigen, sogar oft sinken, da mehr konstantes Kapital in den Waren ist, welches keinen Mehrwert generiert. Also sinkt die ProfitRate

Fallbeispiele zum „tendenziellen Fall der Profitrate“

Nun ein Fallbeispiel zum „tendenziellen Fall der Profitrate“. Es ist hier alles in einem extremen Schritt dargestellt, der so stark natürlich nicht in der Realität vorkommt. Durch die Stärke aber werden die Bewegungsgesetze erst richtig deutlich.

Der Kapitalist arbeitet z. B. bisher sagen wir mit 100.000 Euro konstanten Kosten für alle Maschinenabschreibungen und Fremdrechnungen und 120.000 Euro Löhnen. Er hat also 220.000 im letzten Jahr vorgelegt und damit 120.000 Euro Gewinn gemacht, also eine Profitratrate von 120.000 m / 220.000 (c+v) erzielt, das sind sagenhafte 54,5%.

Da freut er sich und reibt sich die Hände. Aber der Konkurrent rationalisiert auch und würde ihn dann einholen. Also rationalisiert er auch und leiht sich von der Bank eine halbe Millionen Euro. Das steckt er in die Maschine und schreibt diesen Betrag in 10 Jahre ab. Er hat also zu den 100.000 Euro konstanten Kosten jetzt noch 50.000 Euro dazu, also gesamt 150.000 Euro konstante Kosten. Er spart nun aber 80.000 Euro Löhne dafür ein, hat also nur noch 40.000 Euro Löhne zu zahlen, zusammen 150.000 c und 40.000 v = 190.0000.

Sein Gewinn wird sich somit um die eingesparten 30.000 Euro steigen und die Profitrate auf stratosphärische 150.000 m / 190.000 c+v = 79% hochgejubelt. Da freut er sich auf das nächste Jahr. Während er noch ordentlich beim Händereiben ist, kommt sein Sohn ganz käseweiß nach Hause und berichtet aufgeregt, dass der Konkurrent die gleichen Rationalisierung wie er vorgenommen hat.

Heilige Scheiße, denkt er, Mist. Jetzt macht er nicht mehr die anvisierten Gewinne von 150 €.

Wie viel, das weiß er noch nicht, aber wir wissen es. Und zwar setzen die niedrigeren Kosten plus Mehrwert sich als neuer Preis durch. Das sind 190.000 Euro plus 40.000 Euro für den Mehrwert, wenn die durchschnittliche Ausbeutungsrate von 1 m / 1 v gleich 100% bleibt. Das sind ja nur noch  40.000 Euro zu 190.000 Euro, nur noch 21,0%, also muss er den Arbeitern das Weihnachtsgeld wieder wegnehmen, die Ausbeutungsrate von 100% wieder erhöhen.

noch ein Fallbeispiel. Egal, welche Zahlen man nimmt, Du kommst immer wieder, wenn man auch in der Rechnung die Rationalisierung der Konkurrenz mit ein beziehst auf einen Fall der durchschnittlichen Profitrate. Wenn die Konkurrenz auch rationalisiert, setzen sich die niedrigeren Kosten plus der Mehrwert als neuer Wert durch. Dieser Fall hier wird in der Broschüre „Marxistische Wirtschaftstheorie – leicht gemacht“ beschrieben.

 

Am Anfang:

6 + 3,3 = gesamtes vorgeschossene Kapital 9,3 = 100%

Mehrwert 3,3 durch 9,3 = 35,5%

Am Ende:

7 + 2 = gesamtes vorgeschossene Kapital 9 = 100%

Mehrwert 2 durch 9 = 22,2%

 

Wenn Du Dir sicher bist, mit der Berechnung des tendenziellen Falls der Profitrate, dann kannst Du Dir leicht alles erklären vom Kapitalismus: die Kriege, die Verelendung, die Armut, Das Reichtumsgefälle und das Paralleluniversum der Geldelite.

Durchschnittliche Profitrate über 150 Jahre

Und hier ist nun die durchschnittliche Profitrate über 150 Jahre. Ich habe auch noch einmal die Autoren dazu geschrieben, denn jeder rechnet die durchschnittliche Profitrate etwas anders aus. Deshalb mag es bei gleichmäßiger Berechnung bei dem Einen oder Anderen mal etwas höher, mal etwas niedriger liegen. Aber ich habe die herausgegriffen, die das genaue Bild einer Hyperbel wiedergeben. Stellen wir uns vor, sie sei geglättet.

Jedenfalls lag die durchschnittliche Profitrate 1993 nach Robert Brenner in Deutschland schon bei 3,5%, nach ISW, München sogar schon 1982 vorübergehend unter dem Finanzmarktzinssatz.

1990: Produktion nur noch 10% vom Gewinn

So generierten die Konzerne mit der Produktion nur noch 10% der ausgewiesenen Gewinne, 90% der Gewinne kamen von ihren Aktienpaketen. Diese bestanden aus Rohstoffaktien. Hedgefonds (Leerverkäufe u.a. Finanzmarktwetten), Private Equity Häuser (Kauf und Aufteilung von Firmen), Aktien von Billiglohnländern, Teakholz, Anteile von geschlossenen Fonds bei Banken zum Derivate Wetten usw.

Anteil vom konstanten Kapital steigt immer mehr

Bei VW erzielten sie schon in den 90er Jahren nur noch 4% Gewinn. Die gesamte Automobilproduktion hatte schon 1990 eine Kapitalzusammensetzung von 900% und VW sogar von 2400%.

Als Siemens die Handy-Produktion 2007 nach Taiwan an BenQ verkauft hatte, erwirtschafteten sie nur noch eine Rendite von 1% und es wurde gemeldet, dass auch, wenn die Lohnabhängigen gratis arbeiten würden, Siemens nur 4% erwirtschaftet hätte.

So wird die einzige Quelle des Mehrwertes, die Arbeit, immer mehr verdrängt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Inzwischen 2016, sind auch die Rohstoffmärkte, die Schwellenländermärkte und die Privat Equity Häuser kaputt. Die scheinbare Rettung heißt „Roboter“.

Roboter

In Japan werden schon Häuser gebaut nur mit Robotern. Jetzt baut Adidas ein Werk, das nur mit Robotern produzieren wird. Der deutsche Mittelstand entdeckt den Roboter als Mitarbeiter. Krise: Deutsche Bahn will Lokführer durch Roboter ersetzen. In der Automobilindustrie wird wie hier bei VW auch schon weitgehend mit Robotern gefertigt.

Und wenn dann alle Roboter haben, gibt es keinen Mehrwert mehr, für Niemandem. Du weißt doch, Roboter kaufen keine Roboter.

So gibt es heut weltweit mehr Schulden als das weltweite Sozialprodukt beträgt. In den Vereinigten Staaten beträgt die Arbeitslosigkeit um die 25%. Deutschland hat alle statistischen Daten mehrmals gefälscht. Nur ein Beispiel.

Seit Schröder 2008 Die Kerninflationsrate schließt die Preise für Lebensmittel und den Energiesektor aus der Berechnung aus“ Wikipedia. Gerade diese Preise steigen am meidsten.

Die Inflation wird März 2017angegeben mit 1,6%, Wirklich betrugen sie aber für die Verbraucher etwa 6%. Wenn jetzt das Bruttoinlandsprodukt auch um 1,6% gestiegen ist, rechnet der Staat das folgendermaßen.

Neues BIP 101,6 durch Inflation 101,60 gleich 100. Zum alten BIP von 100 wäre das also eine Steigerung von 0,0%, eine schwarze Null, wird Schäuble sagen.

Dabei wäre das nach der realen Rechnung ein tiefer Fall des BIP. Neues BIP 101,6 durch Inflation 106,0 gleich 95,85. Wäre das BIP also in diesem Fall in Wirklichkeit um -4,15% gesunken. Von dem BIP müsste außerdem vorher noch der Schwindel mit der Opiumschätzung und dem Zigarettenschmuggel abgezogen werden, die ja auch in das BIP mit eingerechnet werden,

So kann dann Schäuble mit einem breiten Grinsen verkünden, dass die Steuereinnahmen um 6% gestiegen seien. Dabei war das nur mehr Papier. So geht das bei allen öffentlichen Zahlen weiter, bei den Staatsschulden, den Bankschulden (die werden gar nicht ausgewiesen, geheim) oder Arbeitslose. Weniger Arbeitslose Zahl der Unterbeschäftigten steigt in Deutschland 1.4.17. Das ist schon Betrug. Aus einer Vollzeitstelle zwei machen und schon gibt es einen Arbeitslosen weniger.

Die Autos werden ins Ausland nur mit deftigen Rabatten verkauft, praktisch verschenkt. Der Steuerzahler zahlt es letztlich. Wie viel Autos stehen auf der grünen Wiese zum Verschrotten? Sie werden schon als verkauft gezählt, wenn sie mit einem Zollnummernschild dorthin gefahren werden. Betrug. Tabletten werden in das Ausland für den halben Preis verkauft, Der inländische Kunde zahlt es letztlich. Wenn sie keine Glühbirnen mehr verkaufen können, verbieten sie einfach. Alles Lüge und Betrug.

Der Stromkunde zahlt mehr, als manche von der erneuerbarer Energie anbieten. Betrug. In den Waschmaschinen und überwall sind schon die Sterbemonate nach der Garantiezeit mit ingebaut. Betrug. Der Betrug beim Steuern einsparen für die Konzerne ist auch jetzt legalisiert.

Ich könnte ein ganzes Krimi Buch voll schreiben. Wir leben in einer Traumwelt, wie in einer Spielwelt, Hauptsache, die Schauspieler spielen so mit, als ob alles Tatsache wäre. Im Internet spielt die wahre Welt. Da draußen – Alles Lüge. Deshalb kann man kaum eine Prognose noch, treffen, weil die Ist Zahlen verkehrt sind und die Soll Zahlen der Prognose auch

Dabei geht es schon in Wirklichkeit seit drei Jahren abwärts. Meine Einschätzungen, die nach der Statistik vom vom Statistischen Bundsamt getroffen wurde, decken sich mit der vomMassachusetts Institute of Technology {Am Ende der Webseite} (MIT, Institut für Technologie Massachusetts) der Universität in Cambridge, die auch ab 2015 auf einen Niedergang kommen, nur weltweit.

Fiktives Kapital

Was übrig bleibt, ist das fiktive Kapital. (Vgl. Norbert Tränkle: Über die fundamentalen Ursachen der Wirtschaftskrise) Die EZB und Fed kauft von den Staaten, Banken und Konzerne (SBK) mit 0% Zinsen. Alle können das Geld nie zurückzahlen, brauchen sie auch nicht, denn es werden ja keine Zinsen berechnet. Der folgende Wirtschaftskreislauf funktioniert nur noch mit leeren Versprechungen, die nicht mehr eingehalten werden können.

Die EZB gab jeden Monat 80 Milliarden Euro so gratis an die SBKs und hoffte damit, die Inflation auf 2% zu begrenzen. Nun sind es aber doch schon 90 Milliarden und mehr.

DWN am 01.03.17 „Inflation steigt schnell an, Weidmann erwartet noch mehr. Die Inflation hat in Deutschland 2,2 Prozent erreicht. Bundesbank-Präsident Jens Weidmann erwartet ein deutliches Übertreffen der Prognosen“ Außerdem ist die Umlaufgeschwindigkeit der Euro-Geldmenge bei unter 0,2 (Häufigkeit des Einsatzes im Quartal), Das heißt, die Geldmenge ist fasst eingefroren. Die EZB leiht der Bank gratis Geld und die Bank, statt der Wirtschaft das zu verleihen, verleiht das der EZB für gute Zinsen. Somit ist die Häufigkeit des Einsatze auf Null gesunken und dieses zusätzliche Geld ohne Wertschöpfung treibt die Inflation nicht an

Nun denken die Menschen, dass alles seinen geregelten Gang geht, und kaufen deutsche Staatsanleihen momentan für 0,382%. Sie bekommen kaum etwas dafür, also sie müssen ein hohes Verrauen in deutsche Finanzpolitik haben. Aber irgendwann wird es vorbei sein, und dann werden die Zinsen massiv ansteigen. Die Phase der Depression, die immer vor einer Hyperinflation kommt, hatten wir schon in den letzten 4 Jahren gehabt, und nun kommt, wie 1923, langsam die Hyperinflation (Vgl. Hyperinflations-Alarm, Stufe Gelb). Vielleicht im zweiten. Halbjahr 2017?

Trump bereitet ja den Crash im Crash mit der Strafzollpolitik schon vor: „Es wird sehr harte Konsequenzen geben“: Trump ordnet Überprüfung sämtlicher Handelsbeziehungen an“

Wirtschaftskreislauf auf Sand gebaut

Wir sehen, dass einmal dem Wirtschaftskreiskauf Spekulations- und Akkumulationsgeld entzieht und zum anderen nur noch die gratis Anleihen der Zentralbanken die ganze Wirtschaftsmethode am laufen halten.

Unabhängig von dem ständigen Enteignungs-Betrug der Arbeiterklasse

Diese Art des Wirtschaftens brennt an allen Ecken

lIch denke, die bisherigen Erklärungen haben klar gezeigt, was an der kapitalistischen Methode versagt.

  1. Der Raub der Wertschöpfung der Arbeiterklasse und der folgende Entzug aus dem Wirtschaftskreislauf,  2. Die Konkurrenz innerhalb des Kapitals 3. Die Mechanisierung in Verbindung mit der Überproduktion

Die ArbeiterInnenklasse kann die Wirtschaft nur selber machen. Und sie kann das 1000mal besser.

  1. Räterepublik

Wir brauchen also eine Wirtschaft ohne Konkur4renz und ohne den Tauschwert. Am besten wäre natürlich eine Welt ganz ohne Geld und Parteien. Solange es aber noch Kapitalisten gibt, brauchen wir einen Zwischenschritt. Es muss also die Klasse von den drei klassischen Klassen an die Macht kommen, deren objektives Interesse international ist. Vom Kapital und von der Zwischenklasse, dem Kleinbürgertum, deren Interesse ist individuell.

Nur das objektive Interesse vom Arbeiter ist international. Was hätte ein VW Arbeiter davon, wenn sein südafrikanischer Kollege nur die Hälfte verdient? Nichts, nur ein Dumping Auto.

Ist das unmöglich? Nein, überhaupt nicht. Wir haben schon über 100.000 Kollegen in 16 Ländern, in selbst verwalteten Betrieben, die alle fordern, gleich Löhne für alle. Davon in Argentinien 60.000 Kolleginnen und Kollegen und in Frankreich 53.000.

Wenn die großen Betriebe mit 3.000 Beschäftigten dazu kommen, dann wird man sich vorerst auf gleiches Geld für gleiche Arbeit einigen. Wichtig ist nur, dass die Tarifgruppen nicht so weit auseinander gehen. Bei Lenin verdienten die Ungelernten 80%, die Facharbeiter 100% und die Studierten und Betriebsdirektoren 120%.

Wie ich in meinem Buch „Geschichte und Logik der Arbeiterräte“ gezeigt habe, wurden wie das Amen in der Kirche bei allen Revolutionen Betriebe besetzt und Arbeiterräte gewählt. Nur bei allen früheren Revolutionen war der Kapitalismus noch nicht am Ende. Die Arbeiterräte hätten das nur ausgeführt, was ihre nationale Bourgeoisie versäumt hatte.

Besonders schmerzlich wurde uns das ja in Russland 1928 von Stalin vorgeführt, als er in diesem Jahr das machte, was eigentlich die Bürgerlichen selber machen, die Arbeiterräte (Sowjets) wieder abzuschaffen. Nun war es eine Sowjetunion ohne Sowjets. Russland bestand damals nur aus 2,5% Arbeitern, da kann man keine Arbeiterrepublik machen. Die Bauern (80%) sind eben doch wie alle Kleinbürger nur individuell.

Heute besteht in ganz Europa, Australien und Nord- und Südamerika und annähernd auch in Asien und Mittelamerika die Menschen aus 85% Arbeitern. Wenn aus dem Betrieb kein Profit mehr rauszuholen, machen die Kapitalisten den Betrieb dicht und die Arbeiter stehen auf der Straße. So ist das auch 2001 in Argentinien nach der neoliberalen Diktatur und den neoliberalen Präsidenten geschehen, als die Bevölkerung 50% ihres Lebensstandards verlor. Chris Harman beschreibt den Widerstand am 20.12.2001

Chris Harman „Die Revolte in Argentinien und die globale Krise“

„Bis Mittag kamen Menschen auf den Platz, der zum Schlachtfeld zwischen Volk und Regierung geworden war.

Da waren gut und schlecht bezahlte Arbeiter, mit den eigenen T-Shirts vermummte Studenten in kurzen Hosen, alte Damen mit Handtaschen, Straßenkinder, Büro- und Bankangestellte in Kragen und Schlips, Müllarbeiter im Uniform, Indígenos, Mütter mit Kindern – alle auf derselben Seite der Barrikaden.

Die Repression nahm zu. Die Polizei fing an, Bleikugeln zu verschiessen, wodurch viele Menschen getötet oder verletzt wurden. Die Demonstranten antworteten, indem sie McDonald’s, die Banken und andere Symbole des Kapitalismus und der Armut der Bevölkerung angriffen. Sie zündeten einige Gebäude und Fahrzeuge an. Der Kampf weitete sich auf die gesamte Stadt aus.

Am Mittag trat der Präsident zurück. Die Regierung brach zusammen.

In der Folge wurden 300 Betriebe besetzt, die in der Krise 2008 auf 367 stiegen.

Nun ist auf der ganzen westlichen Welt Neoliberalismus eingeführt worden und die ganze Welt ist am Ende. Der Kapitalismus hat fertig. Unzählige Blasen werden platzen. Ob sie von Trumps Protektionismus, von der italienischen Bankenpleite, der chinesischen Immobilienkrise oder den Staatsschulden ausgelöst werden, bleibt angesichts der Tausenden Verhungernden, des Vandalismus und der plündernden Mörderbanden unerheblich..

Der unabhängige Schweizer Marktbeobachter Egon von Greyerz beschreibt das sehr schön: Die Welt ist am Ende 3.4.17 „Während wir uns dem Beginn der größten Vermögensvernichtung der Geschichte nähern, ist es eine absolute Gewissheit, dass niemand dem Leid entkommen wird, welches über die Welt gebracht werden wird. Diejenigen, welche finanziell am Wenigsten leiden werden sind natürlich die Ärmsten, da sie sehr wenig zu verlieren haben. Andererseits werden auch viele der Armen an Hunger und Krankheit sterben. Der Mittelstand wird ebenfalls leiden, denn viele werden ihre Arbeitsplätze verlieren. Sie werden auch ihre Pensionen verlieren, denn die Rentenfonds werden zahlungsunfähig sein. Weiter wird es keine soziale Absicherung geben, weil den Regierungen das Geld ausgehen wird.“

Ich denke, dass es nun jedem klar ist, dass wir von der kapitalistischen Wirtschaftsmethode nichts mehr erwarten können, nichts mehr. Die Kapitalisten werden tausendfach ihre Betriebe verlassen und die Arbeiter sie massenhaft besetzen, da es gar keine andere Arbeit mehr gibt.

In Argentinien, denke ich, wird es 2020 zur Doppelherrschaft kommen und sehr schnell zurr Machtübernahme. Südamerika steht glücklicherweise nicht so stark im Fokus der USA, weil es nicht so große Ölfelder besitzt, wie im Nahen Osten. Dann können sich die besten Voraussetzungen für die Räterepublik entwickeln.

Was viel stärker jetzt noch als Vorteil wiegt, ist die eigene Propaganda der USA; aller Staaten, der stalinistíschen Staaten ja sogar vieler Linken. Alle denken, dass Sozialismus eine Diktatur sei, und da schaut die US-Dienst nur nach Kuba und Nordkorea, vielleicht noch Venezuela.

Die Bewegung, schon heute in über 3.000 Betrieben in 16 Ländern mit über 100.000, Arbeitern, wird sich dann rasend ausbreiten. Zentrum wird sicher Südamerika sein, weil es dort in den großen Ländern schon besetzte Betriebe gibt: Argentinien, Brasilien, Uruguay, Paraguay, Bolivien. Sogar in Venezuela gab es besetzte Betriebe von unten „Weder Kapitalisten, noch Bürokraten – alle Macht den Arbeitern“, Aber es bleibt unklar, wie weit sie von dem reformstalinistischen kontrolliert sind. In Argentinien bezweifelt es ja die KP, dass die Arbeiter sich selber verwalten können.

Die Führung der DKP und KPD in Deutschland denkt das auch und will deshalb, dass das Kleinbürger wie Druckereibesitzer oder Apotheker die Regierung stellen.

 

Wir sind von der Arbeiterunion in Südamerika gar nicht mehr so weit entfernt. Die Koordination der 367 Betriebe wird sich nach dem Crash umbenennen in Arbeiterrat oder Arbeiter- und Soldatenrat. Wenn ein General auf die krude Idee kommen sollte, das Militär gegen die Arbeiter einzusetzen. „Auch wenn die Situation sich zur Anarchie oder zum Bürgerkrieg entwickelt, wird meine größte Sorge sein, wenn ich gebeten werde zu intervenieren, dass meine Männer meinem Befehl noch gehorchen.“ (Chris Harman, ebda.) sagte ein General im Angesicht der Revolte von 2001. Die Betriebsbesetzer sind die Eltern und Geschwister der Soldaten.

Zwingend ist die Basisdemokratie der künftigen basisdemokratischen Gesellschaftsmethode. Das ergibt sich aus der betrieblichen Logik. Immer, wenn die Arbeiter einen Betrieb besetzen, wählen sie einen Streikrat, der natürlich an die Beschlüsse der Betriebsversammlung gebunden ist.

Diese Basisdemokratie wird natürlich auf die nächste Ebene übertragen.

und so weiter. Das nennen wir Marxisten auch die Demokratie von unten. So geht das einmal weiter über der Stadt, Bezirk, Land, Ex-Bund, Kontinent und Welt und zum anderen über die Branchen nach oben. Von unten nach oben.

Dieses Schema ergibt sich immer durch die Betriebslogik. 1918 standen wir am Anfang des Kapitalismus, da konnte er sich noch mehr Konstruktives als Destruktives entwickeln und da wurde schon nach einem Monat Räten am vom 16. – 21 Dezember auf dem ersten Rätekongreß in Berlin (S. 14) die Frage nach der Staatsform diskutiert (298 Delegierte = SPD, 101 = USPD, 25 = Demokraten – Liberale). Die SPD setzte sich mit ihrer Vorstellung durch, die Entscheidungen der am 19. Januar 1919 zu wählenden verfassungsgebenden Nationalversammlung zu übertragen (344 dafür, 98 dagegen).

Heute wäre das undenkbar, oder glaubst Du, den Kriegshetzern würde man nach dem Vorfall, nachdem tausende Matrosen in den sicheren Tod geschickt werden sollten, wieder die Kriegstreiber an die Macht lassen, ich denke nicht.

Durch die Betriebslogik ergibt sich auch, dass die Delegierten nicht nur der Basis folgen müssen, sondern auch, dass sie nicht mehr erhalten als einen Facharbeiterlohn#

Und genau diese drei Prinzipien waren auch schon bei der Pariser Kommune gültig, die Marx ja in dem Buch Der Bürgerkrieg in Frankreich“ 18.3.1891 analysierte und als Beispielhaft

Engels schrieb im Vorwort: „Der deutsche Philister ist neuerdings wieder in heilsamen Schrecken geraten bei dem Wort: Diktatur des Proletariats. Nun gut, ihr Herren, wollt ihr wissen, wie diese Diktatur aussieht? Seht Euch die Pariser Kommune an, das war die Diktatur des Proletariats“ (S. 24)

Und Karl Marx folgte: „1. Die Kommune bildete sich aus den durch allgemeines Stimmrecht in den verschiedenen Bezirken von Paris gewählten Stadträten. Sie waren verantwortlich und jederzeit absetzbar. Ihre Mehrzahl bestand selbstredend aus Arbeitern oder anerkannten Vertretern der Arbeiterklasse…
2. Von den Mitgliedern der Kommune an abwärts, muss der öffentliche Dienst für Arbeiterlohn besorgt werden…
3. Die Abgeordneten sollten jederzeit absetzbar und an die bestimmten Instruktionen ihrer Wähler gebunden sein…

Jawohl, meine Herren, die Kommune wollte jenes Klasseneigentum abschaffen, das die Arbeit der vielen in den Reichtum der wenigen verwandelt. Sie beabsichtigte die Enteignung der Enteigner.“

Selbstverwaltete Betriebe Frankreich

Kapitalismus geht, Betriebe ohne Boss kommen 15.8.2013

Die Selbstverwaltung ist nicht mehr zurückzudrängen 6.11.201

Selbstverwalte Betriebe Karl Marx: Der erste Schritt zum Sozialismus

 

Natürlich gibt es keine Grenzen mehr bei uns, Sie sind im Kapitalismus nur geschaffen worden, um die Arbeitsheere zu steuern. Die Arbeiterstaaten schließen sich also schnell zu einem Land zusammen, auch über Kontinente hinaus. So wie Lenin 1923, als er 16 Staaten zu einer Union zusammengefasst hat.

Um letztlich die Ungleichgewichte zwischen den Staaten abzuschaffen, müssen nicht nur weltweit gleiche Löhne für gleiche Arbeit gezahlt werden, sondern auch alle Gebiete gleichermaßen entwickelt werden. Das geht natürlich nur, wenn man die Wirtschafts- und Sozialpolitik weltweit zusammenfasst, um von einem zentralen Ort steuern.

Die sozialistischen Marxisten unterscheiden sich in der Frage der weltweiten Zentralisierung des Arbeiterrates für einige Bereiche natürlich von den Anarchisten, die nur für lokale Arbeiterräte sind.

Die Weigerung in Spanien 1936 im Bürgerkrieg einen zentralen Arbeiterrat in Madrid zu wählen, hatte dazu geführt, dass die anarchistische FAI in die bürgerliche stalinistische Regierung eingetreten ist. Zum Schluss ist sie der Aufforderung der Stalinisten nachgekommen, ihre Mitglieder zu entwaffnen, die dann auf den Barrikaden von Barcelona die anarchistischen Zeitungen zerrissen.

Die Arbeiter haben die Fähigkeit, die Kapitalisten zu sich herabzuziehen.

Wenn die größten Länder sich dem Arbeiterstaat angeschlossen haben und die meisten Kapitalisten erfolgreich umerzogen sind, können wir das Geld, die Parteien und den Staat al Kontrollorgan der Kapitalisten abschaffen. Da alle Klassenwidersprüche aufgehoben sind, langt nur noch eine Verwaltung, aber auch die muss zentral beobachten, dass sich die Gebiete auch sich nicht auseinander entwickeln.

Der Mensch ist nun in seine eigene Geschichte eingetreten. Wir schreiben das Jahr 0. Alles verläuft nach dem Plan von Karl Marx (von Engels). Niemand kann ihm entkommen

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