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Ausland, Nordamerika

Syrien, trump, kushner (und das Hübschchen)

von http://vineyardsaker.de

Bild: Messianischer „Chabad Lubawitsch“ „Rebbe“ Schneeson – Kushner

Die aktuellen Ereignisse sorgen für reichlich Diskussionen. Wenig erstaunlich. Das, genauer der Bedarf an Raum für Diskussionen ist der eine Grund für dieses neue Dies und Das.
Der andere ist ein Blick ins politische Innenleben der usppa und solcher „Kriege“ und, aber nur am Rande, wenn auch wichtig, Russlands.

trump hat massiv an Unterstützung bei seinen Wählern und Unterstützern verloren. Die Schätzungen liegen zwischen einem Drittel und der Hälfte. Wenig erstaunlich. Die Gleichung „trumps Handeln macht seine Feinde zu zufriedenen Freunden“ kann nur für Ärger sorgen und ist so einfach und so offensichtlich, dass selbst amis da etwas merken.

Eines der größeren Schlachtfelder ist twitter und dort gibt es zwei zur Zeit sehr aktive Bewegungen, nämlich die für Bannon und die gegen kushner, die gewissermaßen als prototypische Figuren fungieren. Hierbei steht Bannon für die konservativen „patrioten“ und kushner für die zionisten (in der Wahrnehmung der amis). Über trumps Syrien-Überfall sind beide verärgert.

Es mag durchaus sein, dass ich mich gewaltig geirrt habe und trump von Anfang nur ein geschicktes Spiel der zionisten war. Es wäre ja beileibe nicht das erste Mal, dass die zionisten riesige Mengen an anständigen Menschen gewaltig verarscht haben.
Aber ich bleibe noch bei meiner bisherigen Einschätzung. Warum, begründe ich im Folgenden.

Zunächst mal, weil es offensichtlich nicht (mehr) „die zionisten“ gibt, sondern genau wie bei „den amis“ mindestens zwei Fraktionen, die sich nicht wohlgesonnen sind, weil man sonst einfach clinton hätte durchwinken können. Allerdings hat jemand sehr viel Aufwand betrieben und auch sehr hohe Kosten nicht gescheut, die clinton Fraktion nicht an die Macht kommen zu lassen.

Aber auch: Die kushners sind nicht neu im Umfeld von trump und sie sind auch nicht erst mit der Hochzeit von trumps Tochter aufgetaucht. Nein, trump und die kushners stehen sich schon seit Ewigkeiten nahe und haben auch öfter mal gemeinsam – und, soweit bekannt, nie gegeneinander – agiert.

Die nun in den usppa umgehenden Vermutungen, trump habe sich vermittels einer sehr klugen psychologischen Profilierung (durch Geheimdienste) zum Schlag gegen Syrien – und mithin zu einer grundlegenden politischen Wende – treiben lassen, weil die (angeblichen) toten Babies ihn emotional so berührt hätten, sind unsinnig. trump ist nicht blöde und weiss, dass tagtäglich auch Babies unter furchtbaren Umständen verrecken dank der isis „Freunde“ der usppa. Im übrigen, Pardon, wenn das kalt klingt, gehört das Wohlergehen von Babies höchstens sehr peripher zu den Interessen von politischen Anführern. Die Babynummer ist glasklar ein Bildchen für die Massen.

Ebenso unsinnig ist die Variante, seine Tochter ivanka habe flehentlich auf ihn eingewirkt, sei es, weil sie so gerührt war oder sei es, weil ihr Mann jared kushner sie drängte oder manipulierte.

Seien wir mal realistisch. Dass die kushners eine jüdische Familie sind und auch, zumindest in Teilen, zionistische Interessen vertreten oder zu vertreten vorgeben, weiss trump seit Jahrzehnten. Wenn er kushner in die Machtposition brachte, in der er nun ist, dann gewiss nicht ahnungslos, sondern mit einer ziemlich klaren Kenntnis dieses Umstandes und dessen Kontur und Tiefe.

Vor allem aber: politik funktioniert beileibe nicht so wie die meisten das denken und Kriege, zumal nicht oder noch nicht oder nur in gewissem Umfang militärische, funktionieren ebenfalls nicht so wie die meisten Leute sich das vorstellen.

Abgesehen von eher seltenen und ungewöhnlich günstigen (für die Betreffenden) Umständen kann man weder in der politik noch im Krieg einfach schwarz-weiss agieren und schnell die Verhältnisse oder die Situation auf dem Schlachtfeld verändern. trump ist nicht in so einer günstigen Position, ganz im Gegenteil. Wer dachte, trump würde Putin anrufen und zwei Wochen später einen Freundschaftsvertrag oder wenigstens einen über die Aufteilung der Welt und gegenseitige Akzeptanz und Anständigkeit unterschreiben, der war, Pardon, einfältig.

Wie sieht also die Realität aus? Ich denke, die besten Hinweise dazu findet man bei Machiavelli und Sun Tsu. Es geht um ein komplexes Spiel, bei dem kaum eine Figur klare Konturen hat und gut einschätzbar ist und es geht um vielerlei Finten, häufig sogar über mehrere Bande, sowie um ein komplexes Stellungsspiel. Und das Ganze wird sicher nicht übersichtlicher dadurch, dass es obendrein immer eine interne, tatsächliche und eine Anscheinsebene, ein „Schaufenster“ (oder Schauspiel) für die Bevölkerung gibt.

Der viel gehasste kushner, das finde ich interessant, gehört dabei übrigens für trump zu den sehr wenigen recht klar konturierten und einschätzbaren Figuren.

Womit wir bei einem weiteren Punkt bei der Frage nach der Realität sind. Ich schrieb es schon vor langer Zeit: Auch die jüdische Bevolkerung in den usppa hat sich gespalten bzw war noch nie wirklich einheitlich. Eine etwas simple aber für unsere Zwecke ausreichende Einteilung ist die in israel-fanatische zionisten und in amerikanische jüdische Familien. Interessant, denn ziemlich genau das gab es vor langer Zeit schon mal bei uns hier in Deutschland. Auch damals waren sehr viele des, oh so bösen „jüdischen Ungeziefers“ tatsächlich in allererster Linie Deutsche – und das sagten die auch glasklar und öffentlich. Viele, sehr viele, haben damals offen gesagt und teilweise sogar in Zeitungen geschrieben, dass sie in allererster Linie Deutsche seien und erst in zweiter Linie eben nicht dem katholischen oder dem evangelischen sondern dem jüdischen Glauben angehören. Dass es auch reichlich jüdische Soldaten in der Wehrmacht gab, war keineswegs Zufall.

Die meisten davon waren – und sind heute in den usppa – Teile des gehobenen Bürgertums, also Anwälte, Ärzte, kleine und mittlere Unternehmer. Und gut und lange integrierte Deutsche, bzw. heute amis.
Die andere Fraktion aber, die es ebenfalls auch damals schon gab, wenn sie auch noch beträchtlich schwächer waren als heute, waren und sind die zionisten. Teilweise sind die jüdisch, zu einem größeren Teil aber sind die sektiererische „Christen“ – und alle sind sie für die Unterwerfung oder gar Auslöschung der Araber und für ein mächtiges und reiches israel.

Und nochmal: Erhebliche Teile dieses Kampfes sind nicht militärisch, ja, nicht einmal (oder kaum) sichtbar und intern innerhalb der Gesellschaft und insbesondere des Macht- und Staatsapparats der usppa.

Wo stehen die kushners? Besichert wissen kann ich das nicht; ich kenne die ja nicht seit Jahrzehnten intim. Aber sinnvoll einschätzen kann man es.
Die kushners sind Milliardäre und sie machtenund machen ihr Vermögen in den usppa. Man darf also annehmen, dass die zu jenen jüdischen Kreisen gehören, die sich als Teil der amis sehen und die usppa nicht kaputt gehen sehen wollen (und also den „patrioten“ zuzurechnen sind).

Zugleich, das darf man nie aus dem Auge verlieren, gilt aber auch, dass politik ein ständiges Schachern ist und ein mörderischer Maskenball, bei dem so mancher mehr als eine Maske trägt.

Die zionisten werden nicht in einem großen Schlag erledigt werden. Wie so oft im Krieg wird es auch in diesem erst lange kleinere Stellungsscharmützel geben.
Und genau das, so behaupte ich, sehen wir auch im Fall trump und Syrien. Mehr noch, man könnte den Vorfall durchaus als Scharade sehen, der sowohl Syrien wie auch Russland stärkte.

Und Russland? Lawrow verhält sich wie Lawrow, die wunderbare Sacharowa lacht die dämlichen amis wie üblich aus – sehr höflich, natürlich, Putin ist erbost wegen der groben Rechtsverstöße. Soweit so wenig überraschend, wenn auch bemerkenswert insofern als der Tonfall kühler und schärfer geworden ist und bei Russland die Stahlwand hinter dem freundlichen, diplomatischen Gummibelag zunehmend deutlich erkennbar wird.

Und medwedew. Ja medwedew. Erstaunlich, da er doch ein weithin belächeltes Leichtgewicht ist und auch gar nicht zuständig. Weder die Aussenpolitik noch das Militär gehen medwedew etwas an. Aber er äussert sich – und zwar deutlich und offenkundig verärgert. Fast möchte man meinen, Putin habe ihn beauftragt und ihm den Text vorgelegt, um zu sagen, was Putin bewusst nicht selbst sagen möchte, aber gesagt haben will, wenn auch ohne rechtliche Verbindlichkeit.

Ich nenne das ein Schauspiel mit einer Konfetti-Einlage (medwedew). Und ich lächle beruhigt, denn ich sehe, dass trump und der Kreml ein Stückchen aufführen; gewiss, ein seltsames und stellenweise absurdes, aber die stählernen Dolche stecken noch in den Scheiden. Eines auch, das wie ein Tanz ohne Verabredung wirkt und etwas grobschlächtig, aber die Säbel sind doch Requisiten.
Und was mir persönlich angesichts meiner Sicht auf die amis sehr wichtig ist: Ich sehe, dass die Russen gut gerüstet sind, gut aufgeklärt haben und, sollte es nötig werden, von einem Augenblick zum Nächsten, die Bühne in ein Schlachtfeld verwandeln können (und werden).

http://vineyardsaker.de/2017/04/09/dies-und-das-syrien-trump-kushner-und-das-huebschchen/#more-350

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Diskussionen

2 Gedanken zu “Syrien, trump, kushner (und das Hübschchen)

  1. Meine Güte, was für ein Blödsinn. Habt Ihr da ein Horoskop veröffentlicht oder soll das politischer Beitrag sein? Wenn Ihr sonst nichts habt, dann lasst doch lieber solche Beiträge weg, anstatt sie einzustellen, nur damit Euer Soll von drei Beiträgen pro Tag erreicht wird, was Ihr Euch offensichtlich als Planerfüllung gesetzt habt.
    Mir fällt auch auf, dass Ihr seit langer Zeit schon keine Leserzahlen mehr veröffentlicht. Sind die mittlerweile so schlecht? Und wenn das so ist, welche Schlüsse zieht Ihr dann daraus?
    Ein Wunder wäre das nicht, wenn ich sehe, was bei Euch manchmal über den Tresen geht. Das ist schlichtweg gesagt zu großen Teilen Schrott, weil Kaffeesatzleserei und keine politische materialistische Analyse. Es ist eine Schande, wie Ihr mit dem Interesse der wenigen umgeht, die sich überhaupt noch für eine linke Sichtweise interessieren.

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    Verfasst von Rüdiger Rauls | 10. April 2017, 18:47

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