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Kultur, Satire

Russland plant Raketenabwehr entlang US-Küsten

 

von Wilfried Kahrs – https://qpress.de

Atominimum: Das entwickelt sich zu einer echten technische Herausforderung, der sich die Russen aber durchaus gewachsen sehen. Wie baut man also vernünftige Raketenabwehrbasen in internationalen Gewässern? Für die neuen Bedrohungen Russlands reichen die bisherigen Abwehrstationen in Ost-Sibirien nicht mehr aus, die Vorwarnzeiten sind zu kurz und die Geschwindigkeiten der feindlichen Geschosse zu hoch. Selbst die mobil- atomare Untersee-Präsenz lässt erhebliche Reaktionslücken. Man muss näher und massiver an die Bedrohung heranrücken. Das ist internationale Militär-Philosophie und da machen selbst die Russen keine Ausnahme.

Wie es aussieht, kommt es zu Überschneidungen und einer Reihe von Missverständnissen. Die US-Amerikaner schlagen Alarm, sind entsetzt und reden gar von wahnsinniger Bedrohung direkt vor ihrer Haustür. Das wiederum entsetzt Russland, denn es liegt ihnen doch fern die friedliebenden Amerikaner zu verängstigen. Die waren und sind doch gar nicht Ziel der russischen Anstrengungen bei dieser neuen Abwehrmaßnahme, allenthalben kollateraler Nutzen über den man lieber schweigt. Wenn man das beigefügte Kartenmaterial so ansieht, dann ist es schon ziemlich dicht an den USA dran. Da ist es gut, wenn sich Russland dazu erklärt. Wir wissen natürlich mal wieder vorab worum es dabei eigentlich geht.

Russland plant Raketenabwehr entlang US-KüstenDie Bedrohungslage für Russland ist nur vordergründig neu, kommt nicht wirklich überraschend. Russland hat demnach festgestellt, dass die größte Bedrohung in Zukunft von Neuschwabenland ausgeht. Leider lässt sich diese geologische Einheit nicht verschieben. Sie ist am Südpol wie festgenagelt. Damit steht völlig außer Zweifel, wenn Russland eine effektive Rundum-Raketenabwehr gegen Neuschwabenland errichten will, muss es links und rechts von den USA massiv präsent sein. Die andere offene Flanke, auf der gegenüberliegenden Seite der Erde wird von den Chinesen gut bewacht. Deshalb kann man da etwas gelassener an die Sache herangehen. Die USA selbst, aus welchen Gründen auch immer, lassen eine Stationierung russischer Abfangsysteme auf ihrem Grund nicht zu.

Alternativ hätte Russland landgestützte Abwehrsysteme auf Kuba oder in Mexiko stationieren können. Um allerdings die USA nicht unnötig zu provozieren, hat man auf entsprechende Anfragen in diesen Ländern gänzlich verzichtet. Letzteres zeigt, wie behutsam und rücksichtsvoll Russland mit dieser ernsten Thematik gegenüber den USA umgeht. Aufgefallen ist diese neue Bedrohungslage nach einem generellen Faktencheck. Man ist mehr oder weniger indirekt auf diese Bedrohung gestoßen, nachdem bekannt wurde, dass beispielsweise nordkoreanische und iranische Raketen, die auch die USA bedrohen, in Rumänien und Polen abgefangen werden müssen. Durch diesen Umstand konnte die etwas verquere Sichtweise auf Bedrohungslagen auch von Russland nachempfunden und novelliert werden. Eine eher unerfreuliche Auslegung derselben Tatsache gibt es hier bei einem Feindsender nachzulesen: US-Raketenabwehr in Europa schafft Bedingungen für Atomschlag auf Russland – Moskau[Sputnik]. Natürlich sind die USA kein ernstzunehmender Gegner für Russland, aber beim täglichen Sparring entdeckt man dadurch die Lücken.

Enormer, weitergehender Aufklärungsbedarf

Russland plant Raketenabwehr entlang US-KüstenAngeblich leben wir in einer aufgeklärten Welt. Der Schein trügt sehr. Wir sind alles andere als aufgeklärt. Wir werden bewusst in Unwissenheit und Dunkelheit gehalten und das massenhaft. Nicht umsonst kommen solche schrillen Aufklärungsverlangen immer wieder an die Öffentlichkeit: Nato verlangt von Moskau Aufklärung über “Iskander”-Raketen[SpeiGel auf Linie]. Dabei wissen wir doch, dass das atomare Hütchenspiel schon sehr betagt ist. Ausgerechnet solche Auskunftsverlangen dürfen als Teil der steten Propaganda und Stimmungsmache begriffen werden, um Feindbilder aufrecht zu erhalten und die Masse manövrierbar. Wenn man weiß, dass Angst die Herde zusammenhält, ist man immer wieder gut beraten sie auch tatsächlich in Angst und Schrecken zu halten. Das gilt universell und jeder Verängstiger hofft inniglich, dass niemand seine Angst-Mach-Masche eines Tages entzaubert.

https://qpress.de/2017/04/01/russland-plant-raketenabwehr-entlang-us-kuesten/

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Diskussionen

Ein Gedanke zu “Russland plant Raketenabwehr entlang US-Küsten

  1. dann bekommt der Ami endlich auch das was er verdient hat nach dem er regelrecht gebettelt hat.

    Gefällt mir

    Verfasst von reiner tiroch | 3. April 2017, 14:08

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