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Inland, Medien

Große Lämmer-Demo für die Rettung der CIA-Metzger

von Wilfried Kahrs – https://qpress.de

Waschen & Schminken: Ist das nicht lustig? Bitte immer nur ein bisschen Wahrheit, aber niemals das volle Programm! So etwas kann die gesamte Herde der Lämmer vor dem Schlachthof in schlimmste Nervosität versetzen. Ergo demonstrieren sie jetzt schon für die Beibehaltung eines geordneten Schlachtbetriebs. Genau so mutet es an, wenn man dieser Tage die vor Mitleid triefenden Berichte zum CIA-Skandal im Mainstream liest. Das alles, nachdem Wikileaks vermutlich eher einen sehr geringen Teil ihrer Hexenkunst publik machte. Aber auch das Aufblasen von Mücken zu Elefanten ist eine Kunst, die man keineswegs unterschätzen sollte.

Das Gezeter ist jedenfalls kaum zu überhören. Galt die CIA bisher schon vielen Nationen und Gruppierungen zurecht als Sinnbild der Ausforschung, Überwachung und des unfassbaren Verbrechens, wird jetzt erstmals offen der Schutz dieser höchst kriminellen Vereinigung gefordert. Nebenher sei einmal daran erinnert, das die CIA ihre ureigenen Mordprogramme unterhält. Dagegen dürfte die klassische Mafia wohl eher ein totaler Kindergarten sein. Nun ja, die Mafia kann ja auch nicht von demokratisch legitimierten Morden reden, dazu muss man wirklich erst einmal das Recht komplett überwunden haben und CIA heißen. Das macht andere Geheimdienste übrigens nicht besser, nur scheint es so, als hätten sie derzeit noch kein Dichtigkeitsprobleme.

Sind die harschen Reaktionen womöglich die ersten Wehen und Vorstufe dazu, Wikileaks alsbald gänzlich aus dem Verkehr zu ziehen? Sehen wir doch mal nach, welche Bedenklichkeiten sich jetzt in den großen Mit-Leid-Medien zur Rettung dieses empfindlich angeschlagenen Dienstes erheben.

SpeiGel auf Linie

[…] aber jetzt drängt sich ein Thema in den Vordergrund, dessen Tragweite man wohl kaum überschätzen kann. Die jüngsten Enthüllungen von WikiLeaks zur CIA dürften nicht nur die Welt der Geheimdienste erschüttern, sie machen unsere Welt insgesamt unsicher. Wenn Anleitungen zum Hacken für jedes Land, jeden Verbrecher, jeden Geheimdienst allgemein zugänglich werden, dann ist vermutlich kein Unternehmen, keine Infrastruktur, dann ist nichts mehr sicher. Man weiß gar nicht, worüber man mehr schockiert sein soll: Darüber, wie mächtig die CIA ist, oder darüber, wie ohnmächtig sie ist. Einerseits wissen wir jetzt, dass sie vielleicht in unserem Fernseher, Kühlschrank oder Handy sitzt. Andererseits wissen wir das alles nur, weil die CIA nicht verhindern konnte, dass all ihre Tricks und Masterpläne öffentlich gemacht werden. Egal, wer hinter dem Leak steht, es ist die Entgrenzung des Cyberkriegs. ▶︎ News: WikiLeaks, CIA, […][SpeiGel auf Linie]

Deutsche Tageszeitung

Große Lämmer-Demo für die Rettung der CIA-Metzger[…] Derartige Enthüllungen “bringen nicht nur US-Personal und Einsätze in Gefahr, sondern statten unsere Gegner auch mit Werkzeugen und Informationen aus, um uns zu schaden”, sagte eine CIA-Sprecherin am Mittwoch in Washington. Deutsche Politiker forderten Konsequenzen. ▶︎ CIA: Wikileaks-Enthüllungen bringen Leben von US-Bürgern in Gefahr [Deutsche Tageszeitung]

FAZ net rum

[…] Das CIA-Datenleck ist gefährlicher als frühere Leaks. Es entblößt nicht nur einen der größten Geheimdienste der Welt. Der Schaden ist gravierender. […] Es handelt sich um eine echte Explosion, vielleicht mit verzögerter Wirkung, aber im Megatonnen-Bereich und mit globalen Folgen. Das meint man auch in der amerikanischen Regierung. […] Dieser Teil der Leaks könnte auch die deutschen Technologiekonzerne übel treffen. […] Kriminelle Attacken auf dem Niveau der CIA […] Das Material versetzt bereits mit diesem ersten Ausschnitt Militärs, Nachrichtendienste und Kriminelle auf der ganzen Welt in die Lage, ihre Angriffe auf das Niveau der CIA zu heben und viele neue Attacken zu bauen, die nicht abgewehrt werden können. Falls das gesamte Archiv publiziert wird, ist die Sicherheit der betroffenen Systeme auf lange Zeit nicht mehr zu gewährleisten – und das gegen Tausende möglicher Angreifer mit allen möglichen Motiven. Die Welt wäre komplett kompromittiert. Jeder kann dann NSA.

Es sollte auch nicht unbeachtet bleiben, dass dieser Leak die CIA impotent macht. Terrorfürsten und Diktatoren werden ihn als Negativkatalog lesen und sich der Beobachtung entziehen, was eigene Implikationen für die globale Sicherheit hat. Und schließlich muss dringend breiter und lauter hinterfragt werden, wo die Grenzen der Verantwortung beim Leaken liegen – und warum ausgerechnet Wikileaks Werkzeuge für Angriffe und Massenüberwachung in die Welt bläst. ▶︎ Wikileaks-Enthüllungen Jetzt kann jeder NSA [FAZ]

Schluss mit lustig

Demzufolge wird es wohl nur eine Frage der Zeit sein, bis die Rufe lauter werden, endlich mal auf Wikileaks einzudreschen. Dass ausgerechnet die anderen Geheimdienste hinterm Mond leben und auf diese Tricks gewartet hätten, ist dabei nicht anzunehmen. Vermutlich ärgern sie sich jetzt gemeinsam mit dem CIA. Immerhin sind auch ihnen dadurch allerhand brauchbare Werkzeuge abhanden kommen, die garantiert nicht als Unikate der CIA gelten durften.

Wir können jetzt förmlich auf die sich bereits andeutende Soli-Welle für den CIA warten. Solange also die Lämmer (hier wieder einmal würdig vertreten durch den Mainstream) noch für die Rettung des Metzgers demonstrieren, ist die hoch kriminelle Welt der Geheimen noch nicht völlig verloren. Dabei weiß man gar nicht was einem mehr zu Denken geben sollte? Die dem Kapital hörigen Massenmedien oder aber die denselben Einflüsterern gehorchenden Geheimdienste. Es dürfte ein offenes Geheimnis sein, dass die Geheimdienste vielfach ein bedenkliches Eigenleben abseits aller demokratischen Vorstellungen führen.

Na, dann warten wir mal auf die ersten gut organisierten Demos zur Rettung der CIA und zur Zerschlagung von Wikileaks. Da werden sich sicher genügend bezahlte Troll-Typen von einigen NGO’s finden lassen. Im Bedarfsfall mal bei der Merkel-Jugend anfragen. Zum Schluss nochmal nachgefragt, wer kollaboriert denn jetzt nicht mit dem Metzger, den wir jetzt vor einer großen Enthüllungsseuche retten sollen? Ja, es wäre schlimm wenn der in sein eigenes Messer fiele. Dann könnten die vielen Lämmer nicht mehr ihrer originären Bestimmung zugeführt werden.

https://qpress.de/2017/03/10/laemmer-demo-fuer-die-rettung-der-cia-metzger/

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