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Ausland, Naher Osten

Mossuls Befreiung mit Giftgas und Wattebällchen

von Wilfried Kahrs – https://qpress.de

What-War: Inzwischen haben wir es alle längst begriffen. Wenn gerechte Friedenseinsätze mit Waffengewalt durchgeführt werden, dient dies meist der Rettung irgendwelcher, eigentlich gar nicht gefährdeter Menschen. Wenn ein Despot annähernd dasselbe zum Schutz seiner Bevölkerung vor marodierenden Terror-Horden aus dem Ausland durchzieht, ist das ein brutales und übles Unterfangen. Ja, es ist geradezu eine Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Immer werden dabei wahllos und in Massen Zivilisten abgeschlachtet, worüber sich die Welt bitteschön bitterlich und propagandistisch korrekt zu beklagen hat.

Genau genommen sind die Situationen in Aleppo und Mossul vergleichbar, denn in beiden Fällen wütet der IS in der Stadt und macht der Zivilbevölkerung ernstlich zu schaffen. Die inzwischen von Russen und Syrern durchgezogene Befreiung Aleppos war natürlich ein derart barbarischer Akt, bei dem so unendlich viele Zivilisten nutzlos ins Gras beißen mussten, dass die Welt heute noch darum trauern muss. Die Festsetzung von NATO-Soldaten in Aleppo, auch von deutschen IS-Helfern, konnte relativ glimpflich mit dem Berliner Terror überspielt werden. So konnte man von völkerrechtswidrigen Aktivitäten, auch Deutschlands, recht gut ablenken. Einer der Feindsender meldete dies hier: Deutsche NATO-Offiziere in Aleppo verhaftet – Bundeswehr machte mit IS gemeinsame Sache[AnonymousNews]. Wenn man allerdings mit den USA befreundet ist und auch die NATO hinter sich weiß, kann man niemals im Unrecht sein, das wird allzu gern bei dieser Angelegenheit vergessen.

Assad setzt Giftgas in Mossul ein

Mossuls Befreiung mit Giftgas und WattebällchenNun, das wäre doch mal wieder ein glaubhafter Aufhänger, nur eben falsch. Selbst die Amis wissen meistenteils nicht, dass Mossul im Irak und nicht in Syrien liegt. Aber dem “Kampf fürs Gute” tut natürlich auch das keinerlei Abbruch. Nein, irgendwer sonst schmeißt jetzt wieder Giftgas in den Ring: Spuren von Giftgaseinsatz in Mossul[ZEIT]. Dass Hillary Clinton die Giftgasversorgung der Terroristen in Syrien übernahm ist ein offenes Geheimnis, dem aber genauso wenig Beachtung geschenkt wird wie den zahlreichen Mysterien rund um 9/11. Hier mehr dazu: Hillary Clinton, Sarin-Gas für IS-Terroristen und tausend Tote![Heise].

Sind das in Mossul jetzt Hillarys Restbestände an libyschem Giftgas? All das interessiert einfach niemanden. Hauptsache Assad und Putin sind böse, dann ist das Soll erfüllt und die Welt in Ordnung. Gar nicht auszudenken, welche Wellen die Meldung geschlagen hätte, wenn dieselben Giftgas-Rückstände in Syrien gefunden worden wäre. Vier Wochen die Seite eins aller Qualitätsmedien wäre das mindeste im Kampf gegen den bösen Assad gewesen.

Mossuls Befreiung mit Giftgas und Wattebällchen

Mossuls Befreiung wird mit Wattebällchen gelingen

Niemand soll auf die törichte Idee kommen, dass die Befreiung Mossuls durch die irakische Armee und die US-Terrormilizen Opfer unter der Zivilbevölkerung hervorrufen kann! Wir erinnern, dass die Befreiung dort mit rosa Wattebällchen erfolgt. Jeder aufrechte Kämpfer vom IS, den man so erlegt, stellt sich tot und ist raus aus dem Rennen. Zivilisten müssen dort überhaupt nicht sterben, sie applaudieren nur zu diesen Festspielen und warten gespannt wie Rapunzel auf ihre Befreier und Retter.

Ist noch niemandem in der offiziellen Berichterstattung dieser signifikante Unterschied zwischen Mossul und Aleppo aufgefallen? Aktuell gibt es ausschließlich heroische Erfolgsmeldungen, nur selten mal ein paar Spritzer Blut dazwischen. Das ist schon annähernd eine so aufrechte, ehrliche und heldenhafte Berichterstattung, wie wir sie sonst nur noch in Nordkorea vorfinden. Weiterhin ist es erstaunlich ruhig um die Befreiung von Mossul. Haben unsere Medien wirklich so wenig Interesse daran?

Immerhin sitzen dort nicht weniger Zivilisten als in Aleppo in der Falle. Dennoch, kein Geschrei, kein Gezeter, keine ungerechten Opfer. Die Helden machen alle korrekt ihren Job und lassen lediglich sang- und klanglos die Bösewichte dort sterben, die man zuvor eine ganze Weile seitens des Westens für noch gerechtere Ziele auskömmlich ausbildete und finanzierte. Wäre das jetzt eine Aktion von Putin und Assad gewesen, könnte das Geschrei nicht mörderisch genug ausfallen. Ach was ist es gut, dass wir endlich mal wieder auf der richtigen Seite stehen. Und die wenigen Zivilisten die in Mossul jetzt für einen guten Zweck verrecken, die können wir locker wegstecken.

https://qpress.de/2017/03/08/mossuls-befreiung-mit-giftgas-und-wattebaellchen/

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