//
du liest...
Debatte, Ideologien

Geld-Adel „Menschen“ und Schafe

schafherde

von Norbert Nelte

Es ist ein perverse Welt, die die Löhnabhängigen seit 7.000 Jahren im Schwitzkasten hat.´

Die Elite hält sich in der Tat für ausgereifte Menschen und die Arbeiterklasse für eine niedrigere Menschenart, wie den Homo Erectus, zu doof, um zu kapieren, was abgeht, aber noch fit genug, um zu arbeiten. Nachdem Friedrich der Große an Voltaire schrieb „das gemeine Volk modert immer im Schlamm seiner Vorurteile dahin“, meinte Voltaire, dass jetzt die Herrschenden das Volk als „Tiere unterhalb des Menschengeschlechts“ einschätzen.

Das ist über eine 7.000 Jahre alte Klassenherrschaft der sowohl der Elite als auch den „Lämmern“ eingeprägt worden. Heute glauben sie wirklich daran, dass sie selber zum Führen geboren sind, weshalb die Eliten auch manchmal offen oder halboffen über ihre Gangstertaktiken reden in der Gewissheit, die Lämmer können das sowieso nicht verarbeiten. 80% aller Deutschen können schlechte Nachrichten nicht verarbeiten und schon gar nicht solche, die Ihnen sagt, dass die Herrschenden es nur auf ihre Ausbeutung abgesehen haben.

Da tun sie sich doch lieber wie oft die Vergewaltigungsopfer mit dem Täter identifizieren und dann kann man es leichter ertragen und außerdem, fällt dabei nach der Pferdeäpfeltheorie für ihn als Spatz ja noch was ab.

thukydides

Den Begriff Lämmer für das Volk hatte das erste Mal Homer (etwa um 850 v.u.Z.) benutzt.(Vgl. Prof. Rainer Mausfeld: „Die Angst der Machtelite vor dem Volk“) Aus diesem Grunde war die bürgerliche Geldelite in der Renaissance (Wiedergeburt) ganz begeistert von den antiken Griechen, nicht weil sie die Demokratie lehrten, sondern die Illusion einer Demokratie.

Thukydides (454 vor – 399 v.u.Z.) wies dann als erster auf die Notwendigkeit einer Ersatzdemokratie hin, es müsse „dem Namen nach eine Demokratie, in Wirklichkeit die Herrschaft des Ersten Mannes.“ (nach Mausfeld, auch die Karte ist von ihm)

aristoteles

Aristoteles (384 vor – 322 v.u.Z) wies darauf hin, dass bei einer Demokratie „die Armen, weil sie die Mehrheit bildeten, das Vermögen der Reichen unter sich teilen“. Was er ungerecht fand.

Deshalb war er für eine Timokratie, „die Herrschaft der Angesehenden und Besitzenden“ (Ebda.), was wir heute in Wirklichkeit auch haben, wenn wir von dem Firlefanz mit dem „Gewissen“ bei der repräsentativen Demokratie einmal absehen.

Meine Eltern und Großeltern waren Fabrikanten. Als ich als 14jähriger einmal erwähnte, dass ich schon will, dass alle Menschen in der Welt die gleichen Rechte und Chancen haben, sagte meine Oma spontan zu mir: „Du bist ja kein Mensch mehr“. Den Satz hatte ich damals natürlich in seiner ganzen Tragweite noch nicht verstanden, aber ich wusste, das ist eben ihre Welt und nicht meine.

Meine Mutter machte nämlich den Fehler, dass sie den ganzen Tag in der Firma war und mich von einem Kindermädchen, also einer Arbeiterin erziehen hat lassen, und das auch noch in der DDR, also keiner Gouvernante. Ich bin antistaatskapitalistisch und zur Solidarität erzogen

Sie glauben so fest an die zwei Tierarten bei den Menschen, die Einen seien zum Führen geboren und die Anderen zum Dienen. Nur die Allerobersten wissen, dass dies ein notwendiger Fake ist, um die Lohnabhängigen auszunehmen wie eine Weihnachtsgans.

newsmapMir hat einmal ein Manager vom Vorstand bei Ate 1972 erzählt, dass die Siemens Manager nach Moskau zum Kapital Studium geschickt werden. Also die Top Leute in der Elite wissen schon, dass ihre Welt zu Ende geht.

Die Elite darunter aber kann sich nicht vorstellen, dass ihre Welt zu Ende gehen könnte und besonders die Vorherrschaft der USA. Sie glauben doch wirklich noch, China bei seinem Aufstieg zur größten Wirtschaftsmacht zu bremsen: USA wollen im Iran den Aufstieg Chinas zur Weltmacht stoppen

Unterhalb der Schafe kommen noch die schwarzen Schafe. Thomas P.M. Barnett, Chefstratege in den USA; schreibt in seinem Buch: „The Penteagons New Map”

„Sie soll durch die Vermischung der Rassen herbeigeführt werden. Mit dem Ziel einer hellbraunen Rasse in Europa. Hierfür sollen in Europa jährlich 1,5 Millionen Einwanderer aus der dritten Welt aufgenommen werden. Das Ergebnis ist eine Bevölkerung mit einem durchschnittlichen IQ von 90, zu dumm, um zu begreifen, aber intelligent genug, um zu arbeiten.“

An solchen Müll muss man fest glauben, sonst könnte man nicht so einen Quatsch schreiben von einem IQ von 90 bei einer hellbraunen Ethnie. Aber daß die Schwarzen dümmer sind, ist bei der amerikanischen Intelligenz sehr verbreitet und dass sie mehr zur Kriminalität neigen würden.

Aber genau so, wie bei der Elite der Glaube an 2 Tierarten bei den Menschen verbreitet ist, ist dieser Glaube auch bei 95% des Volkes verbreitet. Dies wurde dem Volk immer und immer wieder erzählt, dass sie unmündig sind und komplizierte Zusammenhänge wie in der Politik nicht verstehen würden, bis sie es geglaubt haben. Deshalb darf der Abgeordnete nicht dem Beschluss seiner Partei folgen, sondern nur seinem „Gewissen“. Das folgt natürlich nicht dem Wühler, sondern der Elite. Dem Wähler verspricht der/die Abgeordnete das Blaue vom Himmel, folgt aber dann der ´“Realpolitik“, also den Reichen.

Juncker: „Wenn es ernst wird, muss man lügen…

Schäuble: „Auch wir bescheißen gelegentlich“ – Finanzmarktkrise

Von Natur aus, ist der Mensch solidarisch. In der Schule wird er ganz gezielt zur Konkurrenz hin getrimmt. Die erste Aufgabe aller Fächer ist nicht die Vermittlung von Wissen, sondern von Disziplin. Deshalb verweigern die Arbeiterkinder oft dié Bildung, weil sie spüren, dass sie damit auch lernen sollen, sich über den Anderen zu erheben.

Für einen, der zur Solidarität hin erzogen wurde, und das sind fast alle Arbeiterkinder, ist das Konkurrenzsystem ein ekelhaftes Prinzip.

„Und weil der Mensch ein Mensch ist, Drum hat er Stiefel im Gesicht nicht gern!
Er will unter sich keinen Sklaven sehn, Und über sich keinen Herrn. Drum links . „
.heißt es bei Brecht.

Ich erzählte einem Krankenpfleger von den Betrieben ohne Boss, und er meinte, das wäre gar nicht möglich, denn wir Arbeiter wüssten gar nicht, wie man einen Betrieb führen kann. Ich erwiderte ihm, dass die Bosse dazu auch ihre Leute haben, die das machen. Ich selber bin Betriebswirt, verstehe mich als Arbeiter, und war auch einmal Geschäftsführer. Dann zeigte ich ihm den Film aus Argentinien, Fabriken ohne Chef. Danach hat er zwar kein Einwände mehr gewusst, aber ich weiß, wenn er zur Tür hinaus ist, ist alles wieder vergessen.

Das sitzt so tief, da kommt man nicht gegen an. Erst eine neue breite Arbeiterbewegung könnte seine Haltung ändern, weil er dann erst neue Erfahrungen machén könnte

Aber egal, es gibt schon in 16 Ländern selbstverwaltete Betriebe, davon in Argentinien mit 62.000 Arbeitern und Frankreich mit 53.000 Arbeitern. Der erste Schritt zum Sozialismus, sagte Marx. Die Selbstverwaltung ist nicht mehr zurückzudrängen. In Argentinien und Brasilien versuchen es ja die beiden von der Wallstreet eingesetzten neoliberalen Helden Macri und Temer. Sie haben nur die Proteste und Demos erhöht

selbstverwaltung

1,2 Millionen Wählerstimmen hat schon das trotzkistische Bündnis, das die Betriebe ohne Boss mit aufgebaut haben. Wenn jetzt Trump mit seinem Protektionismus die Weltwlrtschaft an die Wand fahren wird, wird sich die Selbstverwaltungsbewegung nicht nur in Argentinien, überall 100fach ausweiten. Für die ganz Ungeduldigen. Etwa 2020 werden sie auch nach Deutschland kommen, während in Argentinien eine Doppelherrschaft der bürgerlichen Regierung und des Arbeiterrates entsteht. Der Arbeiterrat wird aus der jetzigen Koordination der Betriebe ohne Boss hervorgehen. Die Illusionisten und Repräsentanten haben dann endgültig fertig – für immer

1

http://www.marktendenews.de/Basisd#

Demokratie/Die%20Selbstverwaltung/ist%20nicht%20mehr%20zurueckzudraengen.html 06.11.2016 Die Selbstverwaltung ist nicht mehr zurückzudrängen

 

 

 

 

 

 

 

Advertisements

Diskussionen

Es gibt noch keine Kommentare.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Archive

%d Bloggern gefällt das: