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Ausland, Europa

Ein Balkangespräch

dodic

von http://vineyardsaker.de

Bild: Präsident Milorad Dodik ist ein bosnischer Politiker serbischer Volkszugehörigkeit. Seit dem 15. November 2010 ist er Präsident der Republika Srpska, einer von zwei Entitäten von Bosnien und Herzegowina

Im Folgenden die Übersetzung eines sehr interessanten Gesprächs durch sloga zum Thema Balkan. (Quelle)

Bosnien – Am Balkan nichts Neues.

Kurzes Gespräch zw. Lavrov und Dodik (Präsident der RS).
Anmk: Bitte die Flaggen im Hintergrund beachten! Keine BiH-Flagge weit und breit.

L: Schön Sie zu sehen, Hr. Präsident! Und das regelmäßig! Ausgehend von Ihrem Gespräch mit Präsident Putin, möchte ich festhalten, was vereinbart wurde. Ziel ist es, am Prinzip der Vereinbarungen von Dayton festzuhalten. Es darf zu keiner Verletzung von Rechten der Staatseinheiten und ethn. Gemeinschaften kommen. Natürlich sind wir über die – in letzter Zeit sich häufenden – Versuche, Prinzipien auszuhebeln, besorgt. Uns ist bestens bekannt, dass einige unserer westl. Partner versuchen entweder ihre Augen zu schließen oder die Verletzungen direkt (aktiv) zu unterstützen. Wir arbeiten aktiv daran, sie (westl. Partner) davon abzuhalten und auf die Schiene der Vereinbarungen des UN-Sicherheitsrates zurückzubringen. Wir haben erst kürzlich im zuständigen UN-Komitee all die Fragen, die dieses Thema betreffen, prinzipiell gestellt und (von unseren Partnern) keine Einwände vernommen. Wir werden unseren Weg unbeirrt fortsetzen. Natürlich trachten wir weiterhin, unsere Bindungen zur RS auf Handels-, Wirschafts- und humanitärer Ebene weiter auszubauen. Wir rechnen damit, diese Themen datailliert besprechen zu können.

D: Vielen Dank Hr. Minister! Ich bin ebenfalls sehr erfreut, dass wir uns regelmäßig sehen. Ich danke natürlich erneut Ihrem Staat, Ihrer Regierung, Präsident Putin und Ihnen persönlich, zu Ihrem prinzipiellen und kontinuierlichen Standpunkt in Bezug auf die Probleme in der Region; insbesondere in BiH. Ich nutze die Gelegenheit, um mein Beileid zum Tod von Bot. Tschurkin auszusprechen. Er war tatsächlich unser großer Freund und für Sie; ein wichtiger Mann. Auf jeden Fall steht eines fest: Würde Rußland das internat. Recht nicht unterstützen (insbesondere die Dayton-Vereinbarungen in BiH), würden sich viele Dinge zum Schlechteren entwickeln.

Interview von Sputnik mit Dodik (Anmk: vor seiner Reise nach Moskau):

D: Ich kann behaupten, dass es sich um regelmäßige Konsultationen mit Präsident Putin handelt, die sich nun schon über Jahre entwickelt haben. Es ist ein üblicher Informationsaustausch. Unsererseits u.a. der Versuch, Investoren aus Rußland zu gewinnen, die sich in der Vergangenheit (Anmk: Anspielung auf Ölraffinerie der RS) als guter Investitor und Partner erwiesen haben. Natürlich werden wir jederzeit Präsident Putin, der Präsident eines Staates ist, welcher im Sicherheitsrat für den Frieden in BiH mitverantwortlich ist bzw. eines Staates, dem zweifellos eine tragende Rolle bei der Beeindigung der Kriegshandlungen und das Bringen von Frieden am Balkan zukam, über den Stand der Dinge in BiH und der Region – aus unserer Sicht – informieren. Natürlich interessiert uns die Sicht Rußlands auf aktuelle Themen wie Naher Osten oder Syrien, da sie sich unmittelbar auf unsere Region reflektieren. Durch die Gespräche können wir unser Potentiale in Bezug auf den globalen Terrorismus stärken. Ein Terrorismus, dem fast alle Länder dieser Erde ausgesetzt sind; wobei die RS unmittelbarst einer großen Gefahr ausgesetzt ist. Sie manifestiert sich in den verschiedenen radikalen Gruppen, die sich in der (mosl.-kroat.) Föderation befinden und immer weiter ausbreiten. Die RS ist zweifellos ein Ziel der islam. Terroristen. Daher ist bei den Gesprächen auch die Intensivierung der Ausbildung unserer Anti-Terror-Einheiten ein Thema. Auch in diesem Bereich müssen wir unsere Bindungen stärken.

Es handelt sich also um einen normalen, legitimen Besuch. Die dadurch entstehende „Hysterie“ basiert auf der Animosität gegenüber Rußland und letztendlich uns (RS) gegenüber. Das sind jene Kräfte in Sarajevo, die leichtfertig – dem Westen hörig – für Sanktionen gegen Rußland stimmten. Jene Kräfte, die Rußland gerne schwach sehen und die RS auslöschen würden. Jene Kräfte, die jede Form einer normalen Kommunikation mit Rußland als Verschwörung ansehen, die nicht existiert. Präsident Putin hat bei all den Gesprächen niemals das internat. Recht in Frage gestellt. Rußland hat niemals BiH und seine territor. Integrität in Frage gestellt. Ich habe niemals – offiziell oder privat – etwas anderes gehört. Ich nutzte hiermit erneut die Gelegenheit, um mich bei Präsident Putin zu bedanken, weil er vom Vetorecht gebrauch machte, als auf eine brit. Initiative das gesamte serb. Volk als „genozidales Volk“ gebrandmarkt hätte werden sollen (Anmk: selbstverständlich wäre das serb. Volk das erste, welches im Grunde als „genozidales Volk“ per Resolution gebrandmarkt worden wäre; davor gab es in der jüngeren Geschichte natürlich keine einzige Gelegenheit eine ähnliche Resolution bei anderen Völkern anzudenken bzw. einzubringen …).

S: Bei den Gesprächen wird es auch um das Thema „Volksabstimmungen/Referendum“ gehen. Meines Wissens nach war der russ. Botschafter der Einzige in Sarajevo, der den Standpunkt der RS (Volksabstimmungen abhalten zu wollen) positiv gegenüberstand. Erwarten Sie, dass Präsident Putin Sie ersuchen wird, eine bestimmte Volksabstimmung (Anmk: bez. Unabhängigkeit?) – sofern es zu ihr kommen sollte – zu verschieben?

D: Nein, das erwarte ich nicht. Ein Referendum ist ein ernster politischer Prozess, der nicht aufgehalten werden kann. Unser Treffen wurde im Juli vereinbart. Erst später kamen die Idee über ein Unabhängigkeitsreferendum auf. Sie war eine Reaktion auf die Aktionen aus Sarajevo. Bakir Izetbegovic hat gezeigt, dass der Verfassungsgerichtshof unter seinem Patronat steht. Außerdem ist bewiesen, dass der westl. Teil – der sich mit BiH befassenden Interessensgemeinschaft – die polit. Interessen der Bosniaken aktiv unterstützt bzw. aktiv benützt. Daher wird dieses Thema mit Sicherheit besprochen werden; stellt allerdings mAn ein Randthema dar.

Lt. Verfassungsgerichtshof sind „unsere“ Volksabstimmungen generell verfassungswidrig. Diese seit dem Krieg bestehende Stereotype, dass die Serben und die RS die alleinigen Schuldigen in der Region sind, wird erneut genutzt. Sie soll vor allem eines: Die bosn. Politiker und Strukturen versuchen damit ihre Passivität in Bezug auf die Verhinderung von Aktivitäten islam. Terroristen in der Region, zu verschleiern.

S: Gibt es eigentlich Informationen und Beweise, dass diese Gruppen sich vergrößern?

D: Natürlch. Da das Abenteuer in Syrien offensichtlich zu Ende geht, kommen viele – nun sehr gut ausgebildet – wieder zurück bzw. nach Hause. Wir haben diese Daten. Wir haben innerhalb des Innenministeriums eine Abteilung eingerichtet, die sich mit dem Terrorismus beschäftigt. Unsere Informationen zeigen große Versammlungen und eine kontinuierliche Expansion. Außerdem eine immer größer werdende Anzahl an musl. Bosniern, die sich dem internat. Terrorismus anschließen, der nicht nur die RS bedroht sondern die ganze Welt. Es ist bekannt, dass alle terror. Angriffe in Europa auf die eine oder andere Art mit Bosnien in Verbindung gebracht werden konnten. Natürlich sind nicht alle Moslems Terroristen. Aber alle in BiH ausgeführten terror. Akte wurden von Moslems ausgeführt.

S: Versuchen wir noch einmal das polit. Werkzeug „Referendum“ zu entmystifizieren. Warum war es plötzlich – als es erwähnt wurde – ein Startschuß um buchstäblich „aus allen Lagen auf die RS zu schießen“? Ja sogar mit einem neuen Krieg zu drohen … Was wollen Sie mit einem Referendum überhaupt zeigen? … Warum reagiert die Gegenseite darauf so nervös und gereizt?

D: Der Westen mischt sich grenzenlos in innerbosn. Angelegenheiten ein; in Bezug auf Lenkung von Mikro- und Makroprozessen. Für westl. Botschafter ist Bosnien ein Übungsplatz, um für zukünftige Posten an exotischen Orten zu üben (wie z.B. den Nahe Osten). Sie glauben, dass sie die Herrscher Bosniens sind. Aus diesem Blickwinkel betrachtet, unterstützen sie die Moslems in Bosnien und „leiden“ mit ihnen mit; betr. deren „weinerlichen Beschwerden“ in Bezug auf deren Opferstatus. Nur sie sind Opfer. Es wurden keine Serben und auch keine Kroaten getötet. Nur sie sind Opfer. Natürlich gab es auf allen Seiten Opfer. Es ist eine erbämrliche Lügenveranstaltung, die eine Aussöhnung verhindert. Die einen sind immer und überall Opfer während die anderen immer und überall Täter sind (Haag).

Es geht darum, dass der Westen Befehlsempfänger haben möchte. Sie wollen jene haben, die bereit und willig sind, ihre polit. Ziele auszuführen. Die RS hat bereits über Jahre gezeigt, dass sie dafür nicht zu haben ist. Sie ist zum Dialog und/oder Partnerschaft bereit. Allerdings ist sie niemals bereit sich zu unterwerfen und jenen zu folgen, die meinen, dass „wir die nächsten 300 Jahre gut leben werden, wenn wir nur folgsam wären“ (und von uns selbst Abstand nehmen bzw. uns selbst negieren). Wir werden fortsetzen, unsere Interessen zu verteidigen. Wir sind nicht gegen andere sondern FÜR unsere Interessen.

Das letzte Referendumg (Anmk: für den Nationalfeiertag der RS am 09. Jänner – Tag des Apostels Johannes) wurde von der westl. Gemeinschaft wie folgt sinngemäß kommentiert: „Ihr habt kein Recht darauf! Ihr müßt folgsam sein!“ Angeblich verletzen wir alle demokratischen Rechtsformen. Auf der anderen Seite haben wir vom Westen davor gelernt, dass die Meinung der Bürger eines der größten demokratischen Werte wäre. Wenn ein Referendum für die Völker des Westens ein besonderes Gut darstellt, wieso nicht für uns? Wo liegt das Problem?

Der größte Schuldige für die Situation ist die Struktur um den Hohen Repräsentanten (Anmk: wie der Zufall es will: von Beginn an stellten ihn die ösis), die sich in der Vergangeheit als Schwerstkriminelle auf höchster Ebene zeigten. Sie haben öfter internat. Recht und Dayton gebrochen und öfters einmal: „im Geiste von Dyton entschieden“. Da sie dabei nur den Flaschengeist aus der Flasche gelassen haben, stehen wir – wo wir stehen. Die Fremden waren von Beginn an durchgehend auf der Seite der Bosniaken.

Ständig haben diese Vertreter uns vorgeworfen, dass wir (Politker der RS) Entscheidungen treffen, die nicht der Wille des Volkes wären. Als wir nach dem Willen des Volkes fragten, waren wir plötzlich unverantwortlich. Im Grunde ein Spiel ohne Ende …

Was diese div. Typen und Schwindler betrifft, die in Bosnien herumspazieren. Sie haben eine Richterin im Verfassungsgericht, die aus Mazedonien stammt, die hier ein sehr schönes Gehalt bezieht und sich erhofft, ihre Karriere weiter auszubauen und evtl. in ein europ. Gericht oder eine andere europ. Instiution „aufzusteigen“. Sie kommt also aus einem Land, in welchem der Staatsfeiertag mit einem kirchlichen Feiertag zusammenfällt. Das ist für sie kein Problem. Allerdings ist für sie gleichzeitig ein Problem, wenn dasselbe in der RS stattfindet. Im Grunde werden triviale Gründe vorgeschoben, um zu sagen: „WIR werden euch sagen, wann ihr euren Staatsfeiertag zu feiern habt!“ Es ist unblaublich, dass jene aus dem Westen gemeinsam mit den Bosniaken und Bakir Izetbegovic meinen: „Wir werden euch nicht erlauben am 09. Januar zu feiern.“ Und meinen, wir werden Bakir sagen: “Danke Bakir! Danke, dass Du uns darauf aufmerksam gemacht hast! etc. etc.“ Wenn jemand glaubt, dass wir uns von Bakir bestimmen lassen werden, wann wir unseren Feiertag abhalten werden, der fällt nicht in die Kategorie „Spekulation“ sondern „Verrücktheit“.

S: Es heißt, dass 90% der Entscheidungen des Verfassungsgerichtes bisher nicht umgesetzt worden sind?

D: Das gibt es ja kein zweites Mal auf der Welt! Dass Verfassungsgerichtsentscheidungen als Basis für strafrechtliche Verfolgungen herangezogen werden. Bosnien ist kein Quasi-Staat. Bosnien ist weitaus weniger als ein Quasi-Staat. Sie haben ein Verfassungsgericht, in welchen seit 20 Jahren Ausländer Entscheidungen treffen. 20 Jahre! Die eine aus Mezadonien ist daran interessiert, ihr monatl. Gehalt zu erhalten. Wer ist hier an Recht und Gerechtigkeit interessiert? Ich komme wieder auf den Anfang zurück: Der ganze Zirkus wird veranstaltet, um die terror. Potentiale bzw. die Inaktivität der Bosnier diesbezüglich zu verschleiern. Bei einer der letzten UN-Veranstaltungen in New York hat der österr. Außenminster vor einigen europ. Kollegen festgestellt: „Das terror. Potential hat sich am Balkan stark gesteigert. Insbesondere in Bosnien, Mazedonien, Kosovo und Albanien.“ (Anmk: die ösis sollten es ja wissen, schließlich ist einer von ihnen der Oberhäuptling Bosniens). Endlich! Endlich hat das einer von ihnen ausgesprochen! Und wir sollen dazu nun schweigen?

Dann sehe ich oft diese „Europäer“ zu mir kommen und so tun, als wäre alles in bester Ordnung. Sie meinen, wir müssen weiterhin dem Weg in die eu folgen; das Allheil. Im Grunde: bis wir in der eu ankommen, wird sie zerfallen. Das wird definitiv passieren. Wobei viele Standards in Ordnung sind; dagegen ist nichts zu sagen; vieles kann man umsetzen. Allerdings geht es nicht darum. Es geht darum, dass die daherkommen und uns ihre Situation „verheimlichen wollen“ und gleichzeitig uns „überreden“ oder „bevormunden“ wollen.

Um auf das Verfassungsgericht zurückzukommen. Der Hohe Repräsentant hat gemeint, dass die Nichtumsetzung von Entscheiden strafrechtlich verfolgt werden soll. Das ist natürlich weder in der bosn. Verfassung noch in den Vereinbarungen von Dayton vorgesehen. Das hat dann Paddy Ashdown oder Wolfgang Petritsch (Anmk: ein ehem. Ösi-Hoher Repräsentant) festgeschrieben. Wolfgang Petritsch ein Stinker, der heute für 300 – 400 Euro die eine oder andere Aussage für die Zeitung Avaz, die natürlich immer gegen die Serben gerichtet ist, ausspricht. Der Sinn dahinter ist es, den Gegner aus Angst vor strafrechtl. Verfolgung von Entscheidungen abzuhalten. Das wird nicht funktionieren, denn sie müßten im Prinzip jeden festnehmen, der am Referendum teilnimmt. Das ist sinnlos und unmöglich.

Bakir hat einem westl. Botschafter aufgezählt, wieviele Waffen sie hätten, wenn Dies oder Jenes geschieht. In diesem Gespräch hat Bakir auch erwähnt, was wir hätten und haben (wir wären schwächer aufgestellt). Derselbe Westen hat alle unsere Fabriken, die Waffen und Munition herstellten, zerstört. Während in Bosnien 6 Fabriken weiterhin Waffen und Munition produzieren. Niemand im Westen sieht das als Problem. Aber das heißt nicht, dass wir nicht das Potential hätten. Wir WISSEN, dass sie seit 5 Jahren die Idee haben, bis zur Drina vorzudringen. Aber das sind deren Probleme. Es ist leichter sich zu verteidigen, als anzugreifen …

Amerika ist zweifellos ein wesentlicher Faktor, den man ausweichen sollte bzw. eine Konfrontation vermeiden sollte; vor allem, wenn man eine kleine Gemeinschaft ist. Aber natürlich hat man Fundamente, die man nicht mit Füßen treten kann; Moral und Charakter. Man kann nicht zum Schleimer und Kriechtier werden. Aber solche Aktionen wie bei Vucic, dass bei Treffen mit den amis auf einmal unerwartet irgendwelche Interessensgruppen plötzlich „auftauchen“, habe ich öft miterlebt. Das ist normal. Da gerät man automatisch in die Defensive. Es wird der Öffentlichkeit eine „Geschichte“ weiter erzählt; nichts Anderes. Es wird in dieselbe Richtung gestoßen.

Bill Clinton hat zu Alija Izetbegovic damals gesagt: „Wenn ihr uns auf eurer Seite haben wollt, müßt ihr zumindest einen Ort organisieren, wo Tausende sterben werden.“ Und Alija hat mehrere Orte organisiert. Woraufhin auf die RS und im weiteren Kontext auf Serbien Bomben abgeworfen worden sind. Natürlich müssen die amis jetzt ihre Schandtaten verteidigen bzw. zu verschleiern versuchen. Wenn sich eine Militärmacht auf die Seite eines Kriegsteilnehmers schlägt und mit ihm gemeinsam im offenen Kampf kämpft, ist das eine Sache. Das ist in Ordnung. Aber Ihr habt unsere Zivilisten getöten und angereichertes Uranium abgelassen. Wegen Euch ist das Spital in Banja Luka voll mit Kindern, die an Leukämie erkrankt sind. Was hat Ihr da gemacht? Warum versucht Ihr, unsere Gene zu zerstören?

Srebrenica ist eine Lüge. Markale (Anmk: jener Bombenangriff auf einen Markt in Sarajevo, der den amis/der nato als Vorwand diente, um die RS anzugreifen) ist eine Lüge und das „Massaker der Tuzla-Pforte“ ist eine Lüge.

S: Weil Sie Markale ansprechen. Es ist bewiesen, dass die Serben dafür nicht verantwortlich sind und das Thema wird erneut aufgewärmt.

D: Die amis haben sich mit diesen Situationen „gespielt“. Erstens haben sie das Waffenembargo damals gebrochen. Sie haben erlaubt, dass über geheime Kanäle über Kroatien die Moslems Waffen bekommen. Zweitens haben sie rd. 4.500 heilige Krieger für den Islam nach Bosnien gebracht, die hier sehr gut ausgebildet worden sind und dann teilweise beim Angriff am 11.09. „verwendet“ wurden. Die amis haben sich selbst einen „nützen“ Feind geschaffen. Dann wurden mit Hilfe der Medien die Serben als Haupttäter, Monstren und vieles mehr charakterisiert. Sogar Markale haben sie inszeniert, was im Grunde der erste terror. Angriff auf unserem Gebiet darstellt. Die moslem. Regierung hat die Explosion organisiert und per Medien behauptet, dass es „von der Seite käme“. Sogar Haag akzeptiert diese Behauptung nicht mehr als Wahrheit. Auf internat. Niveau wollte niemand jemals eine internat. Kommission mit internat. Ballistikern einrichten, um die Tatsachen zu eruieren. Dasselbe geschah bei der „Tuzla Pforte“, wo ebenfalls Explosiv untergejubelt wurde. Dabei wurden 70 Menschen getötet und es wurde behauptet, dass eine Granate aus einer serb. Kanone gefeuert worden wäre, die von der angegebenen Position unter keinen Umständen das „Ziel“ hätte erreichen können. Die Wahrheit wurde nie festgestellt. Auch bei Srebrenica haben wir einen sehr gewichtigen Teil an Unwahrheit. Natürlich brauche ich nicht erwähnen, dass es mir am liebsten wäre, wenn niemand getötet worden wäre und der Krieg nicht stattgefunden hätte. Aber auf Basis der Lügen, wollen sie mein Volk verurteilen und die RS auslöschen. Das kann ich so nicht hinnehmen.

Wenn es nach denen geht, soll Srebrenica zum Mythos werden. Haag hat die Causa Srebrenica „geformt“, indem sie eine wohlwollende serb. Kommission einsetzte, die den Bericht mit den „Tatsachen“ der westl. Gemeinschaft unterschrieb. Sie konnten den Bericht mit 8.700 Toten lesen und unterschreiben. Es wurde niemals bewiesen oder nach der Wahrheit gesucht. Sie haben dort Fälle, wo sie Tote z.B. aus Vlasenica aus ihren Gräbern ausgegraben haben, um sie in Srebrenica dazuzuzählen. Das wird eines Tages zum Vorschein kommen. Das kann man nicht ewig verstecken. Bei jenen, die in Lügen leben wollen, wird das nicht viel ändern. Allerdings gibt es viele, die an der Wahrheit interessiert sind. Laßt uns eine neutrale Kommission formieren, die exakt festhalten wird, was in Srebrenica genau geschah. Egal ob das zwei, drei oder fünf Jahre dauern würde. Jeden einzelnen verifizieren. Wir haben Leute angerufen, die sich auf der Gedenktafel bzw. Grabsteinen in Srebrenica befinden. Einen Huso haben wir z.B. angerufen und der hat sich aus Schweden gemeldet.

S: Was würde so eine Kommission grundlegend ändern?

D: Viele amis haben ihre Karrieren auf Srebrenica aufgebaut; viele des Clinton-Clans.

S: Die Zeichen in der Welt zeigen unweigerlich Richtung Krieg. Wird es einen – ich hoffe eher kleineren – Krieg geben?

D: Alle globalen Krisen des Westens wurden durch Krieg gelöst. So war es im WW2 und seiner vorausgehenden Hyperinflation. Offensichtlich wird die sog. Hypothekarkrise aus 2008 nur camoufliert. Sie hat nie aufgehört. Sehr gewichtige westl. Banken stehen vor dem Kollaps. Man kann sie gar nicht mehr sanieren. Das Einpumpen von Geld ist keine Lösung. Das ist nur flicken. Der Westen hat keine geeignete Lösung für seine Wirtschaft. Daher auch die Strukturkrise in Europa, da wir hier eine Disbalance von Zielen und Möglichkeiten haben. Da kommt die Flüchtlinskrise gerade recht. 1,5 Mio. Menschen bringen 550 Mio. Menschen in Gefahr? Irgendwie als Perzeption schwer vorstellbar. Die eigentlichen Probleme werden camoufliert. Das Problem, dass ihre Wirtschaft nicht mehr wachsen kann. Das Problem, dass sie monatl. rd. 60 Mrd. ohne jegliche Deckung drucken. Insgesamt rd. 1.100 Mrd., um ihre Wirtschaftssystem zu retten. Wenn sie so viel Geld ohne Deckung drucken, dann schwächen sie ihre Wirtschaft und Werte. Wenn sie das tun, verarmt gleichzeitig die Gesellschaft. Da die Gesellschaft gewohnt ist, schön und gemütlich zu leben, stellt sich die Frage: Wie sehr sie mit einer Verarmung einverstanden sind bzw. sein werden???

Auf dieser Welle der Frustration reiten dann allfällige Kriegstreiber; auch in unseren Breiten. Da droht uns ein gewisser Halilovic – ehem. General der bosn. Armee – über die Medien mit Krieg. Wir wissen, dass Sarajevo genauso denkt.

S: Haben Sie bei Ihren Gesprächen in Moskau oder mit Präsident Putin, um Hilfe in Form von Waffen o. ä. Ersucht, da sich die RS eigentlich in ständiger Gefahr befindet?

D: Die RS darf keine Armee haben. Wir haben nur die Polizei. Was wir hier an Hilfe ersuchen können, muß im Rahmen dessen sein, was für die Polzeiarbeit üblich ist. Es kann den Rahmen nicht sprengen. Alles was ein Polizist in Deutschland oder Österreich hat, wollen wir für unsere Polizisten ebenfalls haben. Alles was dort legal ist, muß auch hier legal sein. In diesem Sinn werden wir unsere Polizei mit der neuesten Ausrüstung ausstatten, damit sie gegen den Terrorismus kämpfen kann. Hier kann ich Ihnen ebenfalls den Zynismus der westl. Wertegemeinschaft zeigen. Hinter verschlossenen Türen sagen sie mir oft, dass die Polizei der RS die bestfunktionierendste im Gebiet ist. Allerdings werden sie das niemals von ihnen in der Öffentlichkeit hören. So wird z.B. unsere Abteilung für Cyber-Kriminal regelrecht von den Westlern belagert, in der Hoffung den einen oder anderen abwerben zu können …

Bei Serbien ist das etwas anderes. Sie haben eine Armee und sollten sie in Schuss halten und aufrüsten.

S: Zum Schluß. Gibt es konkrete wirtschaftl. Projekte mit Rußland?

D: Rußland hat seine eigenen Probleme; die Sanktionen. Wir hatten ebenfalls welche. Insofern eigene Erfahrung und sind gespannt, wie sie Rußland lösen wird. Wir sind an der Produktion von Nahrungsmitteln (Obst, Gemüse, Fleisch) für den russ. Markt interessiert.

Randbemerkung: In dem Interview steckt vielleicht nicht unbedingt das Allerneueste und Weltbewegendste; allerindgs evtl. einiges Unbekannte. Ich möchte – irgendwie schon gebetsmühlenartig – erneut festhalten: Es handelt sich um offizielle Aussagen eines Vertreters eines Gebietes mitten in Europa (vergleichbar mit einem Präsidenten eines dt. Bundeslandes, wobei mir bei diesem Verleich – bei aller Liebe – nicht ganz wohl ist). Also KEIN Analyst, der seine Privatmeinung kundtut odar gar westl. Blogbetreiber, die sich hinter diesem und jenen verstecken müssen/wollen/können/sollen und ganz aufgeregt sind, wenn sie irgendein „großes Geheimnis“ auf die Spur gekommen sind und/oder gleiches wie ein Heiliger die 10 Gebote offenbaren … Anwesende sind natürlich ausgeschlossen, da ich die Bemerkung logischerweise nicht so verfaßt hätte, wenn ich der Meinung wäre etc. etc. etc.

http://vineyardsaker.de/2017/03/03/ein-balkangespraech/#more-293

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