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Ausland, Europa

Austerität zerstört Griechenland

tsipras3

von http://www.griechenland-blog.gr

Laut einem Artikel der FAZ ist es wirtschaftlicher Wahnsinn, Griechenland zu kontinuierlichen Haushaltsüberschüssen zu verpflichten.

Angesichts der anstehenden Eurogruppe wurde bezüglich der Verhandlungen zwischen Griechenland und seinen Gläubigern in einem Artikel in der deutschen Zeitung „Frankfurter Rundschau“ geschrieben:

Seit 7 Jahren wird Griechenland von seinen Gläubigern gerettet. Die Zeit drängt und der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Eurozone – speziell Deutschland – sind sich uneinig, welche Maßnahmen sie noch von Griechenland zu verlangen vermögen. Noch ist nicht klar, welche Art von Kompromiss am Montag (20 Februar 2017) erfolgen wird. Es ist jedoch sicher, dass Griechenland neuen Maßnahmen zustimmen muss um weitere Kredite zu bekommen, mit denen es die alten (Kredite) abzahlen wird. Wie die griechische Wirtschaft das aushalten wird, scheint für die Gläubiger zweitrangig zu sein.

Von Griechenland verlangte Primärüberschüsse sind Wahnsinn

Der Artikel fährt fort: „Wenn man dies aus wirtschaftlicher Sicht betrachtet, handelt es sich um Wahnsinn, dass ein Land in einer Krise – und mit einer zweistelligen Arbeitslosenquote – beständige Überschüsse in seinem Haushaltsplan hat anstatt jeden Euro in seine eigene Wirtschaft zu stecken. Die Austerität vernichtet. Das bewiesen die vergangenen Jahre, während derer Griechenland bis zu 8% seines BIP einsparen musste. Wenn man dies auf deutsche Verhältnisse überträgt, bedeutet das Austeritätsmaßnahmen – sprich Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen – in Höhe von 130 Mrd. Euro seit 2010. Jedes Jahr.

Die große Rezession der 30er Jahre – ein klassisches Beispiel einer wirtschaftlichen Katastrophe – führte die USA für vier Jahre in eine Wirtschaftskrise. Die Reduzierung der Rezession wurde nach 7 Jahren möglich. Die griechische Krise dauert inzwischen fast 8 Jahre, dennoch bleibt die Europäische Union optimistisch …„, endet die deutsche Zeitung.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

http://www.griechenland-blog.gr/2017/02/austeritaet-zerstoert-griechenland/2139497/

Schäubles Falle für Griechenland schnappt zu

Laut der La Tribune infizierte Schäuble das Hilfsprogramm für Griechenland mit einem Wurm, um schließlich doch noch den von ihm geforderten Grexit zu erreichen.

Im August 2013 hatte der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble als Bedingung dafür, die Unterstützung Griechenlands zu akzeptieren, die Beteiligung des Internationalen Währungsfonds (IWF) an der Hilfe für das Land gestellt, dabei jedoch sehr wohl wissend, dass diese Beteiligung in Wirklichkeit nicht möglich ist.

Schäubles Ziel war und ist, sobald diese Wahrheit enthüllt wird, wieder das 2015 geschlossene Thema der Beteiligung Griechenlands an der Eurozone aufs Tapet zu bringen, schreibt Romaric Godin in der französischen Wirtschaftszeitung „La Tribune“ unter dem Titel „Griechenland: die Falle des Wolfgang Schäuble schnappt zu„.

Schäuble wollte von Anfang das Scheitern des Memorandums

Weil – wie die Zeitung betont -, wenn der IWF sich an dem Programm zu beteiligen weigern würde, da die Forderungen des Fonds nach massiven Beschneidungen der Verschuldung mit gewissen gezielten Reformen als Gegenleistung für Schäuble inakzeptabel sind, würde das Programm für Berlin hinfällig werden, da eine seiner Voraussetzungen (sprich die Beteiligung des IWF) unerfüllt geblieben wäre und Schäuble dann wieder das Thema des Grexit aufgreifen können würde.

Der deutsche Finanzminister wusste folglich sehr gut, was er tat, da die Beteiligung des IWF an dem Hilfsprogramm für Griechenland in Wirklichkeit von Anfang an nicht möglich war, wird in dem Artikel der La Tribune betont.

Im Juli 2015 hatte Schäuble das Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone für „fünf Jahre“ vorgeschlagen. Bundeskanzlerin Merkel hatte seinen Vorschlag damals abgewiesen, jedoch hatte der Finanzminister noch nicht sein letztes Wort gesprochen. Laut Romaric Godin pflanzte Schäuble einen Wurm – nämlich den IWF – in das Memorandum, der es letztendlich auffraß und ihm nun erlaubt, das Thema wieder auf den Tisch zu bringen. Weil Wolfgang Schäuble seinen eigenen Plan für die Organisierung Europas vorantreibt, sprich den Plan der Schaffung eines „harten Kerns“ der Eurozone.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

http://www.griechenland-blog.gr/2017/02/schaeubles-falle-fuer-griechenland-schnappt-zu/2139486/

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Diskussionen

Ein Gedanke zu “Austerität zerstört Griechenland

  1. diese Retterei wird nur aus einem Grund betrieben! 350 MRD Miese könnte man verschenken, aber, damit ist es nicht getan! warum?, na, die Griechen sitzen auf 23 Billionen nutzloser fauler Derivate die keine Sau will. aber die wollen ebenfalls gerettet werden. lol. insgesamt hat Europa mindestens 500 Billionen davon. hehe

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    Verfasst von reiner tiroch | 20. Februar 2017, 9:38

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