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Asien, Ausland

China fürchtet sich vor Instabilität Nordkoreas und positioniert Truppen an der Grenze

raketenabwehr

von https://deutsch.rt.com

Nach der Ermordung des Halbbruders von Kim Jong Un sorgt sich China um die politische Stabilität in Nordkorea. China will den Status quo in dem isolierten Land beibehalten und seinen Puffer zum Amerika-Freund Südkorea nicht verlieren.

Am Dienstag wurde der Mord an Kim Jong Nam, dem Halbbruder des nordkoreanischen Führers Kim Jong Un, in Malaysia bekannt. Die südkoreanische Regierung geht von einem Auftragsmord durch Agenten des nordkoreanischen Regimes aus. Kim Jong Nam galt als die Versicherung Chinas im Falle eines Zusammenbruchs der politischen Ordnung in Pjöngjang. Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Geng Shuang, sagte am Mittwoch während einer Pressekonferenz, dass Peking die Entwicklungen im Mordfall Kim Jong Nams verfolge.

Nordkoreanische Soldatinnen marschieren gemeinsam während einer Parade auf dem Kim-Il-Sung Platz in Pjöngjang,  27. Juli 2013.

Das von der Regierung in Peking unabhängige Informationszentrum für Menschenrechte und Demokratie in Hong Kong machte publik, dass 1.000 chinesische Truppen an der Grenze zu Nordkorea aufgestellt wurden. China ist daran interessiert, den Status-Quo in Nordkorea beizubehalten. Denn der international isolierte Staat trennt China von Südkorea, einem Verbündeten der USA.

Am 12. Februar wollte Nordkorea der Welt seine Stärke beweisen und führte einen ballistischen Raketentest durch. Nach einem 500 Kilometer langen Flug landete die Rakete im Japanischen Meer. Damit wurden unter Kim Jong Uns Herrschaft bereits mehr Raketentests durchgeführt als unter dem 17 Jahre andauernden Regime seines 2011 verstorbenen Vaters. Das Pentagon sieht sich gegenüber Bedrohungen im Zusammenhang mit Raketentests Nordkoreas gut vorbereitet. Bereits während des letzten Tests hatten zwei Raketenabwehrsysteme der Amerikaner im Japanischen Meer Stellung bezogen, um die Rakete von ihrem Flug in Richtung Japan oder auf amerikanisches Hoheitsgebiet abzuhalten. Die neue Rakete vom Typ Pukguksong-2 kann jedoch ohne viel Vorlauf vom Lande aus abgeschossen werden.

Der jüngste Test folgte kurz nach dem Telefongespräch Donald Trumps mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping. Trumps Töne gegenüber Peking schienen nach drastischen Worten im Wahlkampf weitaus milder geworden zu sein und das Telefongespräch wurde als freundschaftlich bezeichnet. Sogar auf die Ein-China-Politik ließ sich Trump einschwören.

Trump sieht China jedoch auch in der erzieherischen Pflicht, Nordkorea angesichts des öffentlichen Aggressionsgebarens Kim Jung Uns zu maßregeln. China verweigert sich aber dieser Rolle, da unweit der nordkoreanischen Grenze auf südkoreanischem Gebiet auch amerikanische Truppen den Einmarsch in den Norden proben und Kriegsgerät aufstellen. Auch vor Chinas Haustür an der Ostküste des Landes nehmen Amerikaner Stellung im Inselstreit – für die Japaner und gegen China.

Angesichts dieser Drohgebärden ist der Erhalt Nordkoreas für die Existenz Chinas unabdingbar. China nimmt bereits großen Anteil am wirtschaftlichen Weiterbestehen Nordkoreas und bestimmt 70 Prozent des nordkoreanischen Handels. Das Handelsvolumen 2014 war zwischen beiden Ländern auf 6,86 Milliarden zu beziffern. Ein Zusammenbruch des Marktes hätte für China auch einen Massenzustrom an Flüchtlingen zur Folge.

Die US-Kongressabgeordnete der Demokraten, Maxine Waters.

Der hochrangigste Abtrünnige der nordkoreanischen Geschichte Thae Yong-ho, ein ehemaliger Diplomat Nordkoreas in Großbritannien, ist zuversichtlich, dass Kim Jong Un die Macht verlieren wird. Thae ist der Ansicht, dass Kim Jong Un der Nährboden an Ideologie ausgeht, da sich das Volk von ihm abkehrt.

Chinesische und südkoreanische Filme und Musik sind bei Nordkoreanern sehr beliebt und der Schwarzmarkt verdrängt die legalen, vom Regime kontrollierten Handelsplätze. Thae selbst, so gab er in einem Interview bekannt, habe erst durch Filme gelernt, was Demokratie bedeute. Die Versuche des Führers, den nicht-koreanischen Einfluss einzudämmen, scheiterten zunehmend an der Bestechlichkeit der Polizei.

Offiziell sieht das Bild jedoch anders aus: Am Donnerstag zelebrierten die Nordkoreaner den 75. Geburtstag des verstorbenen Führers Kim Jong Il mit Feuerwerken und Eisskulpturen, die nordkoreanische Raketen darstellten.

https://deutsch.rt.com/asien/46571-china-fuerchtet-sich-vor-instabilitat-nordkoreas/

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Diskussionen

Ein Gedanke zu “China fürchtet sich vor Instabilität Nordkoreas und positioniert Truppen an der Grenze

  1. und jetzt soll auch noch der Putin Korea angegriffen haben? nun haben die Amis aber alle den Arsch offen, gell? aber das ist den kriegsgeilen Deppen eh´ egal.

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    Verfasst von reiner tiroch | 17. Februar 2017, 9:12

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