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Ausland, Welt

Viel zu wenig Geld für Mord und Totschlag (NATO)

trumpkarikatur

von Wilfried Kahrs – https://qpress.de

Bad Irrsinn: In nahezu allen NATO Staaten leidet das Militär an chronischem Geldhunger, um die wunderschönen Projekte im Bereich “Mord & Totschlag” auskömmlich finanzieren zu können. Anders als für die reale Hungerhilfe, ist hier zwar allerhand Geld vorhanden, aber immer noch viel zu wenig. Die gesamten NATO-Staaten geben gerade mal knapp eine Billion Dollar pro Jahr für diesen Luxus aus. Für die reale Hungerbekämpfung lohnt das Nachzählen der Dollar kaum, denn dafür ist eigentlich gar kein Geld vorhanden.

Genau genommen könnte man diese beiden Komplexe wunderbar miteinander kombinieren. Stopfte man die Mäuler zukünftig nur vernünftig mit Bomben und Granaten, wäre es eine einmalige Angelegenheit. Auch die Erfolgsstatistiken zur Hungerbekämpfung wären viel schneller generiert. Vielleicht entdeckt ja die NATO alsbald den Kampf gegen den Hunger noch für sich als “zukunftsorientiertes Geschäftsfeld“. Zugegebenermaßen wird der Kampf gegen den Terror inzwischen stupide und langweilig. Abgesehen davon zieht er sich übergebührlich in die Länge. Viel zu spät oder womöglich noch gar nicht, haben die Strategen über den Kampf gegen den Hunger nachgedacht.

Viel zu wenig Geld für Mord und Totschlag (NATO)Da hat der US-Präsident Donald Trump, als legitimer Vertreter des größten militärisch-industriellen Komplexes absolut Recht, wenn er bemängelt, dass die Staaten viel zu wenig Geld für dieses schöne Thema in die Hand nehmen. Hier mehr dazu: Jährlicher IISS-Rüstungsbericht ♦︎ Nato-Länder hinken mit Militärausgaben hinterher[SpeiGel auf Linie]. Beim Militär ist “Zielen” eine wichtige Funktion. Und wenn die Zielkoordinaten in diesem Fall so dramatisch verfehlt werden, sollte uns das zu denken geben.

Viele dieser bösonderen Güter lassen sich im übrigen idealerweise in den USA beschaffen. Es ist der einzige Industriezweig der dort Dauerkonjunktur hat. Größtenteils ist dies auch dem enormen Eigenbedarf geschuldet. Hierzu veranschaulicht die nachfolgende Tabelle in welchen Größenordnungen welches Land mit von der Partie ist. Besonders wie viel Prozent (Spalte 2016) seines Bruttoinlandsprodukt (BIP) das Land für dieses lebenswichtige Thema aufwendet (Summe Spalte Mio $). Nach NATO-Doktrin ist ein Land im “Grünen Bereich”, wenn es wenigstens 2,00% dafür ausgibt … mehr ist natürlich besser.

Land | Jahr 2011 2012 2013 2014 2015 2016 Mio $
USA 4,80% 4,40% 4,10% 3,80% 3,60% 3,60% 664.058
Griechenland 2,40% 2,30% 2,20% 2,20% 2,40% 2,40% 4.550
Estland 1,70% 1,90% 1,90% 2,00% 2,10% 2,20% 497
Vereinigtes Königreich 2,40% 2,20% 2,30% 2,20% 2,10% 2,20% 60.347
Polen 1,70% 1,80% 1,70% 1,80% 2,20% 2,00% 9.349
Frankreich 1,90% 1,90% 1,90% 1,80% 1,80% 1,80% 43.620
Türkei 1,80% 1,80% 1,80% 1,70% 1,70% 1,60% 11.573
Lettland 1,00% 0,90% 0,90% 0,90% 1,00% 1,50% 400
Litauen 0,80% 0,80% 0,80% 0,90% 1,10% 1,50% 630
Norwegen 1,50% 1,50% 1,50% 1,50% 1,50% 1,50% 5.936
Rumänien 1,30% 1,20% 1,30% 1,40% 1,50% 1,50% 2.766
Bulgarien (a) 1,40% 1,40% 1,50% 1,30% 1,30% 1,40% 663
Portugal 1,50% 1,40% 1,50% 1,30% 1,30% 1,40% 2.783
Albanien 1,50% 1,50% 1,40% 1,40% 1,20% 1,20% 144
Dänemark 1,30% 1,30% 1,20% 1,20% 1,10% 1,20% 3.474
Deutschland 1,30% 1,30% 1,20% 1,20% 1,20% 1,20% 40.663
Kroatien 1,60% 1,50% 1,50% 1,40% 1,40% 1,20% 607
Niederlande 1,30% 1,20% 1,20% 1,20% 1,20% 1,20% 9.016
Slowakische Republik 1,10% 1,10% 1,00% 1,00% 1,10% 1,20% 1.024
Italien 1,30% 1,20% 1,20% 1,10% 1,00% 1,10% 21.878
Kanada 1,20% 1,10% 1,00% 1,00% 1,00% 1,00% 15.395
Slowenien 1,30% 1,20% 1,10% 1,00% 1,00% 1,00% 400
Tschech. Republik 1,10% 1,10% 1,00% 1,00% 1,00% 1,00% 1.930
Ungarn 1,10% 1,00% 0,90% 0,90% 0,90% 1,00% 1.243
Belgien 1,00% 1,00% 1,00% 1,00% 0,90% 0,90% 4.023
Spanien 0,90% 1,00% 0,90% 0,90% 0,90% 0,90% 11.064
Luxemburg 0,40% 0,40% 0,40% 0,40% 0,40% 0,40% 263
Das gibt die NATO jähtlich für Mord und Totschlag aus >>> 918.296

Alles in allem generieren die NATO-Staaten gut die Hälfte des weltweiten Bruttosozialproduktes mit 36 Billionen Dollar. Ausgerechnet bei den reicheren NATO-Staaten scheint das Geld für den “modernen Tod” nicht ganz so locker zu sitzen. Aber die Armenhäuser der NATO, wie beispielsweise Griechenland, Bulgarien, Türkei, Rumänien, Polen und Estland können hier als nahezu mustergültig bezeichnet werden. Sie haben immer noch verhältnismäßig mehr Knete für Mord und Totschlag als beispielsweise Deutschland und vergleichbare Länder. Das zeigt welchen Stellenwert man dem Thema beimisst und verdient daher eine außerordentliche Belobigung.

Viel zu wenig Geld für Mord und Totschlag (NATO) Gerade die NATO muss ihre Fähigkeit massiv ausbauen, ihre Nachbarn auch jederzeit wirksam bedrohen und überfallen zu können. Noch wichtiger ist allerdings eine reibungslos funktionierende Propagandaabteilung. Das scheint unter dem jetzigen Generalsekretär gegeben zu sein. Wichtig ist es, nachhaltig Angst vor dem Feind zu schüren, eine Annäherung nach Kräften zu vereiteln, somit die weitere Steigerung der Ausgaben zu rechtfertigen und in die Höhe zu treiben.

Sind wir doch mal ehrlich. Die Menschheit wäre doch nicht diese edle Menschheit, sofern sie nicht jederzeit bereit wäre, sich für ihre geldgierige und profitorientierte Elite gegenseitig zu erschlagen. Da spielt es auch keine Rolle, dass die Mehrzahl der Menschen (ugs. Humankapital) gar kein Bock auf so etwas hat. Wichtig ist nur das korrekte Funktionieren der Menschen und im entscheidenden Moment halt zu gehorchen. Gerade weil zukünftig mehr und mehr “menschliches Versagen” zum Thema der gegenseitigen Vernichtung zu erwarten sein dürfte, ist die weitere Technisierung und Automatisierung der Tötungsindustrie unerlässlich.

Viel zu wenig Geld für Mord und Totschlag (NATO)Die NATO wird vermutlich auch erst dann mit sich zufrieden sein können, wenn genügend autonome Tötungsapparate herumlaufen, die im Zweifel auch die Kritiker in den eigenen Reihen niederhalten können. Wir hatten das Thema bereits: Drohnen und Tötungsvollautomaten gehört die Zukunft[qpress]. Besonders erfreulich, aus Sicht der Elite, ist das anstandslose Mitwirken der jetzigen Menschheit (Mehrheit) an dieser epochalen Umstellung. Damit können späterhin die dicken Profite der Umverteilung gegenüber den armen Schluckern gut gesichert werden. Jetzt sollte jedermann begriffen haben, warum nicht nur Donald Trump mehr Geld für Rüstung fordert. Und wir sind gemäß der aktuellen Richtlinie des Propagandaministeriums dazu angehalten abschließend noch zu erwähnen: Putin ist böse!

https://qpress.de/2017/02/14/viel-zu-wenig-geld-fuer-mord-und-totschlag-nato/

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