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Krisen, Wirtschaft

Endspiel des Geldadels – 1. Die immer kürzere Halbwertzeit der Klassengesellschaften

schemaproduktionsverhaeltnisse

von Norbert Nelte

Von der Jungsteinzeit der Jäger und Sammler schritten wir etwa 5.000 vor unserer Zeitrechnung in die Klassengesellschaften ein. Nun herrschen die Menschen über die Menschen.

Vorher hatten die Naturgewalten über den Menschen geherrscht. Die Menschen untereinander waren noch ganz basisdemokratisch organisiert. Eine Frau wurde zum Familienoberhaupt gewählt, deren Aufgabe es war, die Beschlüsse der Großfamilie durchzusetzen. Der Mensch ging mit dem anderen Geschlecht eine zeitweise Paarungsfamilie ein. Der Name und das Haus wurden an die Tochter von ihr oder ihren Schwestern weitergegeben, die dann wieder von der Großfamilie gewählt wurden.

vorgeschichte

Der Mensch war aber im fruchtbaren Halbmond (Levante und Babylon) so erfolgreich, dass die Clans so groß wurden, dass sie nicht mehr nur von der Jagd alleine hätten leben können, ab 11.000 vor betrieben sie den Getreideanbau, der in der Südtürkei schon ab 20.000 vor im Gartenbau betrieben wird, nun im Feldanbau zu betreiben, noch aber die ganze Gens gemeinsam.

Der Häuptling verhandelt das überschüssige Getreide für den ganzen Stamm in dessen Namen z.B. im Fernhandel gegen gezähmte Tiere. Er wird bei dem Fernhandel beschützt von einer Schutztruppe, die im griechischen policia hieß. Reichtum entstand und der Wert der Ware.

Vor 7.000 aber will der Häuptling an dem Handel selber verdienen und im eigenen Namen, Er nennt sich um in einen Fürst. Der policia zahlt er jetzt dafür Geld, dass sie auch ihn vor den Stammesmitgliedern beschützen. Von den Stammesmitgliedern verlangt er so viel, dass die Männer mit der schweren Pflugarbeit nun 10 Stunden am Tag arbeiten mussten. Gleichzeitig nimmt er die Feinde als Sklaven.

In der ersten Klassengesellschaft, der unreinen Sklavengesellschaft versklavt er aber nur wenige und die nur für den König und seine sporadischen Bauvorhaben. Von der babylonischen Gefangenschaft (597 – 539 vor) der Israelis wird berichtet, „Es ist wohl davon auszugehen, dass das Exil als religiöse Strafe empfunden wurde, doch äußerlich bestanden für die Juden in Babylon komfortable Lebensumstände. Genauso wie andere, in verschiedenen Kolonien angesiedelte Juden konnten sie ohne Zwang Handel, Landwirtschaft und Häuserbau betreiben“ (Wiki) Nur ein kleiner Teil der Israelis wurde kurz bei Bauvorhaben des Königs Frondienste leisten.

„Im babylonischen Exil konnten die Juden ihre Traditionen und ihre religiöse Identität bewahren. Die in und um Babylon angesiedelten Juden assimilierten sich recht schnell.
So fand man in Schriftzeugnissen jüdische Namen, die belegen, dass Juden im Hofstaat und im Militär von Nebukadnezar II. Karriere machen konnten. Auch gibt es Berichte über jüdische Bankiersdynastien.“

Dabei handelt es sich hier sogar schon um die Anfänge zur reinen Sklaverei. Das Mehrprodukt in der unreinen Sklaverei war noch zu gering, als dass die Könige darin schon ein wesentlichres Zusatzeinkommen für sich und sein Volk hätte sehen können. Die Ausbeutung war auch noch zu ungewohnt

Ich schätze, dass die damalige Geldelite nur 2-5% von der Wertschöpfung ihrer Untergebenen und Sklaven einbehalten hat. Von dem einbehaltenen Geld wird ein Teil nicht von der Elite selber verbraucht und landet aus dem angehäuften Reichtum. Es wird dem Wirtschafskreislauf entzogen. Die Käufer der angebotenen Waren gehen zurück. Der Bauer bliebe auf seinen Waren sitzen, es sei denn, der innere und äußere Markt wachse.

Bei dieser relativ geringen Ausbeutung fällt der Wachstumszwang für das damalige Sumer und Ägypten noch kaum ins Gewicht, so dass sie von 5.000 vor bis 800 vor, also 4.200 Jahr lang locker überlebten.

Sie wurden auch eher von der besseren Militärtechnik und dem größeren Adel bei den Griechen und den Römern überwältigt. Aber hier liegt schon das Problem der reinen Sklavenhaltergesellschaften. Sie müssen sich ständig vergrößern. Die Elite im Römischen Reich behielten vielleicht 20% von der Wertschöpfung der Plebejer ein. So musste Rom ständig wachsen, und kaum war es Ende 300 auf seine maximal zu erreichende Größe angekommen, ging es auch schon bergab und zu Ende. Die Halbwertzeit reichte von 800 vor bis 500 nach, also 1.300 Jahre.

Den Feudalismus kann man erst ab der späten Romanik 1000 und der Gotik 1250 rechnen. Von 500 bis 1000 waren dunkle und verlorene Jahre ohne Gesetz und Entwicklung.

Die Bauern mussten den Rittern für das Versprechen auf Schutz 30% Steuern zahlen

Erst mit den Mauren konnten die Feudalen in Europa um 1000 an der Klassik anschließen, aber dann auch relativ schnell die Renaissance (Wiedergeburt), die Aufklärung und die Neuzeit erreichen. Im Inneren gab es kaum Wachstum, da der König Arbeitszeitersparende Entwicklungen in den Gilden/Zünften verboten hatte. Wachstum gab es nur mit den Schiffen im Fernhandel, er musste für ein Wachstum von 30% sorgen.

Aber die Dampfmaschine wurde in dem vom Parlament kontrollierten England entwickelt und sprengte das enge Korsett der Feudalen. Ihre Zeit kann man wirklich nur von 1000 bis 1800 rechnen also 800 Jahre.

Der Kapitalismus ist die letzte Klassenherrschaft. Er hat den Menschen eingeredet, dass sie überhaupt nicht mehr ausgebeutet werden. Mit diesem Trick hat er bis 45% bei den Nazis von der Wertschöpfung den Arbeiterinnen abgeluchst, Im Schnitt

Dabei sind in den Waren die Maschinen und die Zinsen für deren Kredit mit einberechnet. Die Waren haben die Lohnabhängigen hergestellt, also sie haben auch die Maschinen bezahlt.

wirtschaftsleistung

Der IWF geht davon aus, dass ein Wachstum erst ab 3,3% des Bruttoinlandsproduktes anfängt. Das dürfte etwa der Betrag sein, der von den Anlegern dem Wirtschafskreislauf durch Akkumulation und Tresor oder Investitionen alter Anlagen entzogen wird. Der Rest von den ergaunerten 40% der Wertschöpfung der arbeitenden Masse sind Neubau von Anlagen und Selbstverzehr, die wieder in den Wirtschaftskreislauf eingehen.

Die Weltwirtschaft ohne Profit im Produktionsprozess kommt aber zum Stillstand: Schwache Nachfrage weltweit: Rückgang im Welthandel wird zum Problem für deutsche Industrie. Regulär gibt es keine Gewinne mehr in der Produktion.

Jetzt noch einmal alles im Überblick:

Gesellschaftsform Von bis Jahre Ausbeutungsrate
1. Unreine Sklavenhaltergesellschaft 5000 vor 800 vor 4.200 2-5%
2. Reine Sklavenhaltergesellschaft 800 vor 500 n. 1.300 20%
n3. Feudalismus 1000 1800 800 30%
4. Kapitalismus 1800 Ca.2020 220 37%

Endspiel Trump gegen Soros

Weitgegend sind schon die Vermögen der Lohnabhängigen von dem Geldadel abgezapft worden. Nun beginnt die Abzapferei der Millionäre und Multimilliardäre untereinander. Internationales Großkapital gegen nationales Kapital. Das drückt sich aus z.B. im Kampf Donald Trump gegen Georges Soros.

US-Präsident Donald Trump mit seinen Hotels mitsamt der Teaparty verkörpern das nationale Kapital, wogegen Georges Soros mit seinen internationalen Anlagen das internationale Großkapital vertritt. Als Blockwart der Wallstreet erledigt er die Drecksgeschäfte für die Rothschilds, Warburgs und Rockefellers mit einem mehrstelligen Billionenvermögen

Manche denken, dass dieser Kampf nur inszeniert ist für das Publikum. Zum Schluss würden die Rechten von Trump, AfD, LePen, Geert Wilders bis FPÖ auch versagen und Rockefeller würde dann aus seinem Zauberhut die NeueWeltOrdnung hervor zaubern.

Nein, das denke ich nicht. Dazu ist es viel zu spät und der Kampf von Soros würde nicht so verbissen geführt. Er hat immerhin gegen den Wahlsieg von Trump eine Milliarde Dollar gewettet und verloren. Nach der Wahl finanzierte er 50 Frauengruppen, die gegen Trump’s –Sexismus demonstrierten. Dieser Kampf wird auch noch weiter gehen.

macri

Da die Milliardäre untereinander sich jetzt fetzen, eröffnet das der Arbeiterklasse die Möglichkeit, ihre Forderungen mit weniger Widerstand durchzusetzen. Als erstes hat sich das bei der südamerikaschen Arbeiterklasse gezeigt. In Argentinien und Brasilien hat es der Wallstreet nichts gebracht, „ihre“ Politiker dort einzusetzen, im Gegenteil. Seitdem Mauricio Macri und Michel Temer dort regieren, „Statt das fiskale Difizit zu reduzieren, begann Macri die öffentlichen Ausgaben zu erhöhen, um die Unzufriedenheit der Massen über die dreifache Erhöhung der Nebenkosten und Verkehrsmittel, die Massenentlassung und die Senkung der Pensionen zu lindern.“ (Linke Zeiting)

Genauso bei Michel Temer „Der Held, Michael Temer und seine Argonauten, die von der Wall Street ausgewählt wurden, um Brasiliens Ökonomie zu privatisieren und eine ‚goldene Morgenröte‘ für das Finanzkapital einzuleiten haben jetzt alle Strafanzeigen, Verhaftung und lange Gefängnisstrafen zu befürchten wegen Geldwäsche, Bestechung, Betrug, Steuerhinterziehung und Korruption.“ (Linke Zeiting)

Seitdem Macri die Regierung stellt, sind sich alle Gewerkschaften bei den Terminen einig und es vergehen keine Wochen mehr ohne Demonstrationen.

Das wird schnell auf Frankreich und Griechenland übergreifen. Wenn die Bevölkerung bemerkt, dass die Bourgeoisie gespalten ist über ihr Verhalten zu Trump, wird es keim Halten meht geben

Mit Trump hat das Endspiel begonnen. Als nationaler Kapitalist wird er unabhängig auf internationale Verluste nur die nationale Wirtschaft voranbringen wollen und dabei auf die internationale Arbeitsteilung verzichten und Zollschranken einführen. Dies führt zwingend dazu, dass immer mehr Regierungen den Protektionismus (Video) nachmachen werden, eine Protektionismus spirale in Gang setzen und fast alle Länder werden nur im Inland verkaufen.

1831 hatte in den USA der Protektionismus dazu geführt, dass die Wirtschaft auf ein Drittel zurückging. 1929 erst die Sparpolitik und dann das. Der Welthandel ging um 2/3 zurück.

Na, dann Prost Mahlzeit. Trump will 30% Einfuhrzölle auf die Autos erheben. Sitzt denn niemand in seinem Beraterstab, der die Geschichte von 1929/30 kennt und davon abhalten kann.

Die unabhängigen Marktbeobachter rechnen sowieso damit, dass in naher Zukunft der gigantische Suoercrash kommt: „Egon von Greyerz: Der Welt-Schock nähert sich rasant“, „Dirk Müller: Rally im ersten und Crash im zweiten Halbjahr“. Dazu jetzt noch die Strafzölle des Protektors?

Dann werden bei dem Supercrash die Selbstverwalter im Schutze des Streits zwischen dem nationalem und dem internationalem Kapital ihre Bewegung massiv ausweiten können. Eines Tages wacht Baron Rothschild auf und alle Betriebe sind in Selstverwaltung

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