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Ausland, Europa

Die 3 Fakten in Griechenlands Sackgasse

euro50

von http://www.griechenland-blog.gr

Griechenland sitzt bei den Verhandlungen mit den sogenannten Institutionen in einer Sackgasse, die sich auf 3 grundlegende Fakten reduzieren lässt.

Die sogenannten Institutionen (sprich Gläubiger) stellten Griechenland vor das folgende Dilemma: entweder ergreift es die (geforderten) Maßnahmen jetzt, bringt die „Bewertung“ (des Fortschritts des „griechischen Programms“ durch die Gläubiger) zu Ende und gewinnt die Aufrechterhaltung des positiven Schwungs in seiner Wirtschaft und die Aufnahme in das sogenannte Programm der quantitativen Lockerung der Europäischen Zentralbank (EZB), oder es macht dies im Mai 2017, dann aber unter dem Druck der leeren (öffentlichen) Kassen sowie auch mit einer durch die lang anhaltende Ungewissheit belasteten Wirtschaft.

Laut direkt in die Beratungen involvierten Quellen waren die Leiter der Institutionen bei der Begegnung, die sie vor der Eurogruppe mit dem griechischen Finanzminister Evklidis Tsakalotos und dem stellvertretenden griechischen Finanzminister Giorgos Chouliarakis hatten, kategorisch: der einzige Weg, die Bewertung zum Abschluss zu bringen, ist das Bleiben des IWF, und damit der IWF bleibt, müssen bereits jetzt die Maßnahmen für das Jahr 2019 gesetzlich festgeschrieben werden.

Ohne den IWF wird auch Deutschland „aussteigen“

Zusätzlich sind die restlichen anhängigen Themen der „Bewertung“ zum Abschluss zu bringen, hauptsächlich bei Beschäftigungs- und Energiewesen. Und all dies bis zur Eurogruppe am 20 Februar 2017, weil danach in verschiedenen EU-Mitgliedstaaten die Wahlkämpfe beginnen.

Fakt 1: Deutschland beteiligt sich nicht mehr (gibt keine weiteren Gelder), wenn sich nicht gleichzeitig auch der IWF beteiligt, da so der deutsche Bundestag abgestimmt hat.

Wenn der Internationale Währungsfonds die griechische Verschuldung nicht für fortan tragfähig hält, kann dann gemäß der Ansicht des Abgeordneten der Partei Angela Merkels (CDU), Christian Freiherr von Stetten, von Deutschland keine wirtschaftliche Hilfe mehr an Griechenland gewährt werden. „Unser Beschluss ist klar. Wenn der Internationale Währungsfonds sich zurückzieht, wird sich auch Deutschland zurückziehen„, äußerte gegenüber der Zeitschrift „Wirtschaftswoche“ (WiWo) der Vorsitzende des über großen Einfluss verfügenden Ausschusses „Parlamentskreis Mittelstand“ (PKM).

Der IWF hat spätestens im Juni 2017 zu erklären, ob er bleibt oder nicht. Die Signale, dass der Währungsfonds die Grundlagen des Rettungspakets für Griechenland nicht als gegeben betrachtet, sind seit geraumer Zeit klar„, sagte er ebenfalls in dem Interview an die deutsche Zeitschrift.

Fakt 2: Auf Basis seiner Satzung beteiligt der IWF sich nicht, wenn er die Verschuldung Griechenlands nicht als tragfähig beurteilt.

Die Position des IWF ist klar„, meinte Jeroen Dijsselbloem: „Der IWF verlangt ein glaubwürdiges Reformpaket, einen realisierbaren fiskalischen Kurs und die Tragfähigkeit der Verschuldung.

Sich auf den Stand der Beratungen über Griechenland beziehend merkte Jeroen Dijsselbloem an, dass ein Drittel von all dem, was zu erfolgen hatte, geschehen sei, weitere Maßnahmen innerhalb der kommenden Tage angenommen werden sollen und noch diverse letzte Themen verbleiben, die auch die … schwierigsten sind.

Fakt 3: Amerika wählte einen Verrückten mit goldenem Haar, der aus Wirtschafts- und Handelsgründen mittlerweile offensichtlich gemeinsam mit Großbritannien die Demontage der Eurozone wünscht.

Im Gespräch mit dem BBC äußerte Professor Ted Maloch, Unternehmer und Verfechter des Brexit, die einheitliche europäische Währung könne in den kommenden eineinhalb Jahren „zusammenbrechen“. Er betonte sogar, er würde auf Euro-Leerverkäufe setzen („shorten“), und unterstrich parallel, für England wäre es das Beste, zu einem „sauberen“ Bruch mit der Handelsallianz Europas zu schreiten.

Ich halte den Euro für eine Währung, die nicht nur auf die Vernichtung zusteuert, sondern ein wirkliches Problem hat und in den kommenden ein bis eineinhalb Jahren zusammenbrechen könnte„, meinte Maloch und ergänzte: „Und ich bin nicht der Einzige, der dieser Ansicht ist. Joseph Stiglitz hat ein Buch über das Thema geschrieben.

In Schäubles „starkem“ Europa hat Griechenland keinen Platz

Es ist mittlerweile offensichtlich, dass Deutschlands Finanzminister Wolfgang Schäuble ein starkes Europa möchte, damit es dem (Wirtschafts-) Krieg zu begegnen vermag, dem Amerika es unterziehen wird. Und in einem starken Europa hat ein Griechenland, das ständig aufschiebt und Probleme bereitet, keinen Platz.

Was wird also geschehen? Renommierte Analytiker für europäische Themen in Berlin führen an, Herr Schäuble habe beschlossen, dass Griechenland entweder schnell auf den „geraden“ Weg kommen oder aus dem Euro ausscheiden wird, und damit sowohl sein inländisches Auditorium als auch die anderen Länder Nordeuropas zufrieden stelle, die diesen Fall insgeheim wollen würden..

Der letzte Wall gegen diese Überlegungen war der starke Anstieg des Flüchtlingsproblems, jedoch scheint sich die Ansicht durchgesetzt zu haben, dass seine Handhabung mit Griechenland außerhalb des Euro viel billiger ist. Und dies, weil erstens mit Griechenland außerhalb des Euro die Immigranten nicht mehr mit einer solchen Frequenz in unserer Land kommen werden, und zweitens, weil es den deutschen Steuerzahler vielleicht billiger zu stehen kommen wird, eine humanitäre Hilfe direkt an die unglücklichen Syrer zu zahlen, anstatt mit zweifelhaften Resultaten viele Mrd. Euro an Griechenland zu zahlen! Möge fortan Gott helfen …

(Quelle: sofokleous10.gr)

http://www.griechenland-blog.gr/2017/01/die-3-fakten-in-griechenlands-sackgasse/2139313/

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