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Bargeldverbot wird scheibchenweise Realität

bankfurt

von Wilfried Kahrs – https://qpress.de

Bankfurt: Immer wieder werden wir scheibchenweise mit dem kommenden Bargeldverbot konfrontiert. Aus unterschiedlichsten Gründen arbeiten verschiedene Fraktionen an der Abschaffung des Bargeldes. Die Interessenlagen besagter Fraktionen ergänzen sich in wundersamer Weise. Dabei ist der entstehende Würgegriff, in den Bürger zwangsläufig gerät, fast schon ein zu vernachlässigender Nebeneffekt. Zuvorderst geht es ums krasse Abzocken. Etwas moderater ausgedrückt reden “korrekt orientierte” Medien natürlich nur von “Geld verdienen“.

Der Focus hat einen kompetenten und zuständigen Banker bei der EZB in Frankfurt ausfindig machen können. Der referiert dann auch relativ unumwunden und offen über das Thema. Immerhin kommt damit die Thematik wieder einen Schritt weiter aus der Verschwörungsecke raus. Einer der weiteren angekündigten Nadelstiche ist die Abschaffung, bzw. Einstellung der Produktion des 500 Euro Scheins im Jahre 2018.

Der Herr von der EZB, Yves Mersch, ist bei der Zentralbank der Mann für das Bargeld. Er beschreibt die oben erwähnten Fraktionen etwas detaillierter. Demnach sind es drei Hautgruppen, die parallel am Thema “Bargeldabschaffung” arbeiten.

Ökonomen und Zentralbanker

Bargeldverbot wird scheibchenweise RealitätDiese Gruppe arbeitet deshalb so hart an einem Bargeldverbot, weil das Bargeldhandling relativ teuer ist. Es ist ein Service den niemand bezahlen möchte. Es sind die Logistik- und Sicherheitskosten, die entsprechend zu Buche schlagen. Beträge, die man lieber auf der Ertragsseite als auf der Aufwandsseite der Bilanz sehen möchte. Darüber hinaus wird es zur zwingenden Notwendigkeit, wenn man die Geldvermögen der Menschen über den Negativzins weiter abschmelzen will. Mit Bargeld könnte sich der Bürger dieser finanzdirigistischen Enteignung durch den Staat womöglich entziehen. Diese Fraktion kämpft allerdings noch mit dem Gesetz, welches bis heute vorsieht, dass Bargeld das einzige gesetzliches Zahlungsmittel ist. Wir zitieren dazu einmal die Bundesbank:

Bargeldverbot wird scheibchenweise RealitätGesetzliches Zahlungsmittel | Als gesetzliches Zahlungsmittel bezeichnet man das Zahlungsmittel, das niemand zur Erfüllung einer Geldforderung ablehnen kann, ohne rechtliche Nachteile zu erleiden. Im Euroraum ist Euro-Bargeld das gesetzliche Zahlungsmittel; nur die Zentralbanken des Eurosystems dürfen es in Umlauf bringen. In Deutschland sind auf Euro lautende Banknoten das einzige unbeschränkte gesetzliche Zahlungsmittel. Euro-Münzen sind beschränkte gesetzliche Zahlungsmittel, da niemand verpflichtet ist, mehr als 50 Münzen oder Münzen im Wert von über 200 Euro anzunehmen. Das gleiche gilt auch für Euro-Gedenkmünzen (2 Euro mit besonderem Rückseiten-Motiv): Sie sind im gesamten Euro-Währungsgebiet gesetzliches Zahlungsmittel. Euro-Sammlermünzen hingegen sind nur im jeweiligen Ausgabeland gültig. Eine Euro-Sammlermünze erkennt man daran, dass ihr Nennwert nicht dem einer regulären Umlaufmünze entspricht (z.B. 1/4 Euro oder 5 Euro).

Die Finaztechnik-Allianz

Das sind neben den Banken logischerweise Kreditkarteninstitute und alle anderen Anbieter elektronischer Zahlungssysteme. Ihnen ist das Bargeld ein Dorn im Auge, weil sie gern die heute noch über Bargeld abgewickelten Beträge über ihre Zahlungssysteme buchen wollen. Natürlich machen Sie das nicht aus Nächstenliebe. Sie leben von entsprechenden Provisionen. Ihre Faustformel lautet dabei: Umso weniger Bargeld, desto mehr Provisionen.

Die Anti-Terror und Recht-Fanatiker

An dieser Stelle finden sich diverse Behörden, Geheimdienste, Polizei und alle möglichen in- und ausländischen Kräfte, die der Meinung sind, dass bargeldloses Zahlen die Welt sicherer macht. In ihren Augen gilt die Faustformel: Bargeld = Kriminalität. Bargeldloses Zahlen macht die Welt zwar nicht sicherer, aber die Menschen sehr viel transparenter. Und so hinterlässt der Bürger am Ende auch mit der bargeldlosen Zahlung genügend Daten, die ihm jederzeit auf die Füße fallen können, sofern es eine Behörde mal so braucht, um jemanden aus den Verkehr zu ziehen. Der nebenstehende Film von Alexander Lehmann geht etwas über das Thema hinaus, aber “wir lieben doch Überwachung“.

Aus dem obigen, durchaus kompetenten Vortrag seitens eines berufenen EZB-Bankers kann man unzweideutig schließen, dass massiv weiter daran gearbeitet wird den Leuten das Bargeld aus den Fingern zu winden.  Sind wir doch mal ehrlich: beim Bargeld hört der Spaß auf, gelle? Auch für die Behörden. Es hat ja auch einen so charmanten Vorteil, dass man böse Menschen, die kein Bargeld mehr haben, einfach abschalten kann. Erst in so einer Situation kann man dann richtig gut nachempfinden wie sich “Staatseigentum” anfühlt. Es hat meist sogar einen Namen … das Staatseigentum … sehen sie doch mal auf ihren “Personalausweis“.

https://qpress.de/2017/01/20/bargeldverbot-wird-scheibchenweise-realitaet/

 

 

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