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Ausland, Nordamerika

Verschiedene Blicke auf die ami Armee

russlandusa

von Alexeij Dolganow – http://vineyardsaker.de

Von Thomas Roth zur Verfügung gestellte Übersetzungen von Texten von Alexeij Dolganow (Quelle) und Konstantin Kolontajew.

Die Armee der USA – ist die stärkste Armee in der Geschichte
(Konteradmiral a.D. John Kirby)

“Ich denke nicht, dass es in der langen Geschichte der Menschheit Streitkräfte gibt, die genauso begabt, klug, stark, mit solch guter Führung und den allumfassenden Ressourcen ausgestattet waren, wie die Armee der USA heute“, – sagte der Sprecher des Statedepartments der USA, John Kirby als Antwort auf die neuerliche Erklärung des Präsidenten Russlands.

Wenn jemand einen atomaren Wettlauf beschleunige, „dann nicht wir“, sagte Putin. Die USA hätten zwar den größeren Militärapparat, doch Russland sei stark. „Sie haben mehr Raketen, mehr U-Boote und mehr Flugzeugträger“, sagte Putin. „Aber Russland ist einfach stärker als jeder Aggressor.“

Zuvor hatten sich Putin und Donald Trump jeweils dafür ausgesprochen, ihr Atomwaffenarsenal zu stärken. Putin hat im Verteidigungsministerium laut der russischen Nachrichtenagentur Tass gesagt: „Wir müssen die strategischen Nuklearstreitkräfte stärken. Dafür sollten wir Raketen entwickeln“, die in der Lage seien, gegenwärtige und zukünftige Raketenabwehrsysteme zu durchdringen. Trump hatte danach getwittert, dass die USA ihre nukleare Schlagkraft deutlich stärken und erweitern müssten und zwar „solange, bis die Welt bei den Atomwaffen zur Vernunft kommt“. Es war nicht klar, inwiefern Trumps Äußerung eine Reaktion auf Putin waren.

In der absoluten Perspektive hatte der Vertreter des Statedepartments, J. Kirby, ganz recht. Vor dem Hintergrund des modernen Niveaus der Entwicklung der Technik der Amerikaner sieht eine beliebige Armee wie ein Auflauf von Landstreichern aus den vorigen Jahrhunderten aus. Und die modernen Radars und die zielsuchende Munition hätten die Kämpfer Dschingis Khans als Anwesenheit falscher Kräfte wahrgenommen.

Die Hauptintrige des neuen „kalten Krieges“ bleibt der Vergleich der Armeen der großen Mächte. Das Problem besteht darin, dass die 40 größten Wirtschaften der Welt miteinander seit sieben Dutzenden von Jahren nicht mit offenen Karten kämpften. Wir können die Schlussfolgerungen nur aufgrund der statistischen Daten über die Anzahl der Soldaten und der Einheiten von technischen Kampfmitteln machen. Und natürlich auf der Basis historischer Nachrichten, die wir auf die Moderne umrechnen.

Die historische Erfahrung sagt aber längst nicht alles. Wer konnte denn annehmen, dass das rückschrittliche, niemals eine starke Flotte habende Japan unter die drei führenden Seemächte vordringen wird und eine Reihe glänzender Siege gegen die Seemächte Britannien und USA erringen würde – und deshalb wird die Liste der stärksten Flotten unerwartet ausfallen.

Wer hielt eigentlich die UdSSR für eine große Militärmacht Anfang der dreißiger Jahre? Niemand. Ja und wieso?

Das Land hatte die drei vorhergehenden Kriege (den Krimkrieg, den Russisch-Japanischen und den Ersten Weltkrieg) klar verloren. Die Ereignisse des Sommers 41 wiedersprechen ebenfalls den Ereignissen des Mai 1945.

Die Amerikaner waren noch von Pearl-Harbor müde und gaben eine Reihe von Schlachten schimpflich ab. Letzten Endes, richteten sie sich Japan mit einer Rechnung von 1:9 her. Derart war das durchschnittliche Verhältnis der militärischen Verluste im Pazifik.

In Vietnam konnte die riesige Armee das kleine, aber stolze Land nicht bezwingen. Nur darf man nicht vergessen, dass die USA nicht mit Vietnam, sondern nur mit Nordvietnam an der Seite der südvietnamesischen Regierung in Saigon kämpften. Das Ziel war die politische Kontrolle über beide Teile des Landes. Das Ziel blieb unerfüllt.

Aber sogar der eifrigste Hasser der USA wird nicht verneinen, dass das militär-technische Niveau der Yankees zuließ, für einen Tag zu siegen. Einfach alle Vietnamesen platt machen. Mit giftigem Agent Orange die Dschungel bespritzten, als Morgentau dem Kampfbestand VX versprühen oder zu den Ladungen der Megatonnenmacht greifen.

15 Jahre später wird dieselbe Geschichte in Afganistan wiederholt werden. Und wer wird behaupten, dass die Sowjetische Armee dort schwach war?

Wer ist stärker – die USA oder Russland?

Die Zahl der Jagdflugzeuge der fünften Generation – 370 gegen 8.

Die Zahl der Schiffe mit Flügelraketen: 142 gegen 17.

Die Zahl der entwickelten Verbündeten aus der Zahl der Länder der ersten Welt, solche wie Deutschland, Japan, Großbritannien, die über eigene Armeen verfügen, mächtig und ausgestattet nach dem letzten Schrei der Technik. Und bereit, dem Pentagon eine Basis in allen Erdteilen zu gewähren.

Die Armee der USA hat ein multinationales Format. Für das moderne Russland blieb kein zurechnungsfähiger Anhänger übrig, der sich irgendwie bemühen würde, die Verteidigungsfähigkeit Russlands zu festigen und die nächste Kategorie technischer Kampfmittel zu bekommen. Und natürlich auf Kredit mit einem Aufschub der Zahlung um 50 Jahre.

Nach der Zahl der Kampfschiffe des ersten Ranges (der atomaren U-Boote, der Kreuzer, der Flugzeugträger) übertrifft die Flotte der USA die Flotten aller Länder der Welt zusammen genommen.

Es gibt ein ähnliches Verhältnis bei der Zahl der kosmischen Satelliten mit militärischer Bestimmung (Aufklärung, Verbindung, usw.).

Das Pentagon versucht das strategische System der Raketenabwehr mit den Elementen auf dem Meer und zu Lande zu errichten. Es wurde das weltweite Netz des Nachrichtenabfangens „Staffel“ geschaffen.

Die Technik bei ihnen ist gut und die Leute sind – mit dem Verstand, und mit dem Körper – in der Lage, die Forderungen zu erfüllen. Sie bevorzugen es allerdings, in Sicherheit zu sitzen und nur auf die Knöpfe zu drücken. Und die Vollziehung von Heldentaten, ist als solches im Vertrag nicht vorgesehen.

Irgendjemand wird an die Wichtigkeit der Motivation und der moralisch-willenstarken Qualitäten der Militärangehörigen erinnern. Aber einen einheitlichen Geist wirst du nicht finden. Die Samurais waren bereit, sich ihre Köpfe über den Decks der feindlichen Flugzeugträger auseinander nehmen zu lassen, was hat es ihnen genutzt?

Ich denke nicht, dass die Motivation eines einheimischen Einberufenen, der sich oft vor „den Einberufungsbefehlen“ verbirgt, höher sein kann, als die eines 20-jährigen amerikanischen „Veteranen“, der sich in die Armee wegen des kostenlosen Collegebesuchs eingeschrieben hat.

Wenn man es ehrlich sagen will, dann gibt es in jeder Armee die echten Spezialisten, die Sergeanten und die Offiziere.

Und ja, die Zahl der Patrioten, die nach ihren Worten bereit sind, den Gegner aufzufressen, ist auf beiden Seiten des Ozeanes erschreckend gestiegen. Doch es zu sagen bedeutet noch nicht, es zu machen.

Der erbitterte Streit über die Qualität der Vorbereitung der russischen und amerikanischen Militärs kann ewig andauern. Und doch ist alles viel deutlicher, in dem Zusammenhang nur zwei historische Tatsachen.

1. Kein amerikanisches Schiff ist je von einer Detonation der eigenen Munitionsvorräte untergegangen. Zu allen Zeiten waren „die häuslichen Katastrophen“ eine häufige Erscheinung der Flotten anderer Staaten (die britische HMS „Vanguard“, das japanische Schlachtschiff „Mutsu“, das russische Linienschiff „Kaiserin Maria“, der Untergang des U-Boot-Jägers „Mutig“).

Eine Erklärung gibt es dafür nur eine – ohne strengste Disziplin und die Beachtung der Instruktionen durch eine gut vorbereitete Belegschaft ist das unmöglich. Siehe auch die Basis von Pearl Harbor, ähnlich einem teueren Jachtklub.

2. In mehr als einem halben Jahrhundert ist es auf den mehr als 200 atomaren U-Booten der Kriegsmarine der USA zu keiner Panne mit der Beschädigung der aktiven Zone des Reaktors gekommen.

Noch Beispiele gefällig?

Beim Yankee ist in den vergangenen sieben Jahre keines der 180 „schlechten“ Jagdflugzeuge F-35 abgestürzt. Ungeachtet der Flüge in unter nächtlichen Bedingungen, den Nachtankungen, den Aufschwüngen und den Landungen auf den schaukelnden Decks der Schiffe.

Der Epilog

Die geopolitische Opposition Russlands und der USA stützt sich auf das nukleare Gleichgewicht, das bei uns als Parität bezeichnet wird. Und es ist unbedeutend, wie groß die kreisförmige wahrscheinliche Abweichung der Gefechtsköpfe vom Ziel ist – die Anwendung von nuklearen Gefechtsköpfen gleicht das locker wieder aus.

Warum dann alle übrigen Waffengattungen? In der Welt, außer den USA, es gibt noch 180 Länder, und viele davon haben ganz andere Probleme.

Die aufgezählten amerikanischen Systeme, die Schiffe und Drohnen, haben mit der direkten militärischen Bedrohung durch Russland nichts zu tun. Diese Technik dient nur für die Festigung des geopolitischen Einflusses und ist das äußerste Mittel bei der Lösung der lokalen Konflikte.

Jemand hat mal weise bemerkt, dass wir nicht verlieren und wir einfach nicht wünschen, an diesem „Wettbewerb“ teilzunehmen. Andererseits, die offiziellen Erklärungen zu diesem Thema folgen tatsächlich täglich. Wir sind stolz auf die militärische Macht Russlands, die wir auf der Parade des Sieges sehen können und bemühen uns, die Mängel nicht zu bemerken.

Im Übrigen, die Armee – ihre Gestalt, die Vorbereitung und die Ausstattung, ist eine unmittelbare Reflexion der Wirtschaft des Staates. Meiner Meinung nach, ist das Hauptproblem nicht die Frage stärker – schwächer, sondern die Popularität dieser Frage. Und die ständige Ansprache zu diesem Thema bei den Aktionen der amtlichen Personen. Geschieht es doch aus einem Grund: es gibt einfach keine anderen Themen für den Vergleich zwischen Russland und den USA.
[Ende des Dolganow Textes – R]

Beispiele für praktische Kampfhandlungen mit konventionellen Waffen:

Die Amerikanische Armee – der größte Mythos des 20. Jahrhunderts

Einer der größten Mythen des 20. Jahrhunderts ist der Mythos davon, dass die VSA tatsächlich eine mächtige und vor allem kampfbereite Armee (Landstreitkräfte) haben, die dem Status einer Großmacht entspricht. Einige Auszüge aus dem Text:

Den Vietnamkrieg brauchen wir hier nicht zu behandeln – der ist hinreichend untersucht; durch viele Umstände konnten hier die Amerikaner ihre Menschenverluste nicht besonders verbergen.
In den darauf folgenden Jahren war die größte Militäraktion der Amerikaner ihre Intervention in dem kleinen Inselstaat Grenada im Jahre 1983, um die örtliche linke Regierung zu stürzen.

Wie immer nach einem erneuten Krieg haben die Amerikaner nach Kriegsende den weltweiten Informationsbereich mit ihrer Version der vergangenen Ereignisse versorgt, und dabei wie immer ihre eigenen Verlustangaben deutlich verkleinert. Wurden in Korea die Verlustzahlen um das 5 – 6fache verringert, so war man in Grenada noch weniger kleinlich und minimierte die Zahl der eigenen Toten etwa um das Hundertfache – auf 30 Mann.
Diese typische amerikanische Kriegslüge hielt sich ausreichend lange, weil sie nicht von der damaligen sowjetischen Führung entlarvt worden war – ausgehend von dem im engen Kreis vom damaligen Außenminister Gromyko ausgegebenen Prinzip: „es lohnt nicht, die Amerikaner wegen Kleinigkeiten zu ärgern“.

Ungeachtet dessen sind nach und nach verschiedene sehr malerische Einzelheiten des amerikanischen Einfalls auf Grenada aufgetaucht, welche die Wiederherstellung des wahren Bildes der Ereignisse ermöglichen und eine hinreichend genaue Zahl der amerikanischen Verluste an Menschen und Technik errechnen lassen.
Vor allem stellte sich heraus, daß im Verlaufe der Landungsoperation etwa 100 Transporthubschrauber abgeschossen wurden. Und alle abgeschossenen Hubschrauber hatten von 15 bis 30 Mann plus 3-5 Mann Besatzung an Bord.
Sogar wenn nicht alle in den abgeschossenen Hubschraubern starben, muß die Zahl der Toten allein aus den abgeschossenen Hubschraubern etwa 2000 Mann betragen haben.
Sicher ist bekannt, daß in zehn der abgeschossenen Hubschrauber in Grenada die Spezialeinheit „Delta“ mit 200 Mann vollständig umkam, ohne in das Kampfgeschehen eingegriffen zu haben.
Die Delta-Einheit war die Elite der amerikanischen Sondertruppen. Jedoch war diese Gruppe in der gesamten Zeit ihrer Existenz nicht ein einziges Mal in ein Gefecht mit einem realen (militärischen – d.Ü.) Gegner zum Einsatz gekommen.

Kurz nach ihrer Gründung im Jahre 1980 verlor sie 40% ihrer Leute während des erfolglosen Versuchs, amerikanische Diplomaten-Geiseln im Iran zu befreien.
Drei Jahre später auf Grenada wurde die Delta-Gruppe vollständig vernichtet. Am Leben blieben nur das Stabs- und Bedienungspersonal, das die VSA nicht verlassen hatte.
Interessant war, daß auf Grenada alle amerikanischen Hubschrauber und Flugzeuge mit sowjetischen Waffen aus dem WK-2 abgeschossen wurden: großkalibrige Maschinengewehre DSchK von 1938 und automatische 37-mm-Fla-Kanonen „61-K“ von 1939. Ebenfalls waren einige wenige automatische 57-mm-Fla-Kanonen „S-60“ von 1951 zum Einsatz gekommen.
In den 2 Wochen Kämpfen auf Grenada verloren die Amerikaner genauso viele Hubschrauber wir die Sowjetarmee in den ersten 6 Monaten Krieg in Afghanistan.
Solch große Verluste an Menschen (3000 Tote) und Technik (100 Transport- und 20 Kampfhubschrauber, 10 Kampfflugzeuge) wurden dadurch hervorgerufen, daß die 30-Tausend-Mann-Gruppierung der amerikanischen Streitkräfte auf etwa 1000 Kubaner traf, um die sich etwa 3000 Soldaten und Offiziere der Armee und Polizei von Grenada und bewaffnete Parteiaktivisten gruppierten.
Von diesen 1000 Kubanern waren nur 200 Offiziere (aus Armee, Polizei und Geheimdienst), welche die Grenader in den entsprechenden Machtstrukturen ausgebildet hatten.
Die anderen 800 Kubaner waren zivile Bauarbeiter, welche den grenadischen Internationale Flughafen modernisierten und früher in der Armee gedient hatten. …

Natürlich haben die Amis aus ihren erneuten Fehlern und wesentlichen Mängeln im Aufbau ihrer Streitkräfte, die sich in den Kämpfen auf Grenada herausgestellt hatten, keinerlei Schlußfolgerungen gezogen – dem angelsächsischen Charakter fehlt vollständig die Neigung zur Selbstkritik.
Und deshalb haben sie 6 Jahre später in Panama dieselben Fehler wiederholt.
Obwohl sich im Verlaufe des Krieges mit den Panamesen auch etwas Neues zeigte, zum Beispiel eine große Anzahl von Fällen des Beschusses der eigenen Leute, welche die Amis delikat „friendly fire“ (wörtlich: „freundschaftliches Feuer“) nennen – und welcher nach Panama eine stabile Tradition der amerikanischen Armee im Verlaufe von Kampfhandlungen wurde.

„Wir haben endgültig das Vietnam-Syndrom überwunden“, riefen freudig die Amerikaner.
Folge dieser „Überwindung“ wurde der (erste) Krieg der VSA im Irak vom 17. Januar bis 1. März 1991. Dessen Ergebnisse waren für die Amerikaner sehr kläglich: in sechs Tagen Landkämpfen – vom 24. Februar bis 1. März – verloren sie etwa 15 Tausend Mann an Toten und 600 Panzer, und nur durch den Einsatz der Massenmedien des gesamten Westens und der damaligen Gorbatschowschen UdSSR konnten sie die Weltöffentlichkeit von ihrem „Sieg“ über den Irak überzeugen.
Obwohl es natürlich keinen Sieg gegeben hatte, weil die gestellten Hauptziele dieses Krieges nicht erreicht worden waren: Es war nicht gelungen, das irakische Heer in Kuweit und im Südirak einzukreisen – und infolge dessen gelang es nicht, das Regime von Saddam Hussein zu stürzen und ihre liberalen Marionetten an die Macht zu bringen. …
Aber die im Verlaufe des ersten Irak-Krieges erlittenen Verluste und das Nichterfüllen der gestellten Aufgaben haben erneut nicht zu irgendwelchen ernsthaften Reformen der amerikanischen Streitkräfte und der Ausbildung von deren Mannschaften geführt
Die einzige Schlußfolgerung, welche die amerikanische Führungselite aus dem erneuten Zeugnis der Unfähigkeit ihrer Streitkräfte, mit einem starken Gegner Krieg zu führen, zog, war der Wunsch, diesen Gegner zu kaufen, damit er kapituliere und ein weiteres Mal die „amerikanische Militärmacht“ demonstriert würde. D.h. zu versuchen, das mit Rommel während der Landung der amerikanischen Truppen in Frankreich am 6. Juni 1944 gespielte Szenario zu wiederholen.

Genau selbiges Szenario ist in der ersten Phase des zweiten Irak-Krieges der VSA – in der Zeit vom 19. März bis 9. April 2003 – angewendet worden. Und entgegen der verbreiteten Version war dies nicht durch die primitive Bestechung eines Dutzends irakischer Generäle erfolgt.
Es war so, daß das irakische Regime nicht so totalitär war, wie es nach außen hin aussah. Die Konten in ausländischen Banken und ein ganzes Gewirr anderer Verbindungen mit dem Westen hatten bei der regierenden Elite des Irak eine Bereitschaft zur Kapitulation hervorgerufen. (ähnlich der 5. Kolonne in Rußland – d.Ü.)
Und die irakischen Generäle haben nur die Kapitulationsbefehle der politischen Führung zur Führung eines Operetten-Krieges ausgeführt, währenddessen der Widerstand der irakischen Armee und der ausländischen Freiwilligen als Argument im Handel um günstigere Kapitulationsbedingungen benutzt wurde.
Und die Figur des „großen und schrecklichen“ Saddam Hussein erfüllte die Rolle des Sündenbocks.

Real wurde der Irak von anderen Leuten gesteuert. Einer davon war zum Beispiel Tariq Aziz, der nach der Kapitulation des Irak nach England umzog und dort von keinem Gericht verurteilt wurde. (dies ist inzwischen doch geschehen – man hat diesen unangenehmen Mitwisser der wahren Ereignisse dann still und leise kaltgestellt. d.Ü.)
Wenn die irakische Armee ganz nach Befehl einen Operetten-Krieg geführt hat, so sind die Verluste der Amerikaner in diesem Krieg durchaus nicht operettenhaft. Vor allem betrifft das die amerikanischen Luftstreitkräfte – die Hauptschlagkraft der amerikanischen Armee.
Im Unterschied zu den anderen irakischen Waffengattungen hat die Luftabwehr wirklich gekämpft. Dies wurde hervorgerufen durch die sehr begründeten Befürchtungen der irakischen Eliten, daß die Amerikaner, wenn sie einmal die Luftherrschaft erringen, versuchen könnten, diese Eliten loszuwerden, um sich nicht durch verschiedenste Abmachungen und vor allem Geldausgaben zu binden.
So war die irakische Luftabwehr die am besten vorbereitete und ausgerüstete Waffengattung und führte den Kampf gegen die amerikanischen Luftstreitkräfte mit vollem Ernst, bis wenige Tage vor dem Eintreffen der amerikanischen Streitkräfte in Bagdad.
Im Ergebnis war das Verhältnis der amerikanischen Verluste an Kampftechnik in diesem Krieg sehr ungewöhnlich: 400 Panzer und etwa 600 Kampfflugzeuge – während im ersten Irakkrieg 250 Flugzeuge und 600 Panzer verloren wurden.
In der Epoche der Düsenjäger ist in großen Kriegen die Zahl der vernichteten Kampfflugzeuge (gewöhnlich) um einige Male geringer als die Zahl der vernichteten Panzer.
Die gigantischen Verluste der amerikanischen Luftwaffe über Bagdad und dessen Umgebung begannen buchstäblich mit der ersten Kriegsstunde. Die Nachrichtenagenturen teilten mit, daß zum ersten Luftangriff auf Bagdad 20 leichte Stealth-Bomber von Typ F-117A losgeflogen seien.
Später kamen Meldungen, daß unmittelbar auf Objekte in Bagdad zwei F-117A ihre Bomben abgeworfen hätten. Fragt sich: wohin verschwanden die restlichen 18 Stealth von den nach Bagdad losgeflogenen 20?
Die Antwort ist einfach: diese 18 Maschinen wurden von der irakischen Luftabwehr während des Anfluges auf Bagdad abgeschossen.
So verlor in der ersten Kriegsstunde die VSA-Luftwaffe nur über Bagdad nicht weniger als 18 F-117A – von 45 dieses Typs, die insgesamt bei der VSA-Luftwaffe vorhanden waren.
Und nicht zufällig verschwanden zwei Tage nach Beginn des Krieges jegliche Mitteilungen über den Einsatz der „unsichtbaren“ strategischen Bomber „B-1“ bei den Kampfhandlungen.

http://vineyardsaker.de/2017/01/02/verschiedene-blicke-auf-die-ami-armee/#more-164

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