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Ausland, Europa

Warum es zu Grexit und Griechenlands Staatsbankrott kommen wird

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von http://www.griechenland-blog.gr

Die Capital Economics vertritt, Griechenland werde früher oder später aus der Eurozone ausscheiden und den Staatsbankrott erklären müssen.

In einer Analyse in Zusammenhang mit dem am 05 Dezember 2016 gefassten Beschluss der Eurogruppe bezüglich der Verschuldung Griechenlands schätzt die Capital Economics ein, die genehmigten kurzfristigen Maßnahmen stellen keine wirkliche Erleichterung der Verschuldung des Landes dar.

Ihre leitende Volkswirtin für Europa, Jennifer McKeown, warnt, die Verschuldung Griechenlands werde trotz der Maßnahmen außerordentlich untragbar bleiben, und charakterisiert die Einschätzung des ESM bezüglich einer Reduzierung der Verschuldung bis 2060 als sehr optimistisch. Die Capital Economics beharrt sogar auf ihrer Ansicht, früher oder später werde der Grexit stattfinden und Griechenland den Bankrott erklären.

Griechenlands Verschuldung bleibt nicht tragfähig

Parallel schlägt sie die Alarmglocke bezüglich eines dritten Programms. „Die Eurogruppe machte gewisse Fortschritte, bleibt jedoch resolut gegen einen von Griechenland benötigten Schuldenerlass. Und nachdem der IWF immer noch unwillig ist, sich an dem Programm zu beteiligen, verlängert sich die Gefahr, dass dieses zusammenrechen wird„, führt sie in ihrer Analyse charakteristisch an.

In Zusammenhang mit den kurzfristigen Maßnahmen bezüglich der Verschuldung betont sie, deren Größe, aber auch durchschnittliche „Reifung“ bleiben unverändert. „Die Zurücknahme der Anhebung des – 11,3 Mrd. Euro der griechischen Kredite betreffenden – Zinsspielraums um 200 Basispunkte wird der griechischen Regierung eine Ersparnis von 226 Mio. Euro bzw. ungefähr 0,2% des heutigen BIP einbringen. Diese Einsparung wird jedoch nicht vor Mitte des Jahrzehnts 2020 eintreten„, lautet es in der Analyse der Capital Economics.

Insgesamt erscheint die Behauptung des ESM, die Maßnahmen werden die Verschuldung bis 2060 um 20% reduzieren, als außerordentlich optimistisch und basiert wahrscheinlich auf der Einschätzung, die Bekanntgabe werde eine Reaktion der Finanzmärkte hervorrufen. Bisher sind die Märkte jedoch nicht überzeugt worden, führt McKeown weiter an.

Selbst wenn diese Maßnahmen der Reduzierung der Analogie der Verschuldung um 20% dienen sollten, wird letztere im Verhältnis zu dem Basisszenarium ihres – wie von dem IWF im Mai angeführten – Anstiegs auf 250% bis 2060 außerordentlich untragfähig bleiben„, ruft die Volkswirtin in Erinnerung. Sie persönlich führt darauf zum Teil den Umstand zurück, dass der Internationale Währungsfonds (IWF) immer noch nicht über seine Beteiligung an dem Programm entschieden hat.

Griechenland aufdiktierte Überschüsse sind unerreichbar

Was die Zielvorgabe für den – von der Eurogruppe erneut bestätigten – Primärüberschuss von 3,5% betrifft, ruft die Capital Economics die Position des IWF in Erinnerung, dass diese Vorgabe unerreichbar sei. „Es ist fast sicher, dass der IWF Recht hat. Derartige Überschüsse sind ungewöhnlich und erscheinen mit dem lang anhaltenden schwachen wirtschaftlichen Klima in Griechenland als gegeben besonders unerreichbar„, lautet es in der Analyse.

Sollten die europäischen Gläubiger – wie ihre letzten Erklärungen zeigen – auf der Beibehaltung dieser Zielvorgabe bestehen, wird dann der IWF vertreten, dass zusätzliche langfristige Austeritäts-Maßnahmen aktiviert werden müssen, betont die Capital Economics.

Die griechische Regierung beharrt darauf, dies sei nicht akzeptabel, Sie strengt sich sogar an, bereits vereinbarte Reformen umzusetzen, um die verzögerte zweite Bewertung des Programms zum Abschluss zu bringen – was eine notwendige, jedoch nicht ausreichende Voraussetzung ist, damit die EZB griechische Anleihen aufzukaufen beginnt.

Grexit und Staatsbankrott sind eine Frage der Zeit

All dies bedeutet, dass noch ein weiter Weg zu bewältigen ist, damit die Unterstützung des IWF sichergestellt wird, die wiederum nötig ist, damit der weitere Beitrag Deutschlands zu dem griechischen Programm gewährleistet wird, folgert die Volkswirtin.

Und nachdem die Schuldenschnitte ausgeschlossen worden sind, bleiben wir bei unserer Ansicht, dass Griechenland früher oder später aus der Eurozone ausscheiden und den Staatsbankrott erklären wird„, endet die Capital Economics.

(Quelle: Imerisia)

http://www.griechenland-blog.gr/2016/12/warum-es-zu-grexit-und-griechenlands-staatsbankrott-kommen-wird/2138975/

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