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Ausland, Naher Osten

Steinmeiers Tränen für die ISIS und al-Kaida

russian_military_action_in_syria_in_november_2015

von Norbert Nelte

Von Жабыш – Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=45360876

Am Dienstag meldet die DTS Nachrichtenagentur Das Auswärtige Amt in Berlin hat sein Bedauern über die Rückeroberung von Teilen der syrischen Stadt Aleppo durch das Assad-Regime geäußert.. Wenn es also nach dem Außenminister geht, war es also besser, dass die wahhabittischen Dschihadisten die Einwohner dort massakrierten und in die Flucht nach Deutschland schlugen.

Oder wie soll ich das verstehen? Gebt ihr damit zu verstehen, dass ihr schon immer für die Dschihadisten die Daumen gedrückt habt, oder noch mehr? Diese Meldung war so peinlich, dass es die großen Alpha Zeitungen gar nicht druckten, nur kleine Provinzblättchen wie der Pfalz-Express.

Und er schiebt nach: „Mit den jüngsten schweren Kämpfen und der Einnahme großer Teile des Ostens Aleppos durch das Regime und seine Unterstützer stehen die Menschen dort vor dem absoluten Nichts“. Solch eine dummdreiste Propaganda kann man nur in der Provinz machen, da fällt so was nicht auf, da stinkt es sowieso nach Jauche.

Es ist doch bitte schön umgekehrt. Wenn jetzt „die Menschen dort vor dem absoluten Nichts“ stehen, dann lag das an den Terrordschihadisten, und da die Regierung jetzt in fast ganz Aleppo wieder ist, können die Hilfslieferungen endlich wieder rein, der Rote Halbmond und das Rote Kreuz. Die Banken, die Geschäfte machen wieder auf. Die Flugplätze und die Eisenbahn, Zeitungen, alles wird jetzt wieder in Gang gebracht.

Aber die regierungsfreundlichen Medien sind noch so im Putin-Bashing-Modus fest verankert, dass sie noch gar nicht bemerkten, dass bald in Amerika und Frankreich der Wind von der anderen Seite weht, und heute schon: Nach Trump-Sieg: Nato spricht plötzlich freundlich über Russland.

Wenn ihr heute schon Frieden in Syrien haben wollt, so geht es ganz einfach, das Pentagon braucht die „moderaten“ Terrordschihadisten der al-Kaida, die al Nusra-Front, einfach nicht mehr bewaffnen, dann kriegt die ISIS auch nichts mehr, Punkt.

pipelines

Karte von dem Historiker Dr. Daniele Ganser aus

Dr. Daniele Ganser in Bautzen am 31.10.2016 – Illegale Kriege von Iran bis Syrien

Und wenn ihr das Öl von Katar bequem haben wollt, dann lasst es doch durch die Irak-Pipeline laufen. Dass die Ölbosse die Pipeline unbedingt durch Syrien haben wollten, und nur dafür mussten schon Tauende sterben, lässt vermuten, da sie ja auch durch Irak und die Türkei gelegt werden könne, dass es darum ginge, um den Iranern die Gaspipeline hier abzustellen.

Denn dann müsste Iran das Gas teurer mit dm Schiff durch den Suezkanal befördern und dann könnte die USA leichter ihr Fracking-Gas verkaufen.

walmartchina_protest

Dass der Steinmeier sich so billig zum Propagandisten der amerikanischen Ölindustrie macht, zeigt, dass die bürgerlichen Politiker kein Gewissen mehr haben, sie hatten es nie gehabt. Im Kapitalismus wird sich das auch nicht mehr ändern. Deshalb, die einzige Hoffnung sind die selbstverwalteten Betriebe, aber das werden auch immer mehr: Die Kämpfe der ArbeiterInnen Chinas und aktuelle Versuche der Selbstorganisation

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