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Ausland, Europa

Risse in der anti-russischen Mauer der EU

falschmeldung

von Stefan Lindgren – https://einarschlereth.blogspot.de

Wie Stephen Cohen in der Zeitschrift Nation 23/11 betont, ist Europas Teilnahme an der US-anti-russischen Linie von 2012 und bis heute kompakter und extremer als während des Kalten Krieges.

Aber jetzt gibt es manche Zeichen für eine gewisse Ernüchterung, meint Cohen: „Nicht anti-russische Regierungen (nicht notwendigerweise „pro-russisch“) sind kürzlich in Moldawien, Bulgarien und Estland an die Macht gekommen und weitere können in einem Jahr dazukommen wie etwa in Österreich, Frankreich und woanders, vielleicht sogar in Deutschland.

Holland, Griechenland, Zypern, Italien und Spanien haben bereits auf unterschiedliche Weise ihre Unzufriedenheit mit den Sanktionen und dem sich hinziehenden Bürgerkrieg und Stellvertreterkrieg in der Ukraine zum Ausbruch gebracht. Und eine anti-russische Regierung, England, hat via Brexit Europa verlassen.“

Cohen betont auch, dass Obama seine anti-russische Linie gemäßigt hat, indem er die USA „ein unersättliches Land“ nannte und damit eingestand, dass es auch noch andere Länder gibt. Er hat auch seine Auffassung von Russland als einer „regionalen Macht“ , revidiert, indem er es als „militärische Supermacht“ einstufte. Jetzt ist Russland ein „Ein wichtiges Land … das Einfluss in der ganzen Welt hat. Und für uns liegt es in unserem Interesse, um viele große Probleme in der Welt zu lösen, mit Russland zusammenzuarbeiten.“

Eine russenfreundliche Regierung in Estland

In Estland hat eine neue Regierung unter Jüri Ratas ihr Amt angetreten, die nicht ihre warmen Gefühle für Russland verbirgt. Estlands Präsident Kersti Kaljulaid hat die Zusammensetzung der neuen Regierung gebilligt, die vom Vorsitzenden der Zentrumspartei Jüri Ratas geleitet wird.

Die Regierung besteht aus Vertretern der Zentrumspartei „Vaterland und Republik“ (IRL) und der sozialdemokratisch Partei (SDE). Die Zentrumspartei von Jüri Ratas hat traditionell die Unterstützung der ethnischen Russen in Estland.

Die neue Regierung wird gute nachbarschaftliche Beziehungen zu Russland im wirtschaftlichen Bereich herstelllen. Im Koalitionsvertrag steht auch, dass man im Bereich der Kultur ebenfalls gute Beziehungen zu Russland herstellen möchte.

Die Regierung Ratas wird estischen Schulen die Möglichkei geben, russisch zu unterrichten. Es kann u. a. die Gymnasien in Tallinn und Narwa betreffen, die seit 2007 daran gehindert wurden, russisch zu unterrichten.

Quelle
Putin über Fillon

Russlands Präsident Putin kommentierte in dieser Woche auf einer Pressekonferenz die französische Primärwahl. Er wurde um seine Einschätzung der beiden Hauptkandidaten gebeten, François Fillon und Alain Juppé, von denen Fillon gerade den ersten und nun auch den zweiten Durchgang gewonnen hat.

„Wir heißen definitiv die Erklärungen beider Kandidaten willkommen bezüglich ihres Wunsches, die russisch-französichen Beziehungen wiederherzustellen,“ sagte Putin. „Wir können uns darüber nur freuen. Unsererseits werden wir alles tun, um dies in unserer Arbeit mit Frankreichs jetziger und den kommenden Regierungen zu erleichtern.“

Bezüglich Fillon, der jetzt Sieger wurde, sagte Putin:

„Herr Fillon ist meiner Meinung nach sehr anders als die meisten Politiker in der Welt, da er beim ersten Anblick etwas geschlossen gegenüber der Öffentlichkeit wirkt, aber auf seine europäische Art in des Wortes bester Bedeutung seiner Auffassung Geltung verschaffen kann. Das tut er sehr hart und konsequent. In dem Sinne ist er ein harter Verhandlungspartner. Ohne Zweifel ist er im höchsten Grad professionell.“

Newsru.com vom 22. November

Quelle – källa – source

Russische Post, Nr. 42

Aus dem Schwedischen: Einar Schlereth

https://einarschlereth.blogspot.de/2016/11/risse-in-der-anti-russischen-mauer-der.html#more

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