//
du liest...
Ausland, Nordamerika

Polizeistaats-Taktiken gegen die Sioux Standing Rock Demonstranten

lakotapipelineprotests

von Stephen Lendman – https://einarschlereth.blogspot.de

Die Demokratie in Amerika dient allein ihren Privilegierten; Bedürfnisse und Wohlfahrt der Öffentlichkeit werden weithin ignoriert und vollständig, wenn sie mit mächtigen Geldinteressen kollidieren.

Sie gewinnen immer auf Kosten des Friedens, der Gleichheit und der Gerechtigkeit – die imperialen Kriege, die korporative Günstlingswirtschaft und die Polizeistaats-Boshaftigkeit sorgen dafür.

Die Ölpipelines lecken immer, verschmutzen die Landschaft und das Trinkwasser, schaden der öffentlichen Gesundheit und Wohlfahrt.

Gerechte Gesellschaften würden sie verbieten, würden auf fossile Treibstoffe  und die extrem gefährliche Atomenergie verzichten und sie mit sauberer, grüner, erneuerbarer Energie ersetzen.

Im vergangenen Frühjahr begannen die Standing Rock Sioux-Völker und ihre Anhänger heroisch gegen die Energie-Partner der Dakota Access Pipeline (DAPL) zu protestieren, die das heilige Land der Vorfahren, das Wasser und das Habitat der Wildtiere gefährdet sowie die dort lebenden Gemeinden, das Ackerland und andere empfindliche Gebiete.

Fordert man die Macht des Großen Geldes, das politisch gute Beziehungen hat, heraus, kann man einen sehr unfairen Kampf erwarten.

Am Sonntag griff die militarisierte Polizei die friedlichen Demonstranten mit Gewalt an, benutzte Wasserkanonen bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, Tränengas, MK3 Granaten (Wiki will uns nicht auf deutsch sagen, was das für eine teuflische, gefährliche Waffe ist – gegen friedliche Demonstranten! D. Ü.), Gummi/Stahlkugeln, Pfefferspray und Überschall-Waffen für betäubenden Lärm – boshafte Taktiken, wie sie Israel gegen die Palästinenser benutzt. Die Konfrontation dauerte sechs Stunden.
Die Indigenen nennen sich selbst ein Graswurzel „Umwelt- Netzwerk-Projekt zum Schutz der Heiligkeit und Integrität von Mutter Erde …“

Am späten Sonntag abend twitterten sie: „167 Wasser-Schützer sind verletzt worden. Drei von ihnen sind ältere Menschen, sieben sind ins Krankenhaus wegen ernster Kopf-Verletzungen eingeliefert worden. Die Polizei zielte bewusst auf Kopf und Beine der Wasser-Schützer.“

Es gab zum Glück keine Toten. Standing Rock steht immer noch. Ein Demonstrant nannte die Polizeiaktion „sehr Furcht einflößend … man fühlte sich wie in einer Kriegszone … und nicht wie in Amerika 2016.“

Weitere Verletzungen sind Lungen-  und Augen-Irritationen, mindestens zwei Fälle von Herzstillstand, mehrere Fälle von Unterkühlung, ein Teenager wurde von einer Gummi/ Stahlkugel ins Gesicht getroffen und eine Frau wurde von einer MK3 Granate oder einem anderen Projektil getroffen.

Indian Country Today meldete: „Wasserkanonen, Gummi-Geschosse. Pfefferspray. Überschall-Granaten. Es ist eine Armee gegen unbewaffnete Menschen, die nur ihr Wasser und ihre Gräber schützen wollen.“

Laut Standing Rock  Sioux Vorsitzendem Dave Archambault II „Wir haben einen sehr bitteren Tag erlebt. In meiner Familie haben wir niemals Thanksgiving gefeiert. Es war immer ein Tag der Trauer im Gedanken an den Tag, als der Genozid auf diesem Kontinent begann. Dies alles beweist nur, wovon wir sprechen.“

Ein live Oceti Sakowin Standing Rock Facebook Eintrag (http://tinyurl.com/hdeug3u)
von Kevin Gilbertt bat die Leser um Spenden zur Errichtung von winterfesten Unterkünften in einem Teil Amerikas, der bekannt für harte Winter ist.

Nachts liegen die Temperaturen bereits unter dem Gefrierpunkt. Die mutigen Demonstranten brauchen jede Hilfe, die sie nur bekommen können. Kevin kann erreicht werden unter 402-690-6178 für Informationen, wie geholfen werden kann. Er dankte Leuten, die bislang gespendet haben.

Vor einigen Tagen bat die Sprecherin von Greenpeace Mary Sweeters Obama dringend, verantwortlich zu intervenieren und die umweltschädliche Pipeline zu stoppen.

Schützt das Land und das Wasser. Stoppt die Polizeigewalt. Unterstützt die Rechte der indigenen Standing Rock Sioux Völker, die mutig ihr heiliges Land der Vorfahren schützen.

Quelle – källa – source

Hier folgt ein Video, wie das internationale Finanzkapital das DAPL-Projekt illegal durchdrückte, obwohl es allgemeine als gefährlich für Mensch, Tier und Umwelt angesehen wurde:

Quelle

In dem hier folgenden Artikel von Dr. Gary G. Kohls vom 22. November 2016
Geschichte des Dakota-Widerstandes – die Verbrechen gegen die First Nations von 1492 – 2016

findet ihr eine kurze Geschichte der ungeheuren Verbrechen, die den ersten Herren des Landes angetan worden sind. Dr. Kohl schreibt, würde das heute passieren, würden die Leute angeklagt und verurteilt wegen Ethnozid und Genozid nebst vieler anderer Verbrechen. Da frage ich mich allerdings, in welcher Zeit der Herr Kohls lebt. Ist nur ein Mann wegen der Verbrechen, die allein in den hundert Krieges seit Ende des 2. Weltkrieges begangen wurden, zur Rechenschaft gezogen worden, von Verurteilung gar nicht zu reden?! Wie gedankenlos manche Leute ihre Texte zu Papier bringen. Die geschichtlichen Daten scheinen jedenfalls zu stimmen.

Aus dem Englischen: Einar Schlereth

https://einarschlereth.blogspot.de/2016/11/polizeistaats-taktiken-gegen-die-sioux.html

Advertisements

Diskussionen

Es gibt noch keine Kommentare.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Archive

%d Bloggern gefällt das: