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Ausland, Naher Osten

US-“Operations-Raum“ von russischen Raketen zerstört und Aleppo vor dem Fall

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von Einar Schlereth – http://einarschlereth.blogspot.de/

Prof. Michel Chossudovsky hat schon am 26. September diese Nachricht von der iranischen FARS Nachrichten Agentur gebracht. Darin hieß es, dass dreißig israelische, amerikanische, britische, türkische, saudische und katarische Geheimdienstoffiziere getötet worden seien.

Die USA hatten mitten im von Terroristen gehaltenen Gebiet westlich von Aleppo in den Bergen einen geheimen „Feldoperationsraum“ eingerichtet. Am 20. September wurde er von drei russischen Raketen als Antwort auf den Deir Ezzor Angriff der US-Luftwaffe, bei dem 82 syrische Soldaten getötet und über 100 verletzt wurden, völlig zerstört. Genau das hatte ich als Antwort erwartet und auch geschrieben (z. B. im Kommentar hier) und auch die zu erwartende Nicht-Reaktion. Diese Nachricht ist nirgends erschienen (nur bei Fars und Sputnik Arabic). Nun haben die Amerikaner, die ja immer die Zielgenauigkeit der russischen Raketen bezweifeln, was zum Grübeln.

Während die Iraner meinten, dass in dem Operationsraum hauptsächlich Israelis saßen, ist Chossudovsky der Auffassung, dass die Amis das Sagen hatten, aber ihre engsten Freunde (Israelis, Saudis, Katari, Türken etc.) dort installierten, was natürlich eine ungeheure Frechheit und ein Kriegsverbrechen ist.

Chossudovsky erinnert uns auch daran, dass Obama schon im Oktober 2015 eine US-Spezialeinheit nach Syrien reingeschickt hat, „die angeblich nicht direkt an Kämpfen teilnehmen sollten“. Oh nein, natürlich nicht, sondern die sollten nur die genauen Koordinaten von militärischen Stellungen und Krankenhäusern, Kraftwerken etc. liefern. Genau wie sie das zusammen mit den Saudis auch im Jemen machen. Und im Mai 2016 sind nochmals 250 Spezialeinheiten nach Syrien geschickt worden, die dann auch offenbar auf die verschiedenen Operationsräume verteilt wurden. Das fiel zufällig mit dem Einmarsch türkischer Truppen im Norden zusammen.
Michel Chossudovsky meint, dies sei „eine potentiell gefährliche Wasserscheide in diesem Krieg gegen Syrien, der zu weiterer militärischen Eskalation führen könnte“.

In dieselbe Richtung deutet Mike Whitney in seinem Artikel „Putin erhöht den Einsatz: Sabotage des Waffenstillstandes führt zu großer Offensive in Aleppo“ vom 29. September, also heute. Ihm liegt aber obige Nachricht noch nicht vor, während Chossudovsky diese Nachricht von der Großoffensive noch nicht vorlag.

Auch Mike Whitney schreibt, dass Moskau fassungslos über die Unverfrorenheit der Amerikaner war, einen soeben ausgehandelten Vertrag zur Feuereinstellung zu missachten, sowie über die unverschämten Beschuldigungen dieser elenden Kreatur Samantha Power vor der UNO. Sie kümmerten weder die Opfer noch die Tatsache, dass die USA die Bedingungen des Waffenstillstandes missachtet hatte. Und dann sagt er, dass durch  „Obamas de facto Ablehnung des Abkommens blieb Putin als einzig gangbarer Weg die Option ‚mehr Krieg‘ “. Das ist mein Reden. Na, dann sind sich Putin, Mike und ich ja mal wieder einig. (Wenn man sonst schon nichts zum Lachen hat, muss man halt selbst mal einen Scherz machen.)

Als Ergebnis hat er die Schlacht um Aleppo intensiviert, wo die Syrische Arabische Armee (SAA) und Stoßtruppen der Hisbollah einen Drei-Finger-Zangenangriff führen, der die US-gestützten Dschihadisten, die so viel in Syrien zerstört und 7 Millionen Syrer vertrieben haben, beseitigen wird.

Mike Whitney sieht das Schicksal der eingekesselten Terroristen in Aleppo als besiegelt an und vergleicht es mit der Schlacht am Little Bighorn. Diese Option habe die USA dem Pentagon Kriegsherren Ash Carter zu verdanken, weil er den Waffenstillstand sabotiert habe. Die Terroristen haben enorme Verluste erlitten. Sie sind völlig umzingelt, von allen Nachschublinien abgeschnitten und ohne Aussicht auf Nachschub.

„Aleppo wird fallen und die US-gestützte Bemühung, die Assad-Regierung zu stürzen, wird nicht funktionieren,“ wie Mike meint. Das erklärt die Hysterie, die jetzt die West-Presstituierten entwickelt haben.  Dazu hat Finian Cunningham einen wunderbaren Artikel geschrieben „Der US-Aufschrei über Syrien … und folgende Tränen“. In die Schimpfkanonade haben jetzt sogar der US-Vasall Ban Ki-moon und der UN-Syrienbeauftragte Mistura eingestimmt. Das alles kann ein normaler Mensch nur schwer nachvollziehen.

Außerdem schreibt er, dass der Waffenstillstand auf jeden Fall gescheitert wäre, weil die USA keine Möglichkeit hatte, ihre „Moderaten“ von den Extremisten zu trennen, was die Hauptbedingung für den Deal war. Und das Pentagon hat sich deswegen gar nicht erst die Mühe gemacht.

Im übrigen hat das auch Präsident Assad wiederholt gesagt, „dass die USA gar nicht den Willen hat, gegen al-Nusrah oder die ISIS zu kämpfen, weil sie meinen, dass es die Karte sei, die sie für ihre Agenda brauchen.“ Und die USA wollen lieber ein „Salafisten-Regime“ in Syrien als eine säkulare Assad-Regierung.

Als zweiten Grund, weshalb das Pentagon das Abkommen sabotierte, nennt Mike den Unwillen gegen Koordinations-Plan zwischen russischer und amerikanischer Armee. Weil sie dann ja laut New York Times (NYT) Informationen über den Islamischen Staat mit Moskau hätten teilen müssen. Aber wo ist das Problem, fragt Mike. Weil es der effektivste Weg zur Besiegung von ISIS und al Qaida gewesen wäre. Und außerdem schreibt die NYT:

„Die größte Sorge im Pentagon war, dass ein Teilen von Informationen mit Russland enthüllen könnte, wie die USA Geheimnachrichten für die Durchführung von Luftschlägen benutzen, nicht nur in Syrien, sondern überall, was Moskau dann für sich ausnützen könnte.“

Aber das ist völliger Schwachsinn, schreibt Mike. Man will einfach nicht mit Moskau zusammenarbeiten, da die strategischen Ziele genau entgegengesetzt sind. Washington braucht den Terrorismus für seine Ziele und Moskau nicht. Schluss Punkt. Deswegen hat Ash Carter das Massaker in Deir Ezzor angerichtet, das definitiv die weiteren Gespräche beendete.

Ein zusätzlicher Grund für das Massaker in Deir Ezzor sei, wie Mike meint, dass Obama den Sturz Assads aufgegeben habe und zu Plan B übergegangen sei. Und der beinhalte, dass im Nordwesten Iraks und Nordosten Syriens ein kleiner Sunnistaat rausgeschnitzt wird, wo die vereinigten Ganoven von Washington bis Türkei und Golfstaaten mit den Saudis dann ihre Pipeline bauen könnten. Und für so einen kleinen Sunni-Staat wäre Deir Ezzor wichtig. Gut, aber deswegen braucht doch Obama nicht den Assad-Sturz aufgeben.

Die alte Geschichte von ‚Teile und Herrsche‘, was in Jugoslawien funktionierte, in Afghanistan, in Libyen, in Somalia etc.  Und das ist auch das Gegenteil von dem, was Russland will. Russland will ein geeintes Syrien, genau wie der Iran und die Hisbollah auch. Abgesehen von einem militärischen Sieg würde es Russland einen enormen Prestigegewinn bringen – und nicht nur in der arabischen Welt. Er würde auch die Forderung Russlands und Chinas nach einer multipolaren Welt und der Gleichberechtigung aller Staaten, ob groß oder klein, Nachdruck verleihen. Und auf der anderen Waagschale eine schändliche Niederlage für das Imperium, die stärkste Weltmacht mit allen ihren Vasallen gegen eins der kleinsten Länder.

http://einarschlereth.blogspot.de/2016/09/us-operations-raum-von-russischen.html

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Diskussionen

Ein Gedanke zu “US-“Operations-Raum“ von russischen Raketen zerstört und Aleppo vor dem Fall

  1. Möge das Gute und die Macht mit euch sein, liebe Syrer und Russen, beim endgültigen Sieg gegen das US-Reich des Bösen mitsamt seinen barbarischen, islamistischen, satanistischen Erfüllungsgehilfen!!! Da hilft nur ein rasches, entschlossenes endgültiges Eliminieren – eine andere Sprache versteht der verschlagene, brutale US-Ami nicht!

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    Verfasst von Turbo | 4. Oktober 2016, 9:23

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