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Inland, Parteien

Sahra Wagenknecht wegputschen, Dagmar Henn ausschließen ?

von http://www.barth-engelbart.de

Der Putschversuch der “linken” Leute, derer mit dem Ankerhaken am Geländer der Atlantikbrücke gegen Sahra Wagenknecht ist nicht der Erste, aber der bisher hinterhältigste.

In gekonnter Manier werden von Jan van Aken, Liebich, Bartsch, Kipping & Co ihre Teil-Zitate aus dem Zusammenhang gerissen, “Wortschnittmengen” mit gut bekannten Rassisten extrapoliert und so Rufmord an einer ziemlich Linken in den LINKEn betrieben.  Die angeblich im Interesse der Flüchtlinge – verschärften Sozialkahlschläge – besonders in den neune Ostkolonien – werden aus dem Sichtfeld verbannt,  die im Westen nicht minder  …

sowie das NATO-Ziel der Entvölkerung der Nahostregion, der Quasi- Liquidierung der Völker, das Ausbluten der dortigen Technischen Intelligenz, die massenhafte Nomadisierung, Abhängig- in beschränkter Freilauf- haltung und das “Vor- sich- herbomben” in gigantische Umerziehungs- und Rekrutierungslager, in die als Integration getünchte Rekrutierung billigster Arbeitskraft  für “humanitär” denkende Unternehmen, all das wird ausgeblendet….

Das Ziel ist kaum zu vertuschen: der rechte Parteiflügel ist scharf aufs übersatt existenzsichernde Mitregieren in einer haluzinierten rosarotNATO-olivgrünen Kriegskoalition unter Aufgabe jeglicher wirklich linker Positionen.

Die so nach rechts heruntergewirtschaftete LINKE ist dann auch für die Rest-SPD und ihren langen nato-olivgrünen Untergangsschatten mehr als nur überflüssig. Die im Stichgelassenen Nachwende-Kahlschlagsverlierer in Ost und West hat diese LINKE dann ziemlich endgülig an die Ratten- & Bauernfänger und -leger von der AfD verloren.

Dass in der bayrischen DKP einige Stimmen gibt, die den Parteiausschluss Dagmar Henns forderten (und ihn wohl auch durchgedrückt haben),  den Ausschluss der Macherin und messerscharfen Analytikerin der deutschen Version des Portals “The Vineyard Saker”. , ist weniger bezüglich ihrer Positionen interessant als bezüglich derer in der lokalen/regionalen DKP und deren (hoffentlich unbewussten) Schnittmengen mit imperialistisch-neokolonialistischen Interessen. Bis hin zu den bekannten Atlantikbrückenpfeilern.

Da dürften die rechten Positionen in der VVN/BdA eine wesentliche Rolle spielen, die Querfront-“Studie” des exFR-Chefredakteurs Storz usw…

Dass über die Kommentare beim VineYard-Saker linksgerichtet wird, kann ich ja verstehen .. ich halte viele für ziemlich repräsentativ, sie könnten auch von vielen Kollegen vom Bau, am Fließband, den Nachbarn, den gemeinen Stammtischen stammen.

Wie Dagmar Henn das sieht, warum sie diese Kommentare nicht löscht, nicht wegzensiert?

Möglicherweise will sie auch rechte nicht abschrecken, damit sie genau den Dreck rauslassen, den man detailliert kennen muss, um ihn argumentativ zu bekämpfen. Das ist mühsam, auch nicht sonderlich wellnessfördernd aber überlebenswichtig.

Ich nehme solche Kommentare als Übungsfelder für die direkte argumentative Auseinandersetzung und bin froh, wenn meine Nachbarn mir gegenüber das Maul aufmachen und ich mich mit ihnen auseinandersetzen kann.

Die Kommentare beim Vineyard-Saker sind als Sparringspartner seht gut geeignet.

Besonders in der Mischung von Falsch und Richtig. So wie im richtigen Leben eben.

Wer das alles wegblendet und sich dann so auch nicht mehr damit beschäftigen muss, der macht sich gefährliche Illusionen einerseits und andrerseits überlässt er so einen nicht unerheblichen Teil der Lohnabhängigen und der kleinbürgerlichen Selbstausbeuter, der schwankenden sogenannten Intelligenz der rassistischen, faschistischen Propaganda.

Wenn aktuell die stärksten Atlantik-Brückenköpfe in der LINKEn (Liebich, Bartsch & Co) Sahra Wagenknechts Rücktritt fordern wegen ihrer Äußerungen zu den letzten Amok-Attentaten, dann versuchen die -ähnlich wie einige in der DKP die Genossin Dagmar Henn- Sahra Wagenknecht in die rechte Ecke zu rufmorden, nur weil sie klar gesagt hat, was Fakt ist:

die Bundesregierung hat die fluchtauslösenden Kriege seit über 30 Jahren mit aller Kraft und mit den Kriegswaffenexportgenehmigungen direkt und indirekt in die Kriegsgebiete unterstützt. Die Bundesregierung hat sich gleichzeitig mit der Verstärkung ihres Sozial-Kahlschlagsprogramms einen Prügelknaben – die Flüchtlinge- ins Land gebombt, schon lange vorher existierende Notstände & Konfliktherde so verschärft, längst fällige Personalaufstockungen im Sozialbereich unzureichend angegangen und deren Kosten den Flüchtlingen in die Schuhe geschoben, gleichzeitig das Kapital von Steuern entlastet zu Ungunsten der Gemeinden, der Lohnabhängigen, ehrenamtliche Flüchtlingshelfer zu Zuarbeitern/Kooperieren für die Militarisierung gemacht,  und dann die Bevölkerung belogen mit dem Slogan “Wir schaffen das!”.  Und sich jetzt so die Situation geschaffen “altenativlos” galoppartiges Durchpeitschen umfassender Asylrechtsverschlechterungen, Militarisierung des Alltags, Ausdehnung der Überwachung und Datenspeicherung, (noch mehr) Einsatz der Bundeswehr im Inneren zu exekutieren. Die Wagenknecht-Kritiker sind die Gleichen, die die Forderung “Raus aus der NATO”, “Nato raus aus Deutschland!” mit der verlogenen Forderung nach “Auflösung der NATO” ausbremsen (die Gregor Gysi ja dem US-Botschafter im ZDF-Sommerinterview als harm- und wirkungslos, weil erst mit Zustimmung der Mehrheit der Mitgliedstaaten realisierbar erklärt hat).

Wer, wie die Wagenknecht-Kritiker und Möchtegern-Wegputscher den entscheidenden Unterschied zwischen Sahra und der AfD, Seehofer &Co wegblendet, kann so  natürlich fast wortgleiche Zitatausschnitte nebeneinanderstellen. Das ist die gleiche Methode wie Woyna von der BANDBREITE mit einem als Thälmann verkleideten NPD-Funktionär beim Händedruck zu fotografieren und das Foto als “Querfront-Beweis” durchs Internet zu verbreiten..

Ach ja, noch was: Sahra Wagenknecht hat m.W. auch die personelle Verstärkung der Polizei gefordert. Da kann man drüber streiten. Ich weiß nicht, ob die KPD im zeitlichen Vorfeld des KPD-Verbotes 1956 auch eine Verstärkung der Polizei statt Aufbau des BND und der Bundeswehr gefordert hatte.  Möglich wär’s ja, wenn auch die Polizei schon zum Ende der 40er Anfang der 50er die Massenverhaftungen von UnterschriftensammlerINNEn gegen die deutsche Teilung (“Deutschland, einig Vaterland!”) und gegen die Hungerzug-OrganisatorINNen, die Veranstalter und Teilnehmer der Sportveranstaltungen der SOLIDARITÄTS-Verbandes durchgeführt hat ….

im Gegensatz zu den CSU-Attentats-Profiteuren und ihren intellektuellen Beratern wie Wolfsohn und Gunnar Heinsohn http://www.welt.de/politik/deutschland/article157277339/Allgemeine-Dienstpflicht-fuer-alle-Deutschen.html  hat Sahra nicht die Optimierung des Geheimdienstes gefordert und auch nicht den Einsatz der Bundeswehr im Inneren.  (Mal ganz zu schweigen von den Flugverbotszonen +über Libyen und Syrien, Sie erinnern sich noch,  Herr Liebich ? Herr Bartsch ? Herr Lederer?)

Prost-Mahlzeit

Petition Solidarität mit Sahra Wagenknecht unterschreiben:

https://www.change.org/p/solidarit%C3%A4t-mit-sahra-wagenknecht?recruiter=24811329&utm_campaign=signature_receipt&utm_medium=email&utm_source=share_petition

Bitte weiter verbreiten

Aufruf zur Demonstration am 08.10.2016 in Berlin
bitte unterzeichnen!

Die Waffen nieder!!!

Kooperation statt NATO-Konfrontation, Abrüstung statt Sozialabbau

Die Veranstalter_innen:
Bundesausschuss Friedensratschlag Kooperation für den Frieden Berliner Friedenskoordination

Die aktuellen Kriege und die militärische Konfrontation gegen Russland treiben uns auf die Straße.

Deutschland befindet sich im Krieg fast überall auf der Welt. Die Bundesregierung betreibt eine Politik der drastischen Aufrüstung. Deutsche Konzerne exportieren Waffen in alle Welt. Das Geschäft mit dem Tod blüht.

Dieser Politik leisten wir Widerstand. Die Menschen in unserem Land wollen keine Kriege und Aufrüstung – sie wollen Frieden. Die Politik muss dem Rechnung tragen. Wir akzeptieren nicht, dass Krieg immer alltäglicher wird und Deutschland einen wachsenden Beitrag dazu leistet: in Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien, Jemen, Mali. Der Krieg in der Ukraine ist nicht gestoppt. Immer geht es letztlich um Macht, Märkte und Rohstoffe. Stets sind die USA, NATO-Mitgliedstaaten und deren Verbündete beteiligt, fast immer auch direkt oder indirekt die Bundesrepublik.

Krieg ist Terror. Er bringt millionenfachen Tod, Verwüstung und Chaos. Millionen von Menschen müssen fliehen. Geflüchtete brauchen unsere Unterstützung und Schutz vor rassistischen und nationalistischen Übergriffen. Wir verteidigen das Menschenrecht auf Asyl. Damit Menschen nicht fliehen müssen, fordern wir von der Bundesregierung, jegliche militärische Einmischung in Krisengebiete einzustellen.

Die Bundesregierung muss an politischen Lösungen mitwirken, zivile Konfliktbearbeitung fördern und wirtschaftliche Hilfe für den Wiederaufbau der zerstörten Länder leisten.

Die Menschen brauchen weltweit Gerechtigkeit. Deshalb lehnen wir neoliberale Freihandelszonen wie TTIP, CETA, ökologischen Raubbau und die Vernichtung von Lebensgrundlagen ab.

Deutsche Waffenlieferungen heizen die Konflikte an. Weltweit werden täglich 4,66 Milliarden Dollar für Rüstung verpulvert. Die Bundesregierung strebt an, in den kommenden acht Jahren ihre jährlichen Rüstungsausgaben von 35 auf 60 Milliarden Euro zu erhöhen. Statt die Bundeswehr für weltweite Einsätze aufzurüsten, fordern wir, unsere Steuergelder für soziale Aufgaben einzusetzen.

Das Verhältnis von Deutschland und Russland war seit 1990 noch nie so schlecht wie heute. Die NATO hat ihr altes Feindbild wiederbelebt, schiebt ihren politischen Einfluss und ihren Militärapparat durch Stationierung schneller Eingreiftruppen, Militärmanöver, dem sogenannten Raketenabwehrschirm – begleitet von verbaler Aufrüstung – an die Grenzen Russlands vor. Das ist ein Bruch der Zusagen zur deutschen Einigung. Russland antwortet mit politischen und militärischen Maßnahmen. Dieser Teufelskreis muss durchbrochen werden. Nicht zuletzt steigert die Modernisierung genannte Aufrüstung der US-Atomwaffen die Gefahr einer militärischen Konfrontation bis hin zu einem Atomkrieg.

Sicherheit in Europa gibt es nur MIT und nicht GEGEN Russland.

Wir verlangen von der Bundesregierung:

  • den Abzug der Bundeswehr aus allen Auslandseinsätzen
  • die drastische Reduzierung des Rüstungsetats
  • den Stopp der Rüstungsexporte
  • die Ächtung von Kampfdrohnen
  • keine Beteiligung an NATO-Manövern und Truppenstationierungen entlang der Westgrenze Russlands.

Wir sagen Nein zu Atomwaffen, Krieg und Militärinterventionen.Wir fordern ein Ende der Militarisierung der EU.Wir wollen Dialog, weltweite Abrüstung, friedliche zivile Konfliktlösungen und ein auf Ausgleich basierendes System gemeinsamer Sicherheit. Für diese Friedenspolitik setzen wir uns ein.

Wir rufen auf zur bundesweiten Demonstration am 8.10.2016 in Berlin.

http://www.barth-engelbart.de/?p=129263

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Diskussionen

2 Gedanken zu “Sahra Wagenknecht wegputschen, Dagmar Henn ausschließen ?

  1. Wagenknechts Aufrichtigkeit ist anzuzweifeln, solange sie bei „der Linken“ für die Anbindung der Fundamentallinken sorgt und in dieser Funktion als nützliche Idiotin mißbraucht wird oder sich, wohl wissend was gespielt wird, etwas eitel zur Verfügung stellt.

    Dagmar Henn ist ein Riesentalent. Sie muss ihre klaren und tiefen Gedanken in die holzschnittartige Sprache einer Volkstribunin fassen und nicht als Lamento. Aus der DKP wird nichts werden, außer die Verräter von Übermorgen. Der Stalinismus ist abzulehnen. Der Leninismus muss überarbeitet werden.

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    Verfasst von Hans | 31. Juli 2016, 13:50
    • Darüber, ob S.W. eine „revolutionäre Sozialistin“ ist, mag an sich streiten – eher nicht. Aber hier geht es um was Anderes, nämlich um die Frage, ob man sie gegen unbegründete Angriffe der Parteirechten (bzw. des parteiinternen „linken Sumpfes“ à la „Marx 21“) verteidigen soll und muss. Man muss, weil die Linke im weiteren Sinn naturgemäß nur eine Chance hat, wenn sie aufhört, reale Probleme unter dem Vorwand zu leugnen, dass es wichtigere Themen gibt.

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      Verfasst von Anton Holberg | 5. August 2016, 8:56

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