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Ausland, Naher Osten

Der Schnauzbart vom Bosporus hat sich verzockt

erdogankrieger1

von https://nocheinparteibuch.wordpress.com

Seit einem Jahr fühlt sich der Schnauzbart vom Bosporus, der in der Türkei ein Präsidialsystem wie es das in Deutschland zur Hitler-Zeit gab, errichten will, ganz stark.

Gehorcht, Deutsche, oder der Sultan wird Euer Land mit Flüchtlinge fluten, ist die Botschaft aus der Türkei. Gleichzeitig hielt der Schnauzbart vom Bosporus die Drohung gegen die USA und die NATO aufrecht, dass, wenn sie nicht gehorchen und er seinen großtürkischen Willen in Syrien bekommt, er mit der Türkei zu Russland in die „Shanghai Five“ geht.

Und zuerst sah es oberflächlich betrachtet auch so aus, als ob das funktionieren würde. Mutti Merkel, Deutschland und die EU kuschten und versprachen dem Schnauzbart vom Bosporus alles, was er nur wollte, Visafreiheit, Fortschritte bei den EU-Beitrittsverhandlungen und eine Menge Geld auch noch. Die USA und die NATO übersahen genauso großzügig, dass der Schnauzbart vom Bosporus in Syrien Terroristen wie die von Al Kaida und ISIS als seine Proxy-Kräfte einsetzt, wie sie sich nicht darin einmischten, dass der Schnauzbart vom Bosporus sein Militär ausschickte, um die Kurden im eigenen Land plattzumachen.

Doch dann verließ ihn das Glück. Nach der Aufkündigung des Vertrages mit China zur Lieferung eines Luftabwehrsystems und dem mutwilligen Abschuss eines russischen Flugzeuges spendete die NATO ihm zwar öffentlich verbale Solidarität, unternahm jedoch militärisch genau gar nichts, um ihm Rückendeckung zu geben. Im Gegenteil, Patriot-Raketen wurden abgezogen. Durch den Abschuss des russichen Jets vermasselte es sich der Schnauzbart vom Bosporus außerdem, den USA noch glaubwürdig damit drohen zu können, die NATO zu verlassen und stattdessen in die SCO zu gehen. Durch seine im Tandem mit Saudi Arabien bewerkstelligte Sabotage der Genfer Friedensgespräche für Syrien hat der Schnauzbart vom Bosporus dann auch die USA und das US-Militär richtig gegen die Türkei aufgebracht.

Auch die gegen Deutschland und die EU gerichtete Drohung mit der Flüchtlingswelle verliert an Kraft. Der in den letzten Monaten erfolgte Ausbau der Grenzsicherungsanlagen durch die Balkanstaaten hat dazu geführt, dass die Balkanroute für Migranten aus der Türkei nun schon in Lagern in Griechenland zu Ende ist. Da das für Migranten keine attraktive Option ist, wirkt Erdogans Drohung, Deutschland und die EU mit Migranten zu überfluten, inzwischen schal und hohl. Obendrein hat der Schnauzbart vom Bosporus dann noch das Kunststück fertiggebracht, sich beim Großteil der deutschen Bevölkerung durch einen unsouveränen Umgang mit Kritik, Journalismus und Satire noch unbeliebter zu machen als er sich durch die Erpressung mit der Migrationswelle ohnehin schon gemacht hat.

In den letzten Tagen hat der Schnauzbart vom Bosporus nun eine richtige Pechsträhne. Zuerst haben ISIS-Terroristen seine Lieblingsterroristen von Al Kaida und Co nördlich von Aleppo auf der Linie Azaz-Marea dezimiert. Die vom Schnauzbart vom Bosporus und seinen Terrorschützlingen im Kampf gegen ISIS zu Hilfe gerufene US-Luftwaffe hat dann in der Region leider, leider, ihre Ziele verfehlt, und anstatt ISIS die Terrorlieblinge des Schnauzbarts vom Bosporus bombardiert, während die russische Luftverteidgung sicherstellte, dass die türkische Luftwaffe dem syrischen Luftraum fernbleiben musste.

Kurz darauf ließen sich US-Soldaten in Syrien demonstrativ mit Abzeichen der dem Schnauzbart vom Bosporus verhassten Kurden fotografieren und filmen. Anschließend halfen diese US-Soldaten und die US-Luftwaffe eben diesen Kurden dabei, eine Großoffensive von Osten her nach Westen über den Eufrat zur Verbindung der kurdischen Gebiete von Kobane und Afrin durchzuführen. Dass der Schnauzbart vom Bosporus zuvor erklärt hatte, das Überschreiten der Eufrats durch die Kurden sei für ihn eine rote Linie, die nicht überschritten werden dürfe, ignoriert das US-Militär demonstrativ, und hilft den Kurden mit einem Fährendienst dabei, ihre Kräfte und ihr Material eben über diesen Eufrat zu transportieren.

Kurz zuvor hatte die EU dem Schnauzbart vom Bosporus bereits mitgeteilt, dass es mit der von ihm erpressten Visafreiheit erstmal nichts wird, weil er die Nebenbedingungen des Vertrages in Bezug auf Demokratisierung und Freiheitsrechte noch nicht erfüllt hat. Und nun hat auch noch der deutsche Bundestag dem Schnauzbart vom Bosporus einen gezielten Tritt vor’s Schienbein verpasst, indem er beinahe einstimmig in einer Resolution erklärt hat, die türkischen Verbrechen gegen Armenier im Jahre 1915 seien ein Völkermord gewesen – und das, wo jeder weiß, dass das ein rotes Tuch für die Türkei ist. Und jetzt droht der Schnauzbart vom Bosporus mit Konsequenzen. Den türkischen Botschafter hat er zu Beratungen zurück in die Türkei beordert. Den abgepressten Vertrag Kooperation bezüglich der Migration gegen Visafreiheit will er nicht aufgeben. Was bleibt ihm dann?

Das Parteibuch möchte dem Schauzbart vom Bosporus hiermit folgende drei drastische Sanktionen gegen Deutschland als Rache für die Armenien-Resolution des deutschen Bundestages vorschlagen:

1. Einreiseverbot für deutsche Touristen – sollen sie doch sehen, wo sie Urlaub machen können
2. Exportstopp für türkischen Obst und Gemüse nach Deutschland und in die EU – sollen sie doch sehen, wo sie ihre Vitamine herbekommen
3. Investitions- und Anlageverbot für deutsches Kapital in der Türkei – sollen sie doch sehen, wo sie ihr Geld anlegen können

Der kleine Lügner, der über Jahre der treueste Lakai vom Schnauzbart vom Bosporus vom Bosporus war, hat es wohl schon kommen gesehen, dass die Türkei mit solchen Sanktionen gegen Deutschland und die EU nicht weiter kommen dürfte, sondern dass dies im Gegenteil massive Druckmittel der EU sind, die sie noch nicht auf den Tisch gepackt hat, aber jederzeit auspacken könnte, und ist deshalb zurückgetreten.

Nun bleibt es abzuwarten, was der Schnauzbart vom Bosporus sich als Rache für Deutschland wegen der Armenien-Resolution überlegt. Zuschauer sei angeraten, sich schon mal Popcorn zu besorgen.

Schließlich könnte das nun zur Abwechselung mal eine unterhaltsame Episode im Leben des großottomanischen Großmauls vom Bosporus werden.

https://nocheinparteibuch.wordpress.com/2016/06/03/der-schnauzbart-vom-bosporus-hat-sich-verzockt/

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