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Ausland, Europa

Aufruf an Flüchtlinge in Griechenland zum Grenzsturm

idomeiflugblatt

von http://www.griechenland-blog.gr

Wer rief die in Griechenland bei Idomeni verweilenden Flüchtlinge und Immigranten auf, am 14 März 2016 zu Hunderten die Grenze zur FYROM zu stürmen?

Am vergangenen Wochenende wurde in dem Camp an der Grenze Griechenlands zur ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedoniens (FYROM), wo seit vielen Tagen weit über 10.000 Flüchtlinge und Immigranten unter katastrophalen Bedingungen ausharren, von bisher unbekannten Initiatoren ein Flugblatt nebst einer detaillierten Karte in Umlauf gebracht, mit dem zu einer massenhaften (illegalen) Überschreitung der Grenze aufgerufen wurde.

Anlässlich dieser Aktion, deren Ausgang war, dass hunderte Menschen – sogar auch Kinder – angeschwollene Wasserläufe passierend ihr Leben riskierten, hat die Regierung die Flüchtlinge aufgerufen, dem griechischen Staat zu vertrauen und sich in die Auffanglager zu begeben.

Wer in Griechenland bleibt, wird in die Türkei abgeschoben …

Ebenfalls rief die Regierung die Freiwilligenorganisationen und Solidarischen auf, mit den griechischen Behörden bezüglich der verlässlichen Informierung der Flüchtlinge und Immigranten zu kooperieren, damit diese nicht der bewusst falschen Informierung durch „Umtriebige“ zum Opfer fallen.

Informationen zufolge lautete der ganze Inhalt des besagten Flugblatts folgendermaßen:

Die Wahrheiten

  1. Die griechisch-mazedonische Grenze (zu Skopje) ist geschlossen und wird geschlossen bleiben.
  2. Es wird keine Busse oder Züge geben, um Euch nach Deutschland zu bringen.
  3. Das Wahrscheinlichste ist, dass jeder, der in Griechenland bleiben wird, in die Türkei abgeschoben werden wird.
  4. Wem es gelingt, auf illegale Weise in mittel- / osteuropäische Länder zu gelangen, der wird es schaffen, zu bleiben. (Deutschland nimmt die Flüchtlinge immer noch auf.)
  5. Das Wahrscheinlichste ist, dass das Camp bei Idomeni in den kommenden Tagen evakuiert werden wird. Wahrscheinlich werden sie Euch in Einrichtungen der griechischen Regierung bringen und von dort aus in die Türkei zurückschicken.

Die Lösung

  1. Der vor Euch platzierte Zaun soll Euch desorientieren und glauben machen, dass die Grenzen geschlossen sind. Der Zaun endet fünf (5) Kilometer von hier, und danach gibt es keinen Zaun um Euch davon abzuhalten, nach Mazedonien (Skopje) zu gelangen. Von dort könnt Ihr passieren (siehe die Karte).
  2. Wenn Ihr Euch in kleinen Gruppen oder alleine bewegt, werden die Grenzpolizei oder das Militär es schaffen, Euch zu stoppen und nach Griechenland zurückzuschicken.
  3. Wenn Ihr Euch jedoch zusammentut und gleichzeitig tausende Personen (die Grenze) passieren, wird die Polizei Euch nicht aufhalten und zurückschicken können.

Sammeln wir uns am Montag (14 März 2016) um 14:00 Uhr am Eingang des Camps, um alle zusammen die Grenze (zur FYROM) zu passieren. Seht Euch bitte die Karte an, damit Ihr über die Route und den Treffpunkt Bescheid wisst.

Willkür, Gewalt und Misshandlungen

Bisher bleibt unbekannt, wie viele Personen im Rahmen dieser Aktion auf das Staatsgebiet der FYROM gelangten und wo sie verblieben sind. Während von Seite der FYROM widersprüchlich hartnäckig dementiert sowie ebenfalls bestätigt wurde, rund 1.500 „illegale Eindringlinge“ willkürlich (sprich mehr oder weniger gewaltsam) nach Griechenland zurückgeschickt zu haben, monierten mittlerweile – wieder in Idomeni bzw. Griechenland – angelangte Augenzeugen als auch direkt Betroffene das barbarische Vorgehen der Polizei und des Militärs der FYROM.

So sagte beispielsweise ein Flüchtling aus, Kräfte der FYROM haben eine Gruppe von Menschen an den Grenzzaun gebracht, diesen selbst aufgeschnitten und sie zur Rückkehr auf das griechische Staatsgebiet gezwungen. Andere wiesen offensichtlich infolge gewaltsamer Übergriffe und Misshandlungen erlittene Verletzungen (Blutergüsse, Verbrennungen, sogar auch Verstümmelungen) auf.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

Aufruf an Flüchtlinge in Griechenland zum Grenzsturm

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