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Klima, Umwelt

Quecksilber lügt nicht: Wir haben einen gefährlichen Meilenstein im Klimawandel erreicht

klimawandel

von Bill McKibben – http://einarschlereth.blogspot.de

Am Donnerstag, als das Land die relative Größe der republikanischen Genitalien diskutierte, geschah etwas wirklich Schreckliches. Quer über die nördliche Hemisphere überstieg die Temperatur, wenn auch nur für ein paar Stunden, offensichtlich eine rote Linie: es waren mehr als zwei Grad Celsius über „normal“ zum ersten Mal in der aufgezeichneten Geschichte und wahrscheinlich zum ersten Mal im Verlauf der menschlichen Zivilisation.

Das ist wichtig, weil die Regierungen der Welt zwei Grad Celsius festgelegt hatten als eine nicht zu überschreitende rote Linie, wofür wir alles tun sollten, es zu vermeiden. Und es ist wichtig, weil der größte Teil der Hemisphäre keinen richtigen Winter hatte. Es musste Schnee nach Anchorage gekarrt werden zum Iditarod [größtes Hundeschlittenrennen der Welt in Alaska. D. Ü.]; das arktische Seeeis-Niveau liegt auf einem Rekordtief; und in Neu England reden die Ärzte bereits vom Beginn der „Allergie Säson“.

Dieser bizarre Blick in die Zukunft ist nur kurzfristig: es werden noch Jahre vergehen, hoffen wir, bevor wir die 2 °C Marke auf regulärer Basis erleben. Aber die Zukunft kommt eindeutig viel schneller, als die Wissenschaft erwartete. Der Februar, insgesamt genommen, brach alle alten monatlichen Temperaturrekorde, die im Januar gesetzt worden waren. Der Januar brach alle Rekorde, die im …. Dezember gesetzt worden waren.

Zum Teil reflektiert dies das stattfindende El Niño-Phänomen – dieses sporadische Ereignis drückt immer die Temperaturen des Planaten nach oben. Aber da sich die El Niño Hitze über die ständig zunehmende Erwärmung legt, werden auch die Spitzen immer höher. Diesmal sind es die umkippenden Wasser des Pazifik, die riesige Mengen gestauter Hitze freilassen, die dort seit den letzten Jahrzehnten der globalen Erwärmung gelagert waren.

Und wenn diese Hitze in die Atmosphäre strömt, ist die Konsequenz überwältigend. Im Südpazifik z. B. sind die höchsten jemals gemessenen Windgeschwindigkeiten im vergangenen Monat gemessen worden, als der Tropen-Zyklon Winston auf Fiji herunterdonnerte. Ganze Dörfer wurden flach gemacht. Finanziell hat er 10 Prozent des BNP ausgelöscht, was grob dem Äquiivalent von 15 gleichzeitigen Hurrikanen Katrina entspricht.

Dem folgte wenige Monate später die höchste Windgeschwindigkeit, die je in unserer Hemisphäre aufgezeichnet wurde, als Patricia gegen die Pazifikküste Mexikos krachte. Und das kommt zu all den anderen Elendgeschichten: der Zika-Virus breitet sich auf den Flügeln von Moskitos in ganz Amerika aus [sorry McKibben, aber das war eine Fake-Story, die vorne und hinten nicht stimmte. D.Ü.]; die Flüchtlingsströme aus Syrien, wo, wie Studien jetzt zeigen, die größte je gemessene Dürre dazu beitrug, das Land ins Chaos zu stürzen.

Die Messungen sind klar. Erstens, ist die globale Erwärmung keine künftige Bedrohung – sie ist eine gegenwärtige Realität, eine Drohung nicht für unsere Enkel, sondern für die jetzigen Zivilisationen: In einer rationalen Welt würde sich jede Debatte von Präsidenten darauf konzentrieren. Vergesst die mythischen Emigrantenfluten – konzentriert euch auf die echten Fluten.

Zweitens, da wir in einem Loch stecken, ist es an der Zeit, das Graben einzustellen – buchstäblich. Wir müssen ganz einfach die Kohle, das Öl und das Gas in der Erde lassen; es gibt keinen anderen Weg, bevor man überhaupt anfängt, die Berechnungen des Klimawandels aufzustellen. Im Haus und im Senat liegen Gesetze fertig vor, die neue Ausbeute von fossilen Brennstoffen auf öffentlichem Boden in Amerika verbieten sollen. Senator Sanders hat sie rückhaltlos gebilligt, Clinton scheint sie zu billigen, aber vergangene Woche schwankte sie. Donald Trump hat sich auf die Länge seiner Finger konzentriert.

Niemand erwartet natürlich von Präsidentenkandidaten, dass sie wirklich führen. Im Mai werden sich Aktivisten der ganzen Welt sich bei den größŧen Kohlminen der Welt in Australien treffen, den Teersänden von Kanada und den Gasfeldern von Russland. Und sie werden friedlichen Ungehorsam praktizieren, in dem sie einfach nein sagen. Der einzig sichere Platz für diese Kohlenstoffe ist tief unter der Erde, wo sie seit Äonen liegen.

In einem gewissen Sinn ist das dumm. Es ist lächerlich, dass zu diesem späten Zeitpunkt, wo die Temperatur so gefährlich steigt, wir immer noch solche Schritte unternehmen müssen. Warum müssen Leute in Boston verhaftet werden, um die Spectra-Pipeline zu stoppen? Jeder mit einem Thermometer in der Hand kann sehen, dass wir unbedingt Solar- und Windkraft ausbauen müssen.

In einem tieferen Sinn jedoch ist der Widerstand heldenhaft, gar schön. Denkt an die Demonstranten als die Antikörper des Planeten, dessen Immunsystem am Ende zusammenbricht. Unsere Erde hat ein Fieber, das kein Mensch je gesehen hat. Die Zeit zum Kampf ist jetzt.

Bill McKinnen ist ein Schumann ausgezeichneter Wissenschaftler am Middlebury College und Mitbegründer von 350.org. Sein neuestes Buch ist ‚Erde: Ein Leben auf einem harten neuen Planeten führen‘.

Quelle – källa – source 

http://einarschlereth.blogspot.de/2016/03/quecksilber-lugt-nicht-wir-haben-einen.html#more

Diskussionen

Ein Gedanke zu “Quecksilber lügt nicht: Wir haben einen gefährlichen Meilenstein im Klimawandel erreicht

  1. Sorry, aber Syrien war auch Fake.

    Die Chronologie: zuerst kam Bashar an die Macht, siene Reformen führten zum ‚Damaszener Frühling‘, der Vorbild für die später inszenierten ‚Arabischen Frühlinge‘ gewesen sein mag. Jedenfalls übertrieben es Einige und der Damaszener Frühling scheiterte. Während die ‚Arabischen Frühlinge‘ der armen Länder durch Destabilisierung durch Austeritätspolitik von IWF und Weltbank vorbereitet wurden, gab es in Syrien in dieser Richtung ‚NUR‘ Deutsche Wirtschaftsberatung und eine Jahrhundertdürre. Gleichzeitig bildete sich im Griechischen Zypern eine BI gegen Geoengineering. Auf Zypern hat die RAF zwei Stützpunkte mit der US Airforce als Dauergast. Nichts leichter, als den Regen vor einer Westküste ins Meer fallen zu lassen, ganz abgesehen von der Rückhaltung des Euphrat- Wassers in der Türkei durch die Holzmänner. Erst dann kommt 2011 und die ‚gemäßigten Terroristen‘.

    Der Arikel ist Moralinsauer- getränkt.

    Die CO² Fanatiker interessieren sich ausschließlich für die Temperatur der Atmosphäre auf Höhe der Meßstationen, also in 1,5m Höhe. Wie die Energiezufuhr der Sonne in der Atmosphäre verteilt wird, interessiert sie nicht. Es geschieht durch Luftbewegung, wenn Wasser im Spiel ist sehr effizient (Evapotranspiration durch Wald, Kondensation als Wolken), wenn der Wald abgeholzt wird, bewirkt der Regen Bodenerosion und Hochwasser und viel größere trockene Luftmassen werden bewegt, um die vom Boden absorbierte Sonnenenergie in der Atmosphäre zu verteilen.

    CO² ist Bluff

    Liken

    Verfasst von zivilistin | 14. Dezember 2018, 11:27

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