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Asien, Ausland

Warum hasst der Westen Nordkorea?

38grad

von Andre Vltchek

Neue Sanktionen und wieder einmal neue US-Südkorea-Militärübungen unmittelbar in der Nachbarschaft, neue Einschüchterungen und neue Beleidigungen – aus keinem anderen Grund als dass dies Land nie jemanden angegriffen hat und noch immer entschlosssen ist, sich gegen erschreckende militärische, wirtschaftliche und propagandistische Provokationen zu verteidigen.

Vor über 60 Jahren starben Millionen Menschen am 38. Breitengrad, wurden buchstäblich geschlachtet durch das von den USA geführte Bündnis.

Danach, nach seinem Sieg, wurde Nordkorea nie in Frieden gelassen. Der Westen hat es provoziert, ihm gedroht, brutale Sanktionen auferlegt und selbstverständlich die öffentliche Meinung weltweit manipuliert.

Warum? Darauf gibt es mehrere Antworten. Die einfache heißt: weil es kommunistisch ist und seinem eigenen Kurs folgen will! So wie Kuba es Jahrzehnte getan hat … Wie mehrere lateinamerikanische Länder es kürzlich getan haben.

Aber es gibt eine andere, sehr viel vielschichtigere Antwort: weil die Demokratische Volksrepublik Korea (DVRK) im Inland für ihre Grundsätze und im Ausland gegen den Imperialismus des Westens gekämpft hat. Sie hat geholfen, kolonisierte und unterdrückte Nationen zu befreien. Und wie Kuba hat sie es selbstlos getan, als wahrer internationalistischer Staat.

Davon hat am meisten der afrikanische Kontinent mit Namibia und Angola profitiert, als beide unter den entsetzlichen Apartheid-Regimes litten, die ihnen von Südafrika aufgezwungen waren. Es versteht sich von selbst, dass diese Regimes vollständig vom Westen finanziert wurden, genauso wie der rassistische Wahnsinn, der aus Pretoria kam (Lasst uns auch nicht vergessen, dass das faschistische Südafrika der Rassentrennung eines der Länder war, die während des Koreakriegs an der Seite des Westens kämpften).

Nie hat der Westen die internationalistische Unterstützung vieler afrikanischer Nationen durch die DVRK vergessen, noch hat er sie „vergeben“. Im arabisch-israelischen Krieg 1973 flogen koreanische Piloten ägyptische Kampfflugzeuge. Die DVRK hat am Befreiungskampf in Angola teilgenommen (an Kampfeinsätzen Seite an Seite mit der Volksarmee für die Befreiung Angolas (FAPLA)), sie kämpfte in Rhodesien, Lesotho, Namibia (mit entscheidender Unterstützung für die SWAPO) und auf den Seychellen. Sie unterstützte den Afrikanischen Nationalkongress und dessen Kampf gegen die Apartheid in Südafrika. In der Vergangenheit hat sie Unterstützung geleistet für die damaligen progressiven afrikanischen Staaten inklusive Guinea, Äthiopien, Mali und Tansania.

Die Tatsache, dass Menschen aus der DVRK ihr Blut für die Freiheit des am stärksten (durch den Imperialismus des Westens) zerstörten Kontinents der Erde – Afrika – vergossen haben, ist einer der Gründe, warum der Westen willens ist, „sein ganzes Programm“ durchzuziehen, indem er versucht zu „bestrafen“, systematisch zu diskreditieren, diese stolze Nation sogar zu beseitigen. Der Westen ist besessen davon, Nordkorea zu schaden, so wie er Jahrzehnte lang von der Zerstörung Kubas besessen war.

Der Westen hat Afrika, einen riesengroßen rohstoffreichen Kontinent, Jahrhunderte lang geplündert. Er ist durch diese Beute reich geworden. Jeder, der versucht hat, dies zu stoppen, musste beseitigt werden.

Die DVRK wurde in die Ecke gedrängt, gequält und provoziert. Als Pjongjang entschlossen zur Selbstverteidigung reagierte, erklärte der Westen, Verteidigung wäre eigentlich „illegal“ und würde eine wahre „Gefahr für die Welt“ darstellen.

Die DVRK weigerte sich, ihre Unabhängigkeit und ihren Weg aufzugeben – sie führte ihr defensives Nuklearprogramm weiter. Der Propagandaapparat des Westens lief fortgesetzt auf Hochtouren, verbreitete giftige Lügen und verseuchte den ganzen Planeten damit. Im Endergebnis ist die gesamte Welt davon überzeugt, dass „Nordkorea böse ist“, hat aber nicht die geringste Ahnung, warum. Das ganze Affentheater ist ausschließlich auf Klischees aufgebaut, aber fast niemand hinterfragt es.

Christopher Black, ein bekannter Anwalt für internationales Recht mit Sitz in Toronto, Kanada, beurteilt neue Sanktionen gegen die Volksrepublik Korea als wahre Gefahr für den Weltfrieden:

„Kapitel VII der UN-Charta besagt, dass der Sicherheitsrat Maßnahmen gegen ein Land ergreifen kann, wenn eine Bedrohung für den Frieden besteht, und diese Berechtigung wird genutzt, um Sanktionen zu verhängen. Es ist jedoch nicht die DVRK, die eine Bedrohung für den Frieden schafft, es sind die USA, die die DVRK militärisch mit der Vernichtung bedrohen. Die DVRK hat eindeutig erklärt, dass ihre Nuklearwaffen lediglich einen amerikanischen Angriff abschrecken sollen, und dieser bedroht den Frieden.

Die Tatsache, dass die Vereinigten Staaten als Mitglied des Sicherheitsrates Sanktionen über ein Land verhängen, das sie selbst bedrohen, ist scheinheilig und ungerecht. Dass die Russen und die Chinesen sich hierbei mit den Vereinigten Staaten zusammengetan haben, statt Sanktionen für die USA zu fordern aufgrund ihrer Bedrohung der DVRK und ihrer neuen Militärübungen, die eine eindeutige und aktuelle Gefahr für die DVRK bedeuten, ist beschämend. Wenn die Russen und die Chinesen aufrichtig sind, warum bestehen sie dann nicht darauf, dass die Vereinigten Staaten ihre Streitkräfte von dort zurückziehen, damit die DVRK sich weniger bedroht fühlt, und unternehmen keine Schritte, um die Sicherheit der DVRK zu gewährleisten? Sie erklären ihr Vorgehen nicht, aber ihr Vorgehen macht sie zu Kollaborateuren der USA gegen die DVRK.“

USA/Nato bedrohen die DVRK, China und Russlands Fernen Osten

Die Militärbasen von USA/Nato in Asien (und in anderen Teilen der Welt) sind gegenwärtig die Hauptgefahr für die DVRK, für China und für den russischen „Fernen Osten“.

Ungeheuer große Luftwaffen-Stützpunkte auf Okinawa (Kadena und Futenma) und die Militärbasen auf dem Staatsgebiet Südkoreas bedrohen unmittelbar Nordkorea, welches alle Rechte zur Selbstverteidigung und zur Verteidigung seiner Bürger hat.

Absolut unlogisch ist es zudem, Sanktionen über das Opfer zu verhängen statt über das Imperium, das für den Verlust von Hunderten Millionen Menschenleben verantwortlich ist.

Übersetzung: Sabine

Original: Global Research
http://www.globalresearch.ca/why-does-the-west-hate-north-korea/5512822

André Vltchek ist ein Philosoph, Romancier, Filmemacher und investigativer Journalist. Er berichtete über Kriege und Konflikte in dutzenden Ländern. Seine neuesten Bücher sind „Exposing Lies Of The Empire“ und „Fighting Against Western Imperialism“. Diskussion mit Noam Chomsky: On Western Terrorism. Point of No Return ist sein von der Kritik gelobte politische Roman. Oceania – ist ein Buch über den westlichen Imperialismus im Süd-Pazifik. Sein provokatives Buch über Indonesien heißt: „Indonesia – The Archipelago of Fear“. André macht Filme für teleSUR und Press TV. Nach langjährigem Aufenthalt in Lateinamerika und Ozeanien wohnt und arbeitet Vltchek gegenwärtig in Ostasien und dem Nahen Osten. Er kan auf seiner website und Twitter erreicht werden.

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