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Kultur, Satire

Sind christliche Kreuze menschenrechtswidrig

kreuzigunggrass

von Wilfried Kahrs – http://qpress.de

Heiliger Krieg: Die USA nehmen es mit den Menschenrechten immer sehr genau, wenigstens wenn sie selbige nicht gerade für Ausländer vollständig außer Kraft setzen oder selbige gar mit Waffengewalt für sich und ihre Getreuen irgendwo da draußen erballern müssen. Besonders gut verwahrt behütet werden die Menschenrechte allerdings in Guantanamo. Unser Titelbild zeigt übrigens nicht die Kreuzigung des Grundgesetzes (GG) sondern die mediale Kreuzigung des Günter Grass nach seinem Israel-Gedicht, was auch als christliche Tat zu bezeichnen ist. Inzwischen sind in den USA die ersten Klagen gerichtsanhängig, die sich mit der Menschenrechtswidrigkeit von christlichen Kreuzen befassen. Immer mehr Muslime fühlen sich in den USA von der Vielzahl der Kreuze dort bedroht, scharf belästigt und in ihrer Religionsausübung massiv und beleidigend behindert.

In dem hier geschilderten Fall (aus dem letzten Jahr): Muslims Demand That ‘Offensive’ Crosses Be Removed… From CATHOLIC School[TopRightNews], geht es um eine katholische Privatuniversität, die aus Gründen einer humanistischen Freizügigkeit Studenten aus aller Herren Länder, wie auch aller Konfessionen aufnimmt. Bislang gab es an dieser Privatuniversität dahingehend auch noch keine Klagen, aber irgendwann muss man ja mal mit dem Glaubenskrieg anfangen. Gottlob, ihm sei es gepriesen und gepfiffen, hier zunächst noch mit rein juristischen Waffen vor einem weltlichen Gericht, bevor irgendwann die nächste Eskalationsstufe erklommen werden kann und es mit Waffengewalt direkt vor Ort geregelt wird.

Einer der weiteren, aber wohl essentiellen Streitpunkte in der Angelegenheit war die Nichtzurverfügungstellung spezieller Gebetsräume für Muslime, also in diesem Fall “kreuzfreie” Räume, die zuvor noch durch keine Konkurrenzreligion entweiht worden sind. Auch das hatte es bislang in dieser privaten katholischen Universität, selbst für alle anderen Religionsgruppen nicht gegeben, denn der Hampelus sei nun mal systemimmanent in einer katholischen Universität. Auch die Aufhebung der Geschlechtertrennung bei der Wohnsituation im Studentenwohnheim wurde noch Thema. Die Wiedereinführung einer Geschlechtertrennung entspricht dem Wertkanon des gegenüber dem Christentum um rund 600 Jahre in seiner Entwicklung zurückgebliebenen Islam. Auch ein bisschen mehr Scharia sollte demnach der in Rede stehenden Universität ganz gut tun.

Womöglich schließt sich hier am Ende die Frage an, ob die Menschenrechte nun christlicher oder muslimischer Natur sind, oder vielleicht einer noch ganz anderen Religion zuzuordnen sind. Wären sie überkonfessionell, wären sie bestimmt kein Streitpunkt. Vielleicht sollte die hier betroffene katholische Privatuniversität einmal alle ihre Studenten (ausnahmslos und konfessionsübergreifend) zu diesem Thema promovieren lassen, statt das Thema in die weltlichen Gerichtssäle zu verlagern.

Flag_of_Europe pecunia veritas est-01Ob Sichel (Halbmond) und Stern nun ähnlich menschrechtsverletzende Symbole sind oder nicht, das stand hier wiederum gar nicht zur Debatte, denn dazu gibt es noch keine juristische Auseinandersetzung in den USA, weil sich bislang, ob nun aus falsch verstandener Toleranz oder lediglich aus purem Desinteresse, diesbezüglich noch gar kein Kläger fand. Hier in Europa sind wir da schon erheblich weiter, auch mit der kulturell übergriffigen Religionsentwicklung, Ich bin Deutschland Deutscheland Terrorhype Betroffenehitswahn tuerkei religion scharia wandel anspruch staat kirche saekulardenn hier gilt schon seit geraumer Zeit der Grundsatz “PECUNIA VERITAS EST”, zu deutsch im “Geld liegt die Wahrheit” … dieser moderneren Religion haben sich inzwischen auch viele Neubürger angeschlossen, viele von ihnen kommen angeblich auch nur zur freien Ausübung eben dieser Religion hierher. Wer hat da also nun genau was im Rahmen der Menschenrechte zu beanspruchen?

Darüber hinaus, wenn es dann doch mal wieder auf die angestaubten und traditionellen religiösen Werte kommt, die nicht direkt vom Alternativgott Mammon bedient werden können, bedeutet dies für Europa wohl nicht sonderlich viel Gutes. Selbst wenn man davon ausgeht, dass gerade der studentische Bereich doch als Hort der Toleranz gilt. Wie soll das erst im richtigen Leben werden? Immerhin werden die USA, zur grundlegenden Lösung der Europa inzwischen beutelnden Flüchtlingskrise, rund 10.000 handverlesene, vollständig durchleuchtete und sicherheitsunbedenkliche Flüchtlinge innerhalb der kommenden fünf Jahre aufnehmen und Europa somit zum überwiegenden Teil von diesen Krisenfolgen entlasten. Damit muss sich die EU dann nur noch einige wenige Millionen Flüchtlinge kümmern, die hier übrig bleiben, weil die USA mit der ersteren Aktion logischerweise schon vollständig dicht ist.

Verletzung von MenschenrechtenDie USA haben Europa aber unter der Hand versprochen auch weiterhin für entsprechenden Nachschub an Facharbeitern zu sorgen, was man vorzugsweise durch nachhaltige Destabilisierung des kompletten Nahen Osten zu erreichen gedenkt. Bislang übrigens nachweislich mit durchschlagendem Erfolg. Gesellschaftspolitisch ist es auch weniger verstörend, sich vor den Gerichten über die Menschrechtswidrigkeit von Kreuzen zu streiten, als ausgerechnet über die unbedeutenden Auswirkungen von Hellfire-Raketen auf die schon fast vollständig zerbombten Menschenrechte.

Sind christliche Kreuze menschenrechtswidrig

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